In der Sozialen Arbeit lassen sich zahlreiche Projekte umsetzen, bei denen ästhetische Medien oft eine große Rolle spielen. In Modul 11 entwickelten wir ein fiktives Projekt zum Thema Geld, dessen Entstehungsprozess und Aufbau ich zuerst beschreiben werde. Danach folgt die Auseinandersetzung mit den ästhetischen Medien Theater und Musik. Theater suchte ich mir aufgrund meiner Vorerfahrung innerhalb eines anderen Moduls aus, in dem wir zahlreiche Theatertechniken kennen lernten, diese auch umsetzten und schließlich ein Stück ausarbeiteten, welches im Rahmen einer Präsentation vor anderen Studierenden vorgeführt wurde. Musik entstand ebenso aus eigenem Interesse, da ich sowohl Musikpädagogik als auch Musiktherapie sehr interessant finde. Als ich mich beschäftigte, faszinierte es mich welche Erfolge man mit der Musiktherapie beispielsweise erreichen kann, zu der ich auch ein Beispiel geben werde. Nach den Methoden werde ich die Grundlagen der Gesprächsführung beschreiben, die wir im Rahmen von Modul 11.3 kennen lernten und durch Rollenspiele auch selbst tätig wurden. Eines dieser Rollenspiele, ein Beratungsgespräch zwischen Sozialarbeiter und Klient, blieb mir besonders in Erinnerung. Dieses werde ich in dem folgenden Bericht über eine Lernerfahrung genauer betrachten und beschreiben was leicht fiel, was weniger und woran ich noch arbeiten muss. Abschließen werde ich mit einer Reflexion über das gesamte Modul und den gemachten Erfahrungen innerhalb dessen und im Fazit mit einem kurzen Ausblick darauf, was ich für besonders sinnvoll halte, was weniger und was mir das Modul für meine berufliche Zukunft gebracht hat.
Inhaltsverzeichnis
1. Entstehungsprozess des fiktiven Projekts
2. Methoden für die Umsetzung von Projekten: Theater und Musik
3. Grundlagen der Gesprächsführung
4. Bericht über eine Lernerfahrung
5. Reflexion
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, theoretische Konzepte der Sozialen Arbeit, insbesondere die Gesprächsführung nach Rogers und den Einsatz ästhetischer Medien wie Theater und Musik, anhand eines fiktiven Projekts zur Finanzbildung für Kinder praxisnah zu reflektieren und methodisch einzuordnen.
- Methodische Anwendung von Theater und Musik in der Sozialen Arbeit
- Grundlagen und Prinzipien klientenzentrierter Gesprächsführung
- Projektentwicklung und -planung im pädagogischen Kontext
- Förderung sozialer Kompetenzen und Lebensvorbereitung von Kindern
Auszug aus dem Buch
1. Entstehungsprozess des fiktiven Projekts
Innerhalb von Modul 11 wurde ein fiktives Projekt zum Thema Geld entwickelt. Dazu sahen wir zunächst den Film „Geld als Schuld“ und setzten uns daraufhin selbst mit dem Thema Geld auseinander. Dazu erarbeiteten wir kurze Referate zu Themen wie den einfachsten Geldzusammenhängen („Wie erleichtert Geld das Tauschen? Welche Bedingungen muss Geld erfüllen, um grundsätzlich zu funktionieren? Wie bestimmt 'Markt' den Preis?“) und dazu was eine Bank überhaupt ist, zu Schulden und Zinsen, Spekulation (steigende und sinkende Preise), komplizierten Finanzprodukten (Ausfallversicherungen, Spekulation auf Preise über Ausfallversicherungen), Geld und „Realwirtschaft“ („Was kostet ein T-Shirt und wie kommt es dazu? Der Wert von Dingen und der Arbeit“). Außerdem wurden in einer Gruppe speziell eigene Erfahrungen berichtet (mit Krediten, mit der Haushaltskasse in WG's, inwiefern Neid eine Rolle spielt etc.).
