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Armenfürsorge bei Wilhelm Löhe und das Werk „Das Armenwesen nach all seinen Richtungen...“ von Charles Duchatel und François Naville

Titel: Armenfürsorge bei Wilhelm Löhe und das Werk „Das Armenwesen nach all seinen Richtungen...“ von Charles Duchatel und François Naville

Hausarbeit , 2009 , 23 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Michael Martin Nachtrab (Autor:in)

Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Als wahren Reichtum der Kirche präsentierte, laut Legende, Laurentius von Rom die Armen und Kranken dem römischen Kaiser Valerian, woraufhin dieser ihn foltern und töten ließ. Kurze Zeit davor verschenkte der Archdiakon Roms Laurentius das gesamte Vermögen der Kirche an die Bedürftigen.
Wilhelm Löhe nahm Laurentius zum Vorbild seines diakonischen Wirkens und widmete sich mit Hingabe der Armenfürsorge. Im Folgenden soll seine Vorstellung von Armenfürsorge analysiert und mit dem Konzept von Charles Duchatel und François Naville verglichen werden, um etwaige Einflüsse auf Löhe herauszustellen. Zunächst werden die für die Analyse wichtigen biographischen Stationen Löhes rekonstruiert. Hierauf folgt die Analyse und Zusammenfassung des Werks von Duchatel und Naville. In einem dritten und letzten Schritt werden die Konzepte von Löhe und Duchatel bzw. Naville gegenüber gestellt, um Unterschiede, Gemeinsamkeiten und Einflüsse herauszufiltern. Beim Aufbau der Gegenüberstellung diente Löhes Bild der konzentrischen Kreise1 als Inspiration.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biographische Stationen Löhes unter Berücksichtigung der sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse

2.1 Kinder-, Jugend- und Studienzeit Löhes (1808–1831)

2.2 Vikariats- und Verwesertätigkeitszeit Löhes (1831–1837)

2.3 Löhes Zeit als Pfarrer in Neuendettelsau (1837–1872)

2.4 Kritische Reflexion

3. Interpretation des Werkes „Das Armenwesen nach all seinen Richtungen als Staatsanstalt und als Privatwerk und seine damalige Gestaltung in den civilisierten Staaten in und außer Europa“ von Charles Duchatel und François Naville

3.1 Analyse der Quelle

3.2 Der historische Rahmen

3.3 Zusammenfassung des Textes

3.4 Kritische Reflexion

4. Löhes Konzept der Armenfürsorge unter Berücksichtigung der Privatmildtätigkeit von Duchatel und Naville

4.1 Die Mitte: Christus

4.2 Der innere Kreis: Die Kirche

4.3 Der mittlere Kreis: Die Christen

4.4 Der äußere Kreis: Der Staat

4.5 Kritische Reflexion

5. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das diakonische Konzept der Armenfürsorge von Wilhelm Löhe. Dabei wird analysiert, inwieweit Einflüsse aus dem zeitgenössischen Werk von Charles Duchatel und François Naville bestehen, indem die jeweiligen Ansätze zur Armutsbekämpfung gegenübergestellt werden.

  • Biographische Einordnung von Wilhelm Löhe
  • Analyse des Werkes über das Armenwesen von Duchatel und Naville
  • Gegenüberstellung von kirchlicher und staatlicher Armenfürsorge
  • Die Rolle der Diakonie im 19. Jahrhundert
  • Theologische Begründung der Barmherzigkeit

Auszug aus dem Buch

3.2 Der historische Rahmen

Die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zeichnete sich besonders durch einen rasanten Bevölkerungsanstieg, ein rasches Städtewachstum und eine Verschiebung vom primären zum sekundären und tertiären Sektor. Diese drei Faktoren leiteten zunächst die kapitalistische Wirtschaftsordnung und die bürgerliche Gesellschaftsordnung ein. Da das Bevölkerungs- und das Wirtschaftswachstum nicht gleich schnell verliefen, trat aufgrund fehlender Arbeitsplätze eine pauperistische Krise ein, die in 1820er Jahren zusätzlich durch eine große Agrarkrise verstärkt wurde und schliesslich in den 1830er Jahren zu der pauperistischen Dauerkrise führte. Vor allem auf dem Land kommt es zu einer Bevölkerungsexplosion. Obwohl die Landbevölkerung generell durch die Subventionen und Hilfeleistungen der Gutsherren abgesichert waren, erwiesen sich diese Unterstützungen im Fall von großen Krisen als vollkommen unzulänglich. Während der pauperistischen Dauerkrise kam es also auch zu einer hohen Landflucht in die Städte, da sich die Menschen auf dem Land ihrer Subsistenzmittel beraubt sahen und auf Arbeit in den Fabriken hofften. Da sich die Aufnahmekapazitäten in den Städten bald erschöpften und dort kaum Absicherungen wie auf dem Land herrschten, formierte sich ein Bettelwesen und als Konsequenz daraus entstand allmählich das kommunale Armenwesen. Das Recht auf Armenfürsorge war eng verbunden mit dem Heimatrecht, welches man lediglich durch Geburt erhielt oder – im Falle der Migration – in vielen Fällen von der Arbeitsfähigkeit abhängig gemacht wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung von Wilhelm Löhe als diakonische Persönlichkeit und Formulierung der Forschungsfrage zum Vergleich seines Konzepts mit dem von Duchatel und Naville.

