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Pensionszusagen an GmbH-Geschäftsführer: Aktuelle Fragen

Gestaltungsmöglichkeiten bei wirtschaftlichem Engpass, geplantem Verkauf und Heilung einer Deckungslücke

Title: Pensionszusagen an GmbH-Geschäftsführer: Aktuelle Fragen

Diploma Thesis , 2009 , 54 Pages , Grade: 2,4

Autor:in: Tina Timpl (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Die Pensionszusage ist als unmittelbare Versorgungszusage eine Form der betrieblichen Altersvorsorge für GmbH-Geschäftsführer. Es gibt vier weitere Durchführungswege: die Direktversicherung, die Unterstützungskasse, die Pensionskasse und den Pensionsfonds. Die Pensionszusage kann sowohl für Fremdgeschäftsführer als auch für beteiligte und beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer (GGF) abgeschlossen werden. Der Versorgungsbedarf richtet sich nach den persönlichen Lebensumständen und der Lebensplanung des GGF. Deshalb muss jede bestehende oder neu einzurichtende Pensionszusage auf die individuellen Umstände angepasst werden. Die wirtschaftliche Lage der GmbH, persönliche Vorstellungen des GGF, seine Lebensphase, seine Vermögenssituation, seine Erfahrungen mit Kapitalanlagen, seine Risikobereitschaft und sein Versorgungsbedarf sind die zu beachtenden Einflussfaktoren für eine Neuzusage oder die Restrukturierung einer Altzusage. Einen Anhaltspunkt für den Versorgungsbedarf kann das Nettogehalt des GGF bieten. Er wird in der Regel seinen zuletzt erreichten Lebensstandard nicht missen wollen.

In der Vergangenheit wurden Pensionszusagen vor allem aus steuerlichen Motiven erteilt. In den 80er und 90er Jahren waren sie bei einem Körperschaftsteuersatz von 56 Prozent und einer entsprechenden Gewerbesteuerbelastung ein gern genutztes legales Mittel zur Steuerersparnis. Die Steuersätze haben sich zwischenzeitlich reduziert. Durch die Unternehmenssteuerreform 2008 sank die Körperschaftssteuer von 25 Prozent auf 15 Prozent.

Da der Fokus eines GGF auf dem Tagesgeschäft liegt, werden einmal erteilte Pensionszusagen oft nicht gepflegt. Risiken und Probleme, die eine Pensionszusage mit sich bringt, sind den meisten GGF nicht bewusst. Zum Beispiel ändern sich die Rahmenbedingungen durch die wirtschaftliche und demographische Entwicklung. Eine Zusage rückt erst in den Mittelpunkt, wenn sich aus ihr Probleme ergeben.

Pensionszusagen werden in wirtschaftlich guten Zeiten erteilt. Doch welche Möglichkeiten hat ein Unternehmer in einer Krise die Zusage anzupassen? Der geplante Verkauf des Unternehmens droht daran zu scheitern, dass der Käufer die Pensionszusage des alten Geschäftsführers nicht übernehmen will. Wie kann die Zusage in diesem Fall vom Unternehmen entkoppelt werden? Die Pensionszusage stellt die Altersversorgung für den GGF dar. Bei der Überprüfung der Zusage wird eine große Deckungslücke aufgezeigt. Gibt es Möglichkeiten, diese erfolgreich zu ‘heilen’?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Grundlagen zur Pensionszusage

