Die Idee der Nachhaltigkeit stammt eigentlich aus dem Bereich der Forstwirtschaft des 18. Jahrhunderts. Im Brundtland-Report von 1987 heißt es: „Sustainable development is development that meets the needs of the present without compromising the ability of future generations to meet their own needs.“
Das Ziel dieser Hausarbeit ist die Darstellung des Zusammenhangs und der Bedeutung von Nachhaltigkeit im Kontext der Generationengerechtigkeit. Dabei sind untersuchungsleitende Fragen u.a.:
• Was bedeutet Nachhaltigkeit?
• Wie ist Nachhaltigkeit in unser Rechtssystem implementiert?
• Was bedeutet Generationengerechtigkeit?
• Können wir heute, in Zeiten des Wandels, tatsächlich realistisch für die kommenden Generationen mitplanen?
Inhaltsverzeichnis
1. EINFÜHRUNG
1.1. ZIELSETZUNG
1.2. VORGEHENSWEISE UND METHODIK
2. NACHHALTIGKEIT
2.1. URSPRUNG DES BEGRIFFS DER NACHHALTIGKEIT
2.2. DEFINITION
2.2.1. DREI DIMENSIONEN DER NACHHALTIGKEIT
2.2.2. VERHÄLTNIS DER DREI DIMENSIONEN DER NACHHALTIGKEIT ZUEINANDER
2.3. NACHHALTIGKEIT IN DER EUROPÄISCHEN UNION
2.4. DIE DEUTSCHE NACHHALTIGKEITSSTRATEGIE
2.5. IMPLEMENTIERUNG DER NACHHALTIGKEIT IM BAUGESETZBUCH
3. GENERATIONENGERECHTIGKEIT
3.1. DEFINITION DER GENERATIONENGERECHTIGKEIT
3.1.1. ABGRENZUNG DES BEGRIFFS „GENERATION“
3.2. GERECHTIGKEITSTHEORIE NACH RAWLS
3.2.1. RAWLS GERECHTIGKEITSTHEORIE IM ZUSAMMENHANG MIT NACHHALTIGER ENTWICKLUNG
3.3. DIE ROLLE DES DEMOGRAPHISCHEN WANDELS
3.4. GERECHTIGKEIT ZWISCHEN DEN GENERATIONEN
4. FAZIT – DIE BEDEUTUNG DER NACHHALTIGKEIT IM KONTEXT DER GENERATIONENGERECHTIGKEIT
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht den inhaltlichen Zusammenhang zwischen dem Leitbild der Nachhaltigkeit und dem Konzept der Generationengerechtigkeit, um zu klären, wie politische und gesellschaftliche Entscheidungen unter Berücksichtigung langfristiger ökologischer, ökonomischer und sozialer Verantwortung gestaltet werden können.
- Grundlagen und Definitionen von Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit
- Analyse des Drei-Säulen-Modells der Nachhaltigkeit
- Bedeutung des demographischen Wandels für die intergenerationelle Gerechtigkeit
- Implementierung von Nachhaltigkeitskriterien in rechtliche Rahmenwerke wie das Baugesetzbuch
- Die Gerechtigkeitstheorie nach John Rawls im Kontext der Zukunftsverantwortung
Auszug aus dem Buch
3.3. Die Rolle des demographischen Wandels
Der demographische Wandel beeinflusst die Entwicklung Deutschlands erheblich. Die Bevölkerung wird immer weniger, älter und bunter. Damit ist gemeint, dass die deutsche Bevölkerung heutzutage auch aus vielen Migranten besteht. Die Reproduktionszahl für Deutschland von 1,38 Kindern pro Frau liegt deutlich unter dem Reproduktionsniveau von 2,1 Kindern pro Frau, das ein Fortbestehen der Bevölkerung garantiert. „Die Quote Bevölkerung im Rentenalter zu Bevölkerung im Erwerbsalter wird sich bis 2050 verdoppeln.“ Das erfordert natürlich ein Umdenken in allen Bereichen des Lebens. Die ältere Bevölkerung heutzutage ist relativ reich und vergleichsweise mobil. Jedoch ist die Frage wie man auch Menschen im hohen Alter mit Behinderungen oder krankheitsbedingten Einschränkungen eine hohe Lebensqualität zusichern kann. Es gibt die Idee einer Seniorenwirtschaft, die aus verschiedenen Bereichen besteht, die Senioren betreffen (vgl. Abbildung 4) wie z.B. Gesundheit, Reisen, Kultur, Wohnen, etc.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINFÜHRUNG: Diese Einleitung führt in das globale Leitbild der Nachhaltigkeit ein und leitet aus der Problematik von Schuldenlasten und sozialer Schieflage die zentrale Forschungsfrage der Arbeit ab.
