Der Buddhismus im Vergleich mit dem Evangelium der Bibel

Ist das Leben Leiden? Missionstheologischer Exkurs Christentum-Buddhismus


Essay, 2012

33 Seiten, Note: sehr gut


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

IST DAS LEBEN LEIDEN? MISSIONSTHEOLOGISCHER EXKURS CHRISTENTUM-BUDDHISMUS

Einführung.

1. Die Lehre des Buddhismus über das Leiden..
1.1 Buddhas Verständnis von Leid anhand seiner Biographie.
1.2 Die vier edlen Wahrheiten.
1.2.1 Die edle Wahrheit vom Leiden (I)
1.2.2 Die edle Wahrheit vom Entstehen des Leidens (II)
1.2.3 Die edle Wahrheit von der Aufhebung des Leidens (III)
1.2.4 Die edle Wahrheit vom Weg, der zur Aufhebung des Leidens führt (IV) – Der achtteilige Pfad.
1.3 Das Nirvana - Zustand der Leidenserlösung.
1.3.1 Wesensklassen für Wiedergeburten.
1.3.2 Sprengung des Daseinskreislaufs
1.3.3 Erleuchtung = „Nichts“ oder „Leere“.
1.3.4 Erleuchtung = Vollkommene Leidenserlösung.
1.3.5 Nirvana - mit Worten nicht definierbar
1.4 Weltflucht, um Leiden zu verhindern?.
1.5 Ist das Leben Leiden?.
1.6 Verschiedene Formen des Buddhismus.
1.6.1 Das Buddhistische Glaubensbekenntnis
1.6.2 Der Hinayana-Buddhismus (oder Theravada-Buddhismus)
1.6.3 Der Mahayana-Buddhismus
1.6.4 Der Vajrayana- oder Tantrayana -Buddhismus
1.6.5 Der Tibetische Buddhismus
1.7 Aussagen des Dalai Lama zum Thema Leid.

2. Christentum – Buddhismus: Ein Vergleich..
2.1 Gemeinsamkeiten im Verständnis und der Bedeutung des Leidens.
2.2 Unterschiede im Verständnis und der Bedeutung des Leidens.

3. Mission unter Buddhisten
3.1 Grundsätzliche Gedanken
3.2 Den Buddhismus verstehen
3.3 Den Glauben weitergeben

Bibliographie

IST DAS LEBEN LEIDEN? MISSIONSTHEOLOGISCHER EXKURS CHRISTENTUM-BUDDHISMUS

Einführung

Der Buddhismus fasziniert viele Menschen im Westen, ist in den Massenmedien dabei häufig präsent und wird fast immer positiv dargestellt, er gilt als „Trendreligion“.

Dabei liegt es auf der Hand, dass viele Wunschvorstellungen über den Buddhismus im Umlauf sind, da er mit den westlichen Denkkategorien nur schwierig zu erfassen ist. Was sind aber überhaupt die wichtigsten buddhistischen Lehrsätze und inwiefern unterscheiden sich diese von einer evangelisch-christlichen Auffassung?

Nachfolgende Studienarbeit präsentiert als erstes Kapitel einen Kurzüberblick über die wichtigsten buddhistischen Lehren aus einer systematisch-theologischen Perspektive. In einem zweiten Kapitel wagt der Autor einen Vergleich dieser Lehren mit den Lehren der Bibel indem er Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausarbeitet. Im dritten und letzten Kapitel werden abschließend noch einige Grundsatzbemerkungen zur Mission unter Buddhisten aus evangelischer Perspektive ausgeführt.

