Tiefenpsychologische Grundkenntnisse und deren Strategien zur Bewältigung von Belastungssituationen im pädagogischen Bereich der Sekundarstufe II (Jugendlichen)kennen und anwenden können.
Inhaltsverzeichnis
1. Persönlichkeit Tiefenpsychologische Erklärungsmodelle
1.1 Begriffliche Abgrenzung
1.2 Persönlichkeitsmodell Sigmund Freuds
1.3 ES, ICH, ÜBER-ICH
1.3.1 ES
1.3.2 ICH
1.3.3 ÜBER-ICH
1.4 Dynamik der Persönlichkeit
1.4.1 Möglichkeiten der ICH-Schwäche
1.4.2 Fallbeispiel
1.5 Angst und Abwehr
1.6 Unbewusste Abwehr
1.7 Weitere Abwehrmechanismen
1.8 Fallbeispiele – Abwehrmechanismen
1.9 Schema der Libidoentwicklung (Freud)
1.10 Die individualpsychologische Theorie (A. Adler)
1.10.1 Die Zielgerichtetheit des menschlichen Lebens
1.10.2 Das Minderwertigkeitsgefühl
1.10.2 Das Gemeinschaftsgefühl
1.11 Analytische Psychologie (C. G. Jung)
1.11.1 Wesen und Struktur der Psyche
1.11.2 Extraversion und Introversion
1.11.3 Die Persona
1.11.4 Der Schatten
1.11.5 Animus und Anima
1.11.6 Archetypen
1.11.7 Methoden der Therapiearbeit:
1.12 Persönlichkeitsentwicklung nach Erik H. Erikson
1.12.2 Entwicklungsstadien nach Erikson
1.12.3 Persönlichkeitstheorien im Vergleich
1.13 Existenzanalyse und Logotherapie nach Viktor E. Frankl
1.13.1 Exkurs: Humanistische Psychologie
2. Das Jugendalter
2.1 Vorpubertät
2.1.2 Präpuberaler Wachstumsschub und geschlechtliche Differenzierung
2.1.2 Problem der Akzeleration
2.1.3 Psychische Auswirkungen der Akzeleration
2.1.4 Probleme im Zusammenhang mit Spätentwicklern
2.1.5 Erscheinung der Vorpubertät beim Knaben
2.1.6 Die Beziehung zu Eltern und Lehrern
2.1.7 Besondere Erscheinungen der Vorpubertät beim Mädchen
2.2 Pubertät und Adoleszenz
2.2.1 Entwicklungsaufgaben für den Jugendlichen
2.2.2 Das Coping
2.2.3 Biologische Grundlagen
2.2.4 Sexualität
2.2.5 Soziale Integration
2.2.6 Identitätsfindung als zentrale Aufgabe
2.3 Aktuelle Tendenzen der Jugendforschung
3. Psychische Störungen
3.1 Neurosen
3.1.1 Ursachen von neurotischem Verhalten
3.1.2 Formen der Neurose
3.1.3 Psychose
3.1.4 Formen der endogenen Psychose
3.1.5 Modelle psychischer Störungen
3.1.6 Mögliche Störungen von Persönlichkeitsstrukturen….
3.1.7 Fallbeispiele zu psychischen Störungen
Zielsetzung & Themen
Das Werk bietet einen fundierten Überblick über die tiefenpsychologischen Erklärungsmodelle menschlicher Persönlichkeit, analysiert die psychosoziale Entwicklung im Jugendalter und untersucht die Ätiologie und Klassifikation psychischer Störungen. Ziel ist es, ein Verständnis für die komplexen Wechselwirkungen zwischen unbewussten Triebkräften, prägenden Lebensphasen und der Entwicklung des Individuums in sozialen Kontexten zu vermitteln.
- Vertiefende Analyse der psychoanalytischen Instanzenmodelle von S. Freud
- Individualpsychologische Ansätze nach Alfred Adler und Analytische Psychologie nach C. G. Jung
- Entwicklungsaufgaben und psychosoziale Herausforderungen der Pubertät und Adoleszenz
- Bewältigungsstrategien (Coping) und Identitätsfindung im Jugendalter
- Klassifikation psychischer Störungen und deren theoretische Erklärungsmodelle
Auszug aus dem Buch
1.2 Persönlichkeitsmodell Sigmund Freuds
Sigmund Freud wurde 1856 in Freiberg (Mähren) geboren. 1860 zog er nach Wien, wo er Medizin studierte.
