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Piktogramme: Der Weg zur visuellen Weltsprache unter Einfluss von Kunst und Technologie

Title: Piktogramme: Der Weg zur visuellen Weltsprache unter Einfluss von Kunst und Technologie

Bachelor Thesis , 2013 , 96 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Elaine Puhek (Author)

Design (Industry, Graphics, Fashion)
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Summary Excerpt Details

„Man kann nicht nicht kommunizieren.“ Das gilt nicht nur für die verbale, sondern auch für die visuelle Kommunikation. Mit Bildern, Symbolen und Zeichen kann der Sender mit dem Empfänger (auch auf emotionaler Ebene) kommunizieren. Piktogramme sind Kommunikation – nonverbal, unmissverständlich und für jeden klar...

In der Bachelorarbeit werden die Einflüsse von Kunst und Technologie auf Piktogramme ab dem 20. Jahrhundert dargestellt. Diese Einflüsse werden anhand von Analysen der Kunstgeschichte und Technologieentwicklung herausgestellt. Zudem wird eine Umfrage mit Designer ausgewählter Agenturen durchgeführt und in die Analysen eingearbeitet. Hierbei werden Designer sowohl über die zukünftige Entwicklung, als auch über die Einflüsse von Kunst und Technologie auf Piktogramme befragt. In der vorliegenden Bachelorarbeit sollen die Funktionen und Formen der Piktogramme ab dem 20. Jahrhundert erklärt werden. Darüber hinaus soll der Frage nachgegangen werden, ob der Weg zur visuellen Weltsprache beendet ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Information, Botschaft/Bedeutung und Signal

2. Das Piktogramm

2.1 Abgrenzungen

2.2 Das Piktogramm und die Semiotik

2.2.1 Das Piktogramm und die Semantik

2.2.2 Das Piktogramm und die Sigmatik

2.2.3 Das Piktogramm und die Syntaktik

2.2.4 Das Piktogramm und die Pragmatik

2.3 Das Piktogramm als Syntax und Paradigma mit Anwendungsbeispielen

3. Die Geschichte des Piktogramms und seine Pioniere

3.1 Vorgeschichte

3.1.1 Urzeit

3.1.2 Antike

3.1.3 Mittelalter

3.1.4 Neuzeit

3.2 Die Anfänge der heutigen Piktogramme

3.2.1 Verkehrswesen

3.2.2 Die Wiener Methode „ISOTYPE”

3.2.3 Die Olympischen Spiele

3.2.4 Aktueller Stand der Piktogrammentwicklung

4. Mediengeschichte und Gesellschaft – Grundsteine der Piktogramme

4.1 Medien – Kommunikationsmittel der Menschheit

4.2 Die Entwicklung der Medien, Gesellschaft und Technologie und deren Einfluss auf Piktogramme

4.2.1 1900-1914 – Die Anfänge der Medien und der Piktogramme

4.2.2 1914-1918 – Der 1. Weltkrieg und die Medienkultur

4.2.3 1918-1933 – Die Goldenen 20-er

4.2.4 1933-1945 – Der 2. Weltkrieg und die NS-Zeit

4.2.5 Nach 1945 – Die Nachkriegszeit

4.2.6 Die 60-er und 70-er Jahre

4.2.7 Die 80-er Jahre

4.2.8 Die 90-er Jahre und der Beginn das 21. Jahrhunderts

4.3 Resümee

5. Kunstgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts

5.1 Kunstströmungen

5.1.1 Fauvismus

5.1.2 Kubismus

5.1.3 Dadaismus

5.1.4 Surrealismus

5.1.5 Abstrakter Expressionismus

5.1.6 Pop Art und Op Art

5.1.7 Postmoderne

5.2 Piktogramme in der Kunst

5.3 Resümee

6. Befragung

6.1 Befragungskriterien

6.1.1 Art der Befragung und Zeitraum

6.1.2 Befragungsgruppe

6.1.3 Befragungsziel

6.2 Befragungsbogen

6.3 Auswertung

6.3.1 Darlegung der Ergebnisse

6.3.2 Einordnung der Ergebnisse

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Bachelorarbeit untersucht die Rolle von Kunst und Technologie bei der Entwicklung von Piktogrammen seit dem 20. Jahrhundert. Ziel ist es, die Funktionen und Formen dieser visuellen Zeichen zu analysieren und der zentralen Forschungsfrage nachzugehen, ob der Weg zur universellen visuellen Weltsprache bereits als abgeschlossen betrachtet werden kann.