1. Die Lehre des Buddhismus über das Leiden

1.1 Buddhas Verständnis von Leid anhand seiner Biographie

Heute wird angenommen, dass der Mann, dem die Gründung des Buddhismus zuzuschreiben ist, auch wirklich gelebt hat (450-370 v. Chr. oder 563-483 v. Chr.). Die historischen Angaben seiner Lebensgeschichte sind jedoch sehr früh von legendären Zügen überwuchert worden, die man nicht mehr säuberlich von dem Geschichtlichen absondern kann (Siegmund 1968:26). Buddha wurde als Sohn eines adligen Großgrundbesitzers geboren. Seine Mutter soll sieben Tage nach seiner Geburt gestorben sein (:32). Sein Leben war geprägt von Luxus und Abgeschiedenheit von der Realität des normalen Lebens. Sein Vater versuchte, alles von seinem Sohn fern zu halten, was ihn an das Leid der Welt hätte erinnern können. Nach der Tradition besaß der heranwachsende Siddharta Gautama die standesgemäße Ausstattung von drei Palästen, die darauf ausgerichtet waren, gemäß dem Wechsel von Winter, Sommer und Regenzeit bewohnt zu werden. In ihnen mag sich das damals übliche Hofleben mit der monotonen Wiederkehr der verschiedenen Formen des „Zeit-Vertreibs“ abgespielt haben. Wahrscheinlich wurde der Prinz früh verheiratet und hatte neben seiner Frau auch noch viele Nebenfrauen. Dieses untätige Fürstenleben wurde wohl dem Buddha zu eng und war der Grund seiner Flucht aus dem Hause. So steht am Anfang der buddhistischen Lehre keine Not des täglichen Lebens, zu welcher Buddha eine Lösung suchte, sondern vielmehr eine Sattheit, welche in Buddhas Leben eine Leere entstehen ließ.

Im Alter von 29 Jahren verließ Buddha das Haus seines Vaters, um nach einer Antwort auf das Leid der Welt, das er trotz Verbotes seines Vaters, seinen Landsitz zu verlassen, bei seinen Ausflügen in die Welt kennen gelernt hatte, zu suchen. Dabei soll er stillschweigend von der schlafenden Gattin und dem erst gerade neugeborenen ersten Sohn Abschied genommen haben. Nur von seinem treuen Wagenlenker begleitet ritt er bis zu dem Flecken Anuvaieya, wo er vom Pferde stieg, seine Schmucksachen ablegte, die seidenen Gewänder mit einem Bastgewand vertauschte und seine Begleiter zurückschickte, um seinem verzweifelten Vater, der untröstlichen Gattin und Familie Kenntnis von seinem Schritt zu geben. Er wandte sich an zwei namhafte Yogalehrer; verließ diese wieder und versuchte, durch Askese zur Erlösung zu kommen. Dann versuchte er es mit Meditation, darin hatte er Erfolg. Es erschloss sich ihm eine Bewusstseinsschicht nach der anderen (Frey 2004:6).

Das entscheidende Erlebnis hatte er mit 36 Jahren: ein meditativer Durchbruch. Buddha kam zu folgender Einsicht: Alles Leben in all seinen Formen ist leidvoll, der Ursprung des Leidens liegt in der menschlichen Begierde und nur durch die Aufhebung der Begierde bis zur völligen Leidenschaftslosigkeit kann das Leid überwunden werden (siehe auch die „vier edlen Wahrheiten“). Nun war Siddharta zum Buddha geworden und hatte das Nirvana erreicht.

Er wusste, dass er nicht wiedergeboren werden würde, nannte sich von da an Buddha, „der Erleuchtete“ und war absolut überzeugt von seiner Erlösung. Zuerst wollte Buddha seine Erkenntnis für sich behalten, weil er meinte auf Unverständnis zu stoßen, teilte sie dann aber doch - aus Mitgefühl. Buddha verfügte über eine hervorragende Menschenkenntnis. Er gewann bald Anhänger und gründete eine sehr elitäre Mönchsbewegung. Nach ihrer Ausbildung schickte er seine Mönche auf „Missionsreise“. Die großen Missionserfolge erklären sich durch das beispielhafte Leben, das Buddha und seine Mönche lebten und nicht nur lehrten.

Buddha war von seinem 36. bis 80. Lebensjahr mit seinen Bhikkhus (Mönchen) auf der Wanderschaft in Nordindien. Nur die Regenzeit verbrachte er in Klöstern. Mit 80 Jahren erkrankte Buddha auf einer Reise und verwies die Mönche vor seinem Tod als Meister auf seine Lehre und Ordensregeln, die wichtiger seien als er selbst. Deshalb sei sein Tod nicht so schlimm. Nicht die Person Buddhas steht also heilsgeschichtlich im Mittelpunkt, sondern die Lehre.

Buddha hielt vor seinem Tod eine Abschiedsrede mit einer Ermahnung: „Bemüht Euch angestrengt (Frey 2004:6).“ Sein Leichnam wurde verbrannt und die Knochen und Asche an seine Anhänger verteilt, und an seine Familie, die ihm/daraus eine Stupa[1] (Reliquienhügel) errichtete. Nach seinem Tod entwickelten sich ein Reliquienkult und viele verschiedene Formen des Buddhismus.

