Beschaffungsmarktforschung

Eine wissenschaftliche Grundlagenbetrachtung sowie Erarbeitung von bereichsübergreifenden Handlungsempfehlungen


Hausarbeit (Hauptseminar), 2013
29 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung der Arbeit
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Verlauf der Arbeit

2 Grundlagen der Beschaffungsmarktforschung
2.1 Begriffsabgrenzungen
2.2 Systematische Einordnung der Beschaffungsmarktforschung
2.3 Gründe für eine Beschaffungsmarktforschung
2.4 Ziele der Beschaffungsmarktforschung
2.5 Organisatorische Verankerung der Beschaffungsmarktforschung
2.6 Objekte der Beschaffungsmarktforschung

3 Methoden und Werkzeuge der Beschaffungsmarktforschung
3.1 Vor- und Nachteile der Werkzeuge
3.2 Exkurs: Zukunftsorientierte Methoden und Werkzeuge

4 Aufgaben und Träger der Beschaffungsmarktforschung
4.1 Operative Beschaffungsmarktforschung
4.2 Strategische Beschaffungsmarktforschung
4.3 Vorgehensweise der Beschaffungsmarktforschung
4.3.1 Vorgehensweise strategische Beschaffungsmarktforschung
4.3.2 Kurzbeispiel strategische Beschaffungsmarktforschung

5 Zusammenfassung und Ausblick

Literatur- und Quellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Entwicklung der Export- und Importvolumen in Deutschland

Abb. 2: Objekte der Beschaffungsmarktforschung

Abb. 3: Einfluss der BMF auf die Beschaffungsaufgaben

Abb. 4: Phasen der Beschaffungsmarktforschung

Abb. 5: Vorgehensweise strategische Beschaffungsmarktforschung

Abb. 6: Warengruppensegmentierung

Abb. 7: Marktsegmentierung

Abb. 8: Masterplan

1 Einleitung

1.1 Problemstellung der Arbeit

Die steigende Internationalisierung und Globalisierung der Märkte, die immer kürzer werdenden Veränderungszyklen sowie die kontinuierlich ansteigenden Kundenanforderungen nach qualitativ hochwertigen Produkten stellen für die heutigen Unternehmen große Herausforderungen dar.1

Zur Bewältigung dieser Komplexität legen viele Unternehmen ihren Fokus vor allem auf die Optimierung der Geschäfts- und Betriebsprozesse, um schnell und einfach auf Veränderungen am Markt reagieren zu können. Da mögliche Kosteneinsparungen in vielen Unternehmensbereichen jedoch bereits erschöpft sind, der internationale Konkurrenz- und Kostendruck jedoch weiter ansteigt, erkennen viele Unternehmen gerade die Beschaffung an sich als einen Bereich mit enormen Kostensenkungsmöglichkeiten.

Die Unternehmen sind daher für ein erfolgreiches Bestehen durchaus gezwungen, neue Wege in der Beschaffung zu bestreiten und dementsprechend immer neue Märkte in die Beschaffungsüberlegungen einzubinden.

Dabei können Informationen über die zur Beschaffung geeigneten Märkte durch eine entsprechende Marktforschung erlangt werden. Es ist in der betrieblichen Praxis daher auch nicht verwunderlich, dass gem. einer Umfrage ein Großteil der Unternehmen zumindest einzelfallbezogen Beschaffungsmarktforschung (BMF) betreibt.2 Die Wichtigkeit der BMF wird spätestens bei Betrachtung des Beschaffungswertes der Güter der Unternehmen erkennbar, welcher oftmals bei 40% bis 60% des Verkaufsumsatzes liegt.3 Nicht allein deshalb stellt die globale Beschaffung und die damit einhergehende intensive Beschaffungsmarktforschung oftmals keine Wahlmöglichkeit dar, sondern ist aufgrund des internationalen Konkurrenzdrucks für die meisten Unternehmen verpflichtender Bestandteil.

