Organisationen Psychiatrieerfahrener im Spannungsfeld zwischen Antipsychiatrie, Selbsthilfe und Sozialpsychiatrie


Studienarbeit, 2012

31 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärungen
2.1 Psychiatrieerfahrene, -nutzer oder -überlebende?
2.2 Organisationen Psychiatrieerfahrener
2.3 Selbsthilfe, Empowerment, Betroffenenbeteiligung, -steuerung und - kontrolle
2.4 Antipsychiatrie
2.5 Sozialpsychiatrie

3. Ziele und Aufgaben der Organisationen Psychiatrieerfahrener
3.1 Allgemeine Veränderungen im Psychiatriealltag
3.2 Entwicklung von Alternativen
3.3 Rechtliche Veränderungen
3.4 Beratungs- und Mitspracherechte bezüglich allgemein- und gesundheitspolitischer Veränderungen
3.5 Gesellschaftliche Veränderungen per Öffentlichkeits-, Lobby- und Netzwerkarbeit
3.6 Selbsthilfe

4. Hindernisse und mögliche Gefahren für die Organisationen Psychiatrieerfahrener
4.1 Grundsätzliche Haltungen: Antipsychiatrisch oder propsychiatrisch?
4.2 Sozialpsychiatrie
4.3 Organisationsinterne und sonstige Herausforderungen

5. Resümee

LITERATURVERZEICHNIS

1. Einleitung

Ursprünglich wollte ich mich dem Thema „Geschichte der Organisationen Psychiatrieerfahrener“ widmen. Im Laufe der Literaturrecherche musste ich jedoch zweierlei feststellen:

Zum Einen ließ sich nur sehr schwer und dann auch nur sehr spärlich Literatur zum angestrebten Thema finden. Möglicherweise hätte ich die Thematik jedoch gut anhand eines oder mehrerer Interviews mit Mitgliedern entsprechender Organisationen näher betrachten können. Dagegen sprach aber der zweite Aspekt, der mir auffiel.

Andererseits bemerkte ich bei der Literaturrecherche zum Thema, dass ich selbst ständig verwirrt war ob der Begrifflichkeiten, der Zusammenhänge und der Unterschiede:

Ist „ Betroffenenbewegung“ mit „ Selbsthilfebewegung“ gleichzusetzen? Sind alle Betroffenenorganisationen der antipsychiatrischen Szene zuzuordnen? Ist mit der sozialpsychiatrischen Entwicklung der letzten drei Jahrzehnte das umgesetzt, was Betroffene sich wünschten und forderten? Schließen sich an- tipsychiatrische und sozialpsychiatrische Ansätze in den Augen Psychiatrieer- fahrener aus? Wie sage ich es nun politisch korrekt1: „Psychiatriebetroffene“, „Psychiatrieerfahrene“, „Nutzer“ bzw. „Ex-Nutzer“, „Psychiatrieüberleben- de“?

Da sich all diese entstandenen Fragen nicht auf die Schnelle beantworten ließen, entschied ich mich, deren nähere Betrachtung zum Gegenstand der vorliegenden Arbeit zu machen.

Zunächst werde ich die relevanten Begriffe anhand verschiedener erwäh- nenswerter Aspekte bezüglich Betroffenenorganisationen, Antipsychiatrie, Selbsthilfe und Sozialpsychiatrie erläutern. Im Weiteren stelle ich die Ziele und die konkreten Aufgaben von Organisationen Psychiatrieerfahrener dar: diese reichen von praktischen Veränderungen im Psychiatriealltag über Ent- wicklung von Alternativen bis hin zu angestrebten rechtlichen, politischen und gesellschaftlichen Veränderungen.

Im letzten Teil gehe ich auf die Hindernisse und denkbaren „Gefahren“ ein, die Einfluss auf die Organisationen Psychiatrieerfahrener haben können. Auch hier sind die Kontexte Antipsychiatrie, Selbsthilfe und Sozialpsychiat- rie zu betrachten, zudem können potentielle organisationinterne Probleme eine Rolle spielen.

2. Begriffsklärungen

Wenn man sich mit dem Thema Betroffenenorganisationen im psychiatrischen Feld befasst, stößt man immer wieder auf die Begriffe Antipsychiatrie, Selbsthilfe, Empowerment, Betroffenenkontrolle und -steuerung und Sozialpsychiatrie. Daher macht es Sinn, sich zunächst mit diesen Begrifflichkeiten auseinanderzusetzen. Beginnen werde ich jedoch damit, welche Bezeichnungen für „Betroffene“ in der Literatur zu finden sind.

