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Die Verbreitung von Good Governance durch die Weltbank und die deutsche Entwicklungszusammenarbeit

Titel: Die Verbreitung von Good Governance durch die Weltbank und die deutsche Entwicklungszusammenarbeit

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 25 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Organisation und Verwaltung - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Konzept bzw. der Ansatz Good Governance wurde seit den späten 1980er Jahren zunehmend zu einem vorherrschenden Paradigma in der deutschen und internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Die Arbeit versucht, die Ausbreitung des Konzepts durch die Ansätze der isomorphen institutionellen Entwicklung und des Policy-Learning zu erklären. Neben definitorischen Ausführungen liegt das Hauptaugenmerk der Arbeit im Stellenwert, den Good Governance im Rahmen der Arbeit der Weltbank und der deutschen Entwicklungszusammenarbeit erfährt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmung: Isomorphie, Policy Learning, Governance und Good Governance

2.1. Isomorphie und Policy Learning

2.2. Governance und Good Governance

3. Die Weltbank

3.1. Die Entstehung des Konzepts

3.2. Der Stellenwert von Good Governance in der Tätigkeit der Weltbank

4. Good Governance in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit

5. Analyse

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die internationale Verbreitung des Konzepts „Good Governance“ in der globalen Entwicklungszusammenarbeit, wobei der Fokus auf der Rolle der Weltbank als Initiatorin und deren Auswirkungen auf die deutsche Entwicklungspolitik seit der Wiedervereinigung 1990 liegt.

  • Diffusion des Good Governance-Paradigmas durch die Weltbank
  • Analyse mittels der Ansätze von Isomorphie und Policy-Transfer
  • Wandel der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und Governance-Konditionalität
  • Rolle der Weltbank als Standardsetzerin und deren interne Diskursdynamiken
  • Vergleich von Organisationsstrukturen und politischen Interessen bei der Verbreitung von Reformkonzepten

Auszug aus dem Buch

3.2. Der Stellenwert von Good Governance in der Tätigkeit der Weltbank

Good Governance ist, wie Michelle Miller Adams erläutert, für sich genommen noch keine eigenständige Kategorie nach der die Weltbank ihre Kredite vergibt. Viel eher erfuhren Teilaspekte oder Themenbereiche, die sich mit den einzelnen (zuvor erwähnten) Charakteristika assoziieren lassen, für die Bewilligung von Krediten Relevanz - dies betrifft das Management des öffentlichen Sektors, die Rechenschaftspflicht (accountability), den rechtlichen Rahmen für Entwicklung (Rechtsstaatlichkeit - rule of law), sowie die Bereiche Information und Transparenz.

Der Ansatz spielt insbesondere für die Teilorganisationen IBRD, IDA und IFC eine Rolle, da sich MIGA und ICSID vor allem mit der Attraktion von Investitionen durch die Erteilung von Garantien und Ausfallversicherungen (MIGA), bzw. mit der Streitschlichtung (ICSID) beschäftigen. Bezüglich der Förderung von Aspekten, die mit Good Governance in Verbindung gebracht werden, beschäftigt sich die IBRD mit der Einflussnahme auf die Diffusion von Schlüsselinitiativen oder Reformen zur Korruptionsbekämpfung und zu institutionellen Reformen. Dies betrifft nicht nur die ärmsten Staaten, sondern auch Schwellenländer. Die IDA hingegen kümmert sich im Allgemeinen um die ärmsten Staaten, und sieht den Aufbau starker (funktionaler) Institutionen als ein Kerngebiet ihrer Tätigkeit. Dabei fokussiert die IDA den Aspekt Rechenschaftspflicht (accountability) und versucht, staatliche Institutionen stärker mit der Zivilgesellschaft zu vernetzen. Die IFC hingegen richtet ihr Augenmerk (ebenfalls unter dem Stichwort accountability) eher auf die ökonomische Entwicklung und beschäftigt sich hierzu mit der Vergabe von Darlehen, der Beratung und Analyse, sowie des Kapitalmanagements.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in das Thema der internationalen Good-Governance-Diffusion ein und umreißt das methodische Vorgehen sowie die Forschungsziele.

