Integration im Aufnahmeland in Verbindung mit der Pädagogik


Hausarbeit, 2013

17 Seiten, Note: 1,5


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Fragestellung und Aspekte der Arbeit
1.2 Forschungsinteresse

2. Migration
2.1 Problemdarstellung
2.2 Aktuelle Situation in Luxemburg

3. Pädagogische Konzepte im Umgang mit Migrationen
3.1 Ausländerpädagogik
3.2 Interkulturelle Pädagogik
3.3 Pädagogik der Vielfalt
3.4 Assimilationspädagogik

4. Interkulturelle und antirassistische Bildungsarbeit

5. Soziale Arbeit und Migration

6. Integration durch die Pädagogik im Aufnahmeland?

7. Schlussfolgerung

8. Literaturverzeichnis

9. Anhang
9.1 Motive im pädagogischen Umgang mit Migrationen

1. Einleitung

Die vorliegende Arbeit wurde im Rahmen des Moduls M304-II, Migration, Interkulturalität und Diversität, verfasst und dient als Leistungsnachweis für dieses Modul im dritten Semester. Das behandelte Thema ist aufgrund des persönlichen Interesses ausgesucht worden und steht in Verbindung mit den im Seminar behandelten Themen und der Sozialen Arbeit im Bereich der Migration.

1.1 Fragestellung und Aspekte der Arbeit

Der Schwerpunkt dieser Arbeit wurde auf die „Integration“ im Aufnahmeland in Verbindung mit der hier vorhandenen Pädagogik gelegt und es wird folgender Frage nachgegangen: „Wie wird die Integration von Menschen mit einem Migrationshintergrund in die Aufnahmegesellschaft von der vorhandenen Pädagogik beeinflusst oder begünstigt?“. Zunächst wird der Begriff „Migration“ etwas skizziert um klarzustellen, was in der vorliegenden Arbeit darunter verstanden wird. Des Weiteren werden unterschiedliche Modelle migrationsgesellschaftlicher Bildung und Pädagogik analysiert und mit dem Aspekt der Integration in Verbindung gesetzt. Hier wirft sich die Frage auf, inwiefern die Soziale Arbeit zur Integration von Menschen mit einer Migrationsgeschichte beitragen und gleichzeitig ihre soziale Exklusion verringern oder gar verhindern kann.

1.2 Forschungsinteresse

Migration ist ein Thema was mich aus den unterschiedlichsten Gründen persönlich sehr interessiert. Seit vielen Jahrhunderten gibt es Aus- und Einwanderungen in jeder Gesellschaft sowie in den unterschiedlichsten Kulturkreisen. Auch in Luxemburg ist das Thema der Migration von großer Bedeutung, hat aktuell ein großes Gewicht und wird es mit großer Wahrscheinlichkeit auch weiterhin haben. Da ich mir als zukünftiger Sozialarbeiter eine Arbeit im Bereich der Migration vorstellen kann, will ich mich damit auseinandersetzen und verschiedene Aspekte dieses Themas kennenlernen und vertiefen. Zusätzlich stelle ich mir die Frage, wie und ob sich die Interkulturalität und Migration im Allgemeinen in der Zukunft verändern wird und wie sich die Gesellschaft entwickelt. Wird es den Menschen der Aufnahmegesellschaften in der Zukunft gelingen, Vorurteile beiseite zu schaffen, Menschen zu akzeptieren und zu integrieren und sie als kompetente Akteure der Gesellschaft wahrzunehmen anstatt nur als „Migrant“ oder „Ausländer“ anzusehen? Da wir in unseren industrialisierten Gesellschaften von Diversity, unterschiedlichen und individuellen Lebensformen und Modellen, von Toleranz sowie von Wahrnehmung von Multiperspektivität sprechen, denke ich dass sich in den kommenden Jahren und Jahrzehnten vieles im Bereich der Migration verändern wird.

2. Migration

2.1 Problemdarstellung

Um die Integration von Menschen mit einem Migrationshintergrund in unseren Gesellschaften analysieren zu können ist es zuerst wichtig abzuklären, was man unter dem Begriff „Integration“ versteht. Die deutsche Bundeszentrale für politische Bildung liefert folgende Definition: „Integration ist eine politisch-soziologische Bezeichnung für die gesellschaftliche und politische Eingliederung von Personen oder Bevölkerungsgruppen, die sich bspw. durch ihre ethnische Zugehörigkeit, Religion, Sprache etc. unterscheiden.“ Allgemein wird mit der Bezeichnung „Integration“ die Einfügung oder die Eingliederung in ein Ganzes verstanden, oder aber auch die Angleichung und Anpassung an etwas Bestimmtes. „In der Sozialarbeit/Sozialpädagogik geht es schwerpunktmäßig um die soziale Integration von gesellschaftlichen Minderheiten und Randgruppen. Hier wird soziale Integration in der Regel als Anpassung an das Normengefüge und den Lebensstil einer Gesellschaft oder Gruppe verstanden (...). Inzwischen ist allerdings eine Entwicklung eingetreten, die soziale Integration zunehmend als offenen wechsel- und gegenseitigen Lernprozess zwischen der Bevölkerungsmehrheit und den verschiedenen Minderheiten versteht, der auch abweichende Eigenbereiche und Verhaltensweisen von Minderheiten innerhalb der Gesellschaft anerkennt.“ (Universität Hamburg) Die Integration ist also kein Aspekt mehr, welcher vollständig von den Menschen mit einem Migrationshintergrund erledigt werden soll, sondern wird immer mehr zu einem gegenseitigen Prozess. Die Aufgabe der Aufnahmegesellschaft besteht somit auch darin, den Menschen die in das Land kommen, in gewisser Weise zur Integration in die neue Gesellschaft zu verhelfen.

