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Rechtsfolgen von Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr

Titre: Rechtsfolgen von Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr

Exposé (Elaboration) , 2002 , 23 Pages , Note: 13 von 15

Autor:in: Andreas Holz (Auteur)

Droit - Droit public / Droit administratif
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1.1 Definition des Begriffes Ordnungswidrigkeit

Der Begriff der Ordnungswidrigkeit wird legal definiert durch § 1 des Ordnungswidrigkeitengesetzes (OWiG). Aus dem Inhalt des Gesetzes ergeben sich folgende Voraussetzungen für das Vorliegen einer Ordnungswidrigkeit: Es muss eine menschliche Handlung vorliegen, die den Tatbestand eines Gesetzes verwirklicht, welches lediglich ein Bussgeld als Rechtsfolge für diesen Tatbestand vorsieht. Der Tatbestand der Handlung muss rechtswidrig und vorwerfbar, also schuldhaft verwirklicht worden sein. In der Literatur spricht man auch von „Zuwiderhandlungen“ oder „Delikten“ bei der Beschreibung von Ordnungswidrigkeiten. 1

1.2 Abgrenzung von Straftaten

Um sich ein klares Bild vom Wesen der Ordnungswidrigkeiten machen zu können, ist es erforderlich, diese klar von den Straftaten abzugrenzen, die nach dem Strafrecht zu ahnden sind.

Ein entscheidender Unterschied lässt sich schon bei dem Vergleich der Rechtsfolgen erkennen. Ordnungswidrigkeiten können nur als solche geahndet werden, wenn der Tatbestand der Handlung ein Gesetz verletzt, welches ein Bussgeld als rechtliche Folge dafür vorsieht. Sofern aber ein Gesetz betroffen ist, welches eine Geld- oder Freiheitsstrafe als Rechtsfolge vorsieht, kann man eindeutig von einer Straftat ausgehen. Bei solchen Delikten muss die Verwaltungsbehörde das Verfahren laut § 46 OWiG grundsätzlich an die Staatsanwaltschaft abgeben.

Bei der Verfolgung von Straftaten durch die Staatsanwaltschaft gilt das Legalitätsprinzip - es besteht also ein Verfolgungs- und Ahndungszwang für den Staat. Bei den Ordnungswidrigkeiten hingegen wird das Opportunitätsprinzip angewendetdemzufolge liegt ihre Verfolgung im Ermessen der jeweilig zuständigen Behörde. [...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1.1 Definition des Begriffes Ordnungswidrigkeit

1.2 Abgrenzung von Straftaten

1.3 Geschichte des Ordnungswidrigkeitenrechts

1.4. Verfassungsrechtliche Grundsätze im Ordnungswidrigkeitenrecht

1.5 Aufbau des OWiG

2. Gesetzliche Grundlagen im Strassenverkehr

2.1 STVG

2.2 StVO

2.3 StVZO

2.4 Fahrerlaubnis– Verordnung

2.5 Bußgeldkatalog- Verordnung

3.Spezifische Rechtsfolgen

3.1 Das Bußgeld

3.1.1 Ziele des Bußgeldes

3.1.2 Höhe des Bußgeldes

3.1.3 Wirtschaftliche Verhältnisse

3.2 Verwarnung mit und ohneVerwarnungsgeld

3.3 Eintragung in das Verkehrszentralregister

3.4 Fahrverbot

3.4.1 Wirksamkeit des Fahrverbotes

3.4.2 Gerichtsentscheidungen

3.5 Halterhaftung

3.6 Führung eines Fahrtenbuches

4. Das Bußgeldverfahren

4.1 Ablauf

4.2 Durchführung

4.3 Bedeutung

4.4 Opportunitätsgrundsatz

4.5Weitere Grundsätze

4.6 Der Bußgeldbescheid

4.7 Verfolgungs- Verjährung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen und Abläufen des Ordnungswidrigkeitenrechts, insbesondere im Bereich des Straßenverkehrs. Das primäre Ziel ist es, die Definition von Ordnungswidrigkeiten, ihre Abgrenzung zu Straftaten sowie die gesetzlichen Grundlagen und spezifischen Rechtsfolgen (wie Bußgelder, Fahrverbote und Punkte) systematisch zu erläutern und das Bußgeldverfahren transparent darzustellen.

  • Rechtliche Grundlagen und Definitionen von Ordnungswidrigkeiten
  • Struktur und Anwendung der gesetzlichen Regelwerke im Straßenverkehr
  • Spezifische Sanktionsmöglichkeiten und deren Bemessung
  • Der Ablauf und die verfahrensrechtlichen Grundsätze des Bußgeldverfahrens

Auszug aus dem Buch

1.2 Abgrenzung von Straftaten

Um sich ein klares Bild vom Wesen der Ordnungswidrigkeiten machen zu können, ist es erforderlich, diese klar von den Straftaten abzugrenzen, die nach dem Strafrecht zu ahnden sind.

Ein entscheidender Unterschied lässt sich schon bei dem Vergleich der Rechtsfolgen erkennen. Ordnungswidrigkeiten können nur als solche geahndet werden, wenn der Tatbestand der Handlung ein Gesetz verletzt, welches ein Bussgeld als rechtliche Folge dafür vorsieht. Sofern aber ein Gesetz betroffen ist, welches eine Geld- oder Freiheitsstrafe als Rechtsfolge vorsieht, kann man eindeutig von einer Straftat ausgehen. Bei solchen Delikten muss die Verwaltungsbehörde das Verfahren laut § 46 OWiG grundsätzlich an die Staatsanwaltschaft abgeben.

