Sportmotorisches Messplatztraining im Spitzensport


Hausarbeit, 2011

15 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Strategien und Trainingsformen im sportmotorischen Messplatztraining

3. Wissenschaftlich- technologische Ansätze und abgeleitete Handlungsempfehlungen
3.1. Zentrale Ansätze zum sportmotorischen Messplatztraining
3.1.1. Der klassische Ansatz zur Schnellinformation von Farfe
3.1.2. Der Ansatz zur Technikansteuerung von Ballreich
3.1.3. Der Ansatz zum Messplatztraining am IAT von Stark, Heilfort und Krug
3.1.4. Der Ansatz zum sportmotorischen Lernen und Techniktraining von Daugs
3.2. Handlungsempfehlungen zur wirksamen Gestaltung sportmotorischen Messplatztraining
3.2.1. Handlungsempfehlungen zum sportmotorischen Videotraining
3.2.2. Handlungsempfehlungen zur Schnellinformation

4. Einschätzung des Messplatztrainings- Systems im Allgemeinen

5. Gegenwärtige Forschungsdefizite

6. Zusammenfassung

7. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Der vorliegende Bericht orientiert sich in erster Linie an der Veröffentlichung des Werkes „Evaluation sportmotorischen Messplatztrainings im Spitzensport“ von Professor Reinhard Daugs aus dem Jahr 2000. Aufgrund der Vielfältigkeit der Problematik dieses Themengebietes war hierbei eine explizite Konzentration auf das Techniktraining vorgegeben. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der o. g. Publikation gab es gerade im Leistungsfaktor Technik (und der damit verbundenen Einheit von Kraft- und Bewegungsstruktur) noch erheblich mehr Ressourcen zur Steigerung der sportlichen Leistung im Spitzensport als in den wohl weitgehend ausgeschöpften, rein konditionell- energetischen Leistungsfaktoren. Folgende Aussage von Heilfort hat sich dementsprechend in den vorrangegangenen Jahren mehr als bestätigt:

„Zukünftige Weltspitzenleistungen werden also nur auf der Grundlage einer immer besseren Beherrschung der Komplexität aller erforderlichen Leistungsfaktoren, verbunden mit einer Erhöhung der Wertigkeit des Faktors Sporttechnik erreichbar sein, da die Sporttechnik entscheidend den Nutzungsgrad des verfügbaren konditionell- energetischen Potentials beeinflusst.“ (Heilfort, 1986, S. 5)

Begründet wurde diese Aussage damit, dass immer mehr und immer schwierigere sportart- und disziplinspezifische Elemente, wie zum Beispiel im Kunstturnen, im Eiskunstlauf, im Wasserspringen oder in der Rhythmischen Sportgymnastik den Athleten permanent zu immer schwierigeren sportmotorischen Neulern- und Optimierungsprozessen zwingen. Dies setzt demzufolge höchste Lernfähigkeit bei den Athleten und höchste Lehrfähigkeit bei den Trainern voraus.

Zusätzlich zeichnete sich in den letzten Jahren durch eine rasante Entwicklung und die häufig plötzlich eintretende Veränderung von Sportgeräten (z. B. Carving- Ski im alpinen Skilauf, Big Blades im Rudern, Schwerpunktveränderung der Speere, „Spoiler“- Rennanzüge im Eisschnelllauf, Glasfaserstäbe im Hochsprung) und sportlichen Techniken (z.B. Mehrfachrotationen im Eiskunstlauf, Kunstturnen und Wasserspringen, Undulationstechnik im Schwimmen) eine weitere Zunahme der Bedeutung sportmotorischer Lernprozesse ab, die den Athleten zu schwierigen und oft sehr kurzfristigen Umlernprozessen zwingen.

Es ist also nicht verwunderlich, dass man dabei an Grenzen der Lern- und Lehrfähigkeit stößt. Daher suchen vor allem betroffene Trainer verstärkt nach wissenschaftlich- technologischer Unterstützung bei der Lösung dieser Problematik.

Daher werden seit längerem erhebliche wissenschaftlich- technologische Anstrengungen einerseits zur objektiven Beschreibung sportlicher Techniken und zur Identifikation leistungsrelevanter Merkmale (im Sinne einer biomechanischen Leistungsdiagnostik) und andererseits zur Optimierung entsprechender sportmotorischer Lern- und Techniktrainingsprozesse (im Sinne eines sportmotorischen Messplatztrainings) unternommen.

Im Zentrum des Problems steht insgesamt das sportmotorische Messplatztraining, als wissenschaftlich- technologisch begründetes, gesteuertes und kontrolliertes Trainingsverfahren.

Aus diesem Grund bezieht sich auch der vorliegende Bericht auf dieses spezielle Themengebiet.

2. Strategien und Trainingsformen im sportmotorischen Mess-platztraining

Sportmotorisches Messplatztraining wird beschrieben als ein motorisches Lernen und Techniktraining an und mit biomechanischen Messplätzen, welches vor allem durch biomechanische und videographische Leitbild- und Rückmeldungsinformationen gesteuert ist. Als wesentliche Einflussgrößen auf das sportmotorische Lernen und Techniktraining im Allgemeinen, sowie auf das sportmotorische Messplatztraining im Speziellen, lassen sich dabei folgende Punkte identifizieren:

- Informationen darüber, was getan werden soll (extrinsische Instruktion über Leitbilder, Modelle)
- Informationen darüber, was tatsächlich getan wurde (extrinsisches Feedback über realisierte Bewegungsabläufe, Fehler, Resultate)
- mentale Vorstellung der geplanten oder absolvierten Bewegungsausführung (Imagination der Bewegung)
- „aktive, psychomotorische Wiederholung ohne Wiederholen“ (Übung der Bewegung) (Bernstein)

Demzufolge ergeben sich als wissenschaftlich- technologisch relevante Lernaspekte:

- das Lernen durch Instruktion: Modell-, Nachahmungs-, Imitationslernen
- das Lernen durch Ergebnisrückmeldung: Schnellinformations-, Knowledge of Results – Lernen
- das Lernen durch Imagination: Mentales Lernen
- das lernen durch Übung: Automatisierung
- das Lernen durch Videoinstruktion und Videorückmeldung: sportmotorisches Videotraining
- der Einfluss der visuellen Gestaltung von Lehrmedien: Lernrelevante Medienvisualisation

Für die Erarbeitung einer entsprechenden wissenschaftlich- technologischen Messplatztrainings- Konzeption, ist eine gründliche Aufbereitung der Theorie- und Befundlage dieser für die praktische Gestaltung des sportmotorischen Messplatztrainings wesentlichen Lernaspekte unverzichtbar.

[...]

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Sportmotorisches Messplatztraining im Spitzensport
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Institit für Sportwissenschaft)
Veranstaltung
Oberseminar Sportmotorik
Note
1,3
Autor
Jahr
2011
Seiten
15
Katalognummer
V262602
ISBN (eBook)
9783656509967
ISBN (Buch)
9783656510161
Dateigröße
482 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
sportmotorisches, messplatztraining, spitzensport
Arbeit zitieren
Diplom Sportwissenschafter Andreas Bocek (Autor), 2011, Sportmotorisches Messplatztraining im Spitzensport, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262602

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