In der ersten Sitzung fanden sich alle Teilnehmer zu Gruppen (ca. 8 Personen
umfassend) zusammen und berieten über die zu Verfügung stehenden Themen.
Dabei spielten vermeintliche Vor- oder Nachteile und natürlich auch persönliche
Präferenzen eine entscheidende Rolle. Am Ende des Entscheidungsprozesses
wurde einstimmig beschlossen, sich dem Thema „Berufswunsch und Berufswahl“ zu
widmen. In Arbeitsteilung hat sich in den darauf folgenden Tagen und Wochen jede/r
GruppenteilnehmerIn mit der Thematik auseinandergesetzt. Dies geschah individuell
auf sehr unterschiedliche Art und Weise. Einige Gruppenteilnehmer recherchierten
nach Literatur, erstellten Literaturlisten oder liehen einige vorhandene Werke bereits
aus und sichteten diese, andere nutzen das Internet zur Informationsbeschaffung.
Wir einigten uns darauf, die Unterschiede zwischen den Generationen und
Geschlechtern in Bezug auf den Berufswunsch und dessen Realisierung zu
untersuchen. Dabei sollte vor allem analysiert werden, wie sich der Einfluss
bestimmter Faktoren auf den Berufswunsch und die Berufswahl zwischen den
verschiedenen Generationen und Geschlechtern unterscheidet. Außerdem wurden
erste Hypothesen zu diesem Thema gesammelt und diskutiert. Der dritte Schritt bestand darin, Rahmenbedingungen für einen Fragebogen zu
finden. Das ist daher wichtig, weil auch die Hypothesen, die sozusagen die
Grundlage des Fragebogens darstellten, den Rahmenbedingungen entsprechen
mussten. dabei stellten sich unter anderem die Fragen, wer für eine Befragung
überhaupt geeignet ist. So wäre es z.B. nicht förderlich Kinder und Jugendliche, die
noch gar nicht im Arbeitsleben sind, zu befragen. Daher einigten wir uns darauf,
Erwachsene ab dem 25. Lebensjahr zu befragen. [...]
Inhaltsverzeichnis
1. Hypothesen und Fragebogen
1.1 Arbeitsschritte im Prozess der Themenfindung, Entwicklung, Formulierung und Präzisierung des Forschungsproblems
1.2 Hypothesen und Variablen
1.3 Definition der in den Hypothesen vorkommenden Begriffen
1.4 Fragebogen und Verbesserungen
1.4.1 Gegenüberstellung des alten Fragebogens und der verbesserten Version
2. Erhebung
2.1 Durchführung der Befragung und Erfahrungen
2.2 Charakterisierung der Stichprobe
3. Überprüfung der Hypothesen
4. Interpretation und Reflexion
4.1 Interpretationen der Ergebnisse
4.2 Kritik an der Methodik der quantitativen Befragung und alternative Möglichkeiten
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht empirisch, inwiefern sich Berufswünsche und deren tatsächliche Verwirklichung über verschiedene Generationen und Geschlechter hinweg unterscheiden und welche Rolle familiäre Einflüsse dabei spielen.
