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Der Analogieschluss, der Skeptizismus und eine Offenbarungsreligion

Eine Annäherung an Humes Dialoge über natürliche Religion

Title: Der Analogieschluss, der Skeptizismus und eine Offenbarungsreligion

Term Paper , 2012 , 7 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Florian Risch (Author)

Philosophy - Philosophy of the 17th and 18th Centuries
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Summary Excerpt Details

David Hume stellt in diesem Werk – Dialoge über natürlich Religion - drei Standpunkte bezüglich der Beschaffenheit Gottes gegenüber: Einen christlichen Offenbarungsgläubigen, einen Theisten und ein Skeptiker, die genauen Argumente und Argumentationsweisen sollen ausgeführt werden.
Diese Arbeit soll die Schlussfolgerungen der drei Diskutierenden gegenüberstellen, sie aber nicht einfach bewerten und beurteilen, sondern vor allem Überblick bieten in welche theoretische Verhältnisse sich die Argumente einbetten. Dazu gehört die Darlegung ihrer Thesen genauso wie eine Einordnung ihrer gottesgerichteten Annahmen überhaupt.
Trotzdem soll schlussendlich eine Beurteilung erfolgen, ob einem Standpunkt eine höhere Gewichtung zugestanden werden kann als man es einem anderen tun darf.
Prinzipiell wird also unterschieden werden müssen, ob eine Beweisbarkeit besteht oder ob es einer Beweisbarkeit an sich überhaupt bedarf. Dieser These würde ein Christ zum Beispiel wohl am ehesten folgen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Cleanthes‘ Analogieschluss

3. Philos argumentativer Überbau und der Glaube Demeas

4. Philo und der Skeptizismus

5. Folgerungen und Konsequenzen aus einem Skeptizismus?

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit analysiert die drei zentralen philosophischen Standpunkte in David Humes „Dialogen über natürliche Religion“ – den christlichen Offenbarungsgläubigen, den Theisten und den Skeptiker –, um deren Argumentationsweisen und theoretische Grundlagen darzulegen und in Bezug auf ihre Beweisbarkeit zu bewerten.

  • Vergleich der Positionen von Demea, Cleanthes und Philo
  • Untersuchung des Analogieschlusses und des Apriorismus
  • Kritische Würdigung des Skeptizismus im Kontext der Gottesfrage
  • Abgrenzung zwischen Agnostizismus, Atheismus und Dogmatismus
  • Reflexion über die Grenzen menschlicher Erkenntnisfähigkeit

Auszug aus dem Buch

Cleanthes‘ Analogieschluss

Zunächst gilt es das Argument des Cleanthes zu beschreiben. Dabei ist zu beachten, dass dieser Gesprächsteilnehmer seine Folgerungen auf Beobachtungen stützt. Man muss ihm also einen empiristischen Standpunkt zusprechen. Zweitens – und diese Etikettierung verdankt Cleanthes auch seinen Gesprächspartnern – ist sein Schluss anthropomorph: Einem Wesen werden Eigenschaften zugewiesen, die maßgeblich für den Menschen sind. In diesem Argument handelt es sich bei dem beschriebenen Wesen um eine göttliche Entität. Nach diesen Einteilungen also das Argument selbst:

Es wurde gesagt, der Empirist stützt seine Urteile auf Erkenntnisse, die aus der Beobachtung und aus den Sinnen entstammen. Alles was dieses Kriterium nicht erfüllt, sei nicht sinnvoll. Cleanthes gelangt von dieser Überlegung aus zu einem anthropomorphen Gottesbild da die aktuelle Beschaffenheit der Welt, die Verzahnung und Ausführung den Anschein erweckt, intentional konstruiert worden zu sein. Es ist wichtig zu bemerken, dass es nicht um eine romantische Naturbeschreibung geht: Die Zuschreibungen, die wir über Beschaffenheiten in der Welt machen können, gründen sich vor allem auf der Tatsache, dass die Welt als Konstruktion nur als solche verstanden werden kann, sei man doch selbst ein Wesen, das ein Vermögen zum konstruierenden Erschaffen hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die drei Standpunkte Humes und die Zielsetzung der Arbeit, die Argumente ohne Vorabwertung theoretisch einzuordnen.