1. 1. Definition Pensionszusage

1. 2. Status des Gesellschafter-Geschäftsführers

1. 3. Verdeckte Gewinnausschüttung

1. 4 Verdeckte Einlage

2 Absenkung der Pensionszusage bei wirtschaftlichem Engpass

2. 1. Reduzierung wegen Wegfalls der Finanzierbarkeit

2. 2. Verzicht und Widerruf

2. 3 Verzicht gegen Besserungsschein

3 Gestaltungsmöglichkeiten bei Unternehmensverkauf

3. 1. Abfindung

3. 2. Übertragung auf eine neu gegründete GmbH

3. 3. Übertragung auf einen Pensionsfonds

3. 4. Übertragung auf eine Unterstützungskasse

3. 5 Übertragung auf eine Lebensversicherung

4 Problem der Deckungslücke

4. 1. Entstehung von Deckungslücken

4. 2. Heilung durch Lebensversicherung

4. 3. Heilung durch Beteiligungen und Investmentfonds

4. 4 Exkurs: Studien zur Vorteilhaftigkeit von Beteiligungen und Investmentfonds

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die rechtlichen und steuerlichen Herausforderungen von Pensionszusagen an GmbH-Geschäftsführer (GGF) in kritischen Unternehmenssituationen. Ziel ist es, Gestaltungsmöglichkeiten bei wirtschaftlichen Engpässen oder geplanten Unternehmensverkäufen aufzuzeigen und Strategien zur Heilung von Deckungslücken kritisch zu beleuchten.

  • Rechtliche Einordnung und Status des Gesellschafter-Geschäftsführers
  • Anpassung von Pensionszusagen in Krisenzeiten (Verzicht/Reduzierung)
  • Optimierung der Versorgungsstruktur bei Unternehmensverkauf
  • Analyse der Ursachen und Lösungsansätze für Pensions-Deckungslücken
  • Vergleich verschiedener Durchführungswege (Pensionsfonds, Unterstützungskasse, Lebensversicherung)

Auszug aus dem Buch

1. 1. Definition Pensionszusage

Die Pensionszusage einer Gesellschaft an einen beherrschenden GGF ist eine zivilrechtliche Leistungszusage. Bei Eintritt bestimmter Leistungsvoraussetzungen wird eine fest definierte Rentenzahlung erbracht. Das Unternehmen verpflichtet sich, die Leistungen direkt an den Versorgungsberechtigten oder dessen Hinterbliebene zu erbringen, ohne ein Versorgungsinstitut zwischenzuschalten. Der GGF hat einen direkten Anspruch an das Unternehmen. Deshalb wird die Pensionszusage auch als Direktzusage bezeichnet.

Bei der Pensionszusage handelt es sich um eine ungewisse Verbindlichkeit. Sie wird gemäß § 249 HGB über eine steuerlich wirksame Rückstellungsbildung auf der Passivseite in der Steuerbilanz der Gesellschaft dargestellt. Grundvoraussetzungen für die steuerliche Anerkennung sind ein Rechtsanspruch auf eine einmalige oder laufende Pensionsleistung und eine schriftliche Erteilung der Zusage ohne schädliche Vorbehalte.

Es sind die Maßgeblichkeit und die umgekehrte Maßgeblichkeit für die Rückstellungsbildung zu beachten. Die Rückstellungsbildung für die Steuerbilanz erfolgt nach dem so genannten Teilwertverfahren gemäß § 6 Abs. 3 EStG. Die Rückstellung in der Steuerbilanz aufgrund der umgekehrten Maßgeblichkeit nicht höher sein, als die der Handelsbilanz. Die Finanzierung der Zusage wird gleichmäßig auf den Zeitraum zwischen Diensteintritt und vertraglich festgelegten Rentenbeginn verteilt. Die aktuellen Sterbetafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und ein gesetzlich vorgeschriebener Zinssatz von 6 Prozent bilden die Rechnungsgrundlagen. Die Rückstellungsbildung beginnt erst am Ende des Wirtschaftsjahres, in dem die Zusage erteilt wurde. Die Erstrückstellung richtet sich nach der Zeitspanne zwischen Diensteintritt und Zusageerteilung. Je größer die Zeitspanne, desto höher ist der Betrag und damit auch der Steuerstundungseffekt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Grundlagen zur Pensionszusage: Dieses Kapitel definiert die Pensionszusage als Leistungszusage, erläutert den Status des GGF und behandelt steuerliche Risiken wie die verdeckte Gewinnausschüttung und Einlage.

2 Absenkung der Pensionszusage bei wirtschaftlichem Engpass: Es werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie Pensionszusagen in Krisenzeiten durch Reduzierung oder Verzicht an die finanzielle Lage der Gesellschaft angepasst werden können.

