Der Begriff der Nachhaltigkeit hat in den letzten Jahren immer mehr Bedeutung erhalten. Die Arbeit versucht, Probleme des aktuellen Wirtschaftens anhand des Nachhaltigkeitsindikators 'Virtuelles Wasser' zu verdeutlichen und Möglichkeiten für die Unterrichtspraxis zu geben.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. WASSER
2.1 Wasservorkommen weltweit
2.2 Trinkwasserbedarf
2.3 Wasserverbrauch in Deutschland
3. DER NACHHALTIGKEITSINDIKATOR „VIRTUELLES WASSER“
3.1 „Virtuelles Wasser“ – Der Begriff
3.2 „Virtuelles Wasser“ – Der Welthandel
3.3 „Virtuelles Wasser“ – Der Indikator als Lösung der Wasserarmut?
3.4 „Weggeworfenes Wasser“
4. „VIRTUELLES WASSER“ ALS UNTERRICHTSBEISPIEL
5. RESÜMEE
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Konzept des „Virtuellen Wassers“ als Nachhaltigkeitsindikator, um ökologische und soziale Disbalancen im globalen Handel aufzuzeigen und Ansätze für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Grundschulunterricht zu evaluieren.
- Grundlagen der weltweiten Wasservorkommen und des Trinkwasserbedarfs
- Definition und Wirkungsweise des Indikators „Virtuelles Wasser“
- Zusammenhang zwischen globalem Handel, Konsumverhalten und Wasserressourcen
- Problematik der Lebensmittelverschwendung im Kontext virtuellen Wassers
- Didaktische Einbettung von Nachhaltigkeitsthemen in den Sachunterricht
Auszug aus dem Buch
3.2 „Virtuelles Wasser“ – Der Welthandel
Jedes hergestellte Produkt enthält virtuelles Wasser. Der stark zunehmende Welthandel führt nicht nur zu einer Steigerung des Güteraustauschs, sondern impliziert auch zwangsläufig einen Handel von „virtuellem Wasser“. Importierte Güter enthalten Wasser, das das Erzeugerland aufbringen musste, analog verhält es sich bei exportierten Gütern. Aus diesen beiden Kennziffern lässt sich eine Bilanz errechnen, die angibt, wie sich das Verhältnis zwischen „eingekauftem“ und „verkauftem“ virtuellen Wasser beläuft.
In Anlehnung an den ökologischen Fußabdruck wurde auch der Wasserfußabdruck entwickelt. Dieser bezieht sich auf den virtuellen Wasserverbrauch und wird in Form eines externen Wasserfußabdrucks (importierte Waren) und eines internen Wasserfußabdrucks (exportierte Waren) angegeben.
Der deutsche Import „virtuellen Wassers“ beträgt im Jahr ca. 106 Mrd. m³, der Export dagegen „lediglich“ 71 Mrd. m³. Deutschland verbraucht demzufolge 35 Mrd. m³ Wasser weniger als es letztendlich in Form von Gütern konsumiert. Die Differenz ist insbesondere auf die Einfuhr im Anbau wasserintensiver Agrarprodukte wie Kaffee, Tee, Bananen und Baumwolle zurückzuführen, die meist in wasserarmen Ländern hergestellt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in den Begriff der Nachhaltigkeit ein und erläutert die Relevanz des Themas im Bildungsprozess unter Bezugnahme auf den Indikator „Virtuelles Wasser“.
2. WASSER: Dieses Kapitel behandelt die globalen Wasservorkommen, den menschlichen Trinkwasserbedarf und den spezifischen Wasserverbrauch in Deutschland.
3. DER NACHHALTIGKEITSINDIKATOR „VIRTUELLES WASSER“: Es erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Begriff, dem Welthandel, der Frage nach der Lösung der Wasserarmut sowie der Problematik durch weggeworfene Lebensmittel.
4. „VIRTUELLES WASSER“ ALS UNTERRICHTSBEISPIEL: Der Autor stellt dar, wie das Thema im Rahmen eines Arbeitsheftes in den Sachunterricht der Grundschule integriert werden kann.
5. RESÜMEE: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion über die Möglichkeiten des Indikators und der Notwendigkeit einer frühzeitigen Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Schlüsselwörter
Nachhaltigkeit, Virtuelles Wasser, Wasserverbrauch, Trinkwasser, Welthandel, Wasserfußabdruck, Wasserarmut, Lebensmittelverschwendung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Sachunterricht, Grundschule, Konsumverhalten, Ressourcenschonung, Ökologischer Indikator, Agrarprodukte
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der ökologischen Bedeutung des Nachhaltigkeitsindikators „Virtuelles Wasser“ und seiner Anwendbarkeit im Bildungsbereich.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf der globalen Wasserproblematik, dem Einfluss des Welthandels auf regionale Wasserressourcen und didaktischen Konzepten für die Grundschule.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Komplexität des „Virtuellen Wassers“ zu verdeutlichen und aufzuzeigen, wie Schüler durch dieses Thema für nachhaltiges Handeln sensibilisiert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu umweltgeographischen Daten und einer pädagogischen Evaluation eines spezifischen Unterrichts-Arbeitsheftes.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Definition von virtuellem Wasser, dessen Rolle im internationalen Handel, mögliche Lösungsansätze für Wassermangel sowie die Auswirkungen der Lebensmittelverschwendung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Ausarbeitung?
Die zentralen Begriffe sind Nachhaltigkeit, Virtuelles Wasser, Wasserfußabdruck, globale Disbalance, Bildungskonzept und Konsumentenverantwortung.
Warum ist das Konzept des „Virtuellen Wassers“ für Schüler relevant?
Es macht den meist unsichtbaren Wasserverbrauch in Alltagsgegenständen greifbar und fördert ein vorausschauendes Denken im Sinne der Generationengerechtigkeit.
Welches Fazit zieht der Autor in Bezug auf den Sachunterricht?
Der Autor fordert eine stärkere Verankerung der Bildung für nachhaltige Entwicklung in den Kernlehrplänen, da Grundschulkinder durchaus in der Lage sind, komplexe ökologische Zusammenhänge zu verstehen.
- Quote paper
- Marco Nadorp (Author), 2012, Der Nachhaltigkeitsindikator 'Virtuelles Wasser', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263202