1.2 Zielsetzung der Arbeit

Die vorliegende Ausarbeitung bezieht sich auf die schwerpunktmäßige Betrachtung der Inhalte, Bestandteile sowie Besonderheiten der Beschaffungsmarktforschung. Als Ziel dieser Arbeit sollen Bestandteile und Strategien bzw. Empfehlungen zum zukünftigen und langfristigen positiven Umgang der Beschaffungsmarktforschung eines Unternehmens entsprechend der Vorlesungsinhalte erarbeitet sowie weitere bereichsübergreifende Überlegungen und Untersuchungen in den Fokus gestellt werden. Es soll gezeigt werden, wie sich eine Beschaffungsmarktforschung sowohl für die Unternehmung als auch für die involvierten Märkte beidseitig und vor allem wechselseitig aktiv und positiv nutzen lassen.

1.3 Verlauf der Arbeit

Im ersten Kapitel wird die Notwendigkeit der vorliegenden Arbeit mit der Problemstellung aufgezeigt. Die Zielsetzung macht klare Vorgaben, an denen sich die Arbeit zu messen hat. Im Folgenden werden verschiedenste theoretische Grundlagen erläutert, um die späteren Ausführungen entsprechend fundiert zu beleuchten.

Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit den wesentlichen Methoden und Werkzeuge der Beschaffungsmarktforschung zusammen mit den sich daraus ergebenden Vor- und Nachteilen. Daran anschließend erfolgt die Erläuterung der unterschiedlichen Aufgaben und Träger der Beschaffungsmarktforschung. Zusätzlich soll in diesem Kapitel beispielhaft das grundlegende Vorgehen der Beschaffungsmarktforschung verdeutlicht werden. Anhand einer Zusammenfassung im Kapitel fünf werden die Ergebnisse komprimiert dargestellt, um Schlussfolgerungen und Ausblicke für zukünftige Maßnahmen sowie Verbesserungspotenziale ableiten zu können.

2 Grundlagen der Beschaffungsmarktforschung

2.1 Begriffsabgrenzungen

Die Begrifflichkeit der Beschaffungsmarktforschung lässt sich untergliedern in die einzelnen Bereiche „Beschaffung“, „Markt“ und „Forschung“.

Beschaffung kann dabei als „Zusammenfassung aller Tätigkeiten“4 verstanden werden, „die der Versorgung eines Unternehmens mit Material, Dienstleistungen, Betriebs- und Arbeitsmitteln sowie Rechten und Informationen dienen“,5 wohingegen der Markt die Preisbildung durch die gleichzeitige Zusammenkunft von Angebot und Nachfrage darstellt6 und die Forschung als eine „Suche nach neuen Erkenntnissen unter Anwendung wissenschaftlicher Methoden“7 beschrieben werden kann.

Aus den drei genannten Teilbereichen kann die Beschaffungsmarktforschung letztlich definiert werden als „eine unternehmerische Tätigkeit der Informationsversorgung, die alle Handlungen der systematischen Gewinnung und Aufbereitung von relevanten Informationen über Beschaffungsmärkte und über deren Beeinflussbarkeit umfasst.“8 Darunter zählen somit alle Maßnahmen der Sammlung und Aufbereitung von Informationen, welche dazu dienen, die Transparenz der Beschaffungsmärkte zu erhalten bzw. zu erhöhen.9 Dabei soll die „planmäßige, systematisch-methodische Ermittlung, Interpretation und Bereitstellung von Informationen der Sicherung und Optimierung der Beschaffungsaufgaben dienen.“10

Die BMF befasst sich also mit der Informationsversorgung bspw. über das vorhandene Lieferangebot aber auch über Änderungen der Marktstruktur und im speziellen mit dem Ausscheiden bestehender bzw. dem Auftreten neuer Lieferanten.11