1.2 Die vier edlen Wahrheiten

Das Element des Leidens ist zentral für den buddhistischen Glauben. Auf der Suche nach Antworten auf die Fragen des Lebens erlebt Buddha einen meditativen Durchbruch und erlangt darin die Erkenntnis der Erlösung; er erkennt die „vier edlen Wahrheiten“:

1)Die edle Wahrheit vom Leiden
Das Leben ist Leiden. Alle fünf Gruppen von Daseinsfaktoren[2] sind Leiden (Geburt, Altern, Krankheit, Tod, von Lieben getrennt sein, Vereinigung mit Unlieben …).
2)Die edle Wahrheit vom Entstehen des Leidens
Das Leiden entsteht durch die Begierden, durch den Durst nach Sinneslust, Werden und Vergehen.
3)Die edle Wahrheit von der Aufhebung des Leidens:
Aufhebung dieses Durstes wird möglich durch völlige Leidenschaftslosigkeit: aufgeben, verlassen, sich abwenden von diesem Durst.
4)Die edle Wahrheit vom Weg, der zur Aufhebung des Leidens führt:

Der edle achtteilige Pfad.

Nachfolgend beschreibe ich diese vier Wahrheiten, in Anlehnung an Frey (2004:3ff.) noch einzeln.

1.2.1 Die edle Wahrheit vom Leiden (I)

Der zentrale Begriff zum Verständnis der Weltanschauung des Buddhismus ist Dukha[3] , „ das Leiden“: Das Leben ist immer Leiden. Das Leiden beginnt schon zu Beginn des Lebens mit der Geburt, weil sie dem Säugling Schmerzen bereitet. Es gibt vier große Leiden, denen jedes Wesen unterliegt: Geburt – Altern – Krankheit – Tod.

Das Leiden ist jedoch noch mehr als Schmerz. Es umfasst jede Empfindung, auch die positiven, denn alles bewirkt Leid. Glück vergeht und bewirkt so Schmerz. Also ist alles, was empfunden wird, Leiden. Auch Lust, denn sie ist nicht von Dauer. Daher sind die Freuden des Daseins nur verhülltes Leiden. Jedes Leben ist Leiden, sonst ist kein Leben. Der Mensch ist somit ein Haufen Leiden.

1.2.2 Die edle Wahrheit vom Entstehen des Leidens (II)

Es ist der Durst, Tanha[4], der zur Wiedergeburt führt und auch die Ursache des Leidens ist. Der Durst ist die unersättliche, sich immer erneuernde Begierde des Menschen, die unablässig nach Befriedigung sucht. Er ist eine der Triebkräfte des Menschen. Er ergötzt sich mal hier, mal dort: Es gibt keine dauernde Befriedigung des Durstes und auch kein bleibendes Objekt der Begierde. Alles ist begierig. Der Mensch ist Verkörperung der Begierde: Wille, Leidenschaft, Gier, Freude – das ist das Wesentliche an einem Lebewesen und verknüpft die verschiedenen Existenzen. Die Gier verknüpft Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander.

1.2.3 Die edle Wahrheit von der Aufhebung des Leidens (III)

Wenn der Durst die Ursache des Leidens ist, so ist folgerichtig die Aufhebung des Durstes die Aufhebung des Leidens. Wie man zu einer Aufhebung des Durstes kommen kann, dies lehrt uns der achtteilige Pfad.

1.2.4 Die edle Wahrheit vom Weg, der zur Aufhebung des Leidens führt (IV) – Der achtteilige Pfad

Der edle achtfache Pfad, welcher zur Erlösung aus dem Samsara[5] und zum Eingehen ins Nirvana führt (d.h. zum Erlangen der Buddhaschaft), kann in drei Gruppen aufgeteilt werden und ist folgender:

Die Gruppe der Erkenntnis

1) rechte Anschauung

Die Kenntnis der vier edlen Wahrheiten und die vorbehaltslose Annahme der damit verbundenen Lehre.

Die Gruppe der moralischen Gebote

2) rechte Gesinnung

Ein Freisein-Können von Begierde, Bosheit und Gewalttätigkeit ist die rechte innere Haltung! Der richtige Umgang mit allen Menschen ist die Friedfertigkeit.

3) rechtes Reden

Zur rechten Zeit reden, in freundlicher Gesinnung reden, sanft reden: Reden soll beschränkt sein auf das, was auf die Erlösung bedacht ist und ihr dient, dazu gehört auch die Unterlassung von Lüge, Verleumdung, schimpfen und schwatzen.

4) rechtes Tun

Unterlassen von töten, stehlen, unkeusch sein.

