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Ist die EU ein optimaler Währungsraum?

Titel: Ist die EU ein optimaler Währungsraum?

Hausarbeit , 2012 , 19 Seiten

Autor:in: Tim Hampel (Autor:in)

VWL - Finanzwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Finanzkrise, welche im Herbst 2008 ihren Ursprung fand, hat dem
europäischen Anpassungsprozess mit anhaltender Wirkung zugesetzt. Die
Stabilität der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion hat durch hohe
Staatsverschuldungen und Leistungsbilanzdefizite einen Rückschlag erlitten, für
den bis zum jetzigen Zeitpunkt nach nachhaltigen Lösungen gesucht wird. Die
Abgabe nationaler Anpassungsinstrumente durch den Beitritt zur EWWU führt in
viele europäische Staaten zu Stabilitätsproblemen. Ziel dieser Arbeit ist die
Untersuchung sowie Bewertung der EU als optimaler Währungsraum. Anhand der
Darstellung von Vorläufern der EWWU, einer Betrachtung verschiedener
Wechselkurssysteme, einer Nutzen- und Kostenanalyse sowie der Betrachtung
traditioneller OCA-Kriterien soll diese Fragestellung diskutiert werden. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wechselkurssystem und Stufen der Integration

2.1 Wechselkurssysteme

2.2 Integrationsstufen

2.3 Die Rolle der Geld- und Fiskalpolitik in der EWWU

3. Nutzen-Kostenanalyse einer Währungsunion

3.1 Nutzen einer Währungsunion

3.2 Kosten einer Währungsunion

4. Die EWWU als optimaler Währungsraum anhand von traditionellen Kriterien

4.1 Faktormobilität

4.2 Offenheitsgrad

4.3 Produktdiversifikation

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung und kritische Bewertung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) hinsichtlich ihrer Eignung als optimaler Währungsraum unter Berücksichtigung ökonomischer Kriseneinflüsse und theoretischer Kriterien.

  • Historische Betrachtung der Vorläufer der EWWU wie das Europäische Währungssystem.
  • Vergleichende Analyse von Wechselkurssystemen und Integrationsstufen.
  • Durchführung einer fundierten Nutzen-Kosten-Analyse für Mitgliedstaaten einer Währungsunion.
  • Überprüfung der EWWU anhand klassischer OCA-Kriterien (Optimal Currency Areas).
  • Diskussion der Auswirkungen von asymmetrischen Schocks und Fiskalpolitik.

Auszug aus dem Buch

3.1 Nutzen einer Währungsunion

Traditionelle Ansätze über die Theorie optimaler Währungsräume gehen vor allem auf Robert A. Mudell („A Theory of Optimum Currency Areas“) zurück und wurden im Laufe der Zeit modifiziert oder erweitert. Mundell ging von der Annahme aus, dass es bei einem plötzlich auftretenden externen Schock, für eine Volkswirtschaft einfacher ist, den Wechselkurs anzupassen als heimische Preise und Löhne, welche kurzfristig relativ träge sind. In den Worten Mudells: „A system of flexible exchange rates is usually presented, by its proponents, as a device whereby depreciation can take the place of unemployment when the external balance is in deficit, and appreciation can replace inflation when it is in surplus.”

Die traditionellen Ansätze vernachlässigen jedoch den Nutzen und die Vorteile einer Währungsunion, wobei neuere Ansätze vor allem auf eine explizite Nutzen-Kostenanalyse abzielen. Besonders anspruchsvoll wird dieses Ziel, wenn mögliche Vor- und Nachteile nicht nur theoretisch angeführt werden sollen, sondern auch gegeneinander aufgerechnet werden, um eine Entscheidung untermauern zu können. Aufgrund der Komplexität der EWWU und einer Vielzahl von Faktoren, die in weitere Bereiche und Ebenen wie politische und ökonomische aufgeteilt werden können, stößt man an Grenzen bei dem Versuch diese zu vergleichen und aufzurechnen. Auf politische Ebene steht die Weiterentwicklung des europäischen Einigungsprozesses im Mittelpunkt der Betrachtung und als Nutzenargument für die EWWU. Dem entgegnen auf ökonomischer Ebene potentielle Kosten der Teilnahme wie beispielsweise Umstellungskosten, die wiederum zu politischen Spannungen führen können.