2.1 Psychiatrieerfahrene, -nutzer oder -überlebende?

Für diejenigen, die als Betroffene einer psychischen Krise oder Erkrankung Kontakt zum psychiatrischen Versorgungssystem haben oder hatten, gibt es diverse Bezeichnungen mit unterschiedlichem Bedeutungshintergrund.

LEHMANN beispielsweise unterscheidet folgendermaßen: „‘ Psychiatrie- Nutzer ‘ bezieht sich auf Menschen, die die psychiatrische Behandlung im allgemeinen als hilfreich erlebt haben. Demgegen ü ber bezieht sich der Be- griff ‚ Psychiatrie- Ü berlebende ‘ auf diejenigen Menschen, die die psychiatri- sche Behandlung primär als eine Bedrohung ihres Lebens erfahren haben.2

Die Niederländerin BOEVINK hingegen argumentiert ganz anders: „ Wir las- sen uns nicht reduzieren auf eine Störung mit psychiatrischem Versorgungs- bedarf. Wir sind ganzheitliche Personen mit einem Leben, das gelebt werden will, auch wenn es Teile gibt, die es möglicherweise notwendig machen, pro- fessionelle Versorgung oder Dienstleistung in Anspruch zu nehmen. Diese Notwendigkeit macht uns zu Nutzern psychiatrischer Angebote.3 Der Begriff „Nutzer“ beinhaltet für sie aktives, selbstbestimmtes Aussuchen und Annehmen von Unterstützung und Hilfsangeboten professioneller Art.

Die Definition des Bayerischen Landesverbandes Psychiatrie-Erfahrener e.V. lautet dagegen ganz pragmatisch: „ Unter Psychiatrie-Erfahrungen verstehen wir Erfahrungen mit Klinikaufenthalten, Psychopharmaka-Behandlungen, Sitzungen bei niedergelassenen Therapeuten oder sonstigen Hilfsangebo- ten.4 Diese Definition lege ich aufgrund ihrer Sachlichkeit der hiesigen Ver- wendung der Begriffe „Betroffener“ oder „Psychiatrieerfahrener“ zugrunde.

2.2 Organisationen Psychiatrieerfahrener

Organisationen Psychiatrieerfahrener sind Zusammenschlüsse von Menschen, die Erfahrung mit der Inanspruchnahme psychiatrischer Hilfen haben. Diese haben - grob gesagt - unter anderem zum Ziel, die Interessen Betroffener zu vertreten. Zudem verfolgen sie die vermehrte Partizipation Psychiatrieerfah- rener im psychiatrischen Bereich. Doch was ist genau damit gemeint?

Teilnahme von Betroffenen am Angebot der Profis. Diese findet statt in vie- len Aussch ü ssen, Arbeitsgruppen, Gremien und Beiräten. […] Meistens wer- den wir [die Betroffenen; Anm. J. R.-K.] erst eingeladen, wenn die wichtigs- ten Entscheidungen bereits getroffen sind. Der Zusammenhang, in dem wir arbeiten, lässt die bestehenden Machtverhältnisse unangetastet oder verfes- tigt sie. Und oft sind die partizipierenden Psychiatrie-Erfahrenen Einzelgän- ger, […] es fehlt ihnen die politische oder historische Einsicht in das Wesen der Betroffenenbewegung.5

Daraus lässt sich folgern, dass es zur Vertretung der Interessen der Psychiatrieerfahrenen mehr braucht als einzelne Betroffene, die ohne Vernetzung und ohne fundiertes Hintergrundwissen dieses Ziel verfolgen.

Auch PRINS weist darauf hin, dass die Begriffe „Mitwirkung“, „Mitbestim- mung“ und „Beteiligung“ unterschiedliche Stufen der Einflussnahmemöglichkeiten implizieren.6 Der Grad der tatsächlichen Partizipation im Sinne maßgebender Gestaltungsmöglichkeiten erhöht sich durch organisierte Formen der Betroffenenbewegung.

Im Folgenden möchte ich kurz einige wenige Organisationen Psychiatrieerfahrener vorstellen.