3 Gestaltungsmöglichkeiten bei Unternehmensverkauf: Hier werden Strategien untersucht, wie Pensionsverpflichtungen bei einem Unternehmensverkauf abgelöst oder durch Auslagerung auf andere Träger entkoppelt werden können.

4 Problem der Deckungslücke: Das Kapitel analysiert die Ursachen für Fehlbeträge in der Finanzierung und diskutiert verschiedene Instrumente wie Lebensversicherungen oder Investmentfonds zur Heilung dieser Lücken.

5 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass keine allgemeingültige Patentlösung existiert und jede Pensionszusage regelmäßig an die aktuellen Rahmenbedingungen angepasst werden muss.

Schlüsselwörter

Pensionszusage, GmbH-Geschäftsführer, GGF, Betriebliche Altersvorsorge, Pensionsrückstellung, Verdeckte Gewinnausschüttung, Unternehmensverkauf, Deckungslücke, Direktzusage, Finanzierbarkeit, Steuerstundung, Auslagerung, Versorgungsanwartschaft, Rentenzahlung, Teilwertverfahren

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der betrieblichen Altersvorsorge für Gesellschafter-Geschäftsführer von GmbHs, insbesondere im Hinblick auf steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten und rechtliche Herausforderungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der steuerlichen Anerkennung von Pensionszusagen, der Krisenanpassung der Verträge bei wirtschaftlichem Druck sowie den Optionen bei Unternehmensverkäufen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Identifikation von Wegen, wie Pensionszusagen bei wirtschaftlichen Engpässen angepasst werden können und wie im Falle eines Verkaufs oder bei Unterdeckung die Vorsorge rechtssicher und effizient gestaltet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse rechtlicher Vorschriften, aktueller Urteile des Bundesfinanzhofs (BFH) und steuerrechtlicher Rahmenbedingungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die Möglichkeiten der Leistungsabsenkung in der Krise, verschiedene Strategien zur Entkopplung beim Unternehmensverkauf sowie die Analyse und Heilung von Pensions-Deckungslücken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Pensionszusage, GGF, verdeckte Gewinnausschüttung, Deckungslücke, Teilwertverfahren und betriebliche Altersvorsorge.

Warum ist der Status des beherrschenden GGF so entscheidend?

Der Status ist entscheidend, da ein beherrschender GGF im Sinne des Steuerrechts steuerlich strenger geprüft wird, da er seine Interessen im Unternehmen maßgeblich durchsetzen kann, was die Gefahr verdeckter Gewinnausschüttungen erhöht.

Was versteht man unter einer Deckungslücke?

Eine Deckungslücke beschreibt den Fehlbetrag zwischen dem kalkulierten Soll-Deckungskapital, das für die zugesagte Rente notwendig ist, und dem tatsächlich angesparten Ist-Deckungskapital.

Warum wird von einer weiteren Lebensversicherung zur Heilung abgeraten?

Die Arbeit merkt kritisch an, dass die laufende Wertentwicklung oft nicht ausreicht, um die Pensionsrückstellung zu decken, und zudem neue Deckungslücken durch variable Überschüsse entstehen können.

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Details

Title
Pensionszusagen an GmbH-Geschäftsführer: Aktuelle Fragen
Subtitle
Gestaltungsmöglichkeiten bei wirtschaftlichem Engpass, geplantem Verkauf und Heilung einer Deckungslücke
College
Berlin School of Economics
Grade
2,4
Author
Tina Timpl (Author)
Publication Year
2009
Pages
54
Catalog Number
V263281
ISBN (eBook)
9783656520269
ISBN (Book)
9783656525219
Language
German
Tags
pensionszusagen gmbh-geschäftsführer aktuelle fragen gestaltungsmöglichkeiten engpass verkauf heilung deckungslücke
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tina Timpl (Author), 2009, Pensionszusagen an GmbH-Geschäftsführer: Aktuelle Fragen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263281
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