Im Rahmen unseres Themas „Neuvermietung“ haben wir uns der Untersuchung vermeintlich diskriminierender Methoden bei der Wohnungsvergabe, den daraus resultierenden Folgen und allgemeiner Tendenzen des Wohnungsmarktes in Oldenburg in Bezug auf die Stadtteile gewidmet. Dabei haben wir uns auf drei vermeintlich diskriminierte Gruppen bezogen:
AusländerInnen, Arbeitslose/Sozialhilfeempfänger und Familien mit mehreren Kindern.
Weil eine Untersuchung der gesamten Stadt Oldenburg den Rahmen dieser Ausarbeitung und gesprengt hätte, mussten wir uns auf die Stadtteile beschränken, die bezüglich des jeweiligen Untersuchungsgegenstandes Extremwerte vorweisen. Wenn es keine Wohnungsangebote in den entsprechenden Bezirken gab mussten wir auf Stadtteile ausweichen die ähnliche Werte vorweisen.
Inhaltsverzeichnis
1. Erläuterung des Untersuchungsgegenstandes
2. Hypothesen
3. Erläuterung der Vorgehensweise anhand:
3.1 Arbeitslosen-Quote
3.2 „Dichte von Kindern und Jugendlichen (0-18 Jahre)“
3.3. Migranten- und Ausländerzahlen
3.4 Zuordnung der Bezirke in Stadtteile
4. Skizzierung der Arbeitsschritte
5. Probleme
6. Allgemeine Tendenzen des Wohnungsmarktes Oldenburg
6.1 Tabellarische Darstellung
6.2 Vorgehensweise
6.3 Ergebnisse und Ergebnisbegründung des allgemeinen Wohnungsmarktangebotes
7. Spezifische Wohnungsmarkttendenzen in Bezug auf die Hypothesen
7.1 Wohnungsmarktsituation für Sozialhilfeempfänger
7.2 Erläuterungen und Überprüfung von Hypothese 1
7.3 Wohnungsmarktsituation für Familien mit mehreren Kindern
7.4 Erläuterungen und Überprüfung der Hypothese 2
7.5 Wohnungsmarktsituation für Ausländer und Erläuterungen und Überprüfung der Hypothese 3
8. Empirische Forschung mit E-Mails
9. Tabellarische Auswertung der Antworten und Erläuterungen
9.1 Auswertung der Antworten zum Untersuchungsgegenstand „Diskriminierung von Arbeitslosen/Sozialhilfeempfängern" und Erläuterung
9.2 Auswertung der Antworten zum Untersuchungsgegenstand „Diskriminierung von Familien mit mehreren Kindern“ und Erläuterung
9.3 Auswertung der Antworten zum Untersuchungsgegenstand „Diskriminierung von Ausländern“ und Erläuterung
10. Überprüfung der Hypothesen
11. Fazit
12. Anhang
12.1 Quellenverzeichnis
12.2 Exemplarische Auswahl fiktiver Bewerbungsschreiben und Antworten
12.3 Sonstiges
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit untersucht das Vorhandensein diskriminierender Methoden bei der Wohnungsvergabe in Oldenburg sowie die allgemeinen Tendenzen des lokalen Wohnungsmarktes. Ziel ist es, mittels empirischer Analysen und fiktiver Bewerbungsversuche zu prüfen, ob spezifische Bevölkerungsgruppen aufgrund ihrer sozioökonomischen Situation oder Herkunft bei der Wohnungssuche benachteiligt werden.
- Analyse der Wohnungsmarktsituation in verschiedenen Stadtteilen Oldenburgs.
- Untersuchung der Chancen von Arbeitslosen/Sozialhilfeempfängern bei der Wohnungssuche.
- Prüfung der Diskriminierung von Familien mit mehreren Kindern.
- Evaluation des Zugangs zum Wohnungsmarkt für Ausländer und Menschen mit Migrationshintergrund.
- Einsatz einer empirischen Methodik mittels fiktiver E-Mail-Bewerbungen zur Identifikation von Diskriminierungsmustern.
Auszug aus dem Buch
1. Erläuterung des Untersuchungsgegenstandes
Im Rahmen unseres Themas „Neuvermietung“ haben wir uns der Untersuchung vermeintlich diskriminierender Methoden bei der Wohnungsvergabe, den daraus resultierenden Folgen und allgemeiner Tendenzen des Wohnungsmarktes in Oldenburg in Bezug auf die Stadtteile gewidmet. Dabei haben wir uns auf drei vermeintlich diskriminierte Gruppen bezogen: AusländerInnen, Arbeitslose/Sozialhilfeempfänger und Familien mit mehreren Kindern.
Weil eine Untersuchung der gesamten Stadt Oldenburg den Rahmen dieser Ausarbeitung und gesprengt hätte, mussten wir uns auf die Stadtteile beschränken, die bezüglich des jeweiligen Untersuchungsgegenstandes Extremwerte vorweisen. Wenn es keine Wohnungsangebote in den entsprechenden Bezirken gab mussten wir auf Stadtteile ausweichen die ähnliche Werte vorweisen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Erläuterung des Untersuchungsgegenstandes: Definition des Forschungsbereichs, der betrachteten Gruppen und der Auswahl der untersuchten Stadtteile in Oldenburg.