  • Historische Entwicklung von Piktogrammen und Einflussfaktoren
  • Wechselwirkung zwischen Mediengeschichte, Gesellschaft und visueller Kommunikation
  • Bedeutung von Kunstströmungen (vom Fauvismus bis zur Postmoderne) für die Formensprache
  • Empirische Befragung von Design-Experten zur aktuellen und zukünftigen Piktogrammentwicklung

Auszug aus dem Buch

2. Das Piktogramm

Das Piktogramm ist allgegenwärtig. Der Begriff „Piktogramm” setzt sich aus den lateinischen Wörtern „pictum“ und „gramm“ zusammen und bedeutet: das gemalte Schriftzeichen. Unter einem Piktogramm wird ein Bildzeichen verstanden, welches über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg global einsetzbar ist. Durch eine kulturübergreifende, visuelle Kommunikation können Bildungsunterschiede ausgeglichen werden. Das Piktogramm ist sehr abstrakt, das heißt, es ist ein stark reduziertes Zeichen. Die Abstraktion ist nötig, um schwierige Sachverhalte schnell verständlich zu machen. Beim Betrachter löst das Piktogramm eine bestimmte Assoziation zu einer bestimmten Bedeutung aus. Das Zeichen eines Piktogramms sollte daher eindeutig und unmissverständlich sein, zudem klar und einfach. In der Regel sind Piktogramme ohne Text eingängig, dies ist auch das Ziel bei der Erstellung von Piktogrammen. Nur wenn sich ein minimales Vorwissen von Empfänger und Sender überschneiden, ist gewährleistet, dass das Piktogramm von beiden verstanden wird. Meistens haben Piktogramme einen starken Aufforderungscharakter, z. B. bei der Verwendung von Verkehrszeichen. Andere Anwendungsgebiete sind bspw. Leitsysteme an Flughäfen, Bahnhöfen oder Sportanlagen. Anders gesagt: Menschen begegnen ihnen täglich.

Ökonome und Gestalter wie Otto Neurath, Otl Aicher oder Herbert W. Kapitzki waren Entwickler von Piktogrammen und Leitsystemen. Für Otto Neurath sind Piktogramme Elemente eines Systems von absoluter Geltung. Das Piktogramm ist für ihn ein Teil des Leitsystems, welches einmalig und durch kein anderes in der Aussage zu ersetzen ist. Otl Aicher sagte hingegen dazu, dass das Piktogramm Zeichencharakter haben muss und keine Illustration sein sollte. Für Herbert W. Kapitzki ist ein Piktogramm ein ikonisches Zeichen, welches die Eigenschaften der darstellenden Figuration abbildet und durch Abstrahieren Zeichenqualität erhält. Die Definitionen der drei Entwickler geben Aufschluss über die Optik, die Aufgabe und die Geschichte der Piktogramme. Allerdings gibt es noch die Semiotik, die Zeichenlehre, die in Kapitel 2.2 genauer beschrieben wird. Sie zeigt zusätzliche Aspekte des Piktogramms auf. Außerdem gibt es neben den Piktogrammen noch andere Arten von Zeichen, die den Piktogrammen zwar sehr ähnlich sind und auch gerne verwechselt werden, aber nicht zu dieser Rubrik gehören.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Begriffe wie Information, Botschaft und Signal und definiert das Piktogramm als visuelle Weltsprache, die kultur- und bildungsunabhängig Orientierung bietet.

2. Das Piktogramm: Hier werden die semantischen und semiotischen Grundlagen von Piktogrammen, deren Abgrenzung zu anderen Zeichen wie Ikonen und Symbolen sowie ihre Rolle als Syntax und Paradigma in Leitsystemen behandelt.

3. Die Geschichte des Piktogramms und seine Pioniere: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung von der Urzeit über die Antike bis zur Neuzeit nach und stellt maßgebliche Entwickler und Methoden wie das ISOTYPE-System vor.

4. Mediengeschichte und Gesellschaft – Grundsteine der Piktogramme: Die Autorin untersucht hier den Einfluss von Mediennutzung, Technologie und gesellschaftlichen Ereignissen (von 1900 bis ins 21. Jahrhundert) auf die Verbreitung und Form von Piktogrammen.

5. Kunstgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts: Hier wird analysiert, wie verschiedene avantgardistische Kunstströmungen – vom Fauvismus bis zur Postmoderne – die formale Gestaltung und Ästhetik von Piktogrammen geprägt haben.

6. Befragung: Dieses Kapitel präsentiert eine Expertenbefragung unter Design-Agenturen, die Erkenntnisse über die heutige Praxis sowie Prognosen für die zukünftige Entwicklung von Piktogrammen liefert.

7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung, die bestätigt, dass Technologie primär die Funktion und Kunst die Optik von Piktogrammen beeinflusst, und betont die Notwendigkeit einheitlicher Standards für eine funktionierende visuelle Weltsprache.

Schlüsselwörter

Piktogramm, Visuelle Weltsprache, Semiotik, Mediengeschichte, Informationsdesign, Kunstgeschichte, Leitsysteme, Kommunikation, Abstraktion, Signaletik, Grafikdesign, Technologie, Zeichentheorie, Ikonizität, Orientierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Piktogramme als visuelle Weltsprache fungieren und welchen Einfluss technologische Entwicklungen sowie kunsthistorische Strömungen auf deren Form und Funktion seit dem 20. Jahrhundert haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind die semiotische Einordnung von Piktogrammen, die Analyse der Mediengeschichte, der Einfluss verschiedener Kunstepochen auf die Gestaltung und die Untersuchung der aktuellen Praxis durch eine Befragung von Experten.

Welches ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu klären, ob der Weg zur vollständigen visuellen Weltsprache bereits beendet ist und welche Rolle moderne Designer dabei spielen, ein Gleichgewicht zwischen Standardisierung und ästhetischem Anspruch zu wahren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Neben einer tiefgehenden Literaturanalyse zur Kunst- und Mediengeschichte führt die Autorin eine quantitative Expertenbefragung bei ausgewählten Design-Agenturen durch, um aktuelle Tendenzen zu validieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Begriffsdefinitionen und Semiotik), eine historische Rückschau (Entwicklung des Piktogramms), eine Analyse der Medieneinflüsse sowie eine detaillierte Betrachtung des Einflusses kunsthistorischer Strömungen auf die grafische Gestaltung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Piktogramm, Visuelle Weltsprache, Semiotik, Informationsdesign, Mediengeschichte und Kunstgeschichte.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Ikon, Index und Symbol so wichtig für die Arbeit?

Die Autorin verdeutlicht, dass Piktogramme meist hybride Zeichen sind, die Elemente von Ikonen (Abbildhaftigkeit), Symbolen (verabredete Bedeutung) und Indizes (Umgebung/Kontext) kombinieren, was für ein präzises Verständnis der Zeichenlehre essenziell ist.

Wie beeinflussen die "Goldenen 20-er" die Piktogrammentwicklung?

In dieser Zeit wuchs durch technologischen Fortschritt und gesellschaftlichen Wandel der Bedarf an Orientierung, was zur Etablierung erster internationaler Verkehrszeichen und zur Entwicklung der "Wiener Methode" (ISOTYPE) führte.

Welche Rolle spielt die Pop Art für heutige Piktogramme?

Die Pop Art hat laut der befragten Designer den stärksten Einfluss auf Piktogramme ausgeübt, da sie alltägliche Motive in den Fokus rückte und durch neue Siebdrucktechniken die Formensprache klarer und einfacher gestaltete.

Was ist die Schlussfolgerung bezüglich einer universellen visuellen Weltsprache?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass das Ziel einer universellen Sprache noch nicht erreicht ist. Statt Neuerfindungen sind klare, bekannte Konventionen notwendig, wobei die Funktion der Zeichen stets Vorrang vor individuellen künstlerischen Ambitionen haben muss.

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Details

Title
Piktogramme: Der Weg zur visuellen Weltsprache unter Einfluss von Kunst und Technologie
College
University of Applied Sciences Mittweida
Grade
1,3
Author
Elaine Puhek (Author)
Publication Year
2013
Pages
96
Catalog Number
V263567
ISBN (eBook)
9783656524434
ISBN (Book)
9783656529422
Language
German
Tags
Design Kunst Medien Piktogramm
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Elaine Puhek (Author), 2013, Piktogramme: Der Weg zur visuellen Weltsprache unter Einfluss von Kunst und Technologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263567
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