Planung, Steuerung und Finanzierung von Hilfen und methodische Vertiefung

Projekte mit ästhetischen Medien


Projektarbeit, 2012
21 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. EntstehungsprozessdesfiktivenProjekts

2. MethodenfurdieUmsetzungvonProjekten: TheaterundMusik

3. GrundlagenderGesprachsfuhrung

4. BerichtubereineLernerfahrung

5. Reflexion

Fazit

Literaturverzeichnis

Einleitung

In der Sozialen Arbeit lassen sich zahlreiche Projekte umsetzen, bei denen asthetische Medien oft eine grofie Rolle spielen. In Modul 11 entwickelten wir ein fiktives Projekt zum Thema Geld, dessen Entstehungsprozess und Aufbau ich zuerst beschreiben werde. Danach folgt die Auseinandersetzung mit den asthetischen Medien Theater und Musik. Theater suchte ich mir aufgrund meiner Vorerfahrung innerhalb eines anderen Moduls aus, in dem wir zahlreiche Theatertechniken kennen lernten, diese auch umsetzten und schliefilich ein Stuck ausarbeiteten, welches im Rahmen einer Prasentation vor anderen Studierenden vorgefuhrt wurde. Musik entstand ebenso aus eigenem Interesse, da ich sowohl Musikpadagogik als auch Musiktherapie sehr interessant finde. Als ich mich beschaftigte, faszinierte es mich welche Erfolge man mit der Musiktherapie beispielsweise erreichen kann, zu der ich auch ein Beispiel geben werde. Nach den Methoden werde ich die Grundlagen der Gesprachsfuhrung beschreiben, die wir im Rahmen von Modul 11.3 kennen lernten und durch Rollenspiele auch selbst tatig wurden. Eines dieser Rollenspiele, ein Beratungsgesprach zwischen Sozialarbeiter und Klient, blieb mir besonders in Erinnerung. Dieses werde ich in dem folgenden Bericht uber eine Lernerfahrung genauer betrachten und beschreiben was leicht fiel, was weniger und woran ich noch arbeiten muss. Abschliefien werde ich mit einer Reflexion uber das gesamte Modul und den gemachten Erfahrungen innerhalb dessen und im Fazit mit einem kurzen Ausblick darauf, was ich fur besonders sinnvoll halte, was weniger und was mir das Modul fur meine berufliche Zukunft gebracht hat.

1. Entstehungsprozess des fiktiven Projekts

Innerhalb von Modul 11 wurde ein fiktives Projekt zum Thema Geld entwickelt. Dazu sahen wir zunachst den Film „Geld als Schuld“ und setzten uns daraufhin selbst mit dem Thema Geld auseinander. Dazu erarbeiteten wir kurze Referate zu Themen wie den einfachsten Geldzusammenhangen („Wie erleichtert Geld das Tauschen? Welche Bedingungen muss Geld erfullen, um grundsatzlich zu funktionieren? Wie bestimmt der 'Markt' den Preis?“) und dazu was eine Bank uberhaupt ist, zu Schulden und Zinsen, Spekulation (steigende und sinkende Preise), komplizierten Finanzprodukten (Ausfallversicherungen, Spekulation aufPreise uber Ausfallversicherungen), Geld und „Realwirtschaft“ („Was kostet ein T-shirt und wie kommt es dazu? Der Wert von Dingen und der Arbeit“). Aufierdem wurden in einer Gruppe speziell eigene Erfahrungen berichtet (mit Krediten, mit der Haushaltskasse in WG's, inwiefern Neid eine Rolle spielt etc.).

In unserer Gruppe setzten wir uns mit dem Thema ,,Arm und Reich - Geld und Macht“ auseinander und der Frage was bei extremer Ungleichheit passiert. Aufierdem ging es um die Folgen von Armut und um Abhangigkeit und Ausbeutung.

Dazu stellten wir fest, dass es vor allem international sehr grofie Unterschiede gibt, da Armut und Reichtumje nach Land anders definiert werden. So zahlt es in einem sehr armen Land in Afrika wie z.B. Namibia zum Reichtum, ein Haus aus Stein - also ein richtiges ,,Dach uber dem Kopf ‘ - und ausreichend Nahrung zu haben, wahrend Reichtum in Deutschland ganz anders definiert wird. Hier stellt man sich z.B. ein grofies Haus mit eigenem Anwesen und Bediensteten vor, einen Manager, der von einem Termin zum anderen gefahren wird und dabei sehr gut verdient usw.