5) rechtes Leben

Nur so viel zu sich nehmen, wie für das Leben notwendig ist. Buddha hatte für sich und seine Mönche verordnet, dass eine Mahlzeit pro Tag, am Vormittag zu sich genommen, genüge.

6) rechtes Streben

Richtet sich darauf, die noch nicht entstandenen guten Wesenszüge und Empfindungen in sich zum Entstehen und zur Vollendung zu bringen.

Die Gruppe der Meditation:

7) rechtes Überdenken

Gemeint ist ein besonnenes Betrachten des Körpers, der Empfindungen, des Denkens und aller Dinge. Beim Atmen, Essen, Gehen, Stehen, … soll sich der Mönch[6] seine Vergänglichkeit bewusst machen. Er denkt daran, dass alle diese Handlungen seines Körpers vergänglich sind. Er betrachtet seinen Körper innerlich bis ins Detail. Alles soll bewusst geschehen. Bei der Betrachtung des Denkens prüft er, ob sein Denken rein und geläutert ist, denn das ist das Ziel. Bei der Betrachtung der Dinge vergegenwärtigt sich der Mönch die Gruppe der Daseinsfaktoren mit dem Zweck, dadurch die vollständige Herrschaft über sie zu gewinnen. An dieser Stelle steht auch eine minutiöse Selbstanalyse.

8) rechtes Selbstversenken

Durch die Meditation (mit Hilfe von Meditationshilfen) soll ein zeitweise ekstatischer Zustand des Aus-sich-herausgetreten-Seins erreicht werden. Dieser Zustand ist als Folge von Konzentration auf ein bestimmtes Objekt möglich. Durch die Konzentration wird „Einspitzigkeit“ des Denkens angestrebt. Das Denken wird auf einen Punkt fixiert, so dass dieser Punkt allein im Lichte des Erkennens ist, und alle andern Objekte ins Dunkle rücken. Alles andere ist ausgeschaltet (Frey 2004:4).

Es gibt neun Stufen der Versenkung, die ein Meditierender der Reihe nach durchläuft. Auf den Stufen 5-9 werden die Grenzen der Sinneswelt überschritten und es stellt sich eine innere Loslösung vom eigenen Bewusstsein ein. Das transzendentale (kosmische) Bewusstsein wird berührt. Buddha schildert selbst, wie er in diesem Zustand zurückschauen konnte in seine früheren Existenzen und über sein Ableben und Wiederentstehen Klarheit bekam. Auch habe er hier die vier edlen Wahrheiten der Erlösungserkenntnis erkannt und verstanden.

In der starken Betonung der Meditation und in der Beschäftigung mit sich selbst tritt ein wesentlicher Zug des Buddhismus hervor. Das Mittel der Erlösung ist also die Meditation. Damit strebt der Buddhist dem Nirvana, der Erlösung, entgegen.

1.3 Das Nirvana - Zustand der Leidenserlösung

1.3.1 Wesensklassen für Wiedergeburten

Buddhisten unterscheiden sechs Wesensklassen, in die man wiedergeboren werden kann. Diese sind: Götter, Halbgötter, Menschen, Tiere, hungrige Geister oder Höllenwesen. Götter leiden am wenigsten und Höllenwesen am meisten. Da das Maß des Leidens der Menschen genau in der Mitte liege, seien sie am ehesten motiviert und in der Lage, zur Erleuchtung zu gelangen (Kamphuis 2007:20). Nach der Lehre des Buddhismus muss der Mensch so lange in dem „Rad der Wiedergeburt“ ( Samsara ) bleiben, bis er erleuchtet ist. Oft wird der Begriff Reinkarnation („Wiederfleischwerdung“) verwendet, doch deckt dieses Wort die buddhistische Bedeutung der „Wiedergeburt“ nicht ganz ab, denn die Wesensklassen der Götter und der Geister haben keinen fleischlichen Körper. Auch der hier im Westen viel verwendete Begriff „Seelenwanderung“ ist für das buddhistische Verständnis unangebracht, da bei der Verwendung dieses Begriffs davon ausgegangen wird, dass es eine Seele gibt, einen unsterblichen Wesenskern, der sich in einem nächsten Körper weiterentwickeln könne (:20). Buddhisten gehen jedoch davon aus, dass es keine Seele gibt. Eine Seele, das Ich oder das Individuum gibt es als solches nicht. Der Mensch besteht gemäß Ihrer Lehre aus folgenden fünf Daseinsfaktoren ( Dharma oder auch Dhammas genannt):

[...]


