In order to remain present at the market mobile work and especially traveling on company business gets more and more important for business companies. The intention of this paper shall be to define and explain the phenomena of ‘Subjek-tivierung’ and ‘Entgrenzung’ and to highlight them in the context of official journeys. First of all it is necessary to define what is mobile work and what is meant by a business trip. Afterwards the concept of ‘Subjektivierung’ and ‘Ent-grenzung’ is explained and a relationship to official journeys is established. Thereupon the phenomena of ‘normalization’, ‘economization’ and ‘agglomera-tion’ is illustrated and highlighted as well in the context of business trips. Meanwhile the conception of the ‘Mobilitätsregime’ is introduced. Afterall the trend of mobility is examined in a critical way and a forecast of the development is generated.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definitionen
1. Mobilitätsarbeit
2. Dienstreisen
3. Subjektivierung und Entgrenzung
1. Das Konzept
2. Konkretisierung am Beispiel der Dienstreisen
4. Normalisierung, Rationalisierung, Verdichtung
1. Das Konzept
2. Konkretisierung am Beispiel der Dienstreisen
5. Fazit
6. Quellenangaben
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Phänomene der Subjektivierung und Entgrenzung im Kontext der modernen Arbeitswelt und hinterfragt diese kritisch am Beispiel von Dienstreisen, um die Transformation von Herrschafts- und Kontrollmechanismen innerhalb von Unternehmen zu beleuchten.
- Transformation der Arbeitswelt durch Subjektivierung und Entgrenzung
- Indirekte Herrschaft und Steuerung in modernen Unternehmen
- Die Rolle der Normalisierung, Rationalisierung und Verdichtung
- Soziale Auswirkungen von Dienstreisen auf die Beschäftigten
- Veränderung des Verhältnisses von Arbeit, Raum und Zeit
Auszug aus dem Buch
3. Subjektivierung und Entgrenzung
Von Subjektivierung und Entgrenzung, den aus der Arbeits- und Industriesoziologie stammenden Begriffen, spricht man seit Mitte der 1980er bzw. seit Beginn der 1990er Jahren.
„Vor allem im Themenbereich Arbeit und Betrieb wurde Entgrenzung (...) zu einem viel beachteten Leitbegriff mit wesentlich weitreichender Bedeutung.“11 Der Hintergrund der Entgrenzung zeigt sich „in dem [sich] seit den 1970ern vollziehenden Umbruch der Arbeitsgesellschaft.“12 So spricht man beispielsweise seit den 1980ern von einer „Flexibilisierung der Arbeitszeiten“13, was sich z.B. in „Schicht-, Wochenend- oder Nachtarbeit“14 sowie Arbeitszeitkonten, vermehrten Überstunden etc. äußert.
Entgrenzung von Arbeit ist das Ergebnis eines betrieblichen Rationalisierungsprozesses mit dem Ziel eines erweiterten Zugriffs auf die Subjektivität, die lebensweltlichen Ressourcen sowie die zeitliche Verfügbarkeit der Beschäftigten. Als Beispiele sollen hier „Flexibilisierung von Arbeitszeiten und Betriebsstrukturen, Deregulierung der Beschäftigungsformen und ihrer sozialen Sicherung [sowie die] tendenzielle Rücknahme beruflicher Spezialisierung“15 herangezogen werden. So geraten bisher stabile und verbindliche Strukturen der Organisation von Arbeit in Bewegung.16 Als Struktur definiert Günther G. Voß „funktional ausdifferenzierte gesellschaftliche Bereiche, [die] bisher systematische Abgrenzungen aufwiesen und in ihren sozialen Leistungsbeiträgen unterschieden wurden.“17 So wurden Arbeit und Privatleben im Zeitalter der Industriegesellschaft strikt voneinander getrennt. Man ging während der Arbeitszeit seiner Arbeit nach und mit Betriebsschluss begann die Freizeit. Die beiden Bereiche Arbeit und privates Leben waren strikt voneinander getrennt und es gab keinerlei fließende Übergänge. Diese Strukturbildung und Begrenzung von sozialen Feldern des Handelns führte zu einer verstärkten Spezialisierung, da das Spektrum innerhalb welchem der Betroffene seine Tätigkeit ausführt stark begrenzt wurde. Mit der Entgrenzung wird nun eine „deutliche Tendenz zur Öffnung und Flexibilisierung, wenn nicht gar zum vollständigen Abbau der strukturellen Unterscheidungen und Abtrennungen“18 beobachtbar.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Themen Entgrenzung und Subjektivierung ein und beschreibt den Wandel betrieblicher Herrschaftsformen durch neue Mobilitätsregime.
2. Definitionen: Dieses Kapitel erläutert die zentralen Begriffe „Mobilitätsarbeit“ und „Dienstreisen“ und grenzt sie voneinander ab.
3. Subjektivierung und Entgrenzung: Das Kapitel analysiert die Konzepte von Entgrenzung und Subjektivierung und konkretisiert diese im Hinblick auf die Mechanismen bei Dienstreisen.
4. Normalisierung, Rationalisierung, Verdichtung: Hier werden die Eckpfeiler betrieblicher Mobilitätsregime dargestellt und die Auswirkungen auf die Gestaltung von Dienstreisen untersucht.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ambivalenz der beschriebenen Trends zusammen, die sowohl Autonomie als auch neue Belastungen und Kontrollzwänge für den Einzelnen mit sich bringen.
6. Quellenangaben: Dieses Kapitel listet die verwendete Literatur und Quellen auf.
Schlüsselwörter
Mobilität, Entgrenzung, Subjektivierung, Dienstreisen, Arbeitswelt, Mobilitätsregime, Selbstorganisation, Herrschaftsformen, Rationalisierung, Verdichtung, Work-Life-Balance, Flexibilisierung, Selbstkontrolle, indirekte Steuerung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit analysiert die soziologischen Phänomene der Entgrenzung und Subjektivierung und deren Einfluss auf die moderne Arbeitswelt, insbesondere im Kontext beruflicher Mobilität.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder sind die betriebliche Herrschaft durch indirekte Steuerung, die Strukturierung von Mobilität durch Unternehmen und der Wandel der Arbeitsbedingungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Konzepte der Subjektivierung und Entgrenzung zu definieren, ihre theoretischen Grundlagen darzulegen und sie kritisch anhand des Beispiels von Dienstreisen zu hinterfragen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit der soziologischen Fachliteratur, die auf aktuelle Konzepte der Industrie- und Arbeitssoziologie zurückgreift.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst grundlegende Definitionen geklärt, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Konzepte Subjektivierung und Entgrenzung sowie der Bedeutung von Normalisierung, Rationalisierung und Verdichtung für Dienstreisen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?
Die Arbeit ist maßgeblich durch die Begriffe Mobilitätsregime, Subjektivierung, Entgrenzung und indirekte Steuerung geprägt.
Wie verändert sich die Kontrolle durch das Unternehmen laut der Arbeit?
Anstelle direkter hierarchischer Anweisungen tritt eine indirekte Steuerung, bei der das Individuum durch Selbstorganisation und Selbstverantwortung dazu gebracht wird, seine Leistung im Sinne der Unternehmensziele zu optimieren.
Welche Rolle spielt die „Work-Life-Balance“ in Bezug auf Dienstreisen?
Die Arbeit weist darauf hin, dass durch die zunehmende Frequenz von Dienstreisen die Grenze zwischen Arbeit und Privatleben verschwimmt, was häufig zu Reisestress und einer Störung der Work-Life-Balance führt.
- Arbeit zitieren
- Anita Edelweiß (Autor:in), 2012, Arbeit und mobiles Leben, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262908