Mathematikunterricht an der Grundschule. Bericht zum Orientierungspraktikum


Praktikumsbericht / -arbeit, 2011
19 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Vorstellungen vom Lehrerberuf

2. Erwartungen an das Praktikum

3. Vorhandene Kompetenzen für den Lehrerberuf

4. Kompetenzen, die ich erwerben möchte

5. Informationen über die Praktikumsschule

6. Vorstellung der Hospitationsklasse

7. Unterrichtliche Aktivitäten
7.1 LRS
7.2 Vertretungsunterricht
7.3 Planung und Durchführung zweier Unterrichtsreihen
7.4 Unterrichtsbesuch einer Lehramtsanwärterin

8. Außerunterrichtliche Aktivitäten
8.1 Pausenaufsicht
8.2 Klassenpflegschaftssitzung
8.3 Lehrerkonferenz
8.4 Austausch der Schulleitungen mit Kindergärten und Förderzentrum
8.5 Wandertag
8.6 Schulanmeldung

9. Beobachtungsschwerpunkt

10. Mein Projekt

11. Reflexion

1. Vorstellungen vom Lehrerberuf

Der Beruf des Lehrers ist in meiner Vorstellung sehr abwechslungsreich. Das Aufgabenfeld umfasst innerschulische Tätigkeiten wie die Fachlehre, erzieherische Maßnahmen, organisatorische Aufgaben und der Austausch mit Eltern (sowie eventuelle Beratungen), aber auch Aufgaben im außerschulischen Bereich. Zu diesen Aufgaben gehören beispielsweise Unterrichtsvorbereitung und -nachbereitung, Korrektur von Arbeiten und Testen, Zeugnisschreiben, Beurteilung von Schülerleistungen sowie Fortbildungen, um immer auf dem neuesten Stand zu sein. Der Lehrerberuf ist also durch ein breites Aufgabenspektrum gekennzeichnet und verlangt von der Lehrperson, stets flexibel zu sein. Mit dem Verlassen des Schulgeländes endet der Schultag mit Unterricht, nicht aber der Arbeitstag eines Lehrers: die oben genannten außerschulischen Aufgaben nehmen viel Zeit in Anspruch. Der Lehrer ist beispielsweise zunehmend als Berater gefragt.

Ich bin der Meinung, dass der Lehrerberuf – insbesondere der des Grundschullehrers – oft unterschätzt wird. Eine Grundschulklasse ist meist durch Heterogenität – nicht nur in Bezug auf Charaktere, sondern auch Basiswissen, Intelligenz und Motivation – gekennzeichnet, da die Selektion zum Ende der Grundschulzeit stattfindet. Für den Grundschullehrer bedeutet dies – vielleicht mehr als in anderen Schulformen –, zu differenzieren, um individuell fördern zu können.

Ein sehr positiver Aspekt des Lehrerberufes ist für mich der ständige Kontakt mit jungen Menschen, die den Lehrer als Vorbild und Ansprechpartner für Erfreuliches, häufig aber auch für Probleme sehen. Das von den Kindern entgegengebrachte Vertrauen empfinde ich als große Verantwortung.

Außerdem gefällt mir die Selbstständigkeit und die Kreativität bezüglich der Unterrichtsplanung und -ausübung und die damit verbundene Verantwortung und Sorgfalt.

Der Lehrerberuf ist insbesondere auch geprägt durch psychische Belastungen. Die „Berufsgruppe Lehrer“ ist demensprechend überdurchschnittlich stark von Burn-Out-Fällen betroffen. Trotzdem glaube ich den für mich richtigen Beruf darin gewählt zu haben.

2. Erwartungen an das Praktikum

Das Orientierungspraktikum ist bereits das zweite Praktikum, das ich an der Grundschule in X absolvieren werde. Ich erwarte, den Rollenwechsel Schüler-Lehrer weiter vorantreiben zu können, um den Unterricht und die Methoden aus der Lehrerperspektive beobachten und evaluieren zu können.

Während meines ersten Praktikums konnte ich mir bereits einen guten Eindruck aller Klassen und Lehrer mit ihren unterschiedlichen Lehr- und Erziehungsmethoden verschaffen. Deshalb bat ich meine Mentorin darum, im Orientierungspraktikum einer festen Klasse zugeordnet zu sein, um die Kinder und die unterrichtenden Lehrer besser kennenzulernen.

Das Praktikum möchte ich auch nutzen, um unterschiedliche Arbeitsweisen kennenzulernen und Erfahrungen bezüglich der Unterrichtsvorbereitung sowie der eigenen Durchführung zu sammeln. Ich bin sehr gespannt, wie ich als angehende Lehrperson auf die Schüler wirke, wie ich mich in dieser Rolle fühle und wie ich das eigene Unterrichten meistern werde.

