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Die Theorie des Behaviorismus. Ein Überblick

Title: Die Theorie des Behaviorismus. Ein Überblick

Elaboration , 2011 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Hannah Grün (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Pädagogik und Psychologie sind eng ineinander verwobene Wissenschaften. Gerade im Behaviorismus werden die Erforschung das Verhalten betreffend und die bewusste Steuerung von Verhalten kaum getrennt betrachtet. Das dies keinesfalls unüblich war, sondern eine vielfach gezogene Verknüpfung, zeigt ein Blick in die Geschichte. Konkret, Anfang des 20. Jahrhunderts, legte man in der Forschung den Fokus auf die Verhaltensforschung, die nur eine von vielen Fächern war, die der allgemeinen Tendenzen der Zeit zur Objektivierung unterlag. „Psychologie als Wissenschaft vom Verhalten hatten bereits William McDougall (1912) und Pillsbury (1913) gefordert; >Verhalten als Kategorie der Psychologie< war 1912 der Titel des Vortrages des Funktionalisten Angell gewesen, der übrigens als erster das Wort >behaviorist< verwendete (Tilquin, 52).“ Im Sinne der genannten Ansätze wurde kurze Zeit später der klassische Behaviorismus entwickelt, der u.a. die Vorzüge naturwissenschaftlicher Forschung an Tieren auch für Menschen nutzbar machen wollte und damit eine eindeutige Beziehung zwischen Psychologie und Pädagogik herstellte.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition und Erklärung des behavioristischen Ansatzes

2.1 Definition

2.2 Terminologie

3. Historisch-philosophischer Entstehungskontext der Theorie

4. Bedeutende Vertreter der behavioristischen Theorie

4.1 John Watson

4.2 Skinner

5. Exkurs Sprachen-/ Sprechenlernen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der Theorie des Behaviorismus auseinander, beleuchtet deren historischen Kontext sowie die bedeutendsten Vertreter und hinterfragt die Anwendbarkeit des behavioristischen Menschenbildes auf pädagogische Lernprozesse.

  • Historische Entwicklung und philosophische Grundlagen des Behaviorismus
  • Kritische Analyse zentraler Begriffe und methodologischer Prinzipien
  • Untersuchung der Ansätze von John Watson und B.F. Skinner
  • Die Rolle des Behaviorismus in Spracherwerbstheorien
  • Spannungsfeld zwischen behavioristischer Verhaltenskontrolle und pädagogischer Mündigkeit

Auszug aus dem Buch

2.2 Definition

Zunächst versteht sich der Behaviorismus als eine Art Gegenposition zur vorherrschenden Introspektion. Gemäß dem zu seiner Entstehungszeit noch relativ jungen Darwinismus wird der Mensch nicht mehr losgelöst von allen anderen Wesen verstanden, sondern sein Aussehen, seine Herkunft und auch seine Handlungsmuster werden, grob gesagt, im Tierreich verortet. „Behaviorism […] is […] a natural science that takes the whole field of human adjustments as ist own. Its closest scientific companion is physiology.” Folglich verwenden die Behavioristen in ihrem Theorem die Naturkausalität als Basis für jegliche Handlung: Ursache und Wirkung jeglichen beobachtbaren Tuns ließen sich, so eine Kernthese, einwandfrei feststellen. „Das nach dem Reiz- Reaktions- Schema dargestellte reaktive Verhalten bildet die Grundlage für die objektive Beschreibung und Erklärung von reaktivem wie operativem Verhalten und der in diese integrierten psychischen Vorgänge.“ Darum lassen sich althergebrachte Begriffe wie Emotion, Gefühl und Bewusstsein nicht mehr ohne weiteres problemlos in der Theorie verorten. Erklärt werden die nach außen sichtbaren, empirisch messbaren Reaktionen, allerdings nicht ihre individuelle Entstehung.

Das Bewußtsein [sic!] wird zu einem bloßen Epiphänomen degradiert. Es wird zum bloßen Vermittler zwischen den Bedürfnissen des Organismus und seiner Umwelt. Entscheidend ist nicht der Inhalt des Bewußtseins [sic!] als Resultat der Widerspiegelung der objektiven Realität, seine Rolle bei der Konstitution von Verhaltensweisen, sondern die Annahme, ass [sic!] jeder Reiz bestimmte Wirkungen auf den Organismus hat und jegliches Verhalten durch Reize ausgelöst wird. Es interessierte also vor allem die Wechselbeziehung zwischen sensorischen und motorischen Aktivitäten des Organismus und ihre Aufrechterhaltung, bis die Handlungen sich als bedürfnisgerecht erweisen und sie die Festigkeit von Gewohnheit annehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verortet den Behaviorismus im Kontext der frühen Verhaltensforschung des 20. Jahrhunderts und stellt die Relevanz der theoretischen Ergebnisse für die Pädagogik dar.

