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Waltzing Matilda. Die Gemeinsamkeiten von australischen Klängen, deutschen Schlitzohren und Erasmusstudenten

Eine Wanderschaft.

Titel: Waltzing Matilda. Die Gemeinsamkeiten von australischen Klängen, deutschen Schlitzohren und Erasmusstudenten

Essay , 2010 , 5 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Dorothea Gruß (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Interkulturelle Kommunikation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ein Essay, der Parallelen zwischen der Geschichte der deutschen Gesellenwanderschaft (Walz) und der heutigen Reise- und Horizonterweiterungslust betrachtet und dabei die interkulturelle Bedeutung der Walz anreißt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Die kulturelle Bedeutung der Wanderschaft

2. Die Tradition der Wanderschaft: Von der Walz zur modernen Mobilität

2.1 Historische Grundlagen der Handwerksgesellen

2.2 Soziale und ökonomische Motive der Mobilität

3. Tradition versus Modernität: Ein Spannungsverhältnis

3.1 Aktuelle Regeln und Bewusstsein

3.2 Sprache und interkulturelle Identität

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung und Themenfelder

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Wanderschaft als historisches und gegenwärtiges Konzept, um Parallelen zwischen der traditionellen Gesellenwanderung (Walz) und moderner Auslandsmobilität (Erasmus, Work-and-Travel) aufzuzeigen und die Beständigkeit von Neugier und Fernweh im Wandel der Zeit zu analysieren.

  • Historische Entwicklung und Zunftwesen der Handwerksgesellen
  • Vergleichende Analyse: Traditionelle Wanderschaft vs. moderne Mobilität
  • Die Rolle der Wanderschaft bei der Herausbildung sprachlicher und kultureller Identitäten
  • Einfluss der Digitalisierung und Virtualisierung auf die menschliche Reiselust
  • Reflexion über gesellschaftliche Erwartungen an Auslandserfahrung und Karriere

Auszug aus dem Buch

Die Tradition der Wanderschaft: Von der Walz zur modernen Mobilität

Zunächst freiwillig, begaben sich Gesellen verschiedenster Handwerke nach Beendigung ihrer Lehrjahre auf Wanderschaft, wobei bereits ein gewisser Erwartungsdruck seitens der Zünfte bestand. Ab dem 16. Jahrhundert wurde die Walz schließlich zur Pflicht. Meister werden konnten nur solche Gesellen, die dem sogenannten Kirchturmhorizont für eine Weile den Rücken gekehrt hatten. Die Dauer der Wanderschaft variierte je nach Zunft und Region zwischen einem und zehn Jahren, außerdem weiß man von sogenannten Zweit- und Drittwanderungen von Meistern. Horizonterweiterung hört schließlich nie auf, und die Konkurrenz in der Heimat war groß. Der Wert interkultureller Begegnungen (gemeint sind hier einerseits solche zwischen den Kulturen der deutschen Territorien, andererseits zwischen den europäischen Völkern bis an die Grenzen Asiens, des türkischen Reichs und Arabiens) wurde also damals bereits sehr geschätzt. Insbesondere aber sollten die Wandergesellen ihre eigenen Kenntnisse erweitern, neue Fertigkeiten auf den heimischen Arbeitsmarkt mitbringen und diesen in Zeiten des Überschusses regulieren.

Die auf der Wanderschaft gesammelten Erfahrungen zusammen mit der grundsätzlichen Mobilitäts- und Risikobereitschaft brachten den Gesellen einen „Marktvorteil“. Ähnlich sieht der heutige Arbeitsmarkt aus: Wer an ein Land, eine Region oder gar eine Stadt gebunden ist, senkt seinen Marktwert und ist im Sprachgebrauch der Wandergesellen wohl zu den „Kuhköppen“ zu rechnen. So nannte und nennt man die Daheimgebliebenen; eben jene, die den Horizont hinter dem Kirchturm eher selten zu Gesicht bekamen. Es gab jedoch auch eine Kehrseite der Medaille: Wanderschaft war nicht ausschließlich erwünscht, barg sie doch die Gefahr, dass wertvolles Know-how abwanderte, wie man heute sagen würde. Umgekehrt wollte man sich vor früher Industriespionage schützen, indem Handwerkstechniken geheim gehalten und Monopole geschaffen wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die kulturelle Bedeutung der Wanderschaft: Dieses Kapitel stellt die hohe Relevanz von Auslandserfahrungen im heutigen Berufsleben dar und hinterfragt, ob es sich dabei um ein modernes Phänomen oder eine zyklische gesellschaftliche Konstante handelt.

