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Grundlagen des Höhentrainings

Grundlagen und Anpassungserscheinungen

Title: Grundlagen des Höhentrainings

Term Paper (Advanced seminar) , 2011 , 17 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Diplom Sportwissenschafter Andreas Bocek (Author)

Sport - Theory and Practice
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Anlass für die Idee des Höhentrainings waren die Olympischen Sommerspiele in Mexiko City 1968 in einer Höhe von 2.240 m. Dabei konnte bei Sportarten über zwei Minuten Dauer (MZA) ein Leistungsrückgang von 2 - 8 % beobachtet werden. Um dieser Leistungsabnahme entgegenzuwirken, wurde schließlich die Idee des Höhentrainings in vielerlei Experimenten und Untersuchungen näher betrachtet und schließlich in die Tat umgesetzt. Heutzutage wird es in Sportarten eingesetzt, in denen eine gute Ausdauerleistung benötigt wird, zum Beispiel beim Langstreckenlaufen, Radsport oder Skilanglauf.

Die Bedingungen, die für ein Höhentraining notwendig sind (v.a. eine sauerstoffreduzierte Luft), sind in der Natur nur im Gebirge vorzufinden, da dort ein geringerer Luftdruck als im Flachland herrscht. Aufgrund dieses verringerten Sauerstoffgehalts der Atemluft und damit der größeren Beanspruchung des Atmungs- und Herz- Kreislaufsystems ist das Höhentraining eine zusätzliche Leistungsreserve für Ausdauersportarten sowie Sportarten mit leistungsbeeinflussenden Ausdauerkomponenten.

Insgesamt erwies sich das Training in Höhen zwischen 1800 m und 3000 m für die Leistungsentwicklung solcher Sportarten als förderlich. Seitdem hat Höhentraining Einzug in den Trainingsalltag von Hochleistungssportlern gefunden und ist inzwi-schen eine international genutzte Variante der trainingsmethodischen Vorbereitung auf Leistungshöhepunkte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen des Höhentrainings

2.1. Was ist Höhentraining?

2.2. Formvarianten des Höhentrainings

2.3. Optimale Dauer eines Höhentrainingslagers

2.4. Optimale Höhe eines Höhentrainingslagers

2.5. Methodische Prinzipien zur Durchführung eines Höhentrainings

3. Anpassungserscheinungen durch Höhentraining

4. Hypoxie

4.1. Zum Begriff "Hypoxie"

4.2. Hypoxietraining

5. Höhentraining für nicht Ausdauersportarten

5.1. Die Wirkung des Klimas der mittleren Höhen auf die sportliche Leistungsfähigkeit bei Schnelligkeits- und Schnellkraftsportarten

5.2. Die Wirkung des Klimas der mittleren Höhen auf die sportliche Leistungsfähigkeit bei den Kampfsportarten und Sportspielen

5.3. Trainingsgestaltung in mittleren Höhen bei Kampfsportarten und Sportspielen

6. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die physiologischen und methodischen Grundlagen des Höhentrainings als Leistungsreserve für Hochleistungssportler zu analysieren und deren praktische Anwendungsmöglichkeiten sowie Risiken kritisch zu beleuchten.

  • Wirkungsweise von Hypoxie auf den menschlichen Organismus
  • Unterscheidung verschiedener Höhentrainings-Formvarianten
  • Optimierung von Dauer und Höhe bei Höhentrainingslagern
  • Anpassungserscheinungen und Trainingssteuerung in der Höhe
  • Anwendbarkeit des Höhentrainings für Nicht-Ausdauersportarten

Auszug aus dem Buch

2.1. Was ist Höhentraining?

Höhentraining ist eine wirksame Methode zur Belastungssteigerung im Trainingsprozess. Die Belastungssteigerung ergibt sich aus der in der Höhe auftretenden Hypoxie (s. Kapitel 4).

Von Höhentraining ist dann die Rede, wenn das körperliche Training in sauerstoffreduzierter Luft durchgeführt wird. In der Natur sind diese Bedingungen nur im Gebirge vorzufinden. Obwohl der prozentuale Sauerstoffanteil in der Luft auf allen Höhen konstant bei knapp unter 20,9 % liegt, steht durch den herrschenden geringeren Luftdruck in der Höhe absolut entsprechend weniger Sauerstoff zum Atmen zur Verfügung. Durch diese Veränderung weist das Gehirn den Körper an, die Atemtätigkeit zu verstärken und mehr rote Blutkörperchen zu produzieren. Dies führt zu einem erhöhten Sauerstofftransport, die Stoffwechseltätigkeit wird angeregt und mehr Energie freigesetzt. Von diesem Verhalten profitiert der gesamte Organismus. Zum Beispiel wird das gesamte Zellgeschehen belebt. Gegenüber dem konventionellen Training unter „normoxischen“ Bedingungen kann daher im Höhentraining trotz reduzierter Trainingszeiten der gleiche Trainingseffekt erzielt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit erläutert den historischen Anlass des Höhentrainings sowie dessen heutige Bedeutung als Leistungsreserve für Ausdauersportarten.