Wie Simonson schreibt, kann man das Thema der sozialen Integration als ein grundlegendes Problem der Soziologie bezeichnen. „Bereits Durkheim setzte sich intensiv mit der Frage auseinander, durch welche Kräfte, Faktoren und Tendenzen Individuen in die Gesellschaft integriert werden.“ (Simonson, 2004, S.2) Es wirft sich die Frage auf, welche Faktoren mitspielen, ob eine Integration in eine Gruppe oder eine Gesellschaft nur erfolgen kann, wenn die zu integrierende Person aktiv mitarbeitet und somit etwas zum Funktionieren der Gesellschaft beiträgt, oder ob sie auch erfolgen kann, wenn keine besondere Leistung erfolgt. In der vorliegenden Arbeit bedeutet „Integration“ das Einbeziehen von Menschen mit einem zum Aufnahmeland unterschiedlichen kulturellen, religiösen oder politischen Hintergrund in die Geschehnisse einer Gesellschaft und in die Gesellschaft im Allgemeinen. Zu den gesagten Geschehnissen werden soziale, ökonomische, politische und kulturelle Aspekte gezählt. Ein Grundlegrundlegendes Problem, welches von Astrid Messerschmidt sehr gut beschrieben wird und der Integration der Menschen im Weg steht ist das Folgende: „Politisch und gesellschaftlich werden sie als »Personen, die eigentlich woanders hingehören«, unsichtbar gemacht, während die Verwaltungsorgane und die Bildungsinstitutionen sie als »Problem« registrieren, sie als »Ausländer« institutionalisieren und sie damit auf einen anderen Ort verweisen, so als seien sie Gäste, »die quasi zu lange geblieben sind«.“ (Messerschmidt, 2006, S.156) Eine nicht übersehbare Lücke in unserem System ist, dass einerseits versucht wird, eine Integration zu erreichen, andererseits jedoch kontraproduktiv gearbeitet wird und sich zum Teil nicht besonders dafür interessiert wird.

2.2 Aktuelle Situation in Luxemburg

Trotz dass in dieser Arbeit vorwiegend auf aus Deutschland stammende pädagogische Konzepte und auf die Situation in Deutschland eingegangen wird, ist es mir wichtig, die aktuelle Situation der luxemburgischen Bevölkerung im Kontext der Migration zu schildern. Um diese besser darstellen zu können dient die folgende Tabelle. Anhand dieser sehen wir, dass der Prozentsatz der Personen mit nicht luxemburgischer Abstammung/Herkunft sich auf 44,5% beläuft. Demnach besteht die Bevölkerung Luxemburgs fast zur Hälfte aus Menschen mit einem Migrationshintergrund. Wie man in der Tabelle erkennen kann kommen die meisten Einwanderer aus Portugal und Frankreich. Außerdem zeigt sie uns den Migrationsverlauf seit 1981 und man sieht, dass die Zahl der Menschen die nach Luxemburg ziehen von Jahr zu Jahr ansteigt. Wenn man diese Zahlen also berücksichtigt wird einem klar, wie wichtig die Förderung der Integration von Menschen mit einem Migrationshintergrund in Luxemburg ist. Mit dem Gebrauch dieser Tabelle in der vorliegenden Arbeit soll noch einmal unterstrichen werden, wie präsent das Thema Migration in unserem Land ist und dass sich durchaus damit auseinandergesetzt werden muss, um ein produktives Zusammenleben verschiedener Kulturen zu ermöglichen und Konflikte auf ein Minimum zu reduzieren.

Population par sexe et par nationalité (x 1 000) 1981, 1991, 2001 - 2013

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(http://www.statistiques.public.lu/stat/TableViewer/tableView.aspx)

[...]

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Integration im Aufnahmeland in Verbindung mit der Pädagogik
Hochschule
Université du Luxembourg
Veranstaltung
Migration, Interkulturalität und Diversität
Note
1,5
Autor
Jahr
2013
Seiten
17
Katalognummer
V262709
ISBN (eBook)
9783656516163
ISBN (Buch)
9783656516323
Dateigröße
1597 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Der Schwerpunkt dieser Arbeit wurde auf die „Integration“ im Aufnahmeland in Verbindung mit der hier vorhandenen Pädagogik gelegt und es wird folgender Frage nachgegangen: „Wie wird die Integration von Menschen mit einem Migrationshintergrund in die Aufnahmegesellschaft von der vorhandenen Pädagogik beeinflusst oder begünstigt?“.
Schlagworte
Migration, Immigration, Integration, Soziale Arbeit, Migrationshintergrund, Pädagogik, Modelle
Arbeit zitieren
Dan Diederich (Autor), 2013, Integration im Aufnahmeland in Verbindung mit der Pädagogik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262709

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Integration im Aufnahmeland in Verbindung mit der Pädagogik



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden