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Historische Entwicklung der Pressefreiheit

Title: Historische Entwicklung der Pressefreiheit

Term Paper , 2003 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Snejana Iovtcheva (Author)

Communications - Media History
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Die folgende Arbeit stützt sich primär auf das Buch von Löffler, Martin: „Pressrecht“. 2 Auflage, 1969. Ziel der Arbeit ist es die Ursprünge der Pressefreiheit von der Antike, bis hin zur heutigen Entwicklung der Presse in der Bundesrepublik zu verfolgen. Orientiert an die historischen Entwicklungen, soll die wechselhafte Geschichte der Presse und der Freiheit der Presse geschildert werden. Verstanden in erster Linie als Abwehrrecht gegen den Staat, musste das Recht zur Pressefreiheit einen langen und steinigen Weg gehen und sich gegen viele einschränkende Maßnahmen wie Zensur, Lizenzzwang und Sonderbesteuerungen durchschlagen, bis die Pressefreiheit erst 1949 in Art 5, Abs.1 des Grundgesetzes verankert wurde und damit durch die Verfassung garantiert ist.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Die Anfängen in der Antike

3. Das kirchliche Mittelalter

4. Die Erfindung Gutenbergs

5. Die Aufklärung

6. Die Presse im Bismarckschen Kaiserreich

7. Pressefreiheit in der Weimarer Republik

8. Die Presse während des Nationalsozialismus

9. Das Lizenzierungs-System der Besatzungsmacht

10. Die Entwicklung der Presse in der BRD

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Genese der Pressefreiheit, ausgehend von ihren antiken Ursprüngen bis hin zur Etablierung in der Bundesrepublik Deutschland, wobei der Fokus auf dem ständigen Spannungsfeld zwischen staatlicher Kontrolle und dem Streben nach publizistischer Unabhängigkeit liegt.

  • Historische Entwicklung des Freiheitsbegriffs von der Antike bis zur Moderne.
  • Die Auswirkungen technischer Innovationen, wie der Erfindung des Buchdrucks, auf die Massenkommunikation und Zensurpraktiken.
  • Analyse staatlicher Eingriffsinstrumente wie Vorzensur, Lizenzsysteme und rechtliche Reglementierungen.
  • Die Entwicklung des Presserechts im Wandel der deutschen Staatsformen (Kaiserreich, Weimarer Republik, NS-Diktatur, BRD).

Auszug aus dem Buch

4. Die Erfindung Gutenbergs

Das Zeitalter der Presse begann für den europäischen Kulturkreis mit der Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Metallettern durch Johannes Gutenberg in Mainz um 1450. Die Drucktechnik war älter und auch in anderen Kulturkreisen bekannt. Jedoch fand erst die Vervielfältigung von Druckerzeugnissen auf der Grundlage von Gutenbergs Technik großräumige Ausbreitung. Durch verbilligten und beschleunigten Buchdruck, wurden die Schriften zu einem Massenkommunikationsmittel.

Die kirchliche Nachzensur reichte gegenüber der Flut von Druckerzeugnissen nicht mehr aus. Um sich an der technischen Massenvervielfältigung anpassen zu können, ging man von der Nachzensur zur Vorzensur über. Von nun an durfte keine Druckschrift ohne vorher erteilte bischöfliche Erlaubnis hergestellt und verteilt werden. Die Schriften wurden sorgfältig geprüft und mussten den Druckerlaubnis, den Namen und Vornamen sowie den Wohnort des Druckers tragen. Als Geburtstunde der Vorzensur wird das Jahr 1486 bezeichnet, als durch eine Verordnung von 4. Januar 1486 der Mainzer Erzbischof Berthold von Henneberg eine gesetzliche Zensurkommission für seine Erzdiözese einsetzte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Arbeit erläutert die Zielsetzung, die Entwicklung der Pressefreiheit als Abwehrrecht gegen den Staat nachzuvollziehen.

2. Die Anfängen in der Antike: In der Antike existierte zwar ein Buchhandel, jedoch noch kein entwickeltes Presserecht; die Redefreiheit war lediglich ein Privileg freier Bürger.

3. Das kirchliche Mittelalter: Religiöse Intoleranz und die Einführung der Inquisition führten zu einer massiven Unterdrückung der Meinungs- und Denkfreiheit.

4. Die Erfindung Gutenbergs: Durch die technische Revolution des Buchdrucks stieg die Anzahl der Publikationen, was zur Einführung der staatlichen und kirchlichen Vorzensur führte.

5. Die Aufklärung: Mit dem Aufkommen von Zeitschriften und moralischen Wochenschriften übernahm die Presse erstmals eine kulturfördernde öffentliche Aufgabe.

6. Die Presse im Bismarckschen Kaiserreich: Das Reichspressegesetz von 1874 garantierte die Pressefreiheit, erlaubte jedoch weiterhin indirekte Zensurmechanismen durch strafrechtliche Verantwortung.

7. Pressefreiheit in der Weimarer Republik: Die Weimarer Verfassung verankerte die Meinungsfreiheit erstmals verfassungsrechtlich, litt jedoch unter dem Druck politischer Krisen.

8. Die Presse während des Nationalsozialismus: Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde die Presse durch Gleichschaltung und das Schriftleitergesetz vollständig staatlich gelenkt.

9. Das Lizenzierungs-System der Besatzungsmacht: Nach 1945 kontrollierten die Besatzungsmächte den Neuaufbau des Pressewesens durch ein striktes Lizenzvergabeverfahren.

10. Die Entwicklung der Presse in der BRD: Nach der Verankerung in Art. 5 GG erfolgte die schrittweise Ausgestaltung des modernen Presserechts durch die Länder.

Schlüsselwörter

Pressefreiheit, Zensur, Vorzensur, Buchdruck, Reichspressegesetz, Weimarer Verfassung, Nationalsozialismus, Grundgesetz, Massenkommunikation, Meinungsfreiheit, Lizenzsystem, Landespressegesetz, Gleichschaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Entwicklung und dem Wandel des Presserechts und der Pressefreiheit in Deutschland vom Altertum bis zur Gegenwart.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die Evolution des Freiheitsbegriffs, die Auswirkungen technologischer Fortschritte auf die Kommunikation sowie die wechselvolle Geschichte staatlicher Repression und rechtlicher Absicherung der Presse.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Entwicklung der Pressefreiheit als einen langwierigen Prozess darzustellen, der vom Schutz vor staatlicher Willkür bis zur heutigen verfassungsrechtlichen Garantie im Grundgesetz reicht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Literaturanalyse, primär gestützt auf die Standardwerke von Martin Löffler zur Geschichte des Presserechts.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch und analysiert die spezifischen rechtlichen Bedingungen in verschiedenen Epochen, von der Antike über die Reformation und die Kaiserzeit bis hin zur BRD.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Pressefreiheit, Zensur, Grundgesetz, Vorzensur und die historische Entwicklung des Mediensystems.

Wie unterschied sich die Pressefreiheit in der Weimarer Republik von der späteren NS-Zeit?

Während die Weimarer Verfassung die Meinungsfreiheit erstmals verfassungsrechtlich garantierte, wurde diese in der NS-Zeit durch gezielte Gleichschaltung und das Schriftleitergesetz vollständig durch staatliche Lenkung ersetzt.

Welche Rolle spielte das Reichspressegesetz von 1874?

Es bildete für lange Zeit den zentralen rechtlichen Rahmen, garantierte die Freiheit des Pressegewerbes, ließ jedoch durch Pflichtexemplare und strafrechtliche Verantwortung Lücken für indirekte Zensur.

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Details

Title
Historische Entwicklung der Pressefreiheit
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Publizistik)
Grade
1,3
Author
Snejana Iovtcheva (Author)
Publication Year
2003
Pages
14
Catalog Number
V26356
ISBN (eBook)
9783638287159
ISBN (Book)
9783656379560
Language
German
Tags
Historische Entwicklung Pressefreiheit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Snejana Iovtcheva (Author), 2003, Historische Entwicklung der Pressefreiheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26356
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