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Nicht authentisches Lachen in Sitcoms aus soziologischer Sicht

Am Beispiel der Serie "Two and a half men" (deutsche Fassung)

Titel: Nicht authentisches Lachen in Sitcoms aus soziologischer Sicht

Essay , 2010 , 7 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Jennifer Jablonski (Autor:in)

Soziologie - Medien, Kunst, Musik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Essay orientiert sich an den Ergebnissen der (soziologischen) Lachforschung und wendet diese auf den bislang weitgehend unerforschten Teil des nicht-authentischen Lachens an, um die Frage zu erörtern: warum werden Lachkonserven in Sitcoms eingespielt?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinitionen

3. Das Lachen im Allgemeinen

4. Die Sitcom als Format

5. Analyse am Beispiel von „Two and a half men“

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die soziologische Bedeutung des nicht authentischen Lachens in Sitcoms am Beispiel der Serie „Two and a half men“, um dessen Funktion als soziales Phänomen und Legitimationsinstanz für den Zuschauer zu ergründen.

  • Soziologische Analyse von Lachkonserven in Sitcoms
  • Vergleichende Untersuchung der Lachforschung nach Bergson und Plessner
  • Reflektion gesellschaftlicher Normen und Ideale in der Sitcom-Dramaturgie
  • Untersuchung gruppendynamischer Aspekte beim Rezipienten
  • Diskussion der Legitimationsfunktion von nicht authentischem Lachen

Auszug aus dem Buch

Analyse am Beispiel von „Two and a half men“

Beispielsweise wird in einer Episode Alan als der stets versagende Bruder von seiner zweiten Frau verlassen, die er erst vier Monate zuvor geheiratet hatte. Zudem hat er durch die teuren Einkaufswünsche dieser Frau einen ebenfalls vor vier Monaten gewonnenen Spielcasinogewinn von einer halben Millionen Dollar komplett verloren. In der Episode kommt er in seiner depressiven Stimmung zum Haus seines Bruders Charly, der gerade eine wilde Party mit schönen und zum Teil käuflichen Frauen feiert und sich gut zu amüsieren scheint. Die Gegenüberstellung der beiden Extreme reizt optisch schon zum Lachen, welches von den eingeblendeten Lachkonserven unterstützt wird.

Als Alan dann Charly seine verzwickte Situation trotz des lauten Partyumfeldes erklärt (und scheinbar auf eine Einladung zum Bleiben hofft), hört Charly seinem Bruder ruhig zu und nickt mitfühlend. Der Zuschauer würde –auch im Sinne eines Idealzustandes der sich helfenden Familie- erwarten, dass sich Charly nun seines Bruders annimmt und ihn zumindest verbal tröstet. Er lächelt ihn aber plötzlich nur an, klopft ihm kurz auf die Schulter und sagt wie bei einem flüchtigen Treffen mit Bekannten: „Aber schön, dass wir uns wenigstens mal wiedergesehen haben“, während er Alan zur Haustür hinausbegleitet. Sofort wird nicht authentisches Lachen in der Szene eingespielt, so dass der Zuschauer wie von selbst mit lacht.

Und genau hier wird eine wichtige Bedeutung des nicht authentischen Lachens deutlich. Wenn, wie am obigen Beispiel ersichtlich, in einer Sequenz der Sitcom die Charaktere ein den gesellschaftlichen Konventionen konträres Verhalten spielen, wird dieses durch Lachkonserven kommentiert und für die Zuschauer gleichsam legitimiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der soziologischen Relevanz von eingespielten Lachsequenzen in Sitcoms und Zielsetzung des Essays.

2. Begriffsdefinitionen: Erläuterung der semantischen Herleitung von Authentizität und Abgrenzung zum Begriff des Künstlichen.

3. Das Lachen im Allgemeinen: Darstellung des Lachens als grundlegende soziale Kommunikationsform anhand der Theorien von Henri-Louis Bergson und Helmuth Plessner.

4. Die Sitcom als Format: Definition des Genres Sitcom und historische Entwicklung von der Live-Aufzeichnung hin zur standardisierten Lachkonserve.

5. Analyse am Beispiel von „Two and a half men“: Konkrete Fallstudie zur Funktion der Lachkonserve als Legitimationsinstanz für gesellschaftlich nicht konformes Verhalten.

6. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der gruppendynamischen Wirkung von Lachkonserven und Ausblick auf notwendige empirische Forschungen.

Schlüsselwörter

Lachkonserve, Sitcom, nicht authentisches Lachen, Soziologie, Kommunikation, Two and a half men, gesellschaftliche Normen, Lachforschung, Henri-Louis Bergson, Helmuth Plessner, Gruppendynamik, Medienwirkung, Unterhaltungsfernsehen, soziale Funktion, Filmanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Betrachtung des nicht authentischen Lachens (Lachkonserven) in modernen Sitcoms am Beispiel der Serie „Two and a half men“.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den zentralen Feldern zählen die Lachforschung, die soziologische Bedeutung von Authentizität, die Gattungsmerkmale der Sitcom sowie die Wirkung von medialen Lachsequenzen auf den Rezipienten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die soziale Funktion und die psychologische Entlastungswirkung von eingespielten Lachsequenzen innerhalb der Fernsehunterhaltung zu gewinnen.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Der Essay stützt sich primär auf eine theoretische Fundierung durch klassische Lachforschung und verbindet diese mit einer qualitativen Analyse einer spezifischen Sequenz aus „Two and a half men“.

Welche Schwerpunkte werden im Hauptteil gesetzt?

Der Hauptteil analysiert, wie Lachkonserven dazu dienen, das Verhalten von Charakteren zu legitimieren, die gegen gesellschaftliche Konventionen verstoßen, und wie der Zuschauer durch das eingespielte Lachen in seiner Wahrnehmung beeinflusst wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Wesentliche Begriffe sind Lachkonserve, Soziologie des Lachens, Medienwirkung, gesellschaftliche Normen und Sitcom-Dramaturgie.

Inwiefern beeinflussen Lachkonserven das Zuschauererlebnis?

Die Lachkonserve fungiert als eine Form der Entlastung und gruppendynamischen Steuerung, die dem passiven Zuschauer die Entscheidung über die Komik einer Situation abnimmt.

Warum wird gerade „Two and a half men“ als Fallbeispiel genutzt?

Die Serie eignet sich besonders gut, da sie durch starke Charaktergegensätze und konträres Sozialverhalten das Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichen Idealen und dem Handeln der Protagonisten verdeutlicht.

Ende der Leseprobe aus 7 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Nicht authentisches Lachen in Sitcoms aus soziologischer Sicht
Untertitel
Am Beispiel der Serie "Two and a half men" (deutsche Fassung)
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Note
2,0
Autor
Jennifer Jablonski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
7
Katalognummer
V262818
ISBN (eBook)
9783656514251
ISBN (Buch)
9783656514466
Sprache
Deutsch
Schlagworte
soziales Phänomen Gruppenzwang Legitimationsfunktion
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jennifer Jablonski (Autor:in), 2010, Nicht authentisches Lachen in Sitcoms aus soziologischer Sicht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262818
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Leseprobe aus  7  Seiten
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