Ich habe Interesse daran, die Arbeit der Kollegen untereinander zu beobachten und Erkenntnisse für den späteren Beruf mitzunehmen. Zudem möchte ich durch den Austausch mit dem Kollegium einen Einblick in den außerschulischen Aufgabenbereich bekommen und würde mich freuen an Gesprächen mit Eltern oder einer Lehrerkonferenz teilnehmen zu dürfen.

Ich hoffe, dass ich zum Ende des Praktikums sagen kann, dass die Erinnerungen und die Erfahrungen des Praktikums, mein Durchhaltevermögen und meine Motivation, dieses Studium zu beenden, stärken werden.

Insgesamt wünsche ich mir möglichst viele Bereiche des Schullebens und des Lehrerberufes kennenzulernen, um meine Erfahrungen zu vertiefen und gestärkt zu werden , den für mich passenden Studiengang gewählt zu haben.

3. Vorhandene Kompetenzen für den Lehrerberuf

Durch Nachhilfe, die ich seit mehreren Jahren erteile, habe ich gelernt, geduldig mit Kindern zu arbeiten und individuell auf sie einzugehen. Dabei betreute ich Nachhilfeschüler der Schulformen Gymnasium, Real- und Hauptschule, aber auch Nachhilfeschüler der Förderschule. Ich habe dadurch einen guten Eindruck erhalten, wie verschieden die kognitiven Voraussetzung und Gegebenheiten bei Kindern sein können, die in der Grundschule gemeinsam unterrichtet werden.

Durch die Nachhilfe wurde ich zum ersten Mal in die Rolle des Lehrenden versetzt und ich habe festgestellt, dass ein selbstbewusstes Auftreten und tiefgreifendes fachliches Wissen hierbei unerlässlich sind.

Nach meinem Zivildienst in einem Kinderheim war mir bewusst, dass mir die Arbeit mit Kindern Spaß macht und ich darin meine berufliche Passion sehe.

Ich bin in der Lage, über mein eigenes Handeln zu reflektieren und Fehler einzugestehen, weshalb ich meine Selbstwahrnehmung als realistisch bezeichnen würde. Dementsprechend gut kann ich konstruktive Kritik aufnehmen.

Meine Freunde und Familie bescheinigen mir eine ausgeprägte empathische Kompetenz, die in der Grundschule häufig – wahrscheinlich häufiger als in anderen Schulformen – zum Einsatz kommt.

Während meines ersten Praktikums habe ich bereits erste Erfahrungen im Unterrichten sammeln können. Dort habe ich festgestellt, dass eine Kernkompetenz des Lehrers in der Flexibilität liegt. Im Grundschulunterricht läuft wenig nach festgelegtem Plan.

4. Kompetenzen, die ich erwerben möchte

Bei meinem ersten Praktikum ist mir aufgefallen, dass ich beim Unterrichten oder im Schülergespräch oft nach den „richtigen Worten“ gesucht habe, weil ich die Schülerinnen und Schüler mit meiner Rhetorik nicht überfordern wollte. Die Gesprächskompetenz, wie ich mit Schülerinnen und Schülern der Grundschule kommuniziere, ist eine Kernkompetenz, die ich ausbauen möchte. Neben dem Unterrichten ist auch der Kontakt zu den Eltern ein wichtiger Baustein zum erfolgreichen Bestehen der Grundschule. Die Kommunikationskompetenz eines Lehrers bezieht sich nicht allein auf das Erklären von Sachthemen für Kinder, sondern auch auf Elterngespräche und kollegiale Gespräche. Durch das Orientierungspraktikum möchte ich die Chance nutzen, diese Kompetenz zu trainieren.

Didaktisches Fachwissen und nützliche pädagogische und psychologische Kenntnisse sind bislang kaum Gegenstand der universitären Ausbildung gewesen, sind aber meiner Meinung nach von immenser Bedeutung.

Zu dieser Sachkompetenz kommt die Evaluationsfähigkeit, die auch für differenzierten Unterricht in einer heterogenen Klassengemeinschaft von Nöten ist.

In der heutigen Grundschule sind individuelle Förderung, Inklusion und Migrantenunterricht nicht wegzudenken. Angesichts der wenig praxisorientierten Lehrerausbildung fehlen mir Fachwissen und Methoden, diesen Anforderungen gerecht zu werden. Durch Beobachten und Gespräche mit den Lehrern wünsche ich mir, diese Kompetenzbereiche während des Praktikums vertiefen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Mathematikunterricht an der Grundschule. Bericht zum Orientierungspraktikum
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
1,7
Autor
Jahr
2011
Seiten
19
Katalognummer
V263520
ISBN (eBook)
9783668265394
ISBN (Buch)
9783668265400
Dateigröße
526 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
mathematikunterricht, grundschule, bericht, orientierungspraktikum
Arbeit zitieren
Marco Nadorp (Autor), 2011, Mathematikunterricht an der Grundschule. Bericht zum Orientierungspraktikum, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263520

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