2.2 Systematische Einordnung der Beschaffungsmarktforschung

Beschaffungsmarktforschung kann als Teilbereich der allgemeinen Marktforschung12 sowie als ein Baustein des Beschaffungsmarketings angesehen werden. Die BMF schafft hierbei die jeweiligen Voraussetzungen für die zielgerichtete Bearbeitung der jeweiligen Märkte und eines guten Images im Hinblick auf die Lieferantenpflege.13

Zielführend ist es in diesem Zusammenhang, wenn sich die Beschaffungsmarktforschung im Zeitverlauf zum Beschaffungsmarketing weiterentwickelt. Somit würde sie dazu beitragen, die Beschaffungsmärkte auch aktiv entsprechend der jeweiligen Ziele eines Unternehmens zu bearbeiten. Dabei soll das Beschaffungsmarketing mithilfe von verschiedensten beschaffungspolitischen Ansätzen helfen, die Beschaffungsmärkte zu untersuchen und zu analysieren und im Anschluss daran zu Gunsten bestimmter Zielsetzungen zu beeinflussen.14 Hingegen steht bei der Beschaffungsmarktforschung nicht die Beeinflussung im Vordergrund, sondern die Untersuchung eines Beschaffungsmarktes mit dem Ziel, fundierte Entscheidungen zu gewissen Problemstellungen zu treffen bzw. zu erklären.15

2.3 Gründe für eine Beschaffungsmarktforschung

Aufgrund der Internationalisierung weitestgehend aller Geschäftsprozesse lässt sich auch die Beschaffung nicht mehr isoliert auf lokale bzw. räumliche Gebiete beschränken. Vor allem die internationalen Netzwerk- und Handelsverflechtungen steigen entsprechend der nachfolgenden Abbildung 1 immer weiter an. Sowohl die Importe als auch die Exporte steigen am Gesamtwert der in Deutschland umgesetzten Waren und Dienstleistungen weiterhin an. Nicht zuletzt deshalb ist die Bundesrepublik Deutschland vor allem auf die Exporte zur Sicherung der staatlichen Verbindlichkeiten angewiesen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Entwicklung der Export- und Importvolumen in Deutschland16

Um auf dieser internationalen Handelsplattform auch weiterhin konkurrenzfähige Produkte anzubieten, ist es gerade für eine Exportnation wie Deutschland aufgrund der langfristigen Absatzpotenziale fundamental wichtig, den Preiskampf auf den Märkten durch Einsparungen auf der Kostenseite zu kompensieren.

Um dazu eine erfolgreiche und zielorientierte Beschaffung anwenden zu können, ist es unvermeidbar, potenzielle Beschaffungsmärkte zu kennen, zu untersuchen und zu vergleichen. Dem grundlegenden Vorhandensein von Informationen über zukünftige Märkte kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu. Darüber hinaus müssen fundierte Ziele im Rahmen einer Beschaffungsmarktauswahl ausgesprochen sowie Konditionen und entsprechende Preise mit den jeweiligen Lieferanten ausgehandelt und verglichen werden. All diese Disziplinen werden im Rahmen einer Beschaffungsmarktforschung angegangen. Dies ist auch der eigentliche Grund, wieso der Beschaffungsmarktforschung im Zuge der steigenden potenziellen Beschaffungsquellen eine große Bedeutung zukommt: Es soll zum einen aufgezeigt werden, welche Quellen es insgesamt gibt und zum anderen, welche Unterscheidungen die einzelnen Quellen aufzeigen, um so eine fundierte und verlässliche Entscheidungs- und Handlungsgrundlage zu erhalten.

