Es ist kein Novum, dass der Handel im Internet über ein erhebliches wirtschaftliches Wachstum verfügt. Wenn Personen auf den Aufschwung im E-Commerce angesprochen werden, verbinden sie diesen allerdings vorrangig mit großen Internet-Handelskonzernen wie der Otto-Group oder Amazon. Dabei geben immer mehr kleine und mittlere Online-Händler den Impuls für ein weiteres Wachstum im Bereich E-Commerce (Hengl, 2012, S. 1).
In der Literatur lassen sich dagegen nur bedingt wissenschaftliche Artikel oder auch Bücher ausfindig machen, die sich explizit mit der Thematik E-Commerce im Mittelstand befassen.
Aus diesem Grund werden in der vorliegenden Arbeit die speziellen Anforderungen und Potenziale mittelständischer Unternehmen im Online-Handel analysiert. Im engeren Sinne soll diese Arbeit sowohl Mittelständlern, die bereits im stationären Handel tätig sind und ihre Umsätze durch den Verkauf im Internet erhöhen wollen, als auch Start-up-Unternehmen weiterführende Kenntnisse in den E-Commerce-Teilbereichen Zahlungsabwicklung, Versand und Lieferung, Retourenmanagement sowie hinsichtlich der Internationalisierung vermitteln.
Abschließend besteht die Intention, Handlungsempfehlungen zu entwickelt, die kleine und mittlere Unternehmen (KMU) beim Verkauf im Internet berücksichtigen sollten, um sich dauerhaft am Markt zu etablieren.
1. Einleitung
1.1 Relevanz der Arbeit
1.2 Vorgehensweise
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Entwicklung zur Informationsgesellschaft
2.2 E-Business und E-Commerce
2.2.1 Definition E-Business
2.2.2 Definition E-Commerce
2.2.3 Abgrenzung E-Business und E-Commerce
2.3 Eigenschaften des E-Commerce
2.3.1 Geschäftsbereiche
2.3.1.1 Business-to-Business
2.3.1.2 Business-to-Consumer
2.3.1.3 Consumer-to-Consumer
2.3.1.4 Consumer-to-Business
2.3.1.5 Business-to-Adminstration
2.3.2 Wertschöpfungskette
2.3.2.1 Elektronische Wertschöpfung
2.3.2.2 Elektronische Wertschöpfungskette
2.3.2.3 Elektronischer Wertschöpfungsprozess
2.3.3 Absatzwege
2.3.3.1 Intermediation
2.3.3.2 Disintermediation
2.3.4 Geschäftsmodelle
2.3.4.1 B2B-Geschäftsmodelle
2.3.4.1.1 Sourcing
2.3.4.1.2 Sales
2.3.4.1.3 Supportive Collaboration
2.3.4.1.4 Service Broker
2.3.4.2 B2C-Geschäftsmodelle
2.3.4.2.1 Content
2.3.4.2.2 Commerce
2.3.4.2.3 Context
2.3.4.2.4 Communication
2.3.4.2.5 Connection
2.3.4.2.6 Hybridisierung
2.3.5 Erlösmodelle
2.3.5.1 Singular-Prinzip
2.3.5.2 Plural-Prinzip
2.3.5.3 Symbiose-Prinzip
2.3.6 Erlössystematik
2.3.6.1 Margenmodell
2.3.6.2 Provisionsmodell
2.3.6.3 Grundgebührenmodell
2.3.7 Zahlungsverfahren
2.3.7.1 Klassische Zahlungsverfahren
2.3.7.1.1 Rechnung
2.3.7.1.2 Vorkasse
2.3.7.1.3 Nachnahme
2.3.7.1.4 Lastschrift
2.3.7.1.5 Kreditkarte
2.3.7.2 E-Payment-Verfahren
2.3.7.2.1 Nutzerkontoabhängige Verfahren
2.3.7.2.2 Nutzerkontounabhängige Verfahren
2.3.7.2.3 Direktüberweisungsverfahren
2.3.7.3 Ratenzahlung
2.4 Kleine und mittlere Unternehmen
2.5 E-Commerce im Mittelstand
2.5.1 Zahlungsabwicklung
2.5.2 Versand und Lieferung
2.5.3 Retourenmanagement
2.6 Forschungsleitende Annahmen
3. EMPIRISCHE FORSCHUNG
3.1 Forschungsmethodik
3.1.1 Wahl der Forschungsmethode
3.1.2 Vorbereitung der Interviews
3.1.3 Durchführung der Interviews
3.1.4 Auswertung der Interviews
3.2 Ergebnisse der empirischen Forschung
3.2.1 Zahlungsabwicklung im Mittelstand (Forschungsfrage 1)
3.2.2 Auswahl von Logistikdienstleistern im Mittelstand (Forschungsfrage 2)
3.2.3 Retourenmanagement im Mittelstand (Forschungsfrage 3)
3.2.4 Internationalisierung im Mittelstand (Forschungsfrage 4)
4. HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN UND FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die spezifischen Anforderungen und Potenziale mittelständischer Unternehmen im Online-Handel. Ziel ist es, Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) dabei helfen, sich erfolgreich im E-Commerce zu etablieren und ihre Prozesse in den Bereichen Zahlungsverkehr, Logistik und Internationalisierung zu optimieren.