Armut und Reichtum definiert sich aber auch innerhalb der einzelnen Lander zwischen den Bevolkerungsschichten. So haben wir in Deutschland einerseits arme wohnungslose Menschen, die in einer kleinen Wohnung am Existenzminimum leben mussen, und solche, die die Moglichkeit haben in einer grofien, geraumigen Wohnung oder gar in ihrem eigenen Haus leben konnen. Hinzu kommt, dass z.B. die arme Bevolkerung in Deutschland (diejenigen, die wenig verdienen bzw. arbeitslos sind und Hartz 4 beziehen) zwangslaufig die Armut der Dritte Welt-Lander „unterstutzt“, indem diese Leute billige Produkte kaufen mussen, die unter schlechten Arbeitsbedingungen in vielen Dritte Welt-Landern hergestellt werden, weil sie sich andere nicht leisten konnen.

Ein grofies Problem ist auch, dass die reiche Bevolkerung (z.B. USA) die arme Bevolkerung (z.B. in Afrika) ausnutzt, um dort Firmen zu errichten und Menschen fur wenig Geld arbeiten zu lassen. So konnen sich in afrikanischen Landern keine eigenen Firmen bilden. Stattdessen arbeiten die Menschen unter unmenschlichen bzw. unverhaltnismaBigen Bedingungen und haben keine andere Wahl als dort zu bleiben. Durch mangelnde Bezahlung der Erwachsenen gibt es in armen Landern Kinderarbeit. Kinder werden gerne genommen, da sie weniger verdienen und somit billige Arbeitskrafte bar die Arbeitgeber sind. Zudem sind viele Eltern darauf angewiesen, um uberleben zu konnen. Aber auch in Deutschland mussen viele Menschen Arbeit annehmen, die nur schlecht bezahlt ist.

In einigen (nicht nur armen) Landern besteht zudem keine Chancengleichheit, zum Beispiel auf Bildung. Wahrend in Afrika einige Kinder gar nicht erst zur Schule gehen konnen, ist es einigen jungen Erwachsenen in Deutschland kaum moglich Studiengebuhren plus den in manchen Bundeslandern bestehenden Semesterbeitrag aufzubringen.

Nachdem wir uns gegenseitig die oben genannten Themen vorstellten, teilten wir uns in die Gruppen Theater, Foto, Video, Offentlichkeitsarbeit und Finanzierung auf, um festlegen zu konnen, wie das Projekt ablaufen soll.

Es ging darum ein eher trockenes - aber durchaus wichtiges - Thema Kindern zwischen 6 und 10 Jahren spielerisch naher zu bringen. Zuerst entschieden wir uns fur Grundschulkinder, beschrankten die Kurse dann aber aufKinder der 4. Klasse, die in der Regel in etwa 9-10 Jahre alt sind. Im Rahmen dessen sollen die Kurse Theater, Foto und Video als Wahlpflichtfach angeboten werden, unter denen die Kinder frei wahlen konnen. Die Kurse finden am Nachmittag statt, um den ublichen Unterricht wie gewohnt zu belassen. Insgesamt soll das Projekt uber ein Jahr gehen und mit einer Projektwoche, die 3 bis 5 Tage dauern soll, zu Beginn des 4. Schuljahrs starten.

Wahrend der Projektwoche werden die Kinder an die verschiedenen Themen herangefuhrt und lernen Grundlagen zum Theaterspielen, Video drehen und Fotografieren kennen. Dabei geht es im ersten Halbjahr zunachst einmal nicht um das Thema Geld, damit keine Langeweile aufkommt und nicht zu lange nur ein Thema bearbeitet wird. Die Themen vorher werden zusammen mit den Kindern entschieden. So kann man zum Fotografieren zum Beispiel zuerst in die Natur gehen, die Stadt erkunden und auf Detailsuche gehen, wahrend man beim Theater zu verschiedenen Theatertechniken kleine Stucke einubt, zum Beispiel zu Themen, die die Kinder aktuell beschaftigen. Bei Video konnte man sich gegenseitig interviewen, um auch die Technik der Videokamera zu erlernen und die Teilnehmer des Kurses besser kennen zu lernen, da sich die Teilnehmer aus verschiedenen Klassen zusammen setzen. Diese und andere „Methoden“ lassen sich nach der Projektwoche regelmaBig umsetzen, namlich einmal in der Woche furjeweils zwei Schulstunden (90 Minuten). Nach dem Halbjahr soll es dann um das Thema Geld gehen,je nach Kurs naturlich mit unterschiedlicher Herangehensweise.

