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Privatisierung staatlicher Unternehmen und die Privatisierungserlöse in EU- und OECD-Ländern zwischen 1990 und 2000

Title: Privatisierung staatlicher Unternehmen und die Privatisierungserlöse in EU- und OECD-Ländern zwischen 1990 und 2000

Seminar Paper , 2010 , 30 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: B.A. Karsten Stöber (Author)

Social Studies (General)
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Die folgende Hausarbeit setzt sich mit dem Thema „Privatisierung staatlicher Unternehmen und die Privatisierungserlöse in EU- und OECD-Ländern zwischen 1990 und 2000“ auseinander. Diesen Aspekt halte ich für einen wesentlichen Bestandteil der internationalen politischen Ökonomie.
Diese Hausarbeit ist einzuordnen in das Fachgebiet der vergleichenden Politikwissenschaften, da Unterschiede und Gemeinsamkeiten in Bezug auf Privatisierungserlöse und die damit zusammenhängenden bestimmenden Faktoren aufgezeigt werden sollen.
Im ersten Teil der Arbeit widme ich mich dem Privatisierungsphänomen im Allgemeinen. Neben allgemeinen Definitionen werden die verschiedene Formen von Privatisierung sowie Ziele und Risiken der Privatisierungspolitik näher erläutert.
Beim zweiten Teil steht die Frage, welche ökonomischen und politischen Faktoren die Privatisierungserlöse bestimmen, im Vordergrund. Dabei werden statistische Herangehensweisen berücksichtigt. Auch hierbei werden Vergleiche zwischen EU- und OECD-Ländern aufgestellt.
Während für den ersten Teil der Hausarbeit verschiedene Quellen dienten, basiert der zweite Teil hauptsächlich auf dem Artikel „Ausverkauf des Tafelsilbers: Bestimmungsfaktoren der Privatisierungserlöse in EU- und OECD-Staaten zwischen 1990 und 2000“ aus der Politischen Vierteljahresschrift, 46. Jg. (2005), Heft 4, S.602-628.“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einführung

Teil I „Allgemeine Auseinandersetzung mit dem Phänomen „Privatisierung“

1. Begriffsklärung

1.1 Definitionen

1.2 Merkmale und Formen der Privatisierung

2. Ziele der Privatisierung

2.1 Voraussetzungen

2.2 Effizienz- und Innovationssteigerung

2.3 Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum

2.4 Vorteile für Verbraucher

2.5. Vorteile für Bund, Land und Kommune

3. Risiken der Privatisierung

3.1 Demokratieabbau und Lobbyismus

3.2 Nachteile für Verbraucher

3.3 Nachteile für Angestellte

Teil II „Bestimmungsfaktoren von Privatisierungserlöse in den OECD-und EU-Staaten“

1. Einleitung

2. Vorgehen

3. Forschungsgegenstand

4. Theorien und Hypothesen

4.1 Ausgangslage

4.2 Die sozioökonomische Schule

4.3 Privatisierung und der Einfluss Regierungsparteien

4.4 Einfluss der Institutionen auf die Privatisierungspolitik

4.5 Einfluss der Interessengruppen auf Privatisierungspolitik

4.6 Externe Faktoren

5. Operationalisierung

6. Empirische Befunde

6.1 Europäische Union

6.2 OECD-Staaten

7. Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Privatisierung staatlicher Unternehmen und die daraus resultierenden Privatisierungserlöse in EU- und OECD-Ländern zwischen 1990 und 2000, um ökonomische und politische Determinanten zu identifizieren, die für Unterschiede in der Privatisierungsintensität verantwortlich sind.

  • Grundlegende Begriffsbestimmung und Formen der Privatisierung
  • Analyse der ökonomischen Ziele und gesellschaftlichen Risiken
  • Untersuchung von Bestimmungsfaktoren (u.a. Staatsverschuldung, Regierungskonstellationen)
  • Empirische Vergleiche zwischen EU-Mitgliedstaaten und OECD-Ländern
  • Bewertung des Einflusses politischer Institutionen und externer Faktoren

Auszug aus dem Buch

3.1 Demokratieabbau und Lobbyismus

Gefährlich sind Privatisierungen in jedem Fall dann, wenn Wirtschaftsinteressen die Politik dominieren und Privatisierungen zu einer Gesellschaftsdoktrin verklärt werden. Richtet sich die Politik einseitig nach den Interessen der Wirtschaft getreu dem Motto: „Was gut für die Wirtschaft ist, ist auch gut für die Bürger“, oder macht sich die Politik gar abhängig vom global agierenden Kapital, so ist die Demokratie im Sinne der Vertretung der Volksinteressen in großer Gefahr. Deshalb wird der Lobbyismus, gemeint ist die wirtschaftliche Interessenvertretung in der Politik, auch als „legale Schwester der Privatisierung“ bezeichnet. Lobbyisten drängen auf die Durchsetzung wirtschaftsliberaler Prinzipien in der Politik und somit auch auf Privatisierungen in möglichst allen Gesellschaftsbereichen. Andernfalls drohen sie mit dem Abwanderung in andere Produktionsstandorte oder dem Verzicht auf in Aussicht gestellte Investitionen. Um diese nicht zu gefährden, lässt sich die Politik oft auf die Forderungen aus der Wirtschaft ein.

