Der Bericht beschreibt Erwartungen an das erste Praktikum in einer Schule und verdeutlicht den Perspektivwechsel von der Schüler- zur Lehrerrolle.
Der Beruf des Lehrers ist in meiner Vorstellung sehr abwechslungsreich. Das Aufgabenfeld umfasst innerschulische Tätigkeiten wie die Fachlehre, erzieherische Maßnahmen, organisatorische Aufgaben und der Austausch mit Eltern (sowie eventuelle Beratungen), aber auch Aufgaben im außerschulischen Bereich. Zu diesen Aufgaben gehören beispielsweise Unterrichtsvorbereitung und -nachbereitung, Korrektur von Arbeiten und Testen, Zeugnisschreiben, Beurteilung von Schülerleistungen sowie Fortbildungen, um immer auf dem neuesten Stand zu sein. Der Lehrerberuf ist also durch ein breites Aufgabenspektrum gekennzeichnet und verlangt von der Lehrperson, stets flexibel zu sein. Mit dem Verlassen des Schulgeländes endet der Schultag mit Unterricht, nicht aber der Arbeitstag eines Lehrers: die oben genannten außerschulischen Aufgaben nehmen viel Zeit in Anspruch. Der Lehrer ist beispielsweise zunehmend als Berater gefragt.
Ich bin der Meinung, dass der Lehrerberuf – insbesondere der des Grundschullehrers – oft unterschätzt wird. Eine Grundschulklasse ist meist durch Heterogenität – nicht nur in Bezug auf Charaktere, sondern auch Basiswissen, Intelligenz und Motivation – gekennzeichnet, da die Selektion zum Ende der Grundschulzeit stattfindet. Für den Grundschullehrer bedeutet dies – vielleicht mehr als in anderen Schulformen –, zu differenzieren, um individuell fördern zu können.
Inhaltsverzeichnis
1. Vorstellungen vom Lehrerberuf
2. Erwartungen an das Praktikum
3. Vorhandene Kompetenzen für den Lehrerberuf
4. Kompetenzen, die ich erwerben möchte
5. Informationen über die Praktikumsschule
6. Vorstellung der Hospitationsklasse
7. Unterrichtliche Aktivitäten
7.1 LRS
7.2 Vertretungsunterricht
7.3 Planung und Durchführung zweier Unterrichtsreihen
7.4 Unterrichtsbesuch einer Lehramtsanwärterin
8. Außerunterrichtliche Aktivitäten
8.1 Pausenaufsicht
8.2 Klassenpflegschaftssitzung
8.3 Lehrerkonferenz
8.4 Austausch der Schulleitungen mit Kindergärten und Förderzentrum
8.5 Wandertag
8.6 Schulanmeldung
9. Beobachtungsschwerpunkt
10. Mein Projekt
11. Reflexion
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in der Evaluation des Orientierungspraktikums als wichtige Phase der Lehrerbildung, um den Rollenwechsel vom Schüler zur Lehrperson zu vollziehen und die eigene Eignung für den Beruf zu reflektieren. Im Zentrum steht die Verknüpfung von theoretischem Anspruch und praktischer Umsetzung im schulischen Alltag.
- Erfahrungen im unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Aufgabenbereich
- Beobachtung und Reflexion pädagogischen Handelns im Grundschulalltag
- Entwicklung eigener Unterrichtsreihen und Projekte
- Förderung der Kommunikations- und Reflexionskompetenz
- Professionalisierung der Lehrerrolle und Identitätsbildung
Auszug aus dem Buch
1. Vorstellungen vom Lehrerberuf
Der Beruf des Lehrers ist in meiner Vorstellung sehr abwechslungsreich. Das Aufgabenfeld umfasst innerschulische Tätigkeiten wie die Fachlehre, erzieherische Maßnahmen, organisatorische Aufgaben und der Austausch mit Eltern (sowie eventuelle Beratungen), aber auch Aufgaben im außerschulischen Bereich. Zu diesen Aufgaben gehören beispielsweise Unterrichtsvorbereitung und -nachbereitung, Korrektur von Arbeiten und Testen, Zeugnisschreiben, Beurteilung von Schülerleistungen sowie Fortbildungen, um immer auf dem neuesten Stand zu sein. Der Lehrerberuf ist also durch ein breites Aufgabenspektrum gekennzeichnet und verlangt von der Lehrperson, stets flexibel zu sein. Mit dem Verlassen des Schulgeländes endet der Schultag mit Unterricht, nicht aber der Arbeitstag eines Lehrers: die oben genannten außerschulischen Aufgaben nehmen viel Zeit in Anspruch. Der Lehrer ist beispielsweise zunehmend als Berater gefragt.