Bei der Verfolgung von Straftaten durch die Staatsanwaltschaft gilt das Legalitätsprinzip - es besteht also ein Verfolgungs- und Ahndungszwang für den Staat. Bei den Ordnungswidrigkeiten hingegen wird das Opportunitätsprinzip angewendet - demzufolge liegt ihre Verfolgung im Ermessen der jeweilig zuständigen Behörde.

Zusammenfassung der Kapitel

1.1 Definition des Begriffes Ordnungswidrigkeit: Dieses Kapitel erläutert die gesetzliche Definition der Ordnungswidrigkeit nach dem OWiG und benennt die notwendigen Voraussetzungen für ihr Vorliegen.

1.2 Abgrenzung von Straftaten: Hier wird der wesentliche Unterschied zwischen Ordnungswidrigkeiten und Straftaten anhand von Rechtsfolgen sowie der geltenden Verfahrensprinzipien (Legalitäts- vs. Opportunitätsprinzip) herausgearbeitet.

1.3 Geschichte des Ordnungswidrigkeitenrechts: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die historische Entwicklung der Unterscheidung zwischen Straftaten und Ordnungswidrigkeiten in Deutschland.

1.4. Verfassungsrechtliche Grundsätze im Ordnungswidrigkeitenrecht: Hier werden die verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen wie das Analogieverbot, das Rückwirkungsverbot und der Anspruch auf rechtliches Gehör thematisiert.

1.5 Aufbau des OWiG: Dieses Kapitel stellt die Struktur des Ordnungswidrigkeitengesetzes in vier Teilen vor und erläutert deren Funktion als Rahmengesetz.

2. Gesetzliche Grundlagen im Strassenverkehr: Hier werden die zentralen Gesetze und Verordnungen (StVG, StVO, StVZO, FeV, Bußgeldkatalog-V) als Grundlage für die Ahndung von Verkehrsverstößen vorgestellt.

3.Spezifische Rechtsfolgen: Dieses Kapitel behandelt die verschiedenen Sanktionsmöglichkeiten bei Verkehrsordnungswidrigkeiten, darunter Bußgelder, Verwarnungen, Fahrverbote und die Eintragung in das Verkehrszentralregister.

4. Das Bußgeldverfahren: Hier wird der formelle Ablauf des Bußgeldverfahrens, gegliedert in Vor-, Zwischen- und gerichtliches Verfahren, sowie die zugrundeliegenden Verfahrensgrundsätze beschrieben.

Schlüsselwörter

Ordnungswidrigkeit, Straftat, OWiG, Straßenverkehrsrecht, Bußgeld, Bußgeldkatalog, Verwarnungsgeld, Fahrverbot, Halterhaftung, Bußgeldverfahren, Legalitätsprinzip, Opportunitätsprinzip, Verkehrszentralregister, Punktesystem, Verjährungsfrist

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine umfassende Einführung in das Ordnungswidrigkeitenrecht mit einem besonderen Fokus auf den Bereich des Straßenverkehrs und dessen Sanktionierung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die gesetzliche Definition von Ordnungswidrigkeiten, ihre Abgrenzung zum Strafrecht, die spezifischen Rechtsfolgen im Straßenverkehr sowie der Ablauf behördlicher Bußgeldverfahren.

Welches ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel der Arbeit ist es, die systematischen Grundlagen und verfahrensrechtlichen Abläufe bei der Ahndung von Ordnungswidrigkeiten für den Leser verständlich darzulegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer rechtlichen Analyse der einschlägigen Gesetzestexte (insb. OWiG, StVG) sowie der Auswertung juristischer Fachliteratur und Kommentare.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der gesetzlichen Grundlagen, der verschiedenen Sanktionsarten bei Verkehrsverstößen sowie die detaillierte Beschreibung des Bußgeldverfahrens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Ordnungswidrigkeit, Bußgeld, Fahrverbot, Opportunitätsprinzip und Bußgeldverfahren.

Wann kann von einem Fahrverbot abgesehen werden?

Ein Fahrverbot kann in Ausnahmefällen vermieden werden, etwa wenn durch dessen Vollstreckung die Existenz des Betroffenen (z.B. Verlust des Arbeitsplatzes) oder die Betreuung hilfsbedürftiger Angehöriger ernsthaft gefährdet wäre.

Was unterscheidet das Verwarnungsverfahren vom Bußgeldverfahren?

Das Verwarnungsverfahren ist ein vereinfachtes, gebührenfreies Verfahren für geringfügige Verstöße, bei dem keine Eintragungen in das Verkehrszentralregister erfolgen, sofern die Verwarnung mit dem Betroffenen einvernehmlich geklärt wird.

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Résumé des informations

Titre
Rechtsfolgen von Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr
Université
University of Applied Administrative Sciences Hamburg
Note
13 von 15
Auteur
Andreas Holz (Auteur)
Année de publication
2002
Pages
23
N° de catalogue
V26334
ISBN (ebook)
9783638286961
Langue
allemand
mots-clé
Rechtsfolgen Ordnungswidrigkeiten Straßenverkehr
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Andreas Holz (Auteur), 2002, Rechtsfolgen von Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26334
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