Zur Eignung der Diskursanalyse im Forschungsfeld der Außenpolitik


Rezension / Literaturbericht, 2012
8 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Diskursanalysen in der Außenpolitikforschung
2.1 Historischer Abriss der Außenpolitikforschung
2.2 Diskursanalyse

3. Zusammenfassung und Ausblick

4. Literaturverzeichnis

1.Einleitung

In dem Zeitalter der Globalisierung wird der Außenpolitik souveräner Staaten eine fundamentale Rolle beigemessen. Die bis heute bestehenden Grundmerkmale internationaler Politik – nationale Sicherheit und relative Macht – werden durch außenpolitische Strategien der Staaten, ihrer Regierungsbeschlüsse und den verschiedenen inneren und äußeren Voraussetzungen der Außenpolitik reglementiert.

Die Außenpolitik ist aus der modernen Politik nicht wegzudenken und stellt demnach ein essenzielles Tätigkeitsfeld der internationalen Beziehungen und im politischen System dar.[1] Um außenpolitische Prozesse vollends zu verstehen und mitunter zu prognostizieren, bedarf es einer zweckmäßigen Außenpolitikforschung. Das Gebiet der Außenpolitikforschung erscheint jedoch laut Peters „wie ein großes, unübersichtliches Feld, auf dem hundert Blumen blühen“[2]. Es existiert eine Unmenge an Analyseansätzen und -methoden, die innerhalb der Politikwissenschaft einen eher unterentwickelten Bereich darstellen. Die vorliegende Arbeit knüpft an dieser Problemstellung an und befasst sich mit einem dieser Analysemethoden der Außenpolitikforschung, der Diskursanalyse. Im Speziellen wird der Versuch unternommen, die Frage zu beantworten, inwieweit die Diskursanalyse in der Außenpolitikforschung Anwendung findet.

Das folgende Kapitel beschreibt zunächst in komprimierter Form sowohl die Einordnung der Außenpolitikforschung in ein politisches System als auch die Entwicklung der Außenpolitikforschung. Anschließend wird die eingangs erwähnte Problemstellung thematisiert. Den Abschluss der Arbeit bildet die Zusammenfassung der vorher behandelten Inhalte.

2. Diskursanalysen in der Außenpolitikforschung

Der renommierte Politikwissenschaftler Hartmann nennt fünf Komponenten eines politischen Systems, auf deren Grundlage die grundsätzliche Politikforschung ansetzt. Dabei handelt es sich um

1. Weltanschauungen (gesellschaftlich relevante und akzeptierte Werte),
2. entscheidungsrelevante politische Institutionen und Verfahren (Parteien, Wahlen, Parlament, Regierung, Verwaltung),
3. organisierte Gruppen (die als Verbände und Vereine gesellschaftliche Bedürfnisse aufgreifen und diese als politische Interessen artikulieren),
4. politische Eliten (in Gesellschaft und Staat),
5. effektive Entscheidungstätigkeit in verschiedenen Politikbereichen.

Dieses Ensemble systempolitischer Komponenten bezeichnet gemäß Hartmann maßgeblich die nach innen gerichteten Politikfelder. Die Außenpolitikforschung jedoch greift zwangsläufig diese Komponenten auf, da außenpolitische Probleme auf innenpolitische Implikationen beruhen. [3]

2.1 Historischer Abriss der Außenpolitikforschung

Die Außenpolitikforschung ist ein recht junger Forschungszweig, welcher der politikwissenschaftlichen Disziplin der internationalen Beziehungen zuzuordnen ist. Sie findet ihren Ursprung in den 1950er Jahren und ist seitdem auch an den politikwissenschaftlichen Lehrstühlen deutscher Universitäten angesiedelt. Im Laufe der Jahrzehnte kristallisierte sich zunehmend heraus, dass die Außenpolitikforschung als Brückendisziplin zwischen innenpolitischer und internationaler Ebene definiert ist.[4] Studien und Veröffentlichung von Außenpolitikforschung bezogen sich bis zum Jahr 1990 fast ausschließlich auf die beiden Supermächte Sowjetunion (SU) und die Vereinigten Staaten von Amerika (USA). Die deutsche Außenpolitik erfuhr erst ab diesem Zeitpunkt eine detaillierte Auseinandersetzung außenpolitischer Interessensgebiete. Gegenwärtig wird Außenpolitik in weltweit zahlreichen Think Tanks und Forschungseinrichtungen untersucht.[5]

2.2 Diskursanalyse

Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Außenpolitikforschung sieht sich stets der Problematik gegenübergestellt, wie sie sich ihrer Thematik annähern soll. Diesbezüglich haben sich in den vergangenen Jahrzehnten diverse Herangehensweisen herauskristallisiert. Die Diskursanalyse ist eine Variante der Herangehensweise zur Analyse außenpolitischer Thematiken, welche im Folgenden näher beschrieben wird.

[...]


[1] Vgl. Wilhelm, Andreas: Außenpolitik. Grundlagen, Strukturen und Prozesse, München: Oldenbourg 2006, S. 1.

[2] Vgl. Peters, Dirk: Ansätze und Methoden der Außenpolitikanalyse, in: S. Schmidt/G. Hellmann/R. Wolf (Hrsg.), Handbuch zur deutschen Außenpolitik, Wiesbaden: VS-Verlag für Sozialwissenschaften 2007, S. 816.

[3] Vgl. Hartmann, Jürgen: Die Außenpolitik der Weltmächte. Eine Einführung, Frankfurt am Main: Campus-Verlag 1988, S. 20f.

[4] Vgl. Schmidt, Siegmar/Hellmann, Gunther/Wolf, Reinhard: Handbuch zur deutschen Außenpolitik, Wiesbaden: VS-Verlag für Sozialwissenschaften 2007, S. 39f..

[5] Vgl. Peters, D.: Ansätze und Methoden der Außenpolitikanalyse, S. 815.

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten

Details

Titel
Zur Eignung der Diskursanalyse im Forschungsfeld der Außenpolitik
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Institut für Politikwissenschaft)
Veranstaltung
ASQ1 - Technik wissenschaftlichen Arbeitens
Note
2,0
Autor
Jahr
2012
Seiten
8
Katalognummer
V262600
ISBN (eBook)
9783656515043
ISBN (Buch)
9783656514510
Dateigröße
492 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
eignung, diskursanalyse, forschungsfeld, außenpolitik
Arbeit zitieren
Diplom Sportwissenschafter Andreas Bocek (Autor), 2012, Zur Eignung der Diskursanalyse im Forschungsfeld der Außenpolitik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262600

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