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Die Steuerung von Liquiditätsrisiken im Leasinggeschäft

Titel: Die Steuerung von Liquiditätsrisiken im Leasinggeschäft

Seminararbeit , 2011 , 22 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Diplom Volkswirt Simon Laier (Autor:in)

BWL - Revision, Prüfungswesen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Nicht erst seit dem Ausbruch der Finanzkrise spielt die Liquidität als Kernrisiko von Finanzdienstleistern die entscheidende Rolle im Risikomanagement. Doch gerade in der jüngsten Wirtschaftskrise hat das Risikomanagement und die Bedeutung der Liquidität in hohem Maße die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Die rückläufigen Investitionsvolumina und die Schwierigkeiten der Refinanzierung belasten die Leasingbranche bis heute. Zusätzlich bringen neue rechtliche Rahmenbedingungen weitere Herausforderungen mit sich, deren Umsetzung und Implementierung für die mittelständisch geprägte deutsche Leasingbranche große Anforderungen beinhalten.
In dieser Seminararbeit wird ein Überblick über die möglichen Auswirkungen der gesetzlichen Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) dargestellt. Zu diesem Zweck werden zunächst die Begriffe Risiko, Liquidität, Risikomanagement und Liquiditätsrisiko erläutert. Daran schließt sich eine kurze Beschreibung der Inhalte und der Anforderungen des MaRisk-Rundschreibens (August 2009) an. Hierzu werden die Forderungen nach der Festlegung einer Risikotoleranz, die Forderungen nach dem Stresstesting und diejenigen nach einer Notfallplanung als wichtige Bestandteile auf mögliche Umsetzungen in Leasinggesellschaften hin erörtert. Diese Eckpfeiler spiegeln zwar nicht alle erwähnenswerte Aspekte wieder - eine Erweiterung auf andere Anforderungen würde jedoch den Rahmen dieser Arbeit sprengen. Der für eine ausreichende Liquiditätssteuerung wichtige Punkt der Refinanzierung folgt im Anschluss. Hierbei ist hervorzuheben, dass die Gliederungspunkte 4.2. (Darlehensfinanzierung) und 4.3. (regressloser Forderungsverkauf) bis heute noch mit weitem Abstand die wichtigsten Refinanzierungsformen für die Leasingbranche in Deutschland ausmachen. Die strukturierte Verbriefung der Forderung mit Hilfe der ABS-Transaktionen ist eine weitere Möglichkeit der Refinanzierung von Leasinggesellschaften. Diese ist im Laufe der Wirtschaftskrise in Verruf geraten, bringt jedoch einige wichtige Vorteile mit sich.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffliche Grundlegungen

2.1. Risiko

2.2. Risikomanagement

2.3. Der Liquiditätsbegriff

2.4. Der Begriff des Liquiditätsrisikos

3. Anforderung und Umsetzungen der MaRisk zur Steuerung der Liquiditätsrisiken

3.1. Anforderungen der MaRisk an die Leasinggesellschaften

3.2. Die Risikotoleranz und die Früherkennung von Liquiditätsengpässen

3.3. Das Stresstesting

3.4. Die Notfallplanung

4. Liquiditätssteuerung im Rahmen der Refinanzierung

4.1. Die Refinanzierung als Liquiditätssteuerung

4.2. Die Darlehensfinanzierung im Mobilien-Geschäft

4.3. Der Regresslose Forderungsverkauf (Forfaitierung)

4.4. Die Refinanzierung mit ABS-Produkten

5. Ein Ausblick in die Zukunft der Leasingbranche

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie Leasinggesellschaften auf rechtlicher Grundlage die Steuerung von Liquiditätsrisiken optimieren können, um trotz wirtschaftlicher Krisen und regulatorischer Anforderungen fortzubestehen. Dabei wird analysiert, wie sich das Risikomanagement durch die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) auf die Praxis auswirkt und welche Refinanzierungsformen hierbei zentral sind.

  • Regulatorische Anforderungen der MaRisk für Leasinggesellschaften
  • Methoden zur Früherkennung und Bewältigung von Liquiditätsrisiken
  • Stresstesting als Instrument zur Risikoanalyse im Leasinggeschäft
  • Strategien zur Liquiditätssteuerung durch verschiedene Refinanzierungsformen
  • Auswirkungen der Finanzkrise auf das Leasinggeschäft

