Die Beziehungen Deutschland und der Türkei während der Weimarer Republik


Studienarbeit, 2013
9 Seiten, Note: 10

Leseprobe

Die Beziehungen Deutschland und der Türkei während der Weimarer Republik

Die Geschichte der deutsch-türkischen Beziehungen in der Zwischenkriegszeit weist zahlreiche Höhen und Tiefen auf. In meiner Aufgabe möchte ich die Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei erarbeiten. Die beiden Länder wurden als Verlierer des ersten Krieges ausgenannt, und sie müssten die ruinierten Umstände der Länder auskämpfen. Während Deutschland Weimarer Republik durchführte, und in der Türkei neue Reformen vortraten, unterschrieben die beiden Länder einen Freundschaftsvertrag.

Nach dem Ersten Weltkrieg, waren die Siegermächte auf der einen und die besiegten, so wie Deutschland und das Osmanische Reich, auf der anderen Seite. Mehrere Millionen Menschen wurden in diesem Krieg getötet und sehr große Kriegsschäden in finanzieller und materieller Form waren entstanden. Für die Kriegsschäden mussten die Besiegten aufkommen. Um den Konflikt zu beenden und einen Frieden zu erreichen, war ein Friedensvertrag notwendig. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Deutschland als Verlierer durch den Versailler Friedensvertrag zu Reparaturen verpflichtet worden. Das heißt, dass die Außenpolitik des Deutschen Reiches von 1919 bis 1933 fremdbestimmt wurde. Das Deutsche Reich war zu einer Macht zweiten Rangs geworden und die von den Deutschen ausgehende potentielle Kriegsgefahr sollte mit dem Vertrag endgültig beseitigt werden. In den folgenden Jahren bemühte sich die deutsche Außenpolitik um eine Revision der Vertragsbestimmungen.

„Deutschland verfügte allerdings über keine Machtmittel, eigene Ansprüche durchzusetzen und eine aktive Außenpolitik zu betreiben. Vielmehr reduzierten sich die außenpolitischen Aktivitäten auf Unterhandlungen über die Erfüllung des Friedensvertrags. Beherrschendes Thema waren dabei die Reparationen, deren Höhe in Versailles nicht bestimmt und deren Festlegung auf einen späteren Zeitpunkt vertagt worden waren. Nach einer Reihe internationaler Konferenzen wurde schließlich auf der Londoner Reparationskonferenz 1921 die Höhe der Wiedergutmachung auf 132 Milliarden Goldmark festgelegt.[1]

Man kann somit Deutschland und die Türkei vergleichen, denn beide Länder wurden gezwungen einen Friedensvertrag anzuerkennen. Jedoch unterwarf sich die Türkei dieser Bevormundung nicht und schloss sich diesem Friedensvertrag nicht an und erzielte damit großer Erfolg, der Vertrag nicht zu anerkennen. Dieser Erfolg wurde besonders im Vertrag vom Lausanne akzeptiert. Deutschland hatte aber keine Möglichkeit die Macht der Siegermächte auf die Probe zu stellen und musste somit die Anforderungen annehmen.

Die Gegner bzw. Feinde beider Staaten waren dieselben, und sie wurden durch diese von der internationalen Politik isoliert. Aber der große Unterschied bei der Innen- und Außenpolitik, hat die Beziehung zwischen den beiden Ländern negativ beeinflusst.

Nach der Versammlung am 24. Juli 1923 für den Vertrag von Lausanne, wurden alle Verträge, die gegen das Verhältnis zu Deutschland und die diplomatischen Beziehungen war, für ungültig erklärt. Nachdem die Türkei den griechisch-türkischen Krieg gewonnen hatte, konnten sie mit dem Lausanner Vertrag die Bestimmungen des nach dem Ersten Weltkrieg abgeschlossenen Vertrags von Sèvres nach ihren Vorstellungen ändern.[2]

Der Vertrag von Sèvres war ein Vertrag, der am 10. August 1920 zwischen der Entente Mächte und dem Osmanisches Reich angenommen wurde. Dabei ging es insbesondere um die Unabhängigkeit größerer Teile des Osmanischen Reiches. Die heutigen Länder wie zum Beispiel Armenien und Mesopotamien (Irak) wurden nach diesem Vertrag für unabhängig erklärt. Der Vertrag von Sèvres ging mit seinen äußerst harten Bedingungen weit über das Maß des Versailles Vertrags hinaus. Während das Deutsche Reich durch den Versailles Vertrag geschwächt wurde, stellte der Vertrag von Sèvres die Existenz eines unabhängigen türkischen Staates in Frage.[3]

29. Oktober 1923 ist zweifellos ein Wendepunkt in der türkischen Geschichte. Die Türkei erklärte an diesem Tag eine demokratische Republik. Als Staatspräsident wurde Mustafa Kemal Atatürk gewählt. Schon am 12. Januar 1924 wurde Freytag vom Reichspräsidenten Ebert bevollmächtig worden, um einen deutsch-türkischen Freundschaftsvertrag zu unterschreiben. Auch dass das Osmanische Reich nicht länger existierte und die Türkei eine demokratische Republik gründete, verminderte die Besorgnis Deutschlands.

[...]


[1] http://www.dhm.de/lemo/html/weimar/aussenpolitik/

[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Vertrag_von_Lausanne

[3] http://de.wikipedia.org/wiki/Vertrag_von_S%C3%A8vres_(Osmanisches_Reich)#cite_note-kallis-12

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Details

Titel
Die Beziehungen Deutschland und der Türkei während der Weimarer Republik
Hochschule
Københavns Universitet  (Humanistisk)
Note
10
Autor
Jahr
2013
Seiten
9
Katalognummer
V263499
ISBN (eBook)
9783656521976
ISBN (Buch)
9783656526605
Dateigröße
456 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
beziehungen, deutschland, türkei, weimarer, republik
Arbeit zitieren
Senanur Akcay (Autor), 2013, Die Beziehungen Deutschland und der Türkei während der Weimarer Republik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263499

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