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Die Judenfrage und ihre Thematisierung in Hitlers "Mein Kampf" und der Reichsparteitagsrede von 1939

Title: Die Judenfrage und ihre Thematisierung in Hitlers "Mein Kampf" und der Reichsparteitagsrede von 1939

Term Paper , 2013 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Alin Bashja Lea Zinner (Author)

Literature - Comparative Literature
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Als die ersten Seiten von "Mein Kampf" in der Strafanstalt Landsberg am Lech , Bayern, entstanden, legte Adolf Hitler damit den Grundstein seiner nationalsozialistischen Ideologie. In diesem Buch schreibt er sein Leben und seine Erfahrungen nieder, welche Ereignisse ihn prägten und schlussendlich über die Entstehung und den Werdegang der NSDAP .
Hitler überarbeitete den Text, der 1924 noch unter dem Titel Viereinhalb Jahre Kampf gegen Lüge, Dummheit und Feigheit verfasst wurde, nach seiner Entlassung aus der Strafanstalt und ließ ihn unter dem neuen Titel Mein Kampf verlegen. Die Schrift erschien zunächst als zweiteiliger Band - 1925 der erste, 1926 bereits der zweite Teil.
Im Laufe der Forschung konnte man feststellen, dass die enthaltenen autobiographischen Eckdaten nicht mit dem wahren Leben Hitlers übereinstimmen. Mein Kampf ist stattdessen eine Propagandaschrift, in der Hitler sein ideologisches Gedankengut in Umlauf bringt. So wurde die Lektüre millionenfach ver-kauft, als Geschenk für die Eheschließung, den bestandenen Schul- und Berufsabschlüssen oder beim Beitritt in die NSDAP vergeben. Dies erklärt auch die extremen Auflagezahlen, die sich im Millionenbereich bewegten.
Im Folgenden wird besonders die Thematisierung und Behandlung der ‚Juden-frage‘ in Mein Kampf betrachtet. Dabei sollen die metaphorischen und teilweise verschleierten Formulierungen des Buches mit dem direkten Wortlaut der Reichsparteitagsrede vom 30. Januar 1939 verglichen werden, um so aufzuzeigen, wie es vom verstecktem zum offenen Hass und der damit resultierenden ‚Endlösung‘ kommen konnte. Da sowohl Mein Kampf, wie auch andere antisemitische Schriften präsent waren, soll zusätzlich die Reaktion des jüdischen, wie auch des deutschen Volkes aufgezeigt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Hitlers Propagandaschrift

2. Der Jude - die Angst vor dem Unbekannten

2.1 Hitlers erste Begegnungen mit dem jüdischen Volk

2.2 Die Verbindung zwischen Sozialdemokraten und Juden

3. Die Judenfrage

3.1 Die Entstehung der Judenfrage

3.2 Die Arbeit an einer Lösung

3.3 Ein Plan wird geschmiedet

4. Die Reaktionen auf die Endlösung

4.1 Die Wahrnehmung des deutschen Volkes

4.2 Die Starre der Juden

5. Die Forschung ist noch lange nicht am Ende

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Entwicklung des Antisemitismus in Adolf Hitlers Denken und dessen Transformation von metaphorischen Andeutungen in seinem Buch „Mein Kampf“ hin zu der konkreten Umsetzung der sogenannten „Endlösung“. Ziel ist es, durch einen Vergleich der ideologischen Schriften mit der Reichstagsrede von 1939 aufzuzeigen, wie der versteckte Hass in eine offene, systematische Vernichtungspolitik überging.

  • Analyse der antisemitischen Rhetorik in Hitlers „Mein Kampf“
  • Untersuchung der nationalsozialistischen Propaganda und Radikalisierung
  • Vergleich von ideologischen Grundlagentexten mit historischen Reden
  • Reaktion und Wahrnehmung der jüdischen und deutschen Bevölkerung auf die Ereignisse
  • Die Rolle von Hitlers Umfeld und der nationalsozialistischen Bürokratie bei der Umsetzung des Holocaust

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Arbeit an einer Lösung

Für Hitler ähneln die Juden einem Parasiten, der Deutschland befällt. Um das Land von diesem Krankheitserreger zu befreien, müsse „man nur vorsichtig in eine solche Geschwulst [hineinschneiden], [und dann] fand man, wie die Made im faulenden Leibe, oft ganz geblendet vom plötzlichen Lichte, ein Jüdlein.“24 Dieses ‚Jüdlein‘ wird von Hitler anfangs mit seinen eigenen Waffen bekämpft. Er wird zum, wie er sich selbst bezeichnet, „Kenner ihrer eigenen Lehre“25 und durchschaut ihre Handlungen. In Mein Kampf decke er ihre Lügen und Vorgehensweisen auf, schreibt sogar direkt von seinem Hass.26

