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Die Hunnenrede Kaiser Wilhelm II.

Title: Die Hunnenrede Kaiser Wilhelm II.

Seminar Paper , 2010 , 15 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Nadine Melzner (Author)

History of Germany - 1848, Empire, Imperialism
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Kaiser Wilhelm II. war für seine unüberlegten Aussagen und sein autoritäres Verhalten wohl bekannt, genoss aber dennoch eine unglaublich große Beliebtheit im deutschen Volke. Uniformiert und auf seinem Pferd sitzend, wurde er insbesondere von den Frauen umjubelt, da er ein guter Ehemann und Vater von sieben Kindern war. Der Monarch machte den Eindruck, pausenlos zu arbeiten, denn er war ein sehr lebhafter, energischer Mensch. Feststeht, dass alle Ereignisse, die im Zusammenhang mit dem Kaiser am kaiserlichen Hofe standen, einfach unter den Tisch gekehrt wurden, denn die Herrschaftsweise wäre damals wie heute vom Volk keineswegs akzeptiert worden. Wilhelm war durchaus machtgierig, er unterschrieb grundsätzlich mit den Worten „Wilhelm Imperator Rex“ und wechselte ständig seine Uniform. Außerdem glaubte er an göttliche Berufung und allerhöchste Eingebung. Nach der Jahrhundertwende 1800/1900 nahm Wilhelms Popularität vor allem bei den Volksvertretern aufgrund der ständigen Beschimpfungen des Reichstags und des Preußischen Landtags, sowie der blutrünstigen Ansprache angesichts des Boxeraufstandes ab, das Volk wurde immer wieder aufs Neue in Aufruhr versetzt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. Der Kaiser und sein Ansehen beim Deutschen Volk

B. Die Hunnenrede Kaiser Wilhelm II.

I. Vorgeschichte und Auslöser des Krieges in China 1900 / 1901

1. China als populäres Handelsziel

2. Opiumimport aus Indien durch England

3. Racheakt Englands gegen China und gegenseitige Verhandlungen der beiden Länder (Vgl:http://www.deutscheschutzgebiete.de/boxeraufstand_vorgeschichte.htm)

II. Boxeraufstand

1. Gewaltausübung der Boxer an den in Peking eingeschlossenen europäischen Gesandten und chinesischen Christen (Vgl. http://www.deutsche-schutzgebiete.de/boxeraufstand_seymour.htm)

2. Kampf der Verbündeten um die Besetzung der Taku-Forts

a) Notwendigkeit der Sicherstellung rückwärtiger Verbindungen

b) Tod des Freiherrn Klemens von Ketteler am 20.06.1900 (Vgl. http://www.deutsche-schutzgebiete.de/ketteler.htm)

III. Die Rede vom 27. Juni 1900

1. Inhalt

2. Auswirkungen der Rede sowie der Kampf Bülows gegen die Presse

3. Das martialische Verhalten der deutschen Soldaten in China (Vgl. Hankel, Gerd: Die Leipziger Prozesse. Deutsche Kriegsverbrechen und ihre strafrechtliche Verfolgung nach dem Ersten Weltkrieg. Hamburg 2003, S.118 – 119)

4. Ende des Boxeraufstandes (Vgl. http://www.deutsche-schutzgebiete.de/belagerung_der_gesandtschaften_in_peking.htm)

C. Wiederholtes Aufgreifen der Rede in den darauf folgenden Jahren durch die britische Boulevardpresse sowie die folgende Abdankung des Kaisers

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Hintergründe, den Inhalt und die weitreichenden politischen sowie historischen Folgen der sogenannten "Hunnenrede" Kaiser Wilhelm II. im Kontext des Boxeraufstandes in China. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen kaiserlicher Rhetorik, den tatsächlichen Ereignissen vor Ort und der späteren Instrumentalisierung der Rede in der internationalen Kriegspropaganda kritisch zu beleuchten.

  • Historische Ursachen des Boxeraufstandes und der europäischen Einmischung in China.
  • Die Rolle Kaiser Wilhelm II. und sein autoritärer Führungsstil.
  • Analyse der verschiedenen Versionen der "Hunnenrede" und deren martialischer Charakter.
  • Die Auswirkungen der Rhetorik auf das Verhalten deutscher Soldaten in China.
  • Die Instrumentalisierung der Rede durch die britische Boulevardpresse im Ersten Weltkrieg.

