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Antipädagogik. Eine Analyse des Buches „Antipädagogik“ von Ekkehard von Braunmühl

Title: Antipädagogik. Eine Analyse des Buches „Antipädagogik“ von Ekkehard von Braunmühl

Term Paper , 2010 , 16 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anke Rasche (Author)

Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods
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Antipädagogik ist eine Bewegung, die in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts ihren Ursprung hat. Die antipädagogische Bewegung ist ein Endprodukt der 68’er Bewegung, in der Bildungseinrichtungen aller Art in der Krise steckten. Viele Dinge, wie beispielsweise die Frage nach der Autorität, wurden in Frage gestellt. In dieser Zeit hat die Antipädagogik ihre Wurzeln und lehnt nicht nur die Pädagogik komplett ab und somit auch jede Art erzieherischen Handelns, sondern negiert auch die Gewalt und Herrschaft in der Gesellschaft. Diese Bewegung ist das Gegenstück zur traditionellen Pädagogik und fordert die totale Gleichberechtigung von Kindern und Erwachsenen und die Abschaffung der Erziehung.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Macht in der Erziehung

3. Analyse des Buches „Antipädagogik“ von einem der Hauptvertreter der Antipädagogik: Ekkehard von Braunmühl

3.1. Das antipädagogische Menschenbild

3.2. Kritik an der Pädagogik

3.3. Ziele der Antipädagogik

4. Das Macht – und Gewaltverhältnis in der antipädagogischen Erziehung

5. Erziehungstheoretische Kritik der Antipädagogik

6. Selbstreflexion

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert das Werk „Antipädagogik“ von Ekkehard von Braunmühl, um die zentralen Thesen und die radikale Ablehnung jeglicher erzieherischer Handlungen kritisch zu beleuchten und in den erziehungstheoretischen Diskurs einzuordnen.

  • Grundlagen und Entstehung der antipädagogischen Bewegung
  • Gegenüberstellung des antipädagogischen Menschenbildes zur traditionellen Pädagogik
  • Analyse der Macht- und Gewaltverhältnisse in Erziehungsprozessen
  • Kritische Auseinandersetzung mit den Forderungen nach Abschaffung der Erziehung
  • Diskussion über Elternbildung und die Rolle von Autonomie und Gleichberechtigung

Auszug aus dem Buch

3.1. Das antipädagogische Menschenbild

Der Begriff „Menschenbild“ stammt aus der Anthropologie und beschreibt die Sicht der Menschen auf sich selbst. Das Menschenbild ist ein Teil des Weltbildes, da der Mensch selbst ein Teil dieser ist. Im Laufe der Zeit haben sich einige dieser Vorstellungen, wie der Mensch ist und was ihn ausmacht, entwickelt und in der Gesellschaft verankert. Die Pädagogik vertritt das Bild des „homo educandus“, geht also davon aus, dass „Der Mensch … offensichtlich von Natur aus ein erziehungsbedürftiges Wesen (ist), d.h. ein Wesen, das von seiner Geburt an auf Lernen angewiesen ist, um schon im rein physischen Sinne überleben zu können. Er ist von Natur aus ein ‚homo educandus’ “ (Braunmühl, S.63), was heißt, dass der Mensch nach der Geburt eine pysiologische Frühgeburt und somit auf Hilfe in allen Lebenslagen angewiesen ist. (vgl. Braumühl, 2006).

Die Antipädagogik hingegen negiert dieses Menschenbild und bezieht die radikale Gegenposition zur Pädagogik. Sie hält daran fest, dass selbst neugeborene Kinder eine gewisse Autonomie bzw. einen Autonomieanspruch besitzen und somit von Anfang an wissen, was sie wollen und was gut für sie ist.

Das Problem hierbei ist allerdings, dass Dieser Anspruch zwar vorhanden, aber in der Ausführung erfolglos ist. Denn der Säuging kann seinen „Willen nicht durchsetzen“ (Braunmühl, S.147), da er hierzu nicht im Stande ist. Diese Säuglingsautonomie geht einher mit der Säuglingsautorität, die im folgenden Absatz erläutert wird. Eben diese Autonomie, die nach Meinung des Antipädagogen Ekkehard von Braunmühl jeder Mensch von Geburt an besitzt, wird durch die Erziehung schlicht zerstört.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verortet die Entstehung der Antipädagogik in den 1970er Jahren und erläutert deren grundlegende Ablehnung von Erziehung und Machtstrukturen.

2. Die Macht in der Erziehung: Dieses Kapitel untersucht die historische Verankerung von Macht in Erziehungsprozessen und stellt die Frage, ab wann legitimer Machtgebrauch in Machtmissbrauch umschlägt.