Doch dies allein reiche nicht aus, um Deutschland zu befreien, es zu heilen. Nach Hitler habe das deutsche Volk und seine Anführer nach dem Ersten Weltkrieg die Möglichkeit verpasst, es von dem Erreger ‚Jude‘ zu befreien: Es wäre die Pflicht einer besorgten Staatsregierung gewesen, nun, da der deutsche Arbeiter wieder den Weg zum Volkstum gefunden hatte, die Verhetzer dieses Volkstums unbarmherzig auszurotten.27

Es ist die erste Stelle in Mein Kampf, in der Hitler direkt von ‚Ausrottung‘ im Zusammenhang mit dem jüdischen Volk spricht. Was er vorher nur andeutete und eher durch Metaphern darstellte, als es deutlich anzusprechen, wirft er der Staatsregierung als versäumte Chance vor. Nach Hitler, hätte es mit Deutschland und der jüdischen Invasion nicht so weit kommen müssen. Da es nun einmal so ist, ruft er stattdessen zur „Anwendung nackter Gewalt“28 auf.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Hitlers Propagandaschrift: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung von Hitlers „Mein Kampf“ als ideologisches Propagandainstrument und analysiert die Diskrepanz zwischen autobiografischen Eckdaten und der realen Intention der Schrift.

2. Der Jude - die Angst vor dem Unbekannten: Hier wird Hitlers frühkindliche und jugendliche Auseinandersetzung mit dem Judentum und dessen Verknüpfung mit dem Sozialdemokratismus als Feindbild dargestellt.

3. Die Judenfrage: Das Kapitel behandelt die systematische Radikalisierung des Antisemitismus, die metaphorische Beschreibung der „Judenfrage“ und die schrittweise Entwicklung des Vernichtungsgedankens.

4. Die Reaktionen auf die Endlösung: Untersucht wird, inwieweit das deutsche Volk Kenntnis von den Verbrechen hatte und wie die jüdische Bevölkerung in eine Starre und Lähmung angesichts der Ereignisse verfiel.

5. Die Forschung ist noch lange nicht am Ende: Ein resümierender Ausblick, der aufzeigt, dass der Antisemitismus bei Hitler früh manifest war und die Endlösung das logische Resultat seiner langjährigen, fixen Ideologie darstellt.

Schlüsselwörter

Adolf Hitler, Mein Kampf, Antisemitismus, Judenfrage, Endlösung, Holocaust, Nationalsozialismus, NSDAP, Propaganda, Reichstagsrede 1939, Deportation, Vernichtung, Lebensraum, Ideologie, Judenverfolgung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, wie sich der Antisemitismus in Hitlers Denken entwickelte und wie aus den ideologischen Behauptungen in „Mein Kampf“ die reale, systematische Vernichtung der Juden während der NS-Diktatur hervorging.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?

Zentrale Themenfelder sind die Rolle der Propaganda, die ideologische Radikalisierung Hitlers, die Wahrnehmung des deutschen Volkes und die psychologische Reaktion der betroffenen jüdischen Bevölkerung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Übergang von verstecktem Hass in „Mein Kampf“ zu offenem, staatlich organisiertem Massenmord zu belegen und die Rolle der Reichstagsrede von 1939 als Wendepunkt zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Verfasserin nutzt eine komparative Analyse, bei der Hitlers publizistische Schriften („Mein Kampf“) mit historischen Dokumenten (Reichstagsrede 1939) und wissenschaftlicher Sekundärliteratur verglichen werden.

Was genau wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Hitlers erster Sozialisierung mit dem Antisemitismus in Wien, die inhaltliche Vertiefung des Begriffs „Judenfrage“ sowie die darauffolgende Umsetzung der „Endlösung“.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „Judenfrage“, „Endlösung“, „Ideologie“, „Antisemitismus“ und die Verbindung zwischen „Mein Kampf“ und der NS-Politik charakterisiert.

Inwiefern spielt die Reichstagsrede von 1939 eine besondere Rolle für das Argument der Autorin?

Die Rede dient als Beweis dafür, dass die „Endlösung“ bereits als fester Plan im Denken der Führung verankert war und metaphorische Andeutungen aus früheren Jahren in konkrete politische Gewalt mündeten.

Welche Bedeutung kommt dem Fund des Rosenberg-Tagebuchs für die Forschung zu?

Die Autorin hebt hervor, dass dieses historische Dokument neue Einblicke in die Planung der Judenvernichtung geben könnte und möglicherweise belegt, dass der Plan schon lange vor dem Russlandfeldzug feststand.

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Details

Title
Die Judenfrage und ihre Thematisierung in Hitlers "Mein Kampf" und der Reichsparteitagsrede von 1939
College
LMU Munich  (Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft)
Course
Faschistische Texte?
Grade
1,3
Author
Alin Bashja Lea Zinner (Author)
Publication Year
2013
Pages
14
Catalog Number
V262742
ISBN (eBook)
9783656514299
ISBN (Book)
9783656514046
Language
German
Tags
judenfrage thematisierung hitlers mein kampf reichsparteitagsrede
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alin Bashja Lea Zinner (Author), 2013, Die Judenfrage und ihre Thematisierung in Hitlers "Mein Kampf" und der Reichsparteitagsrede von 1939, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262742
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