Auszug aus dem Buch

3. Racheakt Englands gegen China und gegenseitige Verhandlungen der beiden Länder (Vgl:http://www.deutscheschutzgebiete.de/boxeraufstand_vorgeschichte.htm)

Durch eine britische Flotte, bestehend aus ca. 80 Schiffen erfolgte nacheinander die Einnahme von Amoy, Tinghai und Ningpo, wofür ihnen die Städte 6 Millionen Pfund Lösegeld zahlen mussten. Im Anschluss wurden Tschinghai und Tschingkiang belagert, dann Nanking. Durch den Frieden von Nanking vom 27. August 1842 erhielt Großbritannien die Insel Hongkong, 21 Millionen Silberdollar, die Öffnung der Häfen Fouschou, Amoy, Shanghai und Ningpo, sowie die Festlegung einheitlicher Einfuhrzölle. Im Jahre 1857 besetzte eine verbündete Flotte der Franzosen und Engländer Kanton. China gab nach, als diese sich gegen die Peihomündung wandte und die naheliegenden Forts erobert hatte, indem es einen Frieden schloss, der dem europäischen Handel und den Missionen Zutritt in das Innere des Landes erlaubte und zum zum ersten Mal stehende Gesandtschaften in Peking zuließ. Trotz der Bemühungen der chinesischen Regierung um die Bewahrung des Friedens, verschlechterte sich die Lage, als am 25. Oktober 1860 der russische Gesandte Ignatiew gestattete, Gesandte in Peking zu halten, Tientsin und andere Städte dem Handel öffnete, und die Auswanderung aus China zuließ. Ab 1890 setzte eine vermehrte Ausbeutung Chinas ein.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Der Kaiser und sein Ansehen beim Deutschen Volk: Beleuchtet die widersprüchliche Beliebtheit Wilhelms II. trotz seines oft autoritären und unüberlegten Verhaltens beim deutschen Volk.

B. Die Hunnenrede Kaiser Wilhelm II.: Untersucht die Vorgeschichte, einschließlich des Drogenhandels und des Boxeraufstandes, sowie die Entstehung und den martialischen Inhalt der berühmten Rede.

C. Wiederholtes Aufgreifen der Rede in den darauf folgenden Jahren durch die britische Boulevardpresse sowie die folgende Abdankung des Kaisers: Analysiert die spätere propagandistische Verwendung der Rede als "Hunnen"-Metapher im Ersten Weltkrieg und das Ende der wilhelminischen Ära.

Schlüsselwörter

Kaiser Wilhelm II., Hunnenrede, Boxeraufstand, China, Imperialismus, Kolonialpolitik, Opiumkrieg, Propaganda, Erste Weltkrieg, Klemens von Ketteler, Militär, Diplomatie, Ausbeutung, Deutschland, Großbritannien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Einordnung der "Hunnenrede" Kaiser Wilhelm II. während des Boxeraufstandes um 1900.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den imperialistischen Interessen in China, der kaiserlichen Rhetorik und der späteren propagandistischen Wirkung der Rede.

Was ist das primäre Ziel dieser Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Analyse, wie die Rede des Kaisers entstanden ist, welche Rolle sie im Chinafeldzug spielte und wie sie historisch instrumentalisiert wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historische Analyse auf Basis von Fachliteratur und zeitgenössischen Quellen sowie digitalen Archiven.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Es werden die Vorgeschichte des Chinakonflikts, die Ereignisse des Boxeraufstandes und die verschiedenen Versionen und Auswirkungen der Hunnenrede erläutert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Imperialismus, Hunnenrede, Kaiser Wilhelm II., Boxeraufstand und internationale Kriegspropaganda.

Welche Rolle spielte der Tod von Klemens von Ketteler für den Kaiser?

Der Tod des Gesandten löste beim Kaiser heftige, teils unkontrollierte Rachegelüste aus und beeinflusste seine aggressive Ansprache an das Expeditionskorps maßgeblich.

Warum wurde die Rede zur "Hunnenrede"?

Durch den kaiserlichen Vergleich seiner Soldaten mit den Hunnen und die britische Kriegspropaganda im Ersten Weltkrieg wurde dieser Begriff zum dauerhaften Synonym für die Deutschen.

Welche wirtschaftlichen Motive steckten hinter der Intervention?

Wie aus den Briefen des Kaisers hervorgeht, waren Handelsvorteile, die Ausbeutung von Ressourcen und die Erschließung von Infrastruktur wie Eisenbahnen die treibenden wirtschaftlichen Motive.

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Details

Title
Die Hunnenrede Kaiser Wilhelm II.
Course
Skandale im Kaiserreich
Grade
2.0
Author
Nadine Melzner (Author)
Publication Year
2010
Pages
15
Catalog Number
V263371
ISBN (eBook)
9783656522102
ISBN (Book)
9783656530138
Language
German
Tags
hunnenrede kaiser wilhelm
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadine Melzner (Author), 2010, Die Hunnenrede Kaiser Wilhelm II., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263371
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