In unserer Gruppe setzten wir uns mit dem Thema „Arm und Reich – Geld und Macht“ auseinander und der Frage was bei extremer Ungleichheit passiert. Außerdem ging es um die Folgen von Armut und um Abhängigkeit und Ausbeutung. Dazu stellten wir fest, dass es vor allem international sehr große Unterschiede gibt, da Armut und Reichtum je nach Land anders definiert werden. So zählt es in einem sehr armen Land in Afrika wie z.B. Namibia zum Reichtum, ein Haus aus Stein – also ein richtiges „Dach über dem Kopf“ – und ausreichend Nahrung zu haben, während Reichtum in Deutschland ganz anders definiert wird. Hier stellt man sich z.B. ein großes Haus mit eigenem Anwesen und Bediensteten vor, einen Manager, der von einem Termin zum anderen gefahren wird und dabei sehr gut verdient usw.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Entstehungsprozess des fiktiven Projekts: Dieses Kapitel beschreibt die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema Geld und die anschließende Planung eines fiktiven Projekts für Grundschulkinder.
2. Methoden für die Umsetzung von Projekten: Theater und Musik: Hier wird der theoretische Rahmen für den Einsatz von Theater und Musik als ästhetische Ausdrucksmittel und Interventionsmethoden in der Sozialen Arbeit erläutert.
3. Grundlagen der Gesprächsführung: Dieses Kapitel widmet sich den theoretischen Grundlagen der klientenzentrierten Gesprächsführung nach Carl Rogers sowie Techniken des Aktiven Zuhörens.
4. Bericht über eine Lernerfahrung: Hier wird eine praktische Übung in Form eines Rollenspiels reflektiert, in der die erlernten Gesprächstechniken angewendet und kritisch hinterfragt wurden.
5. Reflexion: Das abschließende Kapitel reflektiert den persönlichen Lernprozess im Modul und bewertet die Anwendbarkeit der entwickelten Projektideen sowie die Bedeutung der ästhetischen Medien.
Schlüsselwörter
Soziale Arbeit, Theaterpädagogik, Musiktherapie, Gesprächsführung, Carl Rogers, Aktives Zuhören, Finanzbildung, Projektentwicklung, Klientenzentrierter Ansatz, Ästhetische Medien, Sozialkompetenz, Gruppendynamik, Selbstaktualisierungstendenz, Erlebnispädagogik, Reflexion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert die inhaltliche und methodische Auseinandersetzung mit dem Modul „Planung, Steuerung und Finanzierung von Hilfen“ und verknüpft diese mit dem Einsatz ästhetischer Medien.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die theoretische und praktische Fundierung von Theater- und Musikpädagogik, die Gesprächsführung sowie die Projektentwicklung mit Kindern.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, pädagogische Projekte zu konzipieren, die Kindern spielerisch komplexe Themen wie den Umgang mit Geld vermitteln und gleichzeitig soziale Kompetenzen fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Literaturrecherche zur theoretischen Fundierung und die Selbsterfahrung sowie Reflexion durch Rollenspiele und Projektplanung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die Ansätze der Theater- und Musikpädagogik, die Prinzipien der personenzentrierten Gesprächsführung sowie ein konkreter Bericht über ein durchgeführtes Rollenspiel behandelt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Soziale Arbeit, Theaterpädagogik, Musiktherapie, Klientenzentrierter Ansatz und Aktives Zuhören charakterisiert.
Wie definiert der Autor den Einsatz von Musik in der Sozialen Arbeit?
Musik wird hier nicht als reiner ästhetischer Gegenstand, sondern als personales und interpersonales Ausdrucks- und Kommunikationsmittel verstanden.
Welche Rolle spielt die „Klientenzentrierung“ nach Rogers im Kontext dieser Arbeit?
Die Klientenzentrierung dient als Basis für ein wertschätzendes und empathisches Miteinander im Beratungskontext, wobei die Aktualisierungstendenz des Klienten im Fokus steht.
Warum wurde ein fiktives Projekt zur Finanzbildung gewählt?
Das Projekt soll Kindern helfen, frühzeitig einen bewussten Umgang mit Geld zu lernen, um präventiv auf spätere Lebensbereiche vorzubereiten.
- Arbeit zitieren
- Katrin Schnegelberger (Autor:in), 2012, Planung, Steuerung und Finanzierung von Hilfen und methodische Vertiefung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262911