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Strukturelle Arbeitslosigkeit in der Schweiz der 90er Jahre

Title: Strukturelle Arbeitslosigkeit in der Schweiz der 90er Jahre

Seminar Paper , 2003 , 29 Pages , Grade: 5.5 (Schweiz!)

Autor:in: Danielle Spichiger (Author)

Economics - Case Scenarios
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Summary Excerpt Details

[...] Ein Begriff der auffällig häufig
zu hören war, ist jener der strukturellen Arbeitslosigkeit. Jene Arbeitslosigkeit, die
unabhängig von konjunkturellen Schwankungen bestehen bleibt, schwieriger anzugehen ist,
und deren Ursachen sehr unterschiedliche Gesichter haben. Angesichts dessen erachte ich es
als wichtig, das Augenmerk auf die strukturelle Komponente der Arbeitslosigkeit zu richten.
Viele volkswirtschaftliche Vorgänge können erst analysiert werden, wenn sie vergangen sind,
und man nachträglich ihre Entwicklung nachvollziehen kann. So existieren meines Wissens
noch keine Studien zur aktuellen Situation der strukturellen Arbeitslosigkeit. Die vorliegende
Arbeit konzentriert sich somit auf die Jahre 1990 bis 1998, eine Zeit, die ich aufgrund der
starken Schwankungen der Arbeitslosenquote als sehr interessant erachte. Um gewisse Sachverhalte
zu verstehen, wird es dennoch nötig sein, hie und da einen Blick in die Zeit vor 1990
zu werfen.
Die Arbeit soll den Begriff der strukturellen Arbeitslosigkeit beleuchten und nach Ursachen
der strukturellen Arbeitslosigkeit in der Schweiz der neunziger Jahre fragen. Ich beginne mit
einem Grundlagenteil, der zuerst über die Standard-Definitionen im Bereich Arbeitslosigkeit
informiert. Als Einstieg folgt ein kurzer Überblick über die Entwicklung der Arbeitslosigkeit
in der Schweiz. Danach betrachte ich die verschiedenen Arten von Arbeitslosigkeit. Nachdem
ich im zweiten Teil der Arbeit zwei Studien aus der Forschung in diesem Bereich diskutiere,
die neben den Untersuchungsergebnissen auch Einblicke in die Methodik zur Schätzung der
strukturellen Arbeitslosigkeit liefern, fahre ich mit den Determinanten der strukturellen Arbeitslosigkeit
fort, um die Frage nach den Ursachen der strukturellen Arbeitslosigkeit zu
beantworten. Dabei gehe ich systematisch nach strukturellen und institutionellen Faktoren vor
und analysiere die möglichen Ursachen mit Hilfe von Statistiken. Ziel dieser Arbeit ist nicht,
die Frage nach den Ursachen der strukturellen Arbeitslosigkeit in der Schweiz der neunziger
Jahren abschiessend und umfassend zu beantworten, denn dies würde den Rahmen dieser Arbeit
sprengen. Ziel ist es vielmehr, gewisse, meines Erachtens wichtige Ursachen der
strukturellen Arbeitslosigkeit herauszugreifen und zu untersuchen.
Ich bemühe mich in der Arbeit vorwiegend geschlechtsneutrale Formen zu gebrauchen. Im
Übrigen bitte ich darum, Bezeichnungen wie ’Arbeiter’ als geschlechtsneutral aufzufassen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen

2.1 Definitionen

2.1.1 Definitionen gemäss dem Bundesamt für Statistik

2.1.2 Definitionen gemäss dem Staatssekretariat für Wirtschaft

2.2 Historischer Überblick zur Arbeitslosigkeit in der Schweiz

2.3 Die verschiedenen Arten von Arbeitslosigkeit

2.3.1 Langfristige Arbeitslosigkeit

2.3.1.1 Strukturelle Arbeiztslosigkeit

2.3.1.2 Friktionelle Arbeitslosigkeit

2.3.2 Kurzfristige Arbeitslosigkeit

3. Strukturelle Arbeitslosigkeit in der Schweiz der 90er Jahre

3.1 Literatur zum Thema

3.1.1 Studie von G. Sheldon (1993)

3.1.2 Studie von A. Zanetti (1998)

3.2 Determinanten der strukturellen Arbeitslosigkeit

3.2.1 Strukturelle Determinanten

3.2.1.1 Strukturwandel der Nachfrage

3.2.1.1.1 Technischer Wandel

3.2.1.1.2 Sektoraler Wandel

3.2.1.2 Strukturwandel des Angebots

3.2.1.2.1 Erwerbstätigkeitsverhalten

3.2.1.2.2 Ausbildung

3.2.2 Institutionelle Rahmenbedingungen

3.2.2.1 Arbeislosenversicherung

3.2.2.2 Löhne

4. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der strukturellen Arbeitslosigkeit in der Schweiz während der 1990er Jahre. Das primäre Ziel besteht darin, zentrale Ursachen für den Anstieg dieses Arbeitslosigkeitstyps zu identifizieren und zu analysieren, wobei sowohl strukturelle als auch institutionelle Faktoren betrachtet werden.

  • Definition und Abgrenzung der strukturellen Arbeitslosigkeit von anderen Formen
  • Diskussion aktueller volkswirtschaftlicher Studien zur Thematik
  • Analyse des Strukturwandels auf Nachfrage- und Angebotsseite
  • Einfluss institutioneller Rahmenbedingungen (Versicherungen, Lohnstruktur)

Auszug aus dem Buch

3.2.1.1.1 Technischer Wandel

In der Literatur finden sich zahlreiche Abhandlungen und Untersuchungen über die Auswirkungen technischen Wandels auf die Beschäftigung. Schmid (2000) verschafft darüber einen kurzen Überblick und kommt zum Schluss, dass „die Beschäftigungswirkungen des technischen Fortschritts […] günstiger sind, als die öffentliche Meinung dartut“ (S. 92). Wie schon andere vor ihm unterscheiden er zwischen Prozess- und Produktinnovationen. Produktinnovationen wirken sich positiv auf die Beschäftigung aus, solange dadurch nicht andere Güter vom Markt verschwinden und soweit bei gleich bleibender Nachfrage der Herstellungsprozess des neuen Guts aufwendiger ist.