Nach vollzogenen Privatisierungen verlangen Lobbyisten oft Regulierungsbehörden möglichst auf Distanz zu halten, um selbstständiges und autonomes Handeln zu gewährleisten.

Bei sozialen, ökologischen oder ökonomischen Fehlentwicklungen in privatisierten Untenehmen, sind dem Staat, also den Bürgerinnen und Bürgern, oftmals „die Hände gebunden“. Beim Verkauf von öffentlichem Eigentum handelt es sich daher auch immer um einen Einfluss- und Demokratieverlust. Dies trifft besonders in Bereichen der öffentlichen Daseinsvorsorge zu, in der soziale und humanistische Zielsetzungen Vorrang haben und öffentliche Dienstleistungen auf Grundrechten der Bürgerinnen und Bürger beruhen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Begriffsklärung: Dieses Kapitel definiert Privatisierung als Veräußerung öffentlichen Vermögens und unterscheidet zwischen materieller, funktionaler und formeller Privatisierung.

2. Ziele der Privatisierung: Hier werden die wirtschaftlichen Motive wie Effizienzsteigerung, Innovationsförderung sowie die Entlastung öffentlicher Haushalte und Wachstumsförderung beleuchtet.

3. Risiken der Privatisierung: Das Kapitel diskutiert Gefahren für die Demokratie durch Lobbyismus sowie potenzielle Nachteile für Verbraucher und Arbeitnehmer.

4. Theorien und Hypothesen: Es werden verschiedene Erklärungsansätze für Privatisierungsentscheidungen vorgestellt, darunter sozioökonomische Faktoren, parteipolitische Einflüsse und institutionelle Bedingungen.

5. Operationalisierung: Dieser Abschnitt beschreibt die methodische Vorgehensweise, die Variablen und die Datengrundlage der quantitativen Studie.

6. Empirische Befunde: Hier werden die Ergebnisse der statistischen Analyse für die EU-Staaten und OECD-Länder dargestellt und interpretiert.

7. Schlussfolgerungen: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Bestätigung oder Widerlegung der aufgestellten Hypothesen.

Schlüsselwörter

Privatisierungspolitik, Privatisierungserlöse, OECD-Staaten, Europäische Union, öffentliche Unternehmen, Staatshaushalt, politische Ökonomie, Regulierungsdichte, Parteieneffekte, Lobbyismus, Staatsverschuldung, Wirtschaftswachstum, Institutionen, Privatisierungsintensität, Daseinsvorsorge.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Privatisierung staatlicher Unternehmen und den Faktoren, die in den 1990er Jahren in EU- und OECD-Ländern die Höhe der Privatisierungserlöse beeinflusst haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Definition und Formen der Privatisierung, die ökonomischen Ziele und sozialen Risiken sowie eine quantitative Analyse politischer und ökonomischer Bestimmungsfaktoren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, mittels makro-quantitativer Datenanalyse zu erklären, welche ökonomischen und politischen Faktoren die nationale Privatisierungsintensität sowie die Höhe der Erlöse in Relation zum BIP beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt makro-quantitative Verfahren, namentlich Querschnittsregressionen und Panelanalysen, um Datensätze aus OECD-Quellen statistisch auszuwerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Privatisierungsphänomen und einen empirischen Teil, der die Bestimmungsfaktoren (wie Problemdruck, Regierungszusammensetzung und Institutionen) systematisch untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen zählen Privatisierungserlöse, Staatsverschuldung, politischer Problemdruck, EU- und OECD-Vergleich sowie Regulierungsdichte.

Welche Rolle spielt die australische Labour Party in der Untersuchung?

Sie dient als Beispiel für einen „Ausreißer“ in den Daten, da sie entgegen der allgemeinen Annahme, dass linke Regierungen weniger privatisieren, einen radikal wirtschaftsliberalen Kurs einschlug.

Warum haben laut Autor Parteiendifferenzen in den 1990er Jahren an Bedeutung verloren?

Das Verschwinden dieser Differenzen wird weniger auf einen ideologischen Wandel zurückgeführt, sondern auf einen hohen ökonomischen Problemdruck, der Regierungen unabhängig von ihrer Parteifarbe zur Veräußerung von Staatsbesitz zwang.

Wie beeinflusst die Vetospieler-Theorie Privatisierungsvorhaben?

Die Theorie postuliert, dass mit zunehmender Zahl an beteiligten Akteuren oder institutionellen Barrieren (wie Föderalismus oder Zweikammersystemen) politische Veränderungen erschwert werden, was als bremsender Faktor für Privatisierungen wirkt.

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Details

Title
Privatisierung staatlicher Unternehmen und die Privatisierungserlöse in EU- und OECD-Ländern zwischen 1990 und 2000
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Grade
1,3
Author
B.A. Karsten Stöber (Author)
Publication Year
2010
Pages
30
Catalog Number
V263349
ISBN (eBook)
9783656522140
ISBN (Book)
9783656524700
Language
German
Tags
privatisierung unternehmen privatisierungserlöse oecd-ländern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Karsten Stöber (Author), 2010, Privatisierung staatlicher Unternehmen und die Privatisierungserlöse in EU- und OECD-Ländern zwischen 1990 und 2000, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263349
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