Ich wirkte dabei in der Theater-Gruppe mit, innerhalb derer wir festlegten, dass innerhalb von drei Gruppenjeweils zwei Betreuer, also ein Theaterpadagoge und eine studentische Hilfskraft mit Vorerfahrung, mitje 10-15 Kindern arbeiten soll.

Anfangs war unsere Vorstellung das Projekt von der 1. bis zur 4. Schulklasse laufen zu lassen, um gemischte Altersgruppen zu haben, in denen altere mitjungeren Kindern zusammen lernen und sich gegenseitig unterstutzen konnen. Auch fur das Theaterstuck waren verschiedene Altersklassen hilfreich gewesen, um vielleicht Szenen unter Geschwistern, auf dem Schulhof etc. uber Geld besser darzustellen, was aber nicht heifit, dass man das nicht auch mit gleichaltrigen Schulern hinbekommen kann. Da man dies leider nicht ausprobieren konnte, bleibt zunachst offen welche Vorgehensweise die bessere gewesen ware.

Die Raumlichkeit istje nach Schule entweder eine Aula oder ein Theater, aber kein Klassenraum, da die Schuler schon wahrend des gesamten Jahres, in dem das Projekt durchgefuhrt wird, ein Gefuhl fur die Buhne bekommen sollen, die klar gekennzeichnet ist. So stehen sie nicht erst am Tag der Auffuhrung an dieser Stelle und konnen sich uber einen relativ langen Zeitraum daran gewohnen.

Der methodische Einstieg beim Theater verlauft spielerisch, uber das fur das Theater typische Warm-up, was in der Projektwoche zunachst einmal dazu dienen soll, dass sich die Kinder untereinander kennen lernen und sich die Betreuer im Rahmen dessen ein Bild von ihnen machen konnen. Letzteres ist fur die Betreuer deswegen wichtig, weil diese wissen mussen mit welchen Charakteren sie es zu tun haben, um Spiele und Ubungen an sie anpassen zu konnen. Dabei helfen soll auch die Entscheidungsfreiheit der Kinder, was das Stuck und die Herangehensweise betrifft. Die Betreuer haben daher, bevor das Projekt startet, kein komplett ausgearbeitetes Stuck, sondern entwickeln dieses im Laufe des Schuljahres mit den Kindern zusammen. Die Kinder sollen mitentscheiden konnen, was genau gespielt wird und wie die Idee umgesetzt wird.

Allerdings haben die Betreuer auch eine Notlosung, einen Ansatz als Alternative, den man nutzen konnte, falls mit den Kindern zusammen keine Idee zustande kommt. Damit das nicht passiert, gibt es eine langsame Herangehensweise, zuerst an das Theaterspielen selbst und anschliefiend an das Thema Geld, um Grundlagen fur das Stuck, das zum Ende des Schuljahres aufgefuhrt werden soll, zu schaffen. So lassen sich die Spiele, die nicht nur in der Projektwoche, sondern wahrend des ganzen Jahres zu Beginn der Unterrichtsstunde, durchgefuhrt werden, auch mit Geld verbinden: den Umgang mit Dingen im Raum, die Geld kosten oder den Umgang mit Taschengeld; die Darstellung von Arm und Reich; Unterschiede zwischen den Landern usw.

Im Mittelpunkt steht - wie oben bereits beschrieben - ab spatestens der Halfte des Schuljahres das Thema Geld, obwohl es vorher bereits in Spiele miteinbezogen wird und 2-3 Wochen vor Halbjahresende bereits mit der Themenfindung und damit intensiver mit dem Thema Geld begonnen werden kann. Dies entscheiden die Betreuer allerdings eher spontan,je nachdem inwieweit die Kinder bereits mit den Grundlagen des Theaters vertraut sind.

Ziel des Projektes ist es Schulerinnen und Schuler der 4. Klasse (Grundschule) uber Geld aufzuklaren, da dieses im Leben eine grofie Rolle spielt. Bereits im Alter von 9-10 Jahren erhalten die meisten Schulerinnen Taschengeld, mit dem sie lernen mussen umzugehen. Spater ist es der Ferienjob, die Ausbildung usw.

Weiterhin werden injedem der Kurse soziale Kompetenzen der Schulerinnen gefordert, wie zum Beispiel die Teamfahigkeit, Empathie, die Fahigkeit Konflikte zu losen, Respekt voreinander zu haben usw.

