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Das Konzept Zwischenstadt

Titel: Das Konzept Zwischenstadt

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 11 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: B.A. Mario Braun (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Sieverts (2001) beschreibt mit seinem Konzept der Zwischenstadt die Entwicklung von Städten in die Landschaft bzw. den ländlichen Raum hinein. Er behandelt das Phänomen der Auflösung der kompakten europäischen Stadt und tut dies aus primär städteplanerischer Sicht. Sieverts geht dabei, auch in aktiver Abgrenzung zu den Kritikerinnen dieses Phänomens, auf die Potenziale der Entwicklungen ein.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Konzept Zwischenstadt – Wirkungen im Zusammenleben der Menschen

Die Zwischenstadt und habituelle Motivationen zur Stadtrandansiedlung

Entwicklungen in der Kernstadt

Auf halbem Weg ins Ländliche? Die Zwischenstadt als Kompromisslösung in der Flucht vor städtischer Überforderung.

Zwischenstadt und Soziale Arbeit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit dem Konzept der "Zwischenstadt" von Thomas Sieverts auseinander, wobei das primäre Ziel darin besteht, das Phänomen aus der Perspektive der Sozialen Arbeit zu beleuchten, insbesondere hinsichtlich habitueller Motivationen, sozialer Ausgrenzungsprozesse und der vernachlässigten Rolle des ländlichen Raums.

  • Analyse der habituellen Beweggründe für die Suburbanisierung wohlhabender Bevölkerungsschichten.
  • Untersuchung der sozialen Folgen für Bewohner der Kernstadt, die von Entwicklungen ausgeschlossen bleiben.
  • Kritische Würdigung der städtisch geprägten Perspektive bei der Betrachtung städtebaulicher Transformationsprozesse.
  • Integration des ländlichen Raums als eigenständige Größe und emanzipierter Kooperationspartner.
  • Ableitung von Anforderungen an die Soziale Arbeit zur aktiven Intervention in Exklusionsprozesse.

Auszug aus dem Buch

Die Zwischenstadt und habituelle Motivationen zur Stadtrandansiedlung

Städte galten seit der Industrialisierung als Zentren der gesellschaftlichen und ökonomischen Dynamik. Eine erhebliche Veränderung erfuhr dieser Status erst durch den Prozess der Suburbanisierung. Insbesondere mit dem wirtschaftlichen Aufschwung Westeuropas nach dem zweiten Weltkrieg stiegen Wohlstand und Motorisierung/ räumliche Mobilität privater Haushalte in einer Weise, die es ihnen ermöglichte, den „Zumutungen“ der Lebens in der Kernstadt durch die Wohnansiedlung an suburbanen Standorten zu entkommen (vgl. Läpple/Soyka 2007:34f). Von dieser Fluchtmöglichkeit profitierten vor allem jene Haushalte, die am wachsenden Wohlstand am umfangreichsten partizipieren konnten. Das Häuschen im Grünen wurde zum Statussymbol des gutbürgerlichen Teils der Gesellschaft. So bebauter Raum ist als Teil der sozialen Welt gesellschaftsimmanent, also durch gesellschaftliche Machtgefüge konstituiert und in seiner Besetzung mannifest (vgl. Löw zit. nach Kessl/Reutlinger 2008:162). Diese Konstitution produziert gleichermaßen „Eingeschlossene“ und „Ausgeschlossene“, nicht zuletzt über die subtile Wirkung von Habituspräferenzen (vgl. ebd.). Eine höhere Position im sozialen Raum ermöglicht schließlich nicht nur Einflussnahmen auf die Gestaltung von Infrastruktur im gebauten Raum, sondern auch auf die atmosphärisch-symbolische Gestaltung desselben. In der Folge finden soziale Ausschlüsse statt (vgl. Bourdieu zit. nach Kessl/Reutlinger 2008:162).

Zusammenfassung der Kapitel

Konzept Zwischenstadt – Wirkungen im Zusammenleben der Menschen: Das einleitende Kapitel stellt das Sieverts’sche Konzept der Zwischenstadt vor und hinterfragt kritisch, inwieweit habituelle Motivationen und soziale Differenzierungsprozesse die Entwicklung städtischer Randgebiete beeinflussen.