Prozessinnovationen wirken möglicherweise beschäftigungshemmend, weil durch Automation Arbeitskräfte ersetzt werden können. Jedoch können Preissenkungen jener Güter, die eine elastische Nachfrage aufweisen und nun mit kleinerem Arbeitsinput und somit tieferen Kosten produziert werden eine Nachfrageerhöhung bewirken, was wiederum beschäftigungsfördernd wäre. Würde jedoch eine Sättigung eintreten, hätte dies einen negativen Einfluss auf die Beschäftigung. Werden die Preise nicht herabgesetzt, so vergrössert sich der Gewinn des Unternehmers. Investiert dieser in Erweiterungsinvestitionen, so ist dies für die Beschäftigung förderlich. Investiert er in weitere Prozessinnovationen, so hat dies nur eine beschäftigungsfördernde Wirkung, wenn die „kontinuierliche Prozessinnovationen auf gleich bleibendem Niveau erfolgen“ (S. 92). Nach Blattner (1995) ist der technische Fortschritt die Voraussetzung für Wohlstand und Vollbeschäftigung, denn in der globalisierten Welt ist der Wettbewerb hart. Wer sich nicht kontinuierlich verbessern kann, um dadurch entweder die Qualität seines Produkts zu steigern, oder um kostengünstiger produzieren zu können, wird aus dem Markt verdrängt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der strukturellen Arbeitslosigkeit und Darlegung der Zielsetzung sowie methodischen Vorgehensweise der Arbeit.

2. Grundlagen: Definition grundlegender Begriffe zur Arbeitsmarktstatistik und Überblick über die historische Entwicklung der Arbeitslosigkeit in der Schweiz.

3. Strukturelle Arbeitslosigkeit in der Schweiz der 90er Jahre: Detaillierte Analyse der Literatur, der strukturellen Determinanten wie Strukturwandel und technischer Fortschritt sowie der institutionellen Einflussfaktoren.

4. Schlusswort: Fazit zur vielschichtigen Problematik und Plädoyer für multilaterale Lösungsansätze zur nachhaltigen Senkung der strukturellen Arbeitslosigkeit.

Schlüsselwörter

Strukturelle Arbeitslosigkeit, Schweiz, 1990er Jahre, Mismatch, Arbeitsmarkt, Strukturwandel, Technischer Wandel, Erwerbstätigkeit, Arbeitslosenversicherung, Lohnstruktur, Konjunktur, Arbeitsmarktpolitik, Beschäftigung, NAIRU, Sockelarbeitslosigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert die strukturelle Arbeitslosigkeit in der Schweiz während der 1990er Jahre und untersucht, warum diese nach konjunkturellen Schwankungen nicht mehr auf das ursprüngliche Niveau zurückkehrte.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe, eine Diskussion bestehender Studien und eine empirische Analyse struktureller (Wandel der Nachfrage/Angebots) sowie institutioneller Ursachen.

Was ist das Hauptziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die spezifischen Ursachen für den Anstieg der strukturellen Arbeitslosigkeit in den 90er Jahren herauszugreifen und die komplexen Zusammenhänge zwischen Marktveränderungen und Arbeitslosigkeit zu beleuchten.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Autorin stützt sich primär auf die Auswertung existierender wirtschaftswissenschaftlicher Literatur, Studien (u.a. Sheldon, Zanetti) und statistische Analysen der Beschäftigungszahlen in verschiedenen Sektoren.

Welche Schwerpunkte werden im Hauptteil gesetzt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf dem Strukturwandel (Technik, Sektoren), der Veränderung des Arbeitskräfteangebots (Ausbildung, Erwerbsverhalten) sowie den Auswirkungen staatlicher Rahmenbedingungen wie der Arbeitslosenversicherung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich das Werk charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Strukturelle Arbeitslosigkeit, Schweiz, Arbeitsmarkt-Mismatch, Strukturwandel und institutionelle Arbeitsmarktinterventionen.

Warum ist der technische Wandel für die Arbeit so wichtig?

Der technische Wandel führt zur Veralterung spezifischer Berufsbilder und fordert neue Qualifikationen, was laut der Autorin massgeblich zu Mismatch-Problemen auf dem Arbeitsmarkt beiträgt.

Wie beeinflusst die Arbeitslosenversicherung die strukturelle Arbeitslosigkeit?

Die Arbeit diskutiert, dass zu grosszügige Bestimmungen oder lange Taggeldbezugsfristen negative Anreize setzen können, die die Dauer der Arbeitslosigkeit verlängern und so das Risiko für Langzeitarbeitslosigkeit erhöhen.

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Details

Title
Strukturelle Arbeitslosigkeit in der Schweiz der 90er Jahre
College
University of St. Gallen  (Volkswirtschaft)
Grade
5.5 (Schweiz!)
Author
Danielle Spichiger (Author)
Publication Year
2003
Pages
29
Catalog Number
V26368
ISBN (eBook)
9783638287272
Language
German
Tags
Strukturelle Arbeitslosigkeit Schweiz Jahre
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Danielle Spichiger (Author), 2003, Strukturelle Arbeitslosigkeit in der Schweiz der 90er Jahre, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26368
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