Die Teamfahigkeit wird im Theater zum Beispiel dadurch erlernt, indem in Kleingruppen Theatertechniken oder kleine Ubungen ausgearbeitet werden. Auch wird durch die andere Rolle, die die Kinder im Theater einnehmen, ein Blick von aufien moglich und die Fahigkeit gefordert, sich in andere hineinversetzen zu konnen (Empathie).

Zudem lernen die Schulerinnen spielerisch, womit sie im Alter von 9-10 Jahren automatisch mehr Freude haben. So sind sie eher ,,bei der Sache“ als bei einer theoretischen Unterrichtseinheit und setzen sich damit vor allem auch Stuck fur Stuck auseinander, ohne dass es zu viel oder zu unverstandlich wird.

Ziel ist es dabei definitiv nicht komplizierte Hergange wie die Arbeit in einer Bank oder komplizierte Finanzprodukte zu erklaren, sondern einfachste Zusammenhange zum Thema herzustellen. Also beispielsweise zu den Fragen: ,,Wie geht man mit Geld richtig rum? Wie viel ist was wert (und warum)?“ oder zum Umgang mit Taschengeld und Dingen, die man von den Eltern gekauft bekommt. Hauptsachlich soll darauf eingegangen werden, wie die Schulerinnen in ihrem Alter mit Geld in Kontakt geraten und was dazu aktuell wichtig ist. Welche Themen das genau sind soll wahrend dem Projekt zusammen mit den Schulerinnen herausgefunden werden, damit sie auch Spafi am Lernen haben.

2. Methoden fur die Umsetzung von Projekten: Theater und Musik

Die Methoden Theater und Musik sind in der Sozialen Arbeit sehr verbreitet. Aufbeide werde ich im nachfolgenden Text genauer eingehen und beschreiben, wie sie in der Sozialen Arbeit eingesetzt werden, zum Beispiel innerhalb eines Projekts, wie dem von uns entwickelten fiktiven Projekt.

Theater bzw. Theaterpadagogik lasst sich auch in der Sozialen Arbeit in vieler Hinsicht umsetzen. Theaterpadagogik ist - wie der Name schon sagt - ein Zusammenspiel von Theater und Padagogik und gilt als eigene Disziplin. Zu den Begrundern der Theaterpadagogik zahlt u.a. Hans Martin Ritter (*Juli 1936), ein deutscher Hochschullehrer und Sprechwissenschaftler (vgl. Ritter: hansmartinritter.de, Stand 14.02.12). Man kann mit dem unterschiedlichsten Klientel arbeiten: mit Kindern, Schulern, Jugendclubs, Angestellten, im Schulunterricht, in Fortbildungen, in der Therapie, mit sozialen Randgruppen oder in Brennpunkten. Zudem gibt es z.B. integratives Theater, generationenubergreifendes Theater, Seniorentheater usw.

Theater ermoglicht es sich mit allen moglichen Themen der Welt spielerisch auseinanderzusetzen und diese zu reflektieren, daher wird es gerade in Gruppen mit sozialen Problemen und bei Menschen mit Auffalligkeiten (z.B. Menschen mit autistischen Zugen, behinderte Menschen, Schulern mit Verhaltensauffalligkeiten) gerne angewandt (vgl. Hochschule fur angewandte Wissenschaften Hamburg, 2011: www.haw-hamburg.de, Stand 11.02.12).

Eigene Erfahrungen, Haltungen, Urteile, Gefuhle lassen sich im Theater sehr gut umsetzen und genauer betrachten., da man in eine andere Rolle schlupft oder die eigene Situation nochmal nachspielt und so einen genaueren Blick fur Verbesserungsmoglichkeiten bekommt. Kreatives Handeln steht beim Theaterspielen im Mittelpunkt, wobei die Reflexion dessen ebenfalls sehr wichtig ist, um den asthetischen Lernprozesses abzuschliefien.

Nach Wolfgang Sting (2004) gibt es in Theaterprojekten die Vorbereitungsphase, Produktionsphase, Auffuhrungsphase und die Nachbereitung. In der Vorbereitungsphase geht es vor allem darum die Projektidee zu konkretisieren und strukturieren, Thema und Auswahl der Texte werden besprochen. Je nach Klientel soll das Thema kunstlerisch und wissenschaftlich anspruchsvoll genug sein, damit Teilnehmer ihre Zeit sinnvoll investieren (vgl. Sting 2004: 90).