3. Analyse des Buches „Antipädagogik“ von einem der Hauptvertreter der Antipädagogik: Ekkehard von Braunmühl: Der Hauptteil analysiert Braunmühls Forderung nach der Abschaffung der Pädagogik sowie die zentralen Säulen des antipädagogischen Denkens.

3.1. Das antipädagogische Menschenbild: Hier wird das Konzept der Säuglingsautonomie und die angeborene Fähigkeit des Kindes zur Selbstbestimmung der traditionellen Sicht des „homo educandus“ gegenübergestellt.

3.2. Kritik an der Pädagogik: Dieses Kapitel fasst die zentralen Vorwürfe Braunmühls zusammen, insbesondere die Unterdrückung des Kindes und die schädigende Wirkung pädagogischer Einflussnahme.

3.3. Ziele der Antipädagogik: Es werden die Ziele der Bewegung beleuchtet, zu denen die Abschaffung der Erziehung sowie die Einführung präventiver Elternbildungsprogramme gehören.

4. Das Macht – und Gewaltverhältnis in der antipädagogischen Erziehung: Die Analyse konzentriert sich auf die Unvereinbarkeit von Erziehung und dem Wunsch nach einer gewaltfreien, gleichberechtigten Beziehung zwischen Erwachsenen und Kindern.

5. Erziehungstheoretische Kritik der Antipädagogik: Dieses Kapitel präsentiert Gegenargumente zur Antipädagogik, etwa die Unmöglichkeit, Kinder ohne Erziehung auf gesellschaftliche Anforderungen vorzubereiten.

6. Selbstreflexion: Der Autor reflektiert kritisch über die gelesene Literatur, die Argumentationsweise Braunmühls und äußert eine differenzierte persönliche Meinung.

Schlüsselwörter

Antipädagogik, Ekkehard von Braunmühl, Erziehung, Machtmissbrauch, Säuglingsautonomie, Fremdbestimmung, Selbstbestimmung, Pädagogik, Gewaltverhältnis, Elternbildung, Erziehungsbedürftigkeit, Kindeswohl, Reformpädagogik, Menschenbild, Gleichberechtigung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der antipädagogischen Theorie von Ekkehard von Braunmühl und hinterfragt die Legitimität erzieherischer Maßnahmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind das Machtverhältnis zwischen Erziehenden und Kindern, der Begriff der Autonomie sowie die radikale Forderung nach der Abschaffung der Erziehung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Thesen von Braunmühl darzulegen und kritisch zu prüfen, ob ein Zusammenleben von Erwachsenen und Kindern ohne erzieherische Eingriffe möglich ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die durch eine reflektierende Auseinandersetzung des Autors mit dem Primärwerk ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden das antipädagogische Menschenbild, die Kritik an pädagogischen Strukturen sowie die Forderungen nach Elternbildung detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Antipädagogik, Machtmissbrauch, Säuglingsautonomie und die kritische Distanz zur erziehungstheoretischen Praxis.

Warum lehnt Braunmühl die Pädagogik laut Text so radikal ab?

Er betrachtet Erziehung als einen „moralisch verwerflichen Eingriff“ und eine Form von Gewalt, die die angeborene Autonomie und Selbstbestimmung des Kindes systematisch zerstört.

Wie unterscheidet sich die „Freundschaft mit Kindern“ vom erzieherischen Modell?

In einer Freundschaft findet laut der Antipädagogik keine hierarchische Machtausübung statt, da Freunde sich auf Augenhöhe begegnen, statt den anderen zu lenken oder zu formen.

Warum kritisiert der Autor im Selbstreflexionsteil die Verwendung der Zitate?

Der Autor merkt an, dass viele Zitate aus ihrem ursprünglichen Kontext gerissen wurden, um sie in den Dienst der antipädagogischen Argumentation zu stellen und ihre Bedeutung teilweise zu verzerren.

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Details

Title
Antipädagogik. Eine Analyse des Buches „Antipädagogik“ von Ekkehard von Braunmühl
College
University of Augsburg
Grade
1,7
Author
Anke Rasche (Author)
Publication Year
2010
Pages
16
Catalog Number
V263162
ISBN (eBook)
9783656518181
ISBN (Book)
9783656517887
Language
German
Tags
antipädagogik eine analyse buches ekkehard braunmühl
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anke Rasche (Author), 2010, Antipädagogik. Eine Analyse des Buches „Antipädagogik“ von Ekkehard von Braunmühl, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263162
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