2. Die Tradition der Wanderschaft: Von der Walz zur modernen Mobilität: Der Abschnitt beleuchtet die historische Entwicklung der Zünfte und Wanderjahre und setzt diese in Bezug zur heutigen Mobilitätsbereitschaft sowie der ökonomischen Notwendigkeit der Horizonterweiterung.

3. Tradition versus Modernität: Ein Spannungsverhältnis: Hier wird diskutiert, wie moderne Einflüsse und Digitalisierung die traditionelle Wanderschaft verändern und welchen Beitrag diese Reisen zur Sprachentwicklung sowie Persönlichkeitsreifung leisten.

4. Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel resümiert, dass das menschliche Bedürfnis nach Fernweh trotz technologischer Möglichkeiten zur virtuellen Vernetzung bestehen bleibt.

Schlüsselwörter

Wanderschaft, Walz, Mobilität, Handwerk, Globalisierung, Interkulturelle Kommunikation, Gesellen, Fernweh, Arbeitsmarkt, Tradition, Digitalisierung, Identität, Bildungsroman, Auslandserfahrung, Kulturaustausch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Tradition der Handwerkswanderschaft („Walz“) und zieht Analogien zu modernen Formen der Mobilität wie Auslandsstudien, Sabbaticals oder Backpacker-Reisen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Geschichte der Zünfte, die Entwicklung interkultureller Kompetenzen, der Wandel des Arbeitsmarktes bezüglich Mobilität und die bleibende Bedeutung menschlicher Neugier.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass heutige Mobilitätsmuster keine rein modernen Phänomene sind, sondern tief in historischen Traditionen verwurzelt sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um einen essayistischen Ansatz, der kulturhistorische Analysen mit aktuellen gesellschaftspolitischen Beobachtungen verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die soziale Funktion der Walz, vergleicht den „Marktwert“ von Wandergesellen mit heutigen Absolventen und thematisiert das Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselwörter wie Wanderschaft, Mobilität, Walz, Globalisierung und interkulturelle Begegnung beschreiben den Kern der Argumentation.

Wie hat die Wanderschaft zur Entwicklung der deutschen Sprache beigetragen?

Die Wandergesellen legten regional geprägte Dialekte ab, um sich besser verständigen zu können, und trugen so maßgeblich zur Etablierung eines überregionalen Sprachverständnisses bei.

Was hat es mit dem Begriff „Schlitzohr“ auf sich?

Der Begriff ist ein sprachliches Relikt aus der Handwerkszunft; ausgestoßenen Gesellen wurde zur Kennzeichnung ihrer Unehrlichkeit der Ohrring ausgerissen.

Inwiefern beeinflusst die Digitalisierung das Reiseverhalten?

Der Autor stellt kritisch zur Diskussion, ob durch soziale Medien und virtuelle Echtzeiteindrücke die reale Reise in die Ferne langfristig an Bedeutung für den Menschen verlieren könnte.

Was bedeutet der Titel „Waltzing Matilda“ in diesem Kontext?

„Waltzing Matilda“ ist die australische Hymne der Wanderschaft, wobei „Matilda“ das Bündel der Habseligkeiten beschreibt, das historisch gesehen dem Rucksack der heutigen Backpacker entspricht.

Ende der Leseprobe aus 5 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Waltzing Matilda. Die Gemeinsamkeiten von australischen Klängen, deutschen Schlitzohren und Erasmusstudenten
Untertitel
Eine Wanderschaft.
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Interkulturelle Wirtschaftskommunikation)
Veranstaltung
Kulturgeschichte Deutschlands
Note
1,0
Autor
Dorothea Gruß (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
5
Katalognummer
V262680
ISBN (eBook)
9783656510468
ISBN (Buch)
9783656510772
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wanderschaft Gesellenwanderung Walz Interkulturalität interkulturell Reise Tippelei Wanderjahre Handwerk interkulturelle Kommunikation Kultur Horizonterweiterung Schlitzohr Schächte Zünfte Zunft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dorothea Gruß (Autor:in), 2010, Waltzing Matilda. Die Gemeinsamkeiten von australischen Klängen, deutschen Schlitzohren und Erasmusstudenten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262680
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Leseprobe aus  5  Seiten
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