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Staatsoberhaupt in einem semi-präsidentiellen Regierungssystem - der erste Reichspräsidenten der Weimarer Republik und seine Stellung in Verfassung und Politik

Título: Staatsoberhaupt in einem semi-präsidentiellen Regierungssystem - der erste Reichspräsidenten der Weimarer Republik und seine Stellung in Verfassung und Politik

Trabajo Escrito , 2004 , 18 Páginas , Calificación: 2

Autor:in: Martin Stephan Hagen (Autor)

Política - Historia de los sistemas políticos
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Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Präsidentschaft Friedrich Eberts. Anhand der Theorie des Semipräsidentialismus von Maurice Duverger soll seine Stellung im Weimarer Regierungssystem analysiert werden. Als Instrument dafür bietet Duverger vier Parameter an, mit Hilfe derer sich Aussagen über die tatsächliche Macht von Staatsoberhäuptern in semi-präsidentiellen Systemen treffen lassen. Diesem Katalog wird der strukturelle Aufbau dieser Arbeit folgen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Die Stellung des ersten Weimarer Reichspräsidenten

1. Zur Theorie semi-präsidentieller Systeme

2. Die Stellung Eberts im Regierungssystem der Weimarer Republik

2.1. Inhalt der Verfassung

2.2. Tradition und Umstände

2.2.1. Die Umstände

2.2.2. Amtsverständnis und Amtsführung Friedrich Eberts

2.2.3. Die Anwendung des Artikels 48 der WRV

2.3. Zusammensetzung parlamentarischer Mehrheiten

2.4. Position des Präsidenten in Zusammenhang mit der Mehrheit

III. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und den tatsächlichen Einfluss des ersten Reichspräsidenten der Weimarer Republik, Friedrich Ebert, innerhalb des Regierungssystems. Basierend auf der Theorie des Semipräsidentialismus nach Maurice Duverger wird analysiert, wie Ebert sein Amt unter den spezifischen politischen Bedingungen und verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen der frühen Republik interpretierte und ausübte.

  • Anwendung der Theorie des Semipräsidentialismus auf das Weimarer System
  • Analyse der verfassungsrechtlichen Kompetenzen des Reichspräsidenten
  • Untersuchung des persönlichen Amtsverständnisses von Friedrich Ebert
  • Einfluss der parlamentarischen Mehrheitsverhältnisse auf die Machtfülle des Präsidenten
  • Bedeutung der Anwendung des Artikels 48 der Weimarer Reichsverfassung

Auszug aus dem Buch

Die Anwendung des Artikels 48 der WRV

Die Notstandsgesetzgebung nach Artikel 48,2 der WRV ist als Reservemacht für Krisenzeiten konzipiert. Dass Friedrich Ebert in seiner sechsjährigen Amtszeit ganze 136 Notverordnung erlässt zeigt, in was für eine bewegte Zeit seine Präsidentschaft fällt. „Angesichts der vielfältigen Gefährdungen der Republik von links und rechts, wie sich in den Unruhen des Jahres 1919, dem Kapp-Putsch und den Kämpfen im Ruhrgebiet 1920, dem kommunistischen Aufstand in Mitteldeutschland, in Hamburg und im Ruhrgebiet im Frühjahr 1921 zeigte, war ein Regierungssystem, im dem der Präsident im Hintergrund blieb, gar nicht möglich.“

Erwähnenswert ist, dass der Artikel 48 in den Jahren 1922-24 nicht mehr nur bei Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, sondern hauptsächlich gegen „wirtschaftliche Notstände“ eingesetzt wird, und dass Ebert ihn niemals zur Stärkung seiner eigenen Stellung und Entmachtung der Regierung oder des Parlaments nutzt. „Im Gegenteil: Die Maßnahmen aufgrund von Artikel 48 beruhten auf einem weitgehenden Einverständnis von Reichsregierung und Reichspräsident einerseits sowie Reichsregierung und Reichstagsmehrheit andererseits.“

Zwar ist gemeinhin anerkannt, dass die Anwendung des Artikels 48 durch Friedrich Ebert die Republik stabilisiert und vor Verfassungsfeinden geschützt hat. Doch kann das Argument, der „legislative Kompetenzverzicht“ des Parlaments zugunsten von Regierung und Reichspräsident habe zu einer Verkümmerung des Parlamentarismus geführt, nicht von der Hand gewiesen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Einführung in die Thematik der Präsidentschaft Friedrich Eberts und Vorstellung der methodischen Herangehensweise anhand der Theorie des Semipräsidentialismus von Maurice Duverger.

II. Die Stellung des ersten Weimarer Reichspräsidenten: Detaillierte Untersuchung der Parameter, die die tatsächliche Macht des Präsidenten im Weimarer System definierten, unter Berücksichtigung von Verfassungstext, Tradition, parlamentarischer Situation und persönlicher Amtsführung.

III. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Amtszeit Eberts als "balanced presidency", die zwischen den Polen der reinen Repräsentation und einer machtvollen Regierungsrolle oszillierte.

Schlüsselwörter

Friedrich Ebert, Weimarer Republik, Reichspräsident, Semipräsidentialismus, Maurice Duverger, Artikel 48 WRV, Notverordnungsrecht, parlamentarisches System, Regierungssystem, Exekutive, politische Stabilität, Machtverhältnisse, Weimarer Reichsverfassung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die politische Rolle und die tatsächliche Machtausübung von Friedrich Ebert als erstem Reichspräsidenten der Weimarer Republik im Kontext des damaligen Regierungssystems.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die verfassungsrechtliche Stellung des Präsidenten, der Einfluss politischer Traditionen und Umstände, die Instabilität der parlamentarischen Mehrheiten sowie die Anwendung der Notstandsverordnungen nach Artikel 48.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, unter Anwendung der Theorie des Semipräsidentialismus nach Maurice Duverger zu untersuchen, wie Ebert das Amt des Reichspräsidenten in der Praxis ausfüllte und wie sein Einfluss auf die Politik zu bewerten ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt den von Maurice Duverger entwickelten Kriterienkatalog für semi-präsidentielle Systeme als analytisches Instrument, um die tatsächliche Macht des Staatsoberhauptes anhand von vier spezifischen Parametern zu prüfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen, den historischen Kontext, Eberts Amtsverständnis sowie die Bedeutung der parlamentarischen Mehrheitsverhältnisse und des Artikels 48 für die praktische Ausübung der Macht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Reichspräsident, Semipräsidentialismus, Weimarer Republik, Notverordnungsrecht und Exekutive charakterisiert.

Wie veränderte sich die Rolle des Präsidenten laut der Arbeit ab 1924?

Ab 1924, der sogenannten "ruhigen Phase", wurden die Befugnisse des Präsidenten zurückhaltender ausgeübt, wobei eine größere Übereinstimmung zwischen Verfassungstext und Verfassungswirklichkeit festzustellen war.

Warum wird Ebert im Fazit als "balanced presidency" beschrieben?

Ebert wird so beschrieben, da er weder als faktischer Regierungschef agierte, noch eine rein symbolische Rolle einnahm, sondern je nach Krisensituation eine ausgleichende und regulierende Funktion zwischen den Institutionen ausübte.

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Detalles

Título
Staatsoberhaupt in einem semi-präsidentiellen Regierungssystem - der erste Reichspräsidenten der Weimarer Republik und seine Stellung in Verfassung und Politik
Universidad
LMU Munich  (Geschwister-Scholl-Institut (GSI))
Curso
Übung Politische Systeme
Calificación
2
Autor
Martin Stephan Hagen (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
18
No. de catálogo
V26262
ISBN (Ebook)
9783638286596
Idioma
Alemán
Etiqueta
Staatsoberhaupt Regierungssystem Reichspräsidenten Weimarer Republik Stellung Verfassung Politik Politische Systeme
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Martin Stephan Hagen (Autor), 2004, Staatsoberhaupt in einem semi-präsidentiellen Regierungssystem - der erste Reichspräsidenten der Weimarer Republik und seine Stellung in Verfassung und Politik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26262
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