- Analyse der E-Commerce-Anforderungen für den Mittelstand
- Optimierung von Zahlungsabwicklung und Payment-Verfahren
- Logistik- und Versandstrategien für kleine und mittlere Unternehmen
- Strategien zur Reduzierung von Retourenquoten
- Potenziale und Herausforderungen der Internationalisierung
Auszug aus dem Buch
2.3.1.2 Business-to-Consumer
Beim B2C-Bereich handelt es sich um einen deutlich kleineren Geschäftsbereich, wobei sich ebenfalls steigende Umsätze in kommenden Jahren vorhersagen lassen - bis 2017 soll in Deutschland ein Umsatzvolumen von über 46 Milliarden Euro erreicht werden (Statista, 2013).
Im Gegensatz zum B2B-Bereich ist der Geschäftsabschluss im B2C-Bereich durch eine vergleichsweise kurze Dauer und niedrige bis mittlere Transaktionskosten geprägt (Merz, 2002, S. 22ff.). Dabei treten Unternehmen als Anbieter von digitalen Produkten, physischen Produkten oder Dienstleistungen auf, die von Konsumenten nachgefragt werden (Kollmann, 2011, S. 47).
Als Beispiel kann der Erwerb von Textilien angeführt werden. Der Konsument wählt über einen Onlineshop die gewünschte Kleidung aus, bestellt diese und bezahlt den Verkäufer nach Abschluss des Kaufvertrages (Wirtz, 2013, S. 24).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel begründet die Relevanz der Untersuchung von E-Commerce-Potenzialen für den Mittelstand und erläutert den methodischen Aufbau der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten wie E-Business, E-Commerce, Geschäftsmodelle und Zahlungsverfahren im Kontext des Mittelstands systematisch hergeleitet und definiert.
3. EMPIRISCHE FORSCHUNG: Dieser Teil beschreibt die qualitative Forschungsmethode und analysiert die Ergebnisse aus den Experteninterviews zu Zahlungsabwicklung, Logistik, Retourenmanagement und Internationalisierung.
4. HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN UND FAZIT: Das Kapitel leitet aus den theoretischen und empirischen Erkenntnissen konkrete Strategien für mittelständische Online-Händler ab und zieht ein abschließendes Fazit.
Schlüsselwörter
E-Commerce, Mittelstand, KMU, Online-Handel, Zahlungsabwicklung, E-Payment, Logistik, Versand, Retourenmanagement, Internationalisierung, Geschäftsmodelle, B2B, B2C, Experteninterviews, Qualität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelor Thesis grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Anforderungen und Potenziale, die für mittelständische Unternehmen entstehen, wenn sie ihre Waren und Dienstleistungen über das Internet vertreiben.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der Gestaltung von Prozessen in der Zahlungsabwicklung, der Auswahl geeigneter Logistikdienstleister, der Bewältigung von Retouren sowie den Herausforderungen der Internationalisierung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel besteht darin, kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) fundierte Handlungsempfehlungen für den Einstieg oder die Optimierung ihrer Aktivitäten im Online-Handel zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Der Autor verwendet einen qualitativen Forschungsansatz, basierend auf Experteninterviews mit sechs Vertretern aus verschiedenen Fachbereichen wie Logistik und Bankwesen.
Was wird im theoretischen Hauptteil behandelt?
Es werden fundierte Grundlagen zu E-Business und E-Commerce, zu verschiedenen Geschäfts- und Erlösmodellen sowie zu einer Vielzahl von Zahlungsverfahren im Internet dargestellt.
Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind E-Commerce, Mittelstand, Logistik, Retourenmanagement, Zahlungsabwicklung und Internationalisierung.
Welche Rolle spielt die Zahlungsabwicklung für den Mittelstand?
Die Experten betonen, dass eine unkomplizierte und sichere Zahlungsabwicklung entscheidend für die Conversion-Rate und die Liquidität der Händler ist.
Wie gehen mittelständische Händler laut der Studie mit dem Retouren-Thema um?
Das Retourenmanagement wird als kostenintensives Problem identifiziert; Experten raten zu einer präzisen Produktbeschreibung und einer sorgfältigen Prozessgestaltung, um unnötige Rücksendungen zu minimieren.
- Quote paper
- Lukas Lohmann (Author), 2013, E-Commerce im Mittelstand, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263551