2. Grundlagen des Höhentrainings: Dieses Kapitel definiert Höhentraining, beschreibt verschiedene Varianten, empfohlene Dauer und Höhe sowie methodische Prinzipien.

3. Anpassungserscheinungen durch Höhentraining: Der Autor führt die physiologischen Akklimatisationsprozesse sowie potenzielle leistungsmindernde Begleiterscheinungen auf.

4. Hypoxie: Es wird der medizinische Begriff der Hypoxie erklärt und der Einsatz von Hypoxietraining im Leistungssport diskutiert.

5. Höhentraining für nicht Ausdauersportarten: Der Fokus liegt hier auf den Auswirkungen des Höhenklimas auf Schnelligkeits- und Kampfsportarten sowie auf die spezifische Trainingsgestaltung.

6. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit unterstreicht, dass Höhentraining kein Wundermittel ist, sondern ein planmäßiger Bestandteil eines individuellen Trainingskonzepts sein sollte.

Schlüsselwörter

Höhentraining, Hypoxie, Ausdauersport, Leistungsreserve, Akklimatisation, Trainingsgestaltung, Sauerstoffmangel, Höhentrainingslager, Stoffwechsel, rote Blutkörperchen, Trainingsmethodik, Leistungssport, Anpassungserscheinungen, Belastungssteuerung, Höhentauglichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert die wissenschaftlichen und praktischen Grundlagen des Höhentrainings als Methode zur Leistungssteigerung im Hochleistungssport.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Neben den physiologischen Effekten der Hypoxie stehen methodische Ansätze, Trainingsformen und die Anwendung des Höhentrainings in verschiedenen Sportarten im Mittelpunkt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein Verständnis für die Wirkmechanismen des Höhentrainings zu schaffen und Prinzipien für eine effektive, methodisch korrekte Trainingsgestaltung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse bestehender sportwissenschaftlicher Erkenntnisse und Expertenempfehlungen zur Trainingssteuerung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den physiologischen Anpassungen, verschiedenen Formvarianten des Trainings, spezifischen Anforderungen für Nicht-Ausdauersportarten und der praktischen Umsetzung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Höhentraining, Hypoxie, Ausdauerleistung und Trainingsmethodik einordnen.

Welche Rolle spielen "Formvarianten" wie "Living high – Training low"?

Diese Varianten werden detailliert verglichen, da sie unterschiedliche Vorteile bezüglich physiologischer Anpassung und Trainingsintensität bieten.

Warum ist Höhentraining für Kampfsportarten relevant?

Obwohl es für diese Sportarten keinen direkten Einfluss hat, hilft es indirekt, die Ausdauerleistungsfähigkeit und Stabilität der sportlichen Technik auch gegen Ende langer Wettkampfzeiten zu bewahren.

Was ist die wichtigste Empfehlung für die Durchführung eines Trainingslagers?

Es wird betont, dass ein Höhentraining methodisch präzise in den Jahrestrainingsaufbau integriert werden muss und nur für Athleten mit hohem konditionellen Ausgangsniveau sinnvoll ist.

Gibt es Risiken beim Höhentraining?

Ja, neben positiven Effekten werden leistungsmindernde Faktoren wie Schlafbeeinträchtigung, erhöhter Wasserverlust und die Gefahr der Höhenkrankheit ausführlich beschrieben.

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Details

Title
Grundlagen des Höhentrainings
Subtitle
Grundlagen und Anpassungserscheinungen
College
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Sportwissenschaft)
Course
Oberseminar Hochleistungstraining
Grade
1,5
Author
Diplom Sportwissenschafter Andreas Bocek (Author)
Publication Year
2011
Pages
17
Catalog Number
V262611
ISBN (eBook)
9783656513537
ISBN (Book)
9783656512813
Language
German
Tags
grundlagen höhentrainings anpassungserscheinungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom Sportwissenschafter Andreas Bocek (Author), 2011, Grundlagen des Höhentrainings, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262611
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