2. Cleanthes‘ Analogieschluss: Beschreibung des empiristischen und anthropomorphen Gottesbildes, das Cleanthes durch die Beobachtung der Welt als geplante Konstruktion herleitet.

3. Philos argumentativer Überbau und der Glaube Demeas: Analyse von Philos Vorgehensweise, die gegnerischen Positionen durch wohlwollende Interpretation für die eigene skeptische Kritik angreifbar zu machen.

4. Philo und der Skeptizismus: Erörterung der Induktionsskepsis und der Begrenztheit menschlicher Auffassungsgabe als zentrales Argument gegen einen Beweis Gottes.

5. Folgerungen und Konsequenzen aus einem Skeptizismus?: Einordnung des Skeptizismus als Agnostizismus statt Atheismus und Abgrenzung von dogmatischen Denkweisen.

Schlüsselwörter

David Hume, Dialoge über natürliche Religion, Cleanthes, Demea, Philo, Analogieschluss, Skeptizismus, Agnostizismus, Apriorismus, Empirismus, Gottesbeweis, Dogma, Münchhausen-Trilemma, Induktionsskepsis, Erkenntnistheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den drei unterschiedlichen philosophischen Standpunkten, die David Hume in seinem Werk „Dialoge über natürliche Religion“ durch die Charaktere Demea, Cleanthes und Philo präsentiert.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Im Zentrum stehen die Konzepte des empiristischen Gottesbildes (Cleanthes), des christlichen Apriorismus (Demea) und der skeptischen Position (Philo), inklusive der Frage nach der Beweisbarkeit Gottes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Schlussfolgerungen der drei Diskutierenden gegenüberzustellen und ihre Argumente in ihre jeweiligen theoretischen Verhältnisse einzuordnen, um zu prüfen, ob ein Standpunkt gewichtiger ist als andere.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philosophische Text- und Argumentationsanalyse, wobei sie insbesondere auf das Prinzip der „wohlwollenden Interpretation“ und die Auseinandersetzung mit der Erkenntnistheorie setzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert schrittweise den Analogieschluss des Cleanthes, die skeptische Strategie des Philo und die Konsequenzen, die sich daraus für die Frage nach der Existenz eines Gottes ergeben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Charakterisierende Begriffe sind Skeptizismus, Analogieschluss, Empirismus, Agnostizismus, Apriorismus und die kritische Analyse der Gottesbeweise bei Hume.

Warum lehnt Philo den Analogieschluss von Cleanthes ab?

Philo lehnt ihn ab, da er eine hinreichende Auffassungsgabe zur Erkenntnis Gottes bestreitet und argumentiert, dass menschliche Beobachtungsdaten nicht ausreichen, um auf ein unendliches göttliches Wesen zu schließen.

Ist Philos Position mit einem Atheismus gleichzusetzen?

Nein, der Autor argumentiert, dass Philo eher eine agnostizistische Haltung einnimmt, die metaphysisch-transzendente Fragen aufgrund der begrenzten kognitiven Fähigkeiten des Menschen zurückweist, statt die Existenz Gottes dogmatisch zu verneinen.

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Details

Title
Der Analogieschluss, der Skeptizismus und eine Offenbarungsreligion
Subtitle
Eine Annäherung an Humes Dialoge über natürliche Religion
College
University of Bremen
Grade
2,0
Author
Florian Risch (Author)
Publication Year
2012
Pages
7
Catalog Number
V262556
ISBN (eBook)
9783656508410
ISBN (Book)
9783656508946
Language
German
Tags
David Hume Dialoge über natürliche Religion Cleantes Philo Demea Skeptizismus Religion Anthropomorphimus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Risch (Author), 2012, Der Analogieschluss, der Skeptizismus und eine Offenbarungsreligion, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262556
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