[1] Bezeichnung für glockenförmigen Reliquienbehälter oder Grabmal buddhistischer Heiliger. Ein buddhistisches Heiligtum, das den erleuchteten Geist Buddhas darstellt. Birgt meistens Reliquien und magische Sprüche in sich und dient als Brücke zwischen der physischen / sichtbaren und der spirituellen /unsichtbaren Welt (Kamphuis 2003:27).

[2] Siehe dazu die Ausführungen unter 1.2.1 sowie 1.3.1.

[3] Dukkha (pali दुक्ख; Sanskrit दुःख duḥkha ‚schwer zu ertragen‘) ist ein Schlüsselbegriff im Buddhismus, der meist als „Leiden“ übersetzt wird.

[4] Tanhā (Pali: Taṇhā, Sanskrit: Tṛṣṇā, Chin: 愛), kann mit Begehren, Verlangen, Durst oder Wollen übersetzt werden, der "Ich-will"- oder "Ich-will-nicht"-Geist. Tanhā ist nach buddhistischer Auffassung die Hauptursache für das Leid ( Dukkha ) und den Kreislauf der Wiedergeburten (Samsara). Mit Tanha sind alle Formen des Verlangens gemeint, ob sie sich auf Nahrung, Leben, Sex, oder irgendein anderes Objekt richten. Als Nährboden für Tanha gilt die Illusion eines festen Wesenskerns, erst wer diese Illusion überwunden hat ( Anatta ), kann auch Tanha überwinden. (Wikipedia 2013. Tanha)

[5] Samsara (Sanskrit, n., संसार, saṃsāra, wörtl.: „beständiges Wandern“) ist die Bezeichnung für den immerwährenden Zyklus des Seins, den Kreislauf von Werden und Vergehen bzw. den Kreislauf der Wiedergeburten in den indischen ReligionenHinduismus,Buddhismus und Jainismus. (Wikipedia 2013. Samsara)

[6] Nur ein Mönch kann alle Forderungen eines weltflüchtigen Lebens erfüllen. In der Tat lehrte Buddha zunächst, nur der Mönch sei imstande, das Ziel der Erlösung zu erreichen. Auch ließ er anfangs zum Mönchsleben nur Männer zu, erst später und widerstrebend auch Frauen. Nach Buddhas ursprünglicher Lehre vermögen Laien, solange sie in ihrem Stande verbleiben, der Erlösung nicht teilhaftig werden. Sie dürfen aber als Gäste aufgenommen werden und können sich als solche den Vorzug verdienen, in einer späteren Existenz als Mönche die Erlösung zu gewinnen (Siegmund 1968:183). In diesem Sinn bleibt der Buddhismus in den ersten zwei Jahrhunderten nach dem Tod des Buddhas eine reine Mönchs- und Nonnenbewegung. Dies veränderte sich erst später, als der hinduistische König Asoka (268-232 v.Chr.) Buddhist wurde. Durch seinen Machtbereich und seine vielen Eroberungen in Nordindien setzte er durch, dass nicht nur Mönche und Nonnen sondern auch männliche und weibliche Laien zur buddhistischen Gemeinschaft ( Sangha ) gezählt werden konnten (Kamphus 2007:27).

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten

Details

Titel
Der Buddhismus im Vergleich mit dem Evangelium der Bibel
Untertitel
Ist das Leben Leiden? Missionstheologischer Exkurs Christentum-Buddhismus
Note
sehr gut
Autor
Jahr
2012
Seiten
33
Katalognummer
V263637
ISBN (eBook)
9783656528975
ISBN (Buch)
9783656530251
Dateigröße
645 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Eine Einführung - in aller Kürze - zu einem hochaktuellen Thema! Die vorliegende Version wurde so überarbeitet, dass kein Vorwissen über den Buddhismus vorausgesetzt wird. Im ersten Kapitel präsentiert die Studienarbeit einen Kurzüberblick über die wichtigsten buddhistischen Lehren. In einem zweiten Kapitel wagt der Autor einen Vergleich dieser Lehren mit den Lehren der Bibel indem er Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausarbeitet. Abschliessend werden im dritten und letzten Kapitel noch einige Grundsatzbemerkungen zur Mission unter Buddhisten aus evangelischer Perspektive ausgeführt.
Schlagworte
Der Buddhismus im Vergleich mit dem Evangelium der Bibel, Ist das Leben Leiden?, Missionstheologischer Exkurs Christentum-Buddhismus
Arbeit zitieren
Immanuel Haller (Autor), 2012, Der Buddhismus im Vergleich mit dem Evangelium der Bibel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263637

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