2. Begriffsbestimmung: Isomorphie, Policy Learning, Governance und Good Governance: Das Kapitel definiert die theoretischen Grundlagen des Politiktransfers und der institutionellen Isomorphie sowie die zentralen Governance-Begrifflichkeiten.

3. Die Weltbank: Hier wird die historische Entwicklung der Weltbank und die Etablierung von Good Governance als zentrales Leitmotiv ihrer Tätigkeit analysiert.

4. Good Governance in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit: Das Kapitel untersucht die spezifische Integration des Governance-Konzepts in die deutsche Politik und die aktive Rolle der Bundesrepublik als Gestalterin.

5. Analyse: Die theoretischen Konzepte von Isomorphie und Transfer werden auf die untersuchten Akteure angewandt, um die Verbreitungsmechanismen kritisch zu hinterfragen.

6. Fazit: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass keine isomorphe Zwangsentwicklung, sondern eher eine strategische Mitgestaltung vorliegt.

Schlüsselwörter

Good Governance, Weltbank, Entwicklungszusammenarbeit, Isomorphie, Policy-Transfer, Policy-Learning, institutioneller Wandel, Rechtsstaatlichkeit, Korruptionsbekämpfung, Rechenschaftspflicht, deutsche Entwicklungspolitik, Governance-Indikatoren, internationale Organisationen, strukturelle Anpassung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, wie sich das Konzept der „Good Governance“ international verbreitet hat, wobei die Weltbank als Initiatorin und die deutsche Entwicklungszusammenarbeit als Fallbeispiel dienen.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Im Zentrum stehen die Konzepte der institutionellen Isomorphie und des Policy-Transfers sowie deren Anwendung auf entwicklungspolitische Akteure wie die Weltbank und das deutsche BMZ.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit prüft, ob die Verbreitung von Good Governance als ein Prozess der isomorphen organisationellen Entwicklung oder als gezielter Policy-Transfer verstanden werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Untersuchung, die Konzepte der Organisationstheorie (Isomorphie) und der Policy-Analyse nutzt, um die Interaktionen zwischen internationalen Organisationen und nationalstaatlicher Entwicklungspolitik zu erklären.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, die Historie der Weltbank-Governance-Agenda, die Untersuchung der deutschen Umsetzung und eine kritische Analyse der Isomorphie-Hypothese.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Good Governance, institutionelle Isomorphie, Policy-Transfer, Weltbank, deutsche Entwicklungszusammenarbeit und Governance-Konditionalität charakterisieren.

Welche Bedeutung kommt der Personalie James Wolfensohn bei der Weltbank zu?

Seine Amtszeit zwischen 1995 und 2005 wird als Hochphase der Institutionalisierung von Good Governance identifiziert, da er die Organisationskultur massiv in Richtung Effektivität und Rechenschaftspflicht reformierte.

Warum wird das Programm „Doing Business“ in der Arbeit kritisch betrachtet?

Die Arbeit stellt in Frage, ob die Rankings des Programms als objektive Indikatoren taugen, da beispielsweise Singapur aufgrund seines wirtschaftlichen Klimas auf Platz eins rangiert, obwohl der Staat für Menschenrechtsverletzungen kritisiert wird.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Verbreitung von Good Governance durch die Weltbank und die deutsche Entwicklungszusammenarbeit
Hochschule
Universität Potsdam  (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät)
Veranstaltung
Governance und Organisation in Theorie und Praxis
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
25
Katalognummer
V262588
ISBN (eBook)
9783656512011
ISBN (Buch)
9783656511700
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Entwicklungspolitik Entwicklungszusammenarbeit BRD Deutschland Weltbank World Bank Good Governance Isomorphie isomorphe Organisationsentwicklung Policy-Learning Policy-Diffusion Politik-Lernen Politik-Diffusion Rechtsstaatlichkeit / Rule of Law Accountability / Rechenschaftspflicht Demokratie Menschenrechte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2013, Die Verbreitung von Good Governance durch die Weltbank und die deutsche Entwicklungszusammenarbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262588
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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