2. Definition und Erklärung des behavioristischen Ansatzes: Dieses Kapitel definiert den Behaviorismus als objektive, naturwissenschaftlich orientierte Psychologie, die introspektive Begriffe durch beobachtbare Reiz-Reaktions-Schemata ersetzt.

3. Historisch-philosophischer Entstehungskontext der Theorie: Es wird dargelegt, wie der Behaviorismus in Verbindung mit Funktionalismus, Positivismus und Pragmatismus den damaligen Zeitgeist der Messbarkeit und Manipulation widerspiegelte.

4. Bedeutende Vertreter der behavioristischen Theorie: Die Theorien von John Watson (Begründer der behavioristischen Strömung) und B.F. Skinner (operante Konditionierung) werden detailliert untersucht und kritisch bewertet.

5. Exkurs Sprachen-/ Sprechenlernen: Dieser Abschnitt beleuchtet den Einfluss der Konditionierungsmodelle auf Spracherwerbstheorien und die daraus resultierende Problematik bei der Ausblendung mentaler Vorgänge.

6. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass der Behaviorismus zwar methodologische Strenge in die Psychologie brachte, aber aufgrund seines reduktionistischen Menschenbildes und der Verhaltenskontrolle nicht als Grundlage für eine ganzheitliche Pädagogik dienen kann.

Schlüsselwörter

Behaviorismus, Psychologie, Pädagogik, Reiz-Reaktions-Schema, Konditionierung, John Watson, B.F. Skinner, Objektivität, Verhaltenskontrolle, Operantes Verhalten, Funktionalismus, Positivismus, Pragmatismus, Lerntheorie, Empirie

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema dieser Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Theorie des Behaviorismus, ihre Entstehungsgeschichte, die zentralen Ansätze ihrer Hauptvertreter sowie eine kritische Auseinandersetzung mit ihren Auswirkungen auf die Pädagogik.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Felder sind die Definition behavioristischer Fachterminologie, die philosophischen Hintergründe (Pragmatismus/Positivismus), die methodische Verhaltenskontrolle und die Anwendung auf den Spracherwerb.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Beitrag des Behaviorismus zur wissenschaftlichen Psychologie zu würdigen und gleichzeitig die fundamentalen Widersprüche zwischen behavioristischen Methoden und humanistischen Erziehungszielen aufzudecken.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Referatsausarbeitung, die sich auf Literaturanalysen und die kritische Auseinandersetzung mit primär- und sekundärpsychologischen Quellen stützt.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Definition des behavioristischen Menschenbildes, die Rolle von John Watson und Skinner sowie die Kritik an der mechanistischen Reduktion des menschlichen Verhaltens.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Besonders prägend sind die Begriffe Konditionierung, Reiz-Reaktions-Schema, Operationalisierung, objektive Forschung und der Konflikt zwischen Selbstbestimmung und Manipulation.

Inwiefern unterscheidet sich Skinners Ansatz von den Vorläufern?

Skinner führt das Konzept des operanten Verhaltens ein, bei dem das Verhalten nicht nur durch einen auslösenden Reiz entsteht, sondern durch seine Auswirkungen und Konsequenzen gesteuert wird.

Warum wird der Behaviorismus im Kontext der Pädagogik kritisch betrachtet?

Die Kritik basiert darauf, dass der Behaviorismus das Individuum auf messbare Verhaltensmerkmale reduziert, wodurch Aspekte wie Mündigkeit, Selbstreflexion und individuelle Selbsterkenntnis ignoriert werden.

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Details

Title
Die Theorie des Behaviorismus. Ein Überblick
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Grade
1,3
Author
Hannah Grün (Author)
Publication Year
2011
Pages
15
Catalog Number
V263529
ISBN (eBook)
9783656522607
ISBN (Book)
9783656539742
Language
German
Tags
theorie behaviorismus überblick
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hannah Grün (Author), 2011, Die Theorie des Behaviorismus. Ein Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263529
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