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Kognitionspsychologische Lernstrategieansätze nach Weinstein und Mayer

Título: Kognitionspsychologische Lernstrategieansätze nach Weinstein und Mayer

Trabajo Escrito , 2004 , 19 Páginas , Calificación: sehr gut

Autor:in: Beatrice Floca (Autor)

Psicología - Inteligencia y Psicología del aprendizaje
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E I N F Ü H R U N G

Genau wie alle anderen Teilbereiche der Psychologie, wurde auch die pädagogische Psychologie durch die kognitive Wende der 60er Jahre nachträglich beeinflusst. Im Hinblick auf die Lernforschung bedeutete die kognitionspsychologische Sichtweise nicht nur ein neues Verständnis in Bezug auf die innerpsychischen, kognitiven Prozesse und Organisationen bei der Informationsverarbeitung, sondern auch die Geburt einer gänzlich neuartigen Forschungsrichtung: der Erforschung von Lernstrategien. Der Behaviorismus, der sich dabei ausschließlich auf die Art, den Ort und die Zeit des präsentierten Lernmaterials und ihren Einfluss auf das Verhalten konzentrierte, legte den primären Fokus auf die Erforschung von Lehrstrategien für die Lehrer. Lernen an sich betrachtete man als passiven Prozess. Innerhalb des kognitionspsychologischen Blickwinkels hingegen suchte man nun auch die mentalen Prozesse innerhalb des Lernenden zu verstehen, so dass der Schwerpunkt sowohl auf die Lehrstrategien des Lehrers als auch auf die Lernstrategien des Lernenden gelegt wurde. Als Lernstrategien wurden dabei die aktiven kognitiven Prozesse des Lernenden begriffen, mit Hilfe derer er den Lernstoff organisiert und strukturiert. Claire E. Weinstein und Richard E. Mayer zählen zu den Pionieren kognitionspsychologisch begründeter Lernstrategieforschung wobei ihr Ansatz, der 1986 veröffentlich wurde, viele der nachfolgenden Arbeiten nachhaltig beeinflussten. Bekanntheit erlange vor allem auch das von Weinstein entwickelte ‚Learning and Study Strategies Inventory’ (LASSI, 1987), ein diagnostisches Instrument für Lehrer und Erzieher, das sowohl Lernstrategien als auch motivationale und affektive Aspekte erfasst. Im Folgenden soll der theoretische Ansatz von Weinstein & Mayer (1986) nachgezeichnet werden. Im Anschluss daran folgt die Darstellung eines Interviews mit einer Studentin in Bezug auf ihre Lernstrategien, sowie die Vorstellung einer empirischen Arbeit von Raugh & Atkinson (1975) zur Schlüsselwortmethode.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einführung

II. Theoretischer Überblick

2.1 Definition

2.2 Der Enkodierungsprozess

2.3 Lernstrategien

2.3.1 Wiederholungsstrategien

2.3.2 Elaborationsstrategien

2.3.3 Organisationsstrategien

2.3.4 Strategien zur Verständniskontrolle

2.3.5 Affektive Strategien

III. Fallbeispiel

3.1 Ergebnisse der Befragung

3.3.1 Lernen für das Vordiplom

3.3.2 Herstellen eines Pflichtreferates

3.3.3 Lernumgebung und Motivation

3.2 Diskussion der Ergebnisse

3.2.1 Verwendete Lernstrategien

3.2.2 Strategien zur Verständniskontrolle und affektive Strategien

IV. Empirischer Befund

4.1 Theoretischer Hintergrund der Arbeit

4.2 Methoden und Durchführung

4.3 Ergebnisse und Diskussion

V. Zusammenfassung

VI. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit verfolgt das Ziel, kognitionspsychologische Lernstrategieansätze nach Weinstein & Mayer (1986) theoretisch darzulegen und deren praktische Anwendung im universitären Alltag sowie durch empirische Befunde zu beleuchten.

  • Theoretische Fundierung des Enkodierungsprozesses und der Lernstrategiekategorien.
  • Unterscheidung zwischen Strategien für einfache und komplexe Lernaufgaben.
  • Analyse der Lernstrategien einer Psychologiestudentin in realen Lernsituationen.
  • Empirische Untersuchung der Effektivität der Schlüsselwortmethode.
  • Bedeutung von Metakognitionen und affektiven Strategien für den Lernerfolg.