2. Hypothesen: Aufstellung von drei zentralen Arbeitshypothesen bezüglich der Benachteiligung von Arbeitslosen, kinderreichen Familien sowie Ausländern bei der Wohnungsvergabe.
3. Erläuterung der Vorgehensweise anhand: Darstellung der statistischen Grundlagen zur Auswahl der Untersuchungsbezirke basierend auf Arbeitslosenquoten, Kinderdichte und Migrationsraten.
4. Skizzierung der Arbeitsschritte: Detaillierte Auflistung des methodischen Vorgehens, von der Gruppeneinteilung bis hin zur empirischen Datenerhebung.
5. Probleme: Reflektion über Schwierigkeiten bei der Datenbeschaffung, mangelnde Kooperationsbereitschaft von Wohnungsunternehmen und Grenzen der Repräsentativität.
6. Allgemeine Tendenzen des Wohnungsmarktes Oldenburg: Analyse des Wohnungsangebots und der Nachfrage, gestützt durch eine tabellarische Auswertung von Zeitungsanzeigen.
7. Spezifische Wohnungsmarkttendenzen in Bezug auf die Hypothesen: Untersuchung der Marktsituation für die Zielgruppen und Abgleich mit den aufgestellten Hypothesen.
8. Empirische Forschung mit E-Mails: Beschreibung des Feldversuchs mittels fiktiver Bewerberpaare zur Messung von Diskriminierungstendenzen.
9. Tabellarische Auswertung der Antworten und Erläuterungen: Präsentation und Interpretation der gesammelten Daten aus dem E-Mail-Feldversuch für jede Zielgruppe.
10. Überprüfung der Hypothesen: Zusammenfassende Bewertung der Hypothesen auf Basis der erhobenen Daten und Analyseergebnisse.
11. Fazit: Kritische Reflexion der Studienbedingungen und der Ergebnisse unter Berücksichtigung der begrenzten Stichprobengröße.
12. Anhang: Bereitstellung des Quellenverzeichnisses sowie exemplarischer Bewerbungsschreiben.
Schlüsselwörter
Wohnungsvergabe, Diskriminierung, Stadtsoziologie, Oldenburg, Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger, Migrationshintergrund, Wohnungsmarkt, Segregation, empirische Sozialforschung, Wohnungsnot, Mietobergrenzen, fiktive Bewerbungen, Stadtentwicklung, soziale Ungleichheit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, ob und inwieweit Diskriminierung bei der Neuvermietung von Wohnungen in der Stadt Oldenburg gegenüber bestimmten Bevölkerungsgruppen existiert.
Welche Gruppen stehen im Fokus der Untersuchung?
Die Untersuchung konzentriert sich primär auf Arbeitslose beziehungsweise Sozialhilfeempfänger, Familien mit mehreren Kindern sowie Menschen mit Migrationshintergrund oder Ausländer.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, durch eine Kombination aus Wohnungsmarktanalyse und empirischen Feldversuchen (fiktive Bewerbungen) zu prüfen, ob die benannten Gruppen bei der Wohnungssuche systematisch benachteiligt werden.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Studie nutzt einen Methodenmix: Statistische Analysen aus dem Jahrbuch der Stadt Oldenburg zur Gebietsauswahl und ein empirischer Feldversuch durch den Versand fiktiver, vergleichbarer E-Mail-Bewerbungen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die Markttendenzen in verschiedenen Stadtteilen analysiert, gefolgt von einer detaillierten tabellarischen und erläuternden Auswertung der Antworten auf die fiktiven Bewerbungen pro Zielgruppe.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Wohnungsvergabe, Diskriminierung, Stadtsoziologie, Wohnungsmarkt und soziale Ungleichheit beschreiben.
Welche Rolle spielt die ARGE in der Untersuchung?
Die ARGE Oldenburg spielt eine zentrale Rolle hinsichtlich der Mietobergrenzen für Sozialhilfeempfänger, welche maßgeblich beeinflussen, welche Wohnungssegmente für diese Gruppe als "leistbar" gelten.
Welches Ergebnis erbrachte der Test in "Extremwert-Bezirken"?
Es zeigte sich, dass nicht in allen Fällen eine direkte Korrelation zwischen einem hohen Anteil einer Gruppe im Bezirk und diskriminierenden Antworten besteht; die Ergebnisse variieren je nach Bezirk und sozialer Merkmalskombination.
Wie wurde die Authentizität der Bewerbungen sichergestellt?
Um Authentizität zu bewahren, wurden die Bewerbungsschreiben individuell und unterschiedlich formuliert, obwohl sie sich inhaltlich an vergleichbaren Merkmalen (z.B. Einkommen/Haushaltsgröße) orientierten.
- Arbeit zitieren
- B.A. Karsten Stöber (Autor:in), 2010, Neuvermietung aus stadtsoziologischer Perspektive, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263343