Das heutige „World Network of Users and Survivors of Psychiatry” (WNUSP) existierte bereits seit 1991 zunächst unter dem Namen „World Federation of Psychiatric Users“ (WFPU). 1997 wurde der Name in WNUSP abgeändert. WNUSP vertritt auf internationaler Ebene Psychiatrieerfahrene, wirkte u.a. an der UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinde- rungen mit und ist bei der UN als NGO (Non-governmental organization) mit Beraterstatus akkreditiert.7

Das “European Network of (ex-) Users and Survivors of Psychiatry” - kurz: ENUSP - ist das 1991 gegründete europäische Netzwerk von Psychiatriebe- troffenen.8 Hier haben sich zahlreiche nationale Organisationen einzelner europäischer Länder zusammengeschlossen, um über eine Art „Dachverband“ auf europäischer Ebene wirksam arbeiten zu können. Die Förderung von In- formationsaustausch und Kooperationen sowie die „ Verbesserung der Rechte, Behandlungs- und Lebensbedingungen von Psychiatriebetroffenen9 sind die erklärten Hauptziele von ENUSP.10 ENUSP berät u.a. die Europäische Kom- mission sowie die Weltgesundheitsorganisation. ENUSP ist Mitglied von WNUSP.

Im Jahr 1992 wurde der „Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener“ ins Leben gerufen - kurz: BPE. Dadurch „ bekamen in Deutschland endlich auch die Psychiatrie-Erfahrenen eine stärkere Stimme, Position und Lobby im psychi atrischen und gesamtgesellschaftlichen Kontext “.11 Der BPE engagiert sich bundesweit unter anderem für Selbsthilfe, die Rechte von Psychiatriepatienten und die Möglichkeiten der Einflussnahme auf politische Entscheidungen.12 Der BPE ist Mitglied von ENUSP.

Aus dem BPE gehen die verschiedenen Landesverbände hervor. Exemplarisch ist hier der Bayerische Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. mit Sitz in München zu nennen. Die Aufgaben und Ziele unterscheiden sich nicht wesentlich von denen des BPE.

2.3 Selbsthilfe, Empowerment, Betroffenenbeteiligung, -steuerung und -kontrolle

Es stellt sich die Frage, ob Organisationen Psychiatrie-Erfahrener mit der Selbsthilfebewegung gleichzusetzen sind bzw. inwiefern sich die Psychiatrieerfahrenenbewegung vom Selbsthilfegedanken absetzt und unter- scheidet.

GEISLINGER13 entwirft zwei Kategorien, um den Nutzen und zugleich die Aufgaben von Selbsthilfe zu beschrieben:

Durch Selbsthilfe aktivierbare Ressourcen sind z.B. die Vermittlung von krankheitsbezogenem Wissen, Sinnstiftung, Zugang zu weiteren Ressourcen, Entwicklung und Ausschöpfung von Coping-Strategien, Gesprächspartner auf Augenhöhe.

Selbsthilfespezifische Ressourcen hingegen sind z.B. der Erfahrungsaustausch unter gleichermaßen Betroffenen, die Sammlung von Erfahrungswissen und die Wahrnehmung von Rollenangeboten und Rollenwechsel.

AMERING differenziert zwischen Selbsthilfe und Betroffenenbewegung. Sie konstatiert, dass sich Selbsthilfeansätze im gesamten medizinischen Bereich finden, wobei diese erst seit kurzem auch bei und für schwerst und chronisch psychisch kranken Menschen zum Tragen kommen. AMERING fasst die Kernideen der Selbsthilfe mit wenigen Schlagworten zusammen: „ Solidarität, Erfahrungsaustausch, Informationsbereitstellung, sozialen Kontakten, kon- kreter gegenseitiger Hilfe, Selbstvertrauen, Interessensvertretung14. Unter der Überschrift „ Interessenvertretung / Betroffenenbewegung / Patien- tenrechtsbewegung “ nennt sie „ Organisation von Selbsthilfe15 als ein Thema der Bewegung.

Der Bayerische Landesverband Psychiatrie-Erfahrener bezeichnet sich in seinem Flyer als „ bayernweite Selbsthilfeorganisation “.16

Der BPE hingegen nennt sich nicht „Selbsthilfeorganisation“, sondern be- schreibt in seiner Satzung als eines seiner Ziele, Hilfe zur Selbsthilfe zu för- dern.17

Im Großen und Ganzen treffen die obigen Beschreibungen der Ziele und des Nutzens von Selbsthilfe auch auf Organisationen Psychiatrieerfahrener zu - allerdings geht deren Zielsetzung noch weiter darüber hinaus.

Insofern kann der Begriff „Betroffenenorganisation“ oder „Organisation Psy- chiatrieerfahrener“ nicht mit dem Begriff „Selbsthilfe“ gleichgesetzt werden.