Die Zwischenstadt und habituelle Motivationen zur Stadtrandansiedlung: Dieses Kapitel analysiert den Zusammenhang zwischen wachsendem Wohlstand, habituellen Präferenzen und der Entstehung von suburbanen Wohnlandschaften als exklusive Räume für bestimmte soziale Schichten.

Entwicklungen in der Kernstadt: Hier werden die Auswirkungen des Wegzugs vermögenderer Gruppen auf die Kernstadt untersucht, wobei Themen wie Funktionsverlust, Gentrifizierung und die schwierige Lebenssituation der in der Stadt verbleibenden Gruppen im Fokus stehen.

Auf halbem Weg ins Ländliche? Die Zwischenstadt als Kompromisslösung in der Flucht vor städtischer Überforderung.: Dieses Kapitel plädiert für eine Einbeziehung des ländlichen Raums als eigenständige, emanzipierte Größe in der Debatte und hinterfragt den romantisch-verklärten Blick auf das Landleben.

Zwischenstadt und Soziale Arbeit: Abschließend wird gefordert, dass die Soziale Arbeit die planerischen Thesen von Sieverts durch einen Fokus auf konkrete Handlungsoptionen vor Ort und die aktive Vermeidung gesellschaftlicher Exklusion erweitern muss.

Schlüsselwörter

Zwischenstadt, Soziale Arbeit, Suburbanisierung, Habitus, soziale Exklusion, Kernstadt, ländlicher Raum, Stadtentwicklung, Gated Communities, Lebensstile, Stadt-Land-Verhältnis, soziale Ungleichheit, Raumentwicklung, Mobilität, Regionalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das städtebauliche Phänomen der Zwischenstadt nach Thomas Sieverts und dessen Auswirkungen auf das soziale Miteinander, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf den Perspektiven der Sozialen Arbeit liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die habituellen Motivationen zur Abwanderung ins Umland, die damit einhergehende soziale Segregation, die Transformation der Kernstadt sowie die Rolle des ländlichen Raums im städtebaulichen Diskurs.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Das Ziel ist es, das Konzept der Zwischenstadt kritisch zu erweitern, um Handlungsfelder für die Soziale Arbeit zu identifizieren, die über eine rein städtebauliche Betrachtungsweise hinausgehen und soziale Inklusion fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung und kritische Analyse bestehender raumsoziologischer und stadtplanerischer Diskurse, unter anderem basierend auf der Habitustheorie von Pierre Bourdieu.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die habituelle Flucht ins Umland, die damit verbundenen infrastrukturellen Bedürfnisse, die Folgen für die verbleibende Kernstadtbevölkerung sowie die Bedeutung des ländlichen Raums als positiver Orientierungsgröße.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Zwischenstadt, soziale Exklusion, Suburbanisierung, Habitus und Stadt-Land-Verhältnis charakterisieren.

Wie bewertet der Autor die Rolle des ländlichen Raums im Sieverts’schen Konzept?

Der Autor kritisiert, dass der ländliche Raum bei Sieverts lediglich als Ressource für die Stadt betrachtet und somit vernachlässigt wird, und fordert eine Anerkennung des Landes als eigenständigen, emanzipierten Partner.

Welche Bedeutung misst der Autor der Sozialen Arbeit in diesem Kontext bei?

Der Autor betont, dass die Soziale Arbeit aktiv in die durch Stadtplanung entstehenden Exklusionsprozesse eingreifen muss, anstatt die städtebaulichen Entwicklungen als gegeben hinzunehmen.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Konzept Zwischenstadt
Hochschule
Hochschule RheinMain  (Soziale Arbeit)
Veranstaltung
Modul Grundlagen sozial-räumlicher Praxis
Note
1,0
Autor
B.A. Mario Braun (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
11
Katalognummer
V263836
ISBN (eBook)
9783656528555
ISBN (Buch)
9783656531760
Sprache
Deutsch
Schlagworte
konzept zwischenstadt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.A. Mario Braun (Autor:in), 2013, Das Konzept Zwischenstadt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263836
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Leseprobe aus  11  Seiten
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