Ich bin der Meinung, dass der Lehrerberuf – insbesondere der des Grundschullehrers – oft unterschätzt wird. Eine Grundschulklasse ist meist durch Heterogenität – nicht nur in Bezug auf Charaktere, sondern auch Basiswissen, Intelligenz und Motivation – gekennzeichnet, da die Selektion zum Ende der Grundschulzeit stattfindet. Für den Grundschullehrer bedeutet dies – vielleicht mehr als in anderen Schulformen –, zu differenzieren, um individuell fördern zu können.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Vorstellungen vom Lehrerberuf: Eine persönliche Reflexion über das facettenreiche Aufgabenspektrum und die wahrgenommene Bedeutung des Lehrberufs.
2. Erwartungen an das Praktikum: Darstellung der Lernziele hinsichtlich des Rollenwechsels und des Einblicks in schulisches Handeln.
3. Vorhandene Kompetenzen für den Lehrerberuf: Analyse eigener Stärken durch Vorerfahrungen in der Nachhilfe und im Zivildienst.
4. Kompetenzen, die ich erwerben möchte: Identifikation notwendiger Entwicklungsbereiche wie Rhetorik und didaktisches Fachwissen.
5. Informationen über die Praktikumsschule: Kontextualisierung der Praktikumserfahrung durch Vorstellung der Schulstruktur und spezifischer Programme.
6. Vorstellung der Hospitationsklasse: Einblick in die Zusammensetzung und das soziale Gefüge der Klasse 4a.
7. Unterrichtliche Aktivitäten: Dokumentation von praktischen Erprobungen, angefangen bei LRS-Förderung bis hin zur eigenständigen Unterrichtsplanung.
8. Außerunterrichtliche Aktivitäten: Beschreibung von Tätigkeiten außerhalb des Klassenzimmers, wie Aufsicht und Teilnahme an Gremiensitzungen.
9. Beobachtungsschwerpunkt: Fokus auf Methoden der Konfliktlösung und Klassenratarbeit.
10. Mein Projekt: Vorstellung des Förderkurses Mathematik mit dem Thema Fibonacci-Folge.
11. Reflexion: Zusammenfassende Bewertung des Praktikums im Hinblick auf die Berufswahl.
Schlüsselwörter
Lehrerberuf, Orientierungspraktikum, Grundschule, Unterrichten, Reflexion, Klassenrat, Individuelle Förderung, Unterrichtsplanung, Heterogenität, Mentorin, Schüler-Lehrer-Verhältnis, Professionelle Identität, Schulleben, Kompetenzentwicklung, Unterrichtspraxis
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert die Erfahrungen, Beobachtungen und Reflexionen eines Lehramtsstudierenden während seines Orientierungspraktikums an einer Grundschule.
Was sind die zentralen Themenfelder der Praktikumsarbeit?
Die Themen umfassen die Lehrerrolle, unterrichtliche sowie außerunterrichtliche Aktivitäten, die Gestaltung von Förderkursen und die Reflexion über die eigene Eignung für den Lehrerberuf.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist der Rollenwechsel vom Schüler zur Lehrperson sowie die Überprüfung der beruflichen Motivation durch intensive Praxiserfahrung.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?
Der Autor nutzt die teilnehmende Beobachtung, die Dokumentation eigener Unterrichtsversuche sowie die systematische Reflexion des Schullalltags.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Schule, der Hospitationsklasse, konkrete Unterrichtsaktivitäten, das Projekt "Mathematik – Fördern und Fordern" sowie die Teilnahme an Konferenzen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Lehrerberuf, Orientierungspraktikum, Reflexion, Klassenrat, Individuelle Förderung und Kompetenzentwicklung.
Wie spielt der Klassenrat eine Rolle für den Beobachtungsschwerpunkt?
Der Klassenrat dient als zentrales Instrument zur konstruktiven Konfliktlösung, das den Schülerinnen und Schülern Autonomie bei der Bewältigung von Problemen ermöglicht.
Welche Bedeutung hatte das Projekt "Fibonacci-Folge" für den Förderunterricht?
Es diente als mathematisches Projekt für leistungsstarke Schüler, um eine bewusste Abgrenzung zum regulären Unterricht zu schaffen und die Motivation durch Selbstmitbestimmung zu steigern.
- Citar trabajo
- Marco Nadorp (Autor), 2011, Mathematikunterricht an der Grundschule. Bericht zum Orientierungspraktikum, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263520