Auszug aus dem Buch

2.3.3 Organisationsstrategien

Organisationsstrategien für einfache Aufgaben eignen sich vor allem zum Erlernen einer Reihe von Datenpunkten. Ein Beispiel aus dem Geschichtsunterricht für eine solche Aufgabe wäre, die Kette von Ereignissen zu lernen, welche zum Ausbruch des ersten Weltkrieges führten. Eine Technik, die unter diese Rubrik fällt ist das sogenannte ‚Clustering’. Hierunter versteht man die Organisation von Wörtern oder Stichpunkten einer Liste in Gruppen, anhand von gemeinsamen Charakteristika. Bei unserem Geschichtsbeispiel könnte man jeweils die Ereignisse, die in Deutschland, in England und in Österreich für den Ausbruch des ersten Weltkrieges relevant waren, in entsprechende Gruppen zusammenfügen. Eine weitere Technik stellt die Organisation von Objekten oder Stichpunkten in einer Reihenfolge dar. So könnte man die Ereignisse die zum Ausbruch des ersten Weltkrieges führten, in eine chronologische Reihenfolge, oder in eine Reihenfolge nach Wichtigkeit bringen. Diese Techniken bewirken im Enkodierungsprozess die Konstruktion von Verbindungen zwischen Begriffen im Arbeitsgedächtnis.

Auch diese Strategie nimmt mit steigendem Alter an spontaner Verwendung zu (Moely, Olson, Hawles & Flavell 1969; Rossi & Wittrock 1971; Zit. nach Weinstein & Mayer 1986). Während fünf- bis siebenjährige die zu lernenden Begriffe nicht neu organisierten, besitzen 9-jährige die notwendigen kognitiven Fähigkeiten zur Organisation aber machen keinen spontanen Gebrauch davon, wohingegen 10- und 11-jährige Kinder ihre zu lernenden Begriffe nach gemeinsamen Charakteristika durchaus spontan neu organisierten.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einführung: Es wird der Wandel der Lernforschung durch die kognitive Wende erläutert und die Bedeutung von Weinstein & Mayer als Pioniere auf diesem Gebiet hervorgehoben.

II. Theoretischer Überblick: Dieses Kapitel definiert Lernstrategien, erläutert den Enkodierungsprozess und klassifiziert Lernstrategien in fünf verschiedene Kategorien.

III. Fallbeispiel: Es werden die in einer Befragung erhobenen Lernstrategien einer Studentin in den Kontext der theoretischen Kategorien von Weinstein & Mayer eingeordnet.

IV. Empirischer Befund: Anhand einer empirischen Arbeit von Raugh & Atkinson wird die Wirksamkeit der Schlüsselwortmethode als Elaborationsstrategie untersucht.

V. Zusammenfassung: Die zentralen Erkenntnisse der theoretischen und praktischen Analysen werden zusammengeführt und Herausforderungen für die künftige Forschung benannt.

VI. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen.

Schlüsselwörter

Lernstrategien, Kognitionspsychologie, Enkodierungsprozess, Weinstein & Mayer, Wiederholungsstrategien, Elaborationsstrategien, Organisationsstrategien, Verständniskontrolle, Affektive Strategien, Schlüsselwortmethode, Metakognition, Gedächtnis, Lernforschung, Studium, Informationsverarbeitung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die kognitionspsychologischen Lernstrategieansätze nach Weinstein & Mayer (1986) und untersucht deren Anwendung sowie Effektivität.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind der Enkodierungsprozess, die Klassifikation von fünf Lernstrategiekategorien sowie deren empirische Validierung und praktische Relevanz.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, das Verständnis für Lernstrategien zu vertiefen und aufzuzeigen, wie diese zur effektiven Informationsverarbeitung und zum Lernerfolg beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine theoretische Literaturanalyse mit einer qualitativen Einzelfallbefragung und der Auswertung empirischer Experimente zur Schlüsselwortmethode.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Lernstrategien, ein Fallbeispiel einer studentischen Befragung sowie eine empirische Untersuchung zur Schlüsselwortmethode.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Lernstrategien, Weinstein & Mayer, Schlüsselwortmethode, Enkodierungsprozess und Metakognition definieren.

Welche Rolle spielt das Alter bei der Anwendung der Lernstrategien laut Weinstein & Mayer?

Die Arbeit verdeutlicht, dass die spontane und effektive Anwendung vieler Lernstrategien stark von der kognitiven Entwicklung des Lernenden abhängt.

Warum ist die Motivation für den Lernerfolg von Bedeutung?

Affektive Strategien beeinflussen den Lernprozess maßgeblich; eine Steuerung der Lernumgebung und der Motivation ist essenziell, um Prüfungsangst zu bewältigen und den Fokus auf das Lernmaterial zu halten.

Final del extracto de 19 páginas  - subir

Detalles

Título
Kognitionspsychologische Lernstrategieansätze nach Weinstein und Mayer
Universidad
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie und Entwicklungspychologie)
Curso
Lernstrategien
Calificación
sehr gut
Autor
Beatrice Floca (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
19
No. de catálogo
V26347
ISBN (Ebook)
9783638287074
ISBN (Libro)
9783638781558
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kognitionspsychologische Lernstrategieansätze Weinstein Mayer Lernstrategien
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Beatrice Floca (Autor), 2004, Kognitionspsychologische Lernstrategieansätze nach Weinstein und Mayer, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26347
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