Nach seinem Studium widmete er sich als Nervenarzt besonders der Erforschung psychisch bedingter Erkrankungen.
Nach einem Frankreichaufenthalt beim Pariser Neurologen Jean-Martin Charcot (Hysterie, Hypnose) ließ er sich 1886 in Wien mit einer Praxis nieder.
In der Folge entwickelte er die Theorie über Entstehung von Neurosen, die er Psychoanalyse nannte. Seit 1902 war er Titular-Professor in Wien (kein Lehrstuhl!). 1938 Emigration nach London – ein Jahr später verstorben (1939). (Vgl. Lahmer; 2010, S. 241)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Persönlichkeit Tiefenpsychologische Erklärungsmodelle: Dieses Kapitel führt in die Grundlagen der Persönlichkeitspsychologie ein und vergleicht tiefenpsychologische Ansätze von Freud, Adler und Jung sowie Erikson und Frankl.
2. Das Jugendalter: Der Fokus liegt hier auf den biologischen und psychologischen Veränderungen während Vorpubertät, Pubertät und Adoleszenz unter Berücksichtigung aktueller Forschungstrends.
3. Psychische Störungen: Dieses Kapitel erläutert die Diagnose und Klassifikation psychischer Störungen und ordnet diese anhand verschiedener theoretischer Modelle ein.
Schlüsselwörter
Persönlichkeit, Tiefenpsychologie, Psychoanalyse, ES, ICH, ÜBER-ICH, Abwehrmechanismen, Libidoentwicklung, Jugendalter, Pubertät, Adoleszenz, Identität, Psychische Störungen, Neurosen, Logotherapie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Werk primär?
Das Buch liefert eine grundlegende wissenschaftliche Einführung in die Psychologie der Persönlichkeit, mit besonderem Augenmerk auf tiefenpsychologische Modelle und deren Anwendung auf das Jugendalter und psychische Störungen.
Welche zentralen Themenbereiche werden abgedeckt?
Die Arbeit behandelt die Dynamik der Psyche, Entwicklungskrisen im Jugendalter, die Bedeutung von Abwehrmechanismen sowie die theoretische Fundierung psychischer Erkrankungen.
Welches Ziel verfolgt die Arbeit?
Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die menschliche Entwicklung und die Entstehung von Verhaltensmustern zu schaffen, um sowohl gesundes Wachstum als auch psychische Fehlentwicklungen besser einordnen zu können.
Welche wissenschaftlichen Modelle werden verwendet?
Es werden primär die Ansätze von S. Freud, A. Adler, C. G. Jung, Erik H. Erikson und Viktor E. Frankl herangezogen, um das menschliche Erleben und Verhalten zu erklären.
Was wird im Hauptteil des Buches behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Persönlichkeitsmodelle, Entwicklungspsychologie des Jugendlichen sowie die Klassifikation und Behandlung psychischer Störungen.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich das Werk charakterisieren?
Zu den prägenden Begriffen zählen Tiefenpsychologie, Instanzenmodell, Identitätsfindung, Abwehrmechanismen, Adoleszenz und Existenzanalyse.
Wie unterscheidet sich die individuelle Psychologie nach Adler von Freuds Psychoanalyse?
Während Freud eine kausale Betrachtungsweise („Woher?“) vertritt, favorisiert Adler eine finale Betrachtungsweise („Wohin?“) und betont die Zielgerichtetheit des menschlichen Lebens.
Welche Bedeutung kommt der "Persona" in der Analytischen Psychologie nach C. G. Jung zu?
Die Persona dient als eine Art Maske und Kompromiss zwischen dem Individuum und der sozialen Realität, um sich in der Gesellschaft zurechtzufinden, kann jedoch bei zu starker Identifikation die Selbstwerdung behindern.
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- Mag. Erich Hackl (Author), 2012, Psychologie der Persönlichkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263864