Auch der Terminus „Empowerment“ wird oft in einem Atemzug mit Betrof- fenenorganisationen genannt. Empowerment „ ist weit mehr als die Förderung von Eigenaktivität oder die Schulung von Patienten. Empowerment meint Emanzipation und Partizipation Betroffener auf persönlicher, institutioneller und politischer Ebene.18 Doch wie an anderer Stelle der vorliegenden Arbeit erläutert19, geht es bei der Betroffenenbewegung um mehr als um bloße „Par- tizipation“: „ ‘ Empowerment ‘ ist das Schl ü sselwort, das am besten die zentra- len Interessen Psychiatriebetroffener wiedergibt. Empowerment ist ein […] Begriff, der als Selbstermä chtigung verstanden werden kann: Psychiatriebe- troffene sollten die Verf ü gungsgewalt ü ber ihr Leben haben oder diese wie dergewinnen, sie sollten Zugang zu Informationen und Finanzmitteln erhalten und es sollte ihnen zugestanden werden, für sich selbst zu reden. Empowerment ist die Grundlage für die die Förderung psychischer Gesund heit und Vorbeugung psychischer Störungen.20

Dieser Definition folgend hat die Betroffenenbewegung ihren Ursprung im Empowermentgedanken bzw. entstand und entwickelte sich fort durch Empowerment.

Selbsthilfe und Empowerment sind in der Literatur eng verknüpft mit Schlagworten wie „betroffenengesteuerte Angebote“ oder „nutzerkontrollierte Hilfen“. Allen Begriffen ist gemein, dass sie darauf basieren, die eigenen Erfahrungen der Betroffenen und das daraus resultierende Erfahrungswissen als wichtige Ressource von unschätzbarem Wert zu beurteilen und Psychiatrieerfahrene als Experten in eigener Sache zu sehen.21

2.4 Antipsychiatrie

LEHMANN unterscheidet zwischen der „ alten Antipsychiatrie “ und der „ neuen, humanistischen Antipsychiatrie “.22

Der Beginn der „alten Antipsychiatrie“ kann auf die frühen 1960er Jahre datiert werden. Interessanterweise lässt sich diese Bewegung vor allem auf einige Psychiater (Laing, Cooper, Szasz, etc.) zurückführen, die die tatsächli- che Existenz objektivierbarer Kriterien für psychiatrische Diagnosen in Frage stellten und psychische „Auffälligkeiten“ eher als Überlebensstrategien in schwierigen familiären und ausbeuterischen gesellschaftlichen Verhältnissen deuteten.

[...]


1 Für eine bessere Lesbarkeit meiner Arbeit habe ich die männliche Nennungsform gewählt. Selbstverständlich ist auch immer die weibliche Form gemeint.

2 Lehmann, P. (1999a)

3 Boevink, W. (2003), S.39

4 Bayerischer Landesverband Psychiatrie-Erfahrener, Flyer

5 Boevink, W. (2003), S.37

6 Vgl. Prins (2005), S.8

7 Vgl. www.wnusp.net

8 Vgl. www.enusp.org

9 Lehmann, P. (2008), S.1

10 Vgl. Jensen, K.B. (1993), S.319

11 Bombosch, J. / Hansen H. / Blume, J. (2004), S.13

12 Vgl. www.bpe-online.de/verband/bpe.htm

13 Vgl. Geislinger, R.(2000), S.243 ff.

14 Amering, M. (2005), S.40

15 Amering, M. (2005), S.41 f.

16 Flyer des Bayerischen Landesverbandes Psychiatrie-Erfahrener

17 Vgl. Satzung des BPE, Präambel, www.bpe-online.de

18 Knuf, A. (2005), S.4

19 Vgl. Kapitel 2.2 und Kapitel 3 der vorliegenden Arbeit

20 Lehmann, P. (1999a)

21 Boevink, W. (2003), S.38

22 Vgl. Lehmann, P. (2001; überarbeitet 2011)

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
Organisationen Psychiatrieerfahrener im Spannungsfeld zwischen Antipsychiatrie, Selbsthilfe und Sozialpsychiatrie
Hochschule
Hochschule München  (Angewandte Sozialwissenschaften)
Veranstaltung
Master Mental Health
Note
1,0
Autor
Jahr
2012
Seiten
31
Katalognummer
V263251
ISBN (eBook)
9783656520894
ISBN (Buch)
9783656525523
Dateigröße
527 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
organisationen, psychiatrieerfahrener, spannungsfeld, antipsychiatrie, selbsthilfe, sozialpsychiatrie
Arbeit zitieren
Dipl.-Sozialpädagogin (FH), Master of Mental Health (MMH) Janna Kohlert (Autor), 2012, Organisationen Psychiatrieerfahrener im Spannungsfeld zwischen Antipsychiatrie, Selbsthilfe und Sozialpsychiatrie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263251

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