Untersuchungen belegen, dass gerade diese Potenziale in der betrieblichen Praxis oftmals nicht vollkommen ausgeschöpft werden. Demnach verfügt nur rund die Hälfte der Unternehmen überhaupt über eine Beschaffungsmarktforschung, verbunden mit einem oftmals sehr geringen Entwicklungstand.17 Gerade die genannten Gründe der steigenden internationalen Netzwerkverflechtungen und dem ansteigenden Kostendruck werden zukünftig einen regelrechten Zwang zum Einsatz einer BMF und zur Betrachtung neuer Beschaffungsquellen hervorrufen. Die Beschaffungsmarktforschung hilft hierbei, die möglichen Kosteneinsparungen zu verwirklichen und sich gegenüber konkurrierenden Unternehmungen besser zu positionieren und zu bewähren.

Weitere Gründe für eine Beschaffungsmarktforschung lassen sich sowohl intern als auch extern finden. Dabei können interne Gründe bspw. sich schnell ändernde Umweltbedingungen sowie Einkaufsbedingungen sein. Unternehmensextern hingegen können die aktuelle Situation auf den Beschaffungsmärkten sowie das grundlegende Interesse der Unternehmung zur Offenheit auf den Beschaffungsmärkten genannt werden.18 Die Anlässe für eine BMF können dabei sehr vielfältig sein. Zum einen kann interne Unzufriedenheit mit den gegenwärtigen Lieferanten vorherrschen, zum anderen können Produktinnovationen oder Umstrukturierungen die Notwendigkeit einer BMF hervorrufen. Aber auch extern lassen sich einige Gründe anführen, so bspw. Veränderungen des Rohstoffangebotes, neue Konkurrenten aber auch Lieferanten sowie grundlegende technische Wandlungen.19

2.4 Ziele der Beschaffungsmarktforschung

Im Rahmen der Beschaffungsmarktforschung gibt es eine Reihe von Zielsetzungen, welche jedoch recht oberflächlich ausgelegt sind und daher einzelfallbezogen abweichen bzw. erweitert werden können.

Ziele können hierbei vor allem die Gewinnmaximierung, die Umsatzsteigerung, das Streben nach Prestige und Macht sowie das Streben nach Unabhängigkeit sein.20 Mithilfe der BMF sollen vor allem die Marktstrukturen, Entwicklungen, Lieferanten, Preise und Qualitäten erkundet werden und geeignete an den Zielen ausgerichtete Entscheidungen getroffen werden.21

Im Rahmen einer solchen Beschaffungsmarktforschung sei als weiteres Unternehmensziel die Informationsversorgung der Entscheidungsträger zur Festlegung von Beschaffungsaufgaben und -strategien genannt sowie die Versorgung von Managemententscheidungen und -handlungen in den Analyse- und Lösungsphasen mit entsprechenden in- und externen Informationen.22 Darauf aufbauend möchte man eine Erhöhung der Markttransparenz bspw. in Form einer übersichtlichen Auflistung aller potenziellen Lieferanten erhalten oder aber auch eventuelle Risiken des zukünftigen Marktgeschehens möglichst frühzeitig erkennen. Die BMF soll klären, wer die Bedürfnisse eines Unternehmens wie, womit und vor allem zu welchen Konditionen befriedigen kann.23 Jedoch sollen nicht nur zukünftige Schwächen aufgezeigt werden, sondern grundlegend auch neue Möglichkeiten in Form von neuen Beschaffungsquellen und Substitutionsgütern untersucht werden. Darauf aufbauend sollen auch verschiedene Möglichkeiten zur Beeinflussung potenzieller Beschaffungsmärkte aufgezeigt werden. Mithilfe der BMF sollen grundlegende Erkenntnisse über eventuelle neue Märkte gewonnen werden, um so fundierte Entscheidungen zu treffen. Dabei ist es besonders wichtig, auf die Potenziale sowie die Risiken der jeweiligen Ländermärkte einzugehen, um so eventuelle Hemmschwellen gegenüber dem jeweiligen Beschaffungsmarkt abzubauen. Somit ist eine verbesserte Wertschöpfung, eine erhöhte Profitabilität und eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg anzustreben.24