Auszug aus dem Buch

3.3. Das Stresstesting

Eine Forderung der MaRisk besteht in einer regelmäßigen Durchführung und Beurteilung von Stresstests zur Untersuchung der Liquiditätsausstattung. „Mit Hilfe von Stresstests erhält die Geschäftsleitung Anhaltspunkte, wie sich unwahrscheinliche, aber plausibel mögliche und unter Umständen gravierende Ereignisse auf die Kapitalgrößen bzw. auf die Liquiditätssituation oder auf einzelne Portfolien auswirken.“ Die MaRisk Regelungen sehen vor, dass Stresstests in Abhängigkeit von den jeweils eingegangenen Risiken des Instituts durchzuführen sind. Somit ergeben sich wiederum Handlungsspielräume wegen der Sonderstellung von Leasinggesellschaften in der Branche der Finanzdienstleister. Aus dem MaRisk-Rundschreiben ist ersichtlich, dass den Konzentrationsrisiken bzw. den Klumpenrisiken erhebliche Aufmerksamkeit gewidmet wird. Als Konzentrationsrisiken werden im Allgemeinen Risiken bezeichnet, die aufgrund einer ungleichmäßigen Verteilung der Geschäftsaktivitäten bzw. aus sektoraler oder geographischer Geschäftsschwerpunktbildung entstehen.

Zur Überprüfung der Verlustanfälligkeit bezüglich möglicher geschäftlicher Stresssituationen können Sensitivitäts- und Szenarioanalysen herangezogen werden. Bei einer Sensibilitätsanalyse wird ein Risikofaktor einer außergewöhnlichen Stresssituation ausgesetzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die gestiegene Bedeutung der Liquidität für Leasinggesellschaften infolge der Finanzkrise und stellt die Relevanz der MaRisk sowie die untersuchten Refinanzierungsformen vor.

2. Begriffliche Grundlegungen: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe Risiko, Risikomanagement, Liquidität und Liquiditätsrisiko im Kontext von Finanzdienstleistern.

3. Anforderung und Umsetzungen der MaRisk zur Steuerung der Liquiditätsrisiken: Das Kapitel erläutert die gesetzlichen Anforderungen der MaRisk und diskutiert deren praktische Umsetzung in Leasinggesellschaften durch Risikotoleranz, Stresstests und Notfallplanung.

4. Liquiditätssteuerung im Rahmen der Refinanzierung: Es werden die wesentlichen Refinanzierungsformen der Branche – Darlehensfinanzierung, regressloser Forderungsverkauf und ABS-Produkte – analysiert.

5. Ein Ausblick in die Zukunft der Leasingbranche: Das abschließende Kapitel bewertet die Robustheit der Leasingbranche in Krisenzeiten und zieht ein Fazit zu den Herausforderungen durch zukünftige regulatorische Anpassungen.

Schlüsselwörter

Leasinggesellschaften, Liquiditätsrisiko, MaRisk, Risikomanagement, Refinanzierung, Stresstesting, Liquiditätssteuerung, Forderungsverkauf, Forfaitierung, ABS-Produkte, Finanzkrise, Notfallplanung, Risikotoleranz, Konzentrationsrisiken, Mittelstand.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Seminararbeit analysiert die Steuerung von Liquiditätsrisiken in Leasinggesellschaften unter Berücksichtigung der regulatorischen Anforderungen der MaRisk.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Risikomanagement, die regulatorischen Pflichten nach MaRisk, Liquiditätsrisiken und die verschiedenen Möglichkeiten der Refinanzierung im Leasinggeschäft.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein Grundgerüst für die Frage zu bilden, wie sich Leasinggesellschaften rechtlich und wirtschaftlich wirksam vor Liquiditätsengpässen schützen können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Anwendung betriebswirtschaftlicher und regulatorischer Konzepte (MaRisk, Liquiditätskennzahlen) auf die spezifische Situation der Leasingbranche.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die MaRisk-Anforderungen, Methoden wie Stresstesting und Notfallplanung sowie die Bedeutung von Refinanzierungsformen wie Darlehen, Forfaitierung und ABS-Transaktionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Leasing, Liquiditätsrisiko, MaRisk, Refinanzierung und Risikomanagement charakterisiert.

Warum ist die Notfallplanung für Leasinggesellschaften essenziell?

Sie dient als Basis, um bei einem Liquiditätsengpass durch vordefinierte Maßnahmen und Liquiditätslisten kurzfristig wieder die Einhaltung festgelegter Schwellenwerte zu erreichen.

Welchen Stellenwert haben ABS-Produkte aktuell?

Trotz ihrer Kritik nach der Finanzkrise bieten sie eine wichtige Liquiditätsquelle und Bilanzentlastung, sofern die Volumina für eine wirtschaftliche Durchführung ausreichen.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Steuerung von Liquiditätsrisiken im Leasinggeschäft
Hochschule
Universität Trier
Note
2,0
Autor
Diplom Volkswirt Simon Laier (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
22
Katalognummer
V263566
ISBN (eBook)
9783656521945
ISBN (Buch)
9783656531159
Sprache
Deutsch
Schlagworte
steuerung liquiditätsrisiken leasinggeschäft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Diplom Volkswirt Simon Laier (Autor:in), 2011, Die Steuerung von Liquiditätsrisiken im Leasinggeschäft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263566
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Leseprobe aus  22  Seiten
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