2. Biographische Stationen Löhes unter Berücksichtigung der sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse: Darstellung des Lebenswegs von Löhe unter besonderer Berücksichtigung seiner Erfahrungen mit den sozialen Umbrüchen des 19. Jahrhunderts.

3. Interpretation des Werkes „Das Armenwesen nach all seinen Richtungen als Staatsanstalt und als Privatwerk und seine damalige Gestaltung in den civilisierten Staaten in und außer Europa“ von Charles Duchatel und François Naville: Analyse der sozioökonomischen Hintergründe und der Argumente der Autoren hinsichtlich der Grenzen staatlicher Wohlfahrt.

4. Löhes Konzept der Armenfürsorge unter Berücksichtigung der Privatmildtätigkeit von Duchatel und Naville: Systematische Gegenüberstellung der Ansätze anhand von konzentrischen Kreisen, die von der Mitte (Christus) über Kirche und Christen bis zum Staat reichen.

5. Schlussbemerkung: Reflexion über die Relevanz von Löhes diakonischem Ansatz für die heutige Zeit und die Rolle der Kirche bei der Armutsbekämpfung.

Schlüsselwörter

Wilhelm Löhe, Armenfürsorge, Diakonie, Armenwesen, Privatmildtätigkeit, Pauperismus, Kirche, Barmherzigkeit, Sozialgeschichte, 19. Jahrhundert, Staat, soziale Not, Armenpflege, Christentum, Wohltätigkeitsvereine.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das diakonische Verständnis von Wilhelm Löhe und setzt dieses in einen vergleichenden Kontext zu den armenfürsorglichen Theorien von Charles Duchatel und François Naville.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Armutsbekämpfung im 19. Jahrhundert, das Spannungsfeld zwischen staatlicher Verwaltung und privater Mildtätigkeit sowie die theologische Fundierung christlichen Handelns.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Einflüsse von Duchatel und Naville auf das diakonische Konzept Löhes aufzuzeigen und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in ihrem Verständnis der Armenpflege herauszuarbeiten.

Welche methodische Vorgehensweise wird gewählt?

Es erfolgt eine biographische Aufarbeitung von Löhes Stationen sowie eine quellenkritische Analyse des Werkes von Duchatel und Naville, gefolgt von einer systematischen Gegenüberstellung beider Konzepte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Armennot im 19. Jahrhundert, eine Interpretation der Quelle von Duchatel und Naville und eine detaillierte Ausarbeitung von Löhes diakonischem System.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Diakonie, Armenfürsorge, christliche Barmherzigkeit und soziale Transformation im 19. Jahrhundert beschreiben.

Wie bewertet Löhe die Rolle des Staates in der Armenfürsorge?

Löhe betrachtete staatliche Eingriffe als eher schädlich oder ineffizient; für ihn war der Staat lediglich dazu da, den notwendigen Raum für die eigentliche, auf christlicher Nächstenliebe basierende Armenfürsorge zu schaffen.

Inwiefern beeinflussten die ökonomischen Krisen Löhes Denken?

Die pauperistische Krise und das Anwachsen der Armut zwangen Löhe dazu, sein Konzept der Seelsorge zu erweitern und eine systematische soziale Diakonie in sein Verständnis von Kirche zu integrieren.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Armenfürsorge bei Wilhelm Löhe und das Werk „Das Armenwesen nach all seinen Richtungen...“ von Charles Duchatel und François Naville
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Note
1,7
Autor
Michael Martin Nachtrab (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
23
Katalognummer
V262991
ISBN (eBook)
9783656517603
ISBN (Buch)
9783656517498
Sprache
Deutsch
Schlagworte
untersuchung konzepts armenfürsorge wilhelm löhe berücksichtigung werkes armenwesen richtungen charles duchatel françois naville brüder
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Martin Nachtrab (Autor:in), 2009, Armenfürsorge bei Wilhelm Löhe und das Werk „Das Armenwesen nach all seinen Richtungen...“ von Charles Duchatel und François Naville, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262991
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Leseprobe aus  23  Seiten
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