Eine Einführung rund um das Thema "Bilingualer Unterricht in Deutschland" in Bezug auf die englische Sprache.
Inhaltsverzeichnis der wissenschaftlichen Arbeit
1. CLIL und die Methodik des Bilingual Triangle
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Notwendigkeit einer eigenständigen Methodik für den bilingualen Unterricht (CLIL) an deutschen Schulen. Dabei wird analysiert, inwiefern bestehende Ansätze wie das "Bilingual Triangle" dazu beitragen können, CLIL über das Gymnasium hinaus auch an Haupt- und Realschulen erfolgreich zu etablieren und welche Rolle dabei eine differenzierte Lehrerausbildung sowie die Berücksichtigung des individuellen Sprachstandes der Lernenden spielt.
- Grundlagen und Ursprünge von CLIL und bilingualem Unterricht
- Diskussion über die Notwendigkeit einer fachspezifischen CLIL-Methodik
- Kritische Analyse von Modellen wie der "Methoden-Waage" und dem "Bilingual Triangle"
- Herausforderungen und Chancen für die Umsetzung an verschiedenen Schulformen
- Bedeutung von Lernerautonomie und angemessener Lernumgebungen für den Spracherwerb
Auszug aus dem Buch
Die Methoden-Waage
Die erste „Position A“ lautet, eine eigenständige Methodik sei nicht nötig und wird von Nando Mäsch vertreten, der den deutsch-französischen BU an Gymnasien jahrzehntelang unterstützt hat. Er präsentiert das Modell der „Methoden-Waage“ vor dem Hintergrund zweier Leitsätze der Utilität und der Generalität, deren erster aussagt, dass alles Nützliche und für SuS Unschädliche im BU verwendet werden dürfe, während der zweite Leitsatz beinhaltet, jeder gute Unterricht folge denselben „allgemein bekannten“ Formen und lasse sich gleich gut auf BU übertragen (Mäsch 1996: 1f.). Die untere Abbildung der „Methoden-Waage“ symbolisiert die Annahme, guter Unterricht geschähe dann, wenn ein Gleichgewicht zwischen lehrer- und schülerorientierten Methoden erreicht werde, wobei die auf der Skala äußersten und hier als gegensätzlich aufgefassten Arbeitsmethoden („Lehrervortrag“, und „Schülervortrag“) die jeweilige lehrer- oder schülerzentrierte Tendenz in ihrer vollen Ausprägung darstellen sollen. Dabei kritisiert Thürmann berechtigterweise, dass die Unterrichtsformen „Einzelarbeit“ und „Schülervortrag“ nicht zwingend schülerorientiert geprägt sein müssen (Thürmann 2010: 73).
Zusammenfassung der Kapitel
1. CLIL und die Methodik des Bilingual Triangle: Dieses Kapitel führt in die Grundlagen des bilingualen Unterrichts ein, beleuchtet dessen historische Entwicklung sowie aktuelle Relevanz und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Notwendigkeit einer spezifischen Methodik für den CLIL-Unterricht in Deutschland.
Schlüsselwörter
CLIL, Bilingualer Unterricht, Bilingual Triangle, Fremdsprachendidaktik, Methodik, Sprachkompetenz, Sachfachkompetenz, Lernerautonomie, Schulformen, Inklusion, Mehrsprachigkeit, Unterrichtsentwürfe, Sprachbad, Kompetenzerwerb, Bildungsstandards.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Ausgestaltung des bilingualen Sachfachunterrichts (CLIL) in Deutschland und der Frage, ob eine eigenständige Methodik erforderlich ist.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die theoretische Fundierung von CLIL, die Auseinandersetzung mit verschiedenen Modellen wie dem Bilingual Triangle sowie die praktische Implementierung an unterschiedlichen Schulformen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu begründen, warum eine eigene CLIL-Methodik notwendig ist, um sowohl Sprach- als auch Sachfachkompetenz bei heterogenen Lerngruppen effektiv zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die verschiedene fachdidaktische Positionen und Modellentwürfe kritisch gegenüberstellt und anhand von Fallbeispielen evaluiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert konträre Ansichten zur Notwendigkeit einer CLIL-Methodik, untersucht Bedingungen wie Lernerautonomie und präsentiert das Bilingual Triangle sowie das Schwieberdinger Modell als Lösungsansätze.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind CLIL, Bilingual Triangle, Lernerautonomie, sprachliche Varianz und die Ausweitung des bilingualen Unterrichts auf nicht-gymnasiale Schulformen.
Was unterscheidet das Bilingual Triangle von anderen Ansätzen?
Das Modell fokussiert sich primär auf die inhaltlichen Ziele und die Verknüpfung von Zielfeldern wie "eigene Kultur", "andere Kulturen" und "intercommunity", statt lediglich auf das Sprachenlernen.
Warum ist die Implementierung an Haupt- und Realschulen herausfordernd?
Oft fehlen dort die für bestimmte CLIL-Ansätze vorausgesetzten hohen Sprachfertigkeiten, weshalb flexible Modulsysteme als Lösungswege diskutiert werden.
Welche Kritik wird am Modell der "Methoden-Waage" geübt?
Kritisiert wird, dass das Modell lediglich auf ein Gleichgewicht von Methoden abzielt, ohne dabei das notwendige Feingefühl für die individuellen Lernbedürfnisse der Schüler zu berücksichtigen.
Wie bewerten die Autoren die Rolle der Muttersprache im CLIL-Unterricht?
Im Gegensatz zum Immersion-Ansatz wird die Muttersprache im bilingualen Unterricht als wertvolles Hilfsmittel und Ausgangspunkt für das Lernen in der Fremdsprache anerkannt.
- Citar trabajo
- Margarita Apyestina (Autor), 2011, CLIL (Content Language Integrated Learning) und die Methodik des Bilingual Triangle, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262761