Hauptziel der BMF ist daher, die Auswirkungen der potenziellen Beschaffungsmärkte auf den zukünftigen Unternehmenserfolg abzuleiten und ein Scheitern bzw. Schädigen der Unternehmung zu unterbinden.25

2.5 Organisatorische Verankerung der Beschaffungsmarktforschung

Neben dem allgemeinen Ablauf sowie den einzelnen Bestandteilen einer BMF sei als weiterer Exkurs auf den jeweiligen Träger der Beschaffungsmarktforschung eingegangen, oder anders ausgedrückt: Wer führt die Beschaffungsmarktforschung im Unternehmen durch und wer ist verantwortlich dafür?

Sofern die BMF rein strategisch durchgeführt wird, sollte diese von zentraler Stelle bearbeitet und dauerhaft integriert werden. Dies geht auch aus einer Studie hervor, wonach etwa 90 Prozent der Unternehmen die BMF in zentralen Organisationseinheiten bündeln und lediglich ein Bruchteil der Unternehmen die BMF dezentral integrieren.26

Einzelfallbezogen kann es durchaus genügen, die BMF von der jeweiligen strategischen Einkaufsabteilung durchführen zu lassen, wobei es sich aber gerade bei größeren Unternehmen empfiehlt, gesonderte Stellen der BMF zuzuordnen. So kann man etwaigen Konflikten zum Tagesgeschäft entgehen und darüber hinaus einen besonderen Ansprechpartner zu speziellen und tiefgehenden Fragen der BMF bereitstellen. Kleine und mittelständische Unternehmen im speziellen können aufgrund der finanziellen und personellen Beschränkungen von diesem Vorgehen abweichen und ein in der Praxis oftmals präferiertes Vorgehen der Fremdvergabe an bestimmte Unternehmensberater oder Institutionen vornehmen.27 Dies ist jedoch nur in seltenen Fällen anzutreffen, da gerade in kleineren Unternehmen aufgrund der Ressourcenknappheit lediglich Teile der allgemeinen BMF angewandt werden.

2.6 Objekte der Beschaffungsmarktforschung

Grundlegend muss bei der Betrachtung der Objekte der BMF zunächst eine genaue Kenntnis über das zu beschaffende Gut bzw. das Produkt, für den ein entsprechender Beschaffungsmarkt generiert werden soll, vorhanden sein. Das Gut bzw. Produkt muss von seiner technischen Seite genau bekannt sein, bevor man sich gezielt mit dem Geschehen auf dem Markt auseinandersetzen kann. Dazu muss vor allem Klarheit über benötigte Produkt- und Produktionstechnologien28, Grundstoffe, Qualitäten sowie allen weiteren chemischen, technischen und physikalischen Eigenschaften des zu beschaffenden Erzeugnisses vorliegen.29 Dies ist für alle weiteren Objekte der BMF fundamentale Grundlage, auf die alle weiteren Untersuchungsergebnisse aufbauen.

Märkte sind dabei durch die Objekte der Anbieter und der Nachfrager gekennzeichnet, zum anderen aber auch durch das Vorhandensein bestimmter Wettbewerbssituationen und Marktumfelder.30 Die Objekte der Beschaffungsmarktforschung sind also mit einem großen Einfluss auf die Wettbewerbssituation in einem Beschaffungsmarkt behaftet. Wie der nachfolgenden Abbildung zu entnehmen ist, steht das zu beschaffende Produkt oder Gut im Mittelpunkt der Betrachtung, wohingegen sich die Beschaffungsmarktforschung als ein Bindeglied zwischen dem Gut bzw. Produkt und den jeweilig nachfolgend detaillierter erklärten Objekten darstellt. Die BMF untersucht somit grundlegend alle Umwelteinflüsse und richtet die weiteren Empfehlungen und Handlungen einzig und allein am Bedürfnis des Kernpunktes „Produkt“ bzw. „Gut“ aus.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Objekte der Beschaffungsmarktforschung31

Wichtige Einflussfaktoren der Anbieter auf dem Beschaffungsmarkt sind neben der reinen Anzahl von Anbietern selbstverständlich die jeweilige Leistungsfähigkeit der Anbieter, aber auch das Preisniveau und die entsprechenden Kapazitäten.