In Sting's Beispiel sind Lehrende, als auch Studierende tatig - letztere mit Vorerfahrung aus hoheren Semestern. Die sogenannte Produktionsphase dauert insgesamt zehn Wochen mit drei Projekttagen pro Woche. Dazu arbeiten injeder Gruppe 10-12 Studierende mit den unterschiedlichsten Talenten und Vorerfahrungen zusammen. Alle Einzelheiten werden in der Gruppe besprochen und diskutiert (Text, szenische Erarbeitung und Gestaltung eines Produkts, Raumgestaltung, Licht und Kostume, Requisiten, Organisation). Dabei zahlt vor allem die ,,herausragende Gruppenleistung“ (Sting 2004: 90).

Die Auffuhrungsphase fordert die Einstellung und Leistung zum Stuck, das mehrere Abende aufgefuhrt wird. Das wiederum rechtfertigt den vorherigen Arbeitsaufwand (vgl. Sting 2004: 90).

In der Nachbereitung wird der Arbeitsprozess als auch das fertige Produkt kritisch diskutiert und reflektiert. Besonders ist bei der Theaterarbeit, dass Lernerfahrungen „theaterpraktischer, theaterasthetischer, sozialer und kommunikativer Art“ weit uber das entstandene Stuck hinausreichen (Sting 2004: 90). So kann man Situationen spielen, bei denen in der Vergangenheit Konflikte entstanden sind und sich diese genauer ansehen, abgeandert erneut spielen und daraus lernen wie man in Zukunft damit umgehen konnte - Moglichkeiten gibt es viele undje nach Klientel andere. Das Projekt kommt schliefilich erst durch die Auffuhrung und Evaluation zum Abschluss (vgl. Sting 2004: 90).

Ideen und Stucke entstehen oft erst in Zusammenarbeit mit einer bestimmten Gruppe und werden zusammen erarbeitet. Dabei ist der Lernprozesses grofier als bei Vorgaben, die bereits bestehen, und man hat mehr Freiheiten. Diese Vorstellung hatten wir auch bei der Planung unseres fiktiven Projekts uber Geld. Wir wollten mit Absicht keine vorgefertigte Idee prasentieren, da wir es sinnvoller fanden, dass man sich erst einmal ansieht mit wem man es zu tun hat und was man mit der Gruppe uberhaupt gut umsetzen kann. Aus den Erfahrungen des Theaterpadagogen und Studenten (auch im fiktiven Projekt mit Vorerfahrung im Theater und aus einem hoheren Semester) und den Ideen und Vorstellungen der Kinder sollte etwas ganz Eigenes entstehen.

Es gibt auch Modelle, die nach strengeren Vorgaben gehen, so zum Beispiel das Imitationsmodell, das oft in der Schule genutzt wird. Dabei ubernimmt der Lehrer die Regie und arbeitet entweder autodidaktisch oder seinen Erfahrungen entsprechend (vgl. Otto 1993: 4). Zudem ubernimmt der Lehrer die Vorlage fur das Stuck, das heifit es wird keines zusammen mit den Kindern ausgearbeitet. Aufierdem melden sich die Kinder fur die Rolle, die sie gerne hatten, und werden von dem Lehrer dann entsprechend zugeteilt. Dabei kommt es oft zu dem Problem, dass Wunsch und Besetzung nicht ubereinstimmen, und so die Motivation so auch weniger vorhanden ist. Das wichtigste Kriterium bei der Besetzung ist entweder die „kunstlerische Begabung“ oder genaue Aussprache, jedoch selten die Personlichkeit des Kindes. Der Lehrer bereitet also seine Regie-Arbeit vor und setzt diese ohne „wenn“ und „aber“ im Unterricht um (vgl. Otto 1993: 4). Die Schuler sind bei diesem Modell leider nur „ausfuhrende Organe“ in einem durch den Lehrer vorgegebenen Stuck und konnen kaum selbst mitwirken, aufier durch die ihnen zugewiesene Rolle (vgl. Otto 1993: 5).

[...]

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Planung, Steuerung und Finanzierung von Hilfen und methodische Vertiefung
Untertitel
Projekte mit ästhetischen Medien
Hochschule
Frankfurt University of Applied Sciences, ehem. Fachhochschule Frankfurt am Main
Note
1,0
Autor
Jahr
2012
Seiten
21
Katalognummer
V262911
ISBN (eBook)
9783656514886
ISBN (Buch)
9783656514770
Dateigröße
402 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
planung, steuerung, finanzierung, hilfen, vertiefung, projekte, medien
Arbeit zitieren
Katrin Schnegelberger (Autor), 2012, Planung, Steuerung und Finanzierung von Hilfen und methodische Vertiefung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262911

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