Aus Nutzengesichtspunkten steht vorrangig die Kostenersparnis als elementares Teilnahmekriterium einer Währungsunion. Die hohen Kosten für den An- und Verkauf von Devisen sowie die Bearbeitungsgebühren entfallen dauerhaft.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Stabilität der Währungsunion vor dem Hintergrund der Finanzkrise 2008 und definiert das Ziel der wissenschaftlichen Bewertung der EWWU als optimalen Währungsraum.

2. Wechselkurssystem und Stufen der Integration: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise von Wechselkurssystemen sowie die theoretischen Stufen der wirtschaftlichen Integration und deren Auswirkungen auf die geldpolitische Autonomie.

3. Nutzen-Kostenanalyse einer Währungsunion: Hier werden die ökonomischen Vorteile wie Transaktionskostenersparnis den Herausforderungen durch den Verlust des Wechselkurses als Anpassungsinstrument gegenübergestellt.

4. Die EWWU als optimaler Währungsraum anhand von traditionellen Kriterien: Das Kapitel analysiert die EWWU anhand der Kriterien Faktormobilität, Offenheitsgrad und Produktdiversifikation, um deren Anpassungsfähigkeit bei Schocks zu prüfen.

5. Fazit: Das Fazit resümiert, dass die EWWU unter traditionellen Kriterien aktuell nicht als idealer Währungsraum gilt und eine vertiefte politische Union sowie höheres Vertrauen in EU-Institutionen erfordert.

Schlüsselwörter

EWWU, Währungsunion, Wechselkurssysteme, optimale Währungsräume, Fiskalpolitik, Geldpolitik, Finanzkrise, Faktormobilität, Offenheitsgrad, Produktdiversifikation, Integration, Preisstabilität, EZB, Maastricht-Kriterien, Wirtschaftsraum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht, ob die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) die theoretischen Kriterien für einen optimalen Währungsraum erfüllt, insbesondere unter dem Druck der Finanzkrise.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Analyse ab?

Zu den Themenfeldern gehören die Wechselkurspolitik, die Integrationsstufen der EU, die Analyse von Nutzen und Kosten einer Währungsunion sowie die Anwendung klassischer OCA-Kriterien.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Forschungsfrage lautet, inwieweit die EWWU als optimaler Währungsraum klassifiziert werden kann und welche Anpassungsprozesse dafür notwendig sind.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Methode, wobei ökonomische Theorien (wie die von Mundell) mit empirischen Beobachtungen und der institutionellen Struktur der EWWU verknüpft werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Integration, die Gegenüberstellung von Nutzen und Kosten der Gemeinschaftswährung sowie eine kritische Prüfung anhand spezifischer Strukturkriterien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Währungsunion, EWWU, fiskalische Stabilität, asymmetrische Schocks und europäische Integration.

Warum ist der Verlust des Wechselkurses als Anpassungsinstrument so kritisch?

Der Autor argumentiert, dass ohne flexible Wechselkurse ein wichtiges Instrument zur Abfederung von wirtschaftlichen Schocks in einzelnen Ländern fehlt, was hohe Flexibilität bei Preisen und Löhnen erfordert.

Welche Rolle spielt die Fiskalpolitik innerhalb der untersuchten Währungsunion?

Die Fiskalpolitik verbleibt als nationales Instrument. Sie ist die einzige verbliebene Möglichkeit der Staaten, auf asymmetrische Schocks zu reagieren, steht jedoch durch Stabilitätsregeln unter Druck.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ist die EU ein optimaler Währungsraum?
Hochschule
Universität Hohenheim
Autor
Tim Hampel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
19
Katalognummer
V263006
ISBN (eBook)
9783656518518
ISBN (Buch)
9783656517801
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Europäische Schuldenkrise Europäische Währungsunion Europäische Union
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tim Hampel (Autor:in), 2012, Ist die EU ein optimaler Währungsraum?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263006
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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