Daneben beeinflussen die Nachfrager als potentielle Kunden - vor allem durch ihre gegenwärtige Anzahl - die Wettbewerbssituation auf dem Beschaffungsmarkt. Wichtig ist die Untersuchung der Anbieter und Nachfrager in diesem Fall besonders, wenn man sich verdeutlicht, in welchen Sparten die Unternehmen oftmals tätig sind. Zum einen herrschen in den meisten Sparten viele Nachfrager bei gleichzeitig wenigen Anbietern (Oligopol) vor, oder aber es existieren viele Nachfrager mit vielen Anbietern (Polypol).

[...]


1 Vgl. Blatter (2007), S. 67

2 Vgl. Large (2000), S. 85

3 Vgl. Oeldorf/Olfert (2008), S.229

4 www.wirtschaftslexikon.gabler.de

5 www.wirtschaftslexikon.gabler.de

6 Vgl. www.wirtschaftslexikon.gabler.de

7 www.wirtschaftslexikon.gabler.de

8 Large (2009), S.100

9 Vgl. Arndolds/Heege/Tussing (1990), S. 105

10 Hirschsteiner (2002), S.177

11 Vgl. Kummer/Grün/Jammernegg (2009), S. 78 (1)

12 Vgl. www.bme.de, Folie 6

13 Vgl. Kummer/Grün/Jammernegg (2009), S. 78 (1)

14 Vgl. Bichler/Krohn (2001), S.60

15 Vgl. Oeldorf/Olfert (2008), S.274

16 www.uni-giessen.de

17 Vgl. Large, Rudolf (2009), S. 98

18 Vgl. Strache, Horst (1982), S.15f.

19 Vgl. Kummer/Grün/Jammernegg (2009), S. 78 (1)

20 Vgl. Lohrberg, Werner (1978), S. 45

21 Vgl. Oeldorf/Olfert (2008), S.229

22 Vgl. Holbach, Dirk (2002), S. 16

23 Vgl. Kummer, Sebastian/Grün, Oskar/Jammernegg, Werner (2009), S. 118 (2)

24 Vgl. www.bme.de, Folie 9

25 Vgl. Arnold, Ulli/Kasulke, Gerhard (2006): S. 132

26 Vgl. Arnold, Ulli/Kasulke, Gerhard (2006), S. 146

27 Vgl. Arnold, Ulli/Kasulke, Gerhard (2006), S. 147

28 Vgl. Arnold, Ulli/Kasulke, Gerhard (2006), S. 133

29 Vgl. Arnolds, Hans/Heege, Franz/Tussing, Werner (2013), S. 58f.

30 Vgl. Arnold, Ulli/Kasulke, Gerhard (2006), S. 135

31 Quelle: eigene Darstellung

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten

Details

Titel
Beschaffungsmarktforschung
Untertitel
Eine wissenschaftliche Grundlagenbetrachtung sowie Erarbeitung von bereichsübergreifenden Handlungsempfehlungen
Hochschule
Fachhochschule Südwestfalen; Abteilung Meschede
Veranstaltung
Beschaffungsmanagement
Note
1,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
29
Katalognummer
V262793
ISBN (eBook)
9783656516248
ISBN (Buch)
9783656516286
Dateigröße
533 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Wissenschaftliche Ausarbeitung
Schlagworte
beschaffungsmarktforschung, eine, grundlagenbetrachtung, erarbeitung, handlungsempfehlungen
Arbeit zitieren
B.A. Christopher Ganseforth (Autor), 2013, Beschaffungsmarktforschung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262793

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Titel: Beschaffungsmarktforschung


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