- Generationsspezifische Unterschiede bei der Berufswahl und -realisierung
- Geschlechtsspezifische Rollenbilder und deren Einfluss auf den Berufswunsch
- Einfluss sozioökonomischer Faktoren, wie Einkommen und Bildung
- Historische und gesellschaftliche Determinanten der Berufswahl
- Methodische Reflexion über quantitative Befragungen in der Sozialforschung
Auszug aus dem Buch
Auseinandersetzung mit dem Thema und Entwicklung der Forschungsfrage
In Arbeitsteilung hat sich in den darauf folgenden Tagen und Wochen jede/r GruppenteilnehmerIn mit der Thematik auseinandergesetzt. Dies geschah individuell auf sehr unterschiedliche Art und Weise. Einige Gruppenteilnehmer recherchierten nach Literatur, erstellten Literaturlisten oder liehen einige vorhandene Werke bereits aus und sichteten diese, andere nutzen das Internet zur Informationsbeschaffung. Wir einigten uns darauf, die Unterschiede zwischen den Generationen und Geschlechtern in Bezug auf den Berufswunsch und dessen Realisierung zu untersuchen. Dabei sollte vor allem analysiert werden, wie sich der Einfluss bestimmter Faktoren auf den Berufswunsch und die Berufswahl zwischen den verschiedenen Generationen und Geschlechtern unterscheidet. Außerdem wurden erste Hypothesen zu diesem Thema gesammelt und diskutiert.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Hypothesen und Fragebogen: Dieses Kapitel beschreibt den gesamten Prozess der Themenfindung, Hypothesenbildung sowie die methodische Entwicklung und iterative Verbesserung des verwendeten Fragebogens.
2. Erhebung: Hier wird die praktische Durchführung der quantitativen Befragung im Feld sowie die demografische Zusammensetzung der untersuchten Stichprobe dargestellt.
3. Überprüfung der Hypothesen: In diesem Teil werden die gesammelten Daten statistisch ausgewertet, um die aufgestellten Hypothesen zu verifizieren oder zu falsifizieren.
4. Interpretation und Reflexion: Dieses Kapitel interpretiert die Ergebnisse vor einem soziologischen Hintergrund und kritisiert die gewählte methodische Vorgehensweise.
Schlüsselwörter
Berufswahl, Berufswunsch, Generationenunterschiede, Geschlechtsspezifische Rollen, Sozialer Bereich, Handwerk, Einkommen, Tradition, Bildungsabschluss, Quantitative Befragung, Sozialforschung, Arbeitsmarkt, Soziale Mobilität, Familiärer Einfluss, Erwerbsbiografie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Zusammenhänge zwischen Berufswünschen und deren tatsächlicher Verwirklichung, wobei insbesondere der Einfluss von Alter (Generation) und Geschlecht auf die Berufswahl im Zentrum steht.
Welche zentralen Themenfelder werden untersucht?
Zentrale Schwerpunkte sind die Auswirkungen traditioneller Einflüsse auf die Berufswahl, die Bedeutung des Einkommens bei der Wahl des Berufs sowie Unterschiede in der Realisierungschance zwischen Männern und Frauen sowie zwischen verschiedenen Altersgruppen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, empirisch zu prüfen, ob bestimmte Hypothesen – etwa dass ältere Generationen traditioneller wählen oder Männer ihre Berufswünsche leichter realisieren – durch die erhobenen Daten gestützt werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine quantitative Methode in Form von persönlichen Face-to-Face-Interviews angewandt, deren Ergebnisse anschließend statistisch mittels SPSS ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Operationalisierung der Hypothesen, der Durchführung der Befragung, der methodischen Anpassung des Fragebogens, der Charakterisierung der Stichprobe sowie der detaillierten statistischen Überprüfung der Hypothesen.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Berufswahl, Geschlechtsspezifische Rollen, Generationenunterschiede, Sozialforschung und quantitative Analyse definieren.
Wie wurde die Datenerhebung im Feld durchgeführt?
Die Befragung fand im März 2010 statt. Es wurden 120 Probanden in verschiedenen öffentlichen Räumen, primär in der Oldenburger Innenstadt, mittels eines standardisierten Fragenkatalogs befragt.
Warum war eine Modifizierung des Fragebogens während des Projekts notwendig?
Nach ersten Feldversuchen zeigten sich Verständnisprobleme bei den Probanden und Lücken in den Antwortkategorien. Diese Probleme machten eine Überarbeitung nötig, um die Datenqualität für die Hypothesenprüfung zu erhöhen.
- Citar trabajo
- B.A. Karsten Stöber (Autor), 2010, Geschlechts- und generationenspezifische Unterschiede in Bezug auf den Berufswunsch und seine Verwirklichung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263748