2. NACHHALTIGKEIT: Das Kapitel beleuchtet den historischen Ursprung, die wesentlichen Definitionen der drei Dimensionen sowie die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie auf EU- und Bundesebene sowie im Baugesetzbuch.
3. GENERATIONENGERECHTIGKEIT: Hier wird der Begriff der Generationen sowie die Gerechtigkeitstheorie nach John Rawls in den Kontext der Nachhaltigkeit und des demographischen Wandels gesetzt.
4. FAZIT – DIE BEDEUTUNG DER NACHHALTIGKEIT IM KONTEXT DER GENERATIONENGERECHTIGKEIT: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die moralische Verantwortung des Westens sowie die Schwierigkeit, heutiges Handeln an den Bedürfnissen künftiger Generationen auszurichten.
Schlüsselwörter
Nachhaltigkeit, Generationengerechtigkeit, Drei-Säulen-Modell, Brundtland-Bericht, demographischer Wandel, Sozialkapital, Baugesetzbuch, Gerechtigkeitstheorie, John Rawls, Schuldenbremse, intergenerationelle Gerechtigkeit, soziale Sicherung, Ressourcenmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Zusammenspiel zwischen dem Leitbild der Nachhaltigkeit und der Generationengerechtigkeit, insbesondere in Bezug auf die Zukunftsverantwortung der heutigen Gesellschaft.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die ökonomische, ökologische und soziale Dimension der Nachhaltigkeit, die Gerechtigkeitstheorie, den demographischen Wandel sowie die rechtliche Verankerung nachhaltigen Handelns.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie politisches und soziales Handeln im Kontext der Nachhaltigkeit so gestaltet werden kann, dass zukünftige Generationen nicht durch heutige Entscheidungen unverhältnismäßig belastet werden.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse des Nachhaltigkeitsbegriffs, einer Auswertung relevanter Fachliteratur sowie der Untersuchung von Fallbeispielen zur rechtlichen und demographischen Umsetzung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Nachhaltigkeit, die detaillierte Definition von Generationengerechtigkeit, die philosophische Einordnung nach Rawls und die Analyse der Auswirkungen des demographischen Wandels.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Nachhaltigkeitsdreieck, Generationenvertrag, intergenerationelle Gerechtigkeit und den demographischen Wandel charakterisiert.
Warum spielt das Baugesetzbuch eine besondere Rolle für die Nachhaltigkeit?
Das Baugesetzbuch dient als konkretes Beispiel für die rechtliche Implementierung von Nachhaltigkeit, da es explizit die Verantwortung gegenüber künftigen Generationen bei der städtebaulichen Entwicklung betont.
Inwiefern beeinflusst der demographische Wandel die Generationengerechtigkeit?
Durch die schrumpfende und alternde Bevölkerung geraten die Rentensysteme unter Druck, was die Lastenverteilung zwischen jungen und alten Generationen verschärft und neue Ansätze der Generationengerechtigkeit erfordert.
Können heute lebende Menschen überhaupt realistisch für kommende Generationen planen?
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass dies eine komplexe Herausforderung ist, da wir nur spekulieren können, was für unsere Nachfahren wertvoll ist, weshalb wir eine Balance zwischen heutiger Lebensqualität und langfristiger Vorsorge finden müssen.
- Quote paper
- Tina Schreiber (Author), 2011, Nachhaltigkeit im Kontext der Generationengerechtigkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263905