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Die Stadtentwicklung und die Umsetzung der Thematik im Grundschulunterricht

Title: Die Stadtentwicklung und die Umsetzung der Thematik im Grundschulunterricht

Term Paper , 2003 , 20 Pages , Grade: 2,5

Autor:in: Sylvia Mohr (Author)

Didactics - Geography
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Summary Excerpt Details

Die Stadtentwicklung verlief zu keiner Zeit linear und gleichmäßig. Betrachtet
man jede beliebige Stadt „fällt eine Neben und Nacheinander der
unterschiedlichsten Städtebau- und Planungskonzeptionen auf“1, die „sich in
verschiedenen historischen Perioden im Gefecht der Interessen im städtischen
Raum durchgesetzt haben“2. Die ökonomischen Bedingungen einer
kennzeichnenden Epoche waren und sind auch heute noch von fundamentaler
Bedeutung für die jeweiligen Phasen städtischer Entwicklung. Die
Auswirkungen der jeweiligen Phasen werden nach Rodenstein3 nach
folgenden Kriterien untersuchet:
1. Auswirkungen auf die baulich-räumliche Umsetzung der notwendigen Zeit-
Raum- Relation (Standortfragen, Infrastruktur, Verkehr, ect.)
2. Auswirkungen auf die sich verändernde materielle Beziehung zwischen den
Klassen (ihre neue Verteilung im städtischen Raum)
3. Auswirkungen auf die kulturell-architektonischen Ausdrucksformen der
herrschenden Klassen.
Im Gegensatz zu vielen anderen Staaten, in denen meist eine sehr große Stadt
dominiert, wie beispielsweiße Paris in Frankreich oder Athen in Griechenland,
ist das Städtesystem in Deutschland sehr ausgewogen. Nach den vier größten
Städten Berlin, Hamburg, München und Köln folgt ein breites Mittelfeld mit
Städten wie Frankfurt, Dortmund, Stuttgart u.v.a.. Sowohl in der Einwohnerzahl
als auch in den funktionalen Gesichtspunkten herrscht ein Gleichgewicht:
Frankfurt als Bankenzentrum, München, indem das Versicherungswesen
dominiert, Hamburg als Handelszentrum, wobei auch die Zentralen der großen
Konzerne quer durch die Republik verteilt sind. 4

1 Phasen der Stadtentwicklung, 2002 [On-line]. Available: http://squat.net/archiv/duesseldorf/Dipl_Int--
6.html
2 Rodenstein, M.: Städtebaukonzepte; in: Häuermann, H., u.a.: Stadt und Raum, S. 31
3 ebenda, S. 35
4 Reader’s Digest Atlas 1998

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Die Stadtentwicklung

1.1 Phasen der Stadtentwicklung in Deutschland

1.2 Die Stadtentwicklung in Baden-Württemberg

1.3 Die Erfassung genetischer Stadttypen

1.4 Die Entwicklungsphasen der Stadtentwicklung

1.4.1 Städte des Mittelalters

1.4.2 Städte der Neuzeit

1.4.3 Städte des 19. und 20. Jahrhunderts

1.5 Der Strukturwandel der Städte in der Vor- und Nachkriegszeit

2. Die methodische Umsetzung des Themas in der Grundschule

2.1 Die Entwicklung der Stadtgeografie

2.2 Bezug zum Bildungsplan

2.2.1 Klasse 3

2.2.2 Klasse 4

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung von Städten in Deutschland, mit besonderem Fokus auf Baden-Württemberg, und erarbeitet Konzepte für deren didaktische Vermittlung im Grundschulunterricht. Das Hauptziel besteht darin, die komplexe Thematik der Stadtgenese für Schüler der dritten und vierten Klasse altersgerecht aufzubereiten und in den Heimat- und Sachunterricht zu integrieren.

  • Historische Phasen der Stadtentwicklung (Mittelalter bis Neuzeit).
  • Strukturelle Besonderheiten und Stadtformen in Baden-Württemberg.
  • Didaktische Einordnung der Stadterkundung in den Bildungsplan der Grundschule.
  • Methoden zur praxisnahen Erschließung des Wohnortes im Unterricht.

Auszug aus dem Buch

1.1 Phasen der Stadtentwicklung in Deutschland

Die Stadtentwicklung verlief zu keiner Zeit linear und gleichmäßig. Betrachtet man jede beliebige Stadt „fällt eine Neben und Nacheinander der unterschiedlichsten Städtebau- und Planungskonzeptionen auf“, die „sich in verschiedenen historischen Perioden im Gefecht der Interessen im städtischen Raum durchgesetzt haben“. Die ökonomischen Bedingungen einer kennzeichnenden Epoche waren und sind auch heute noch von fundamentaler Bedeutung für die jeweiligen Phasen städtischer Entwicklung. Die Auswirkungen der jeweiligen Phasen werden nach Rodenstein nach folgenden Kriterien untersuchet:

1. Auswirkungen auf die baulich-räumliche Umsetzung der notwendigen Zeit-Raum-Relation (Standortfragen, Infrastruktur, Verkehr, ect.)

2. Auswirkungen auf die sich verändernde materielle Beziehung zwischen den Klassen (ihre neue Verteilung im städtischen Raum)

3. Auswirkungen auf die kulturell-architektonischen Ausdrucksformen der herrschenden Klassen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Staaten, in denen meist eine sehr große Stadt dominiert, wie beispielsweiße Paris in Frankreich oder Athen in Griechenland, ist das Städtesystem in Deutschland sehr ausgewogen. Nach den vier größten Städten Berlin, Hamburg, München und Köln folgt ein breites Mittelfeld mit Städten wie Frankfurt, Dortmund, Stuttgart u.v.a.. Sowohl in der Einwohnerzahl als auch in den funktionalen Gesichtspunkten herrscht ein Gleichgewicht: Frankfurt als Bankenzentrum, München, indem das Versicherungswesen dominiert, Hamburg als Handelszentrum, wobei auch die Zentralen der großen Konzerne quer durch die Republik verteilt sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Stadtentwicklung: Dieses Kapitel erläutert die nicht-lineare historische Entwicklung deutscher Städte unter Berücksichtigung ökonomischer und sozialer Faktoren.

1.1 Phasen der Stadtentwicklung in Deutschland: Hier werden die Kriterien für den Wandel städtischer Räume sowie das ausgewogene Städtesystem in Deutschland diskutiert.

1.2 Die Stadtentwicklung in Baden-Württemberg: Es wird die spezifische Struktur des Landes Baden-Württemberg als Land kleiner und mittlerer Gemeinden analysiert.

1.3 Die Erfassung genetischer Stadttypen: Die Einteilung historischer Stadtentwicklungsphasen in genetische Typen, von keltischen Oppida bis zu modernen Planstädten, wird dargestellt.

1.4 Die Entwicklungsphasen der Stadtentwicklung: Hier erfolgt eine detaillierte Differenzierung der Städte nach ihrer Entstehungszeit, von Mittelalter bis zur Gegenwart.

1.4.1 Städte des Mittelalters: Fokus auf die typischen Merkmale wie verwinkelte Straßenzüge und die Ausrichtung auf zentrale Gebäude wie Kirchen oder Burgen.

1.4.2 Städte der Neuzeit: Untersuchung der absolutistischen Planstädte und Residenzen unter Ludwig XIV sowie der sogenannten Exulantenstädte.

1.4.3 Städte des 19. und 20. Jahrhunderts: Analyse des Einflusses der Industrialisierung, der Fabrikstädte und des Entstehens von Industrievierteln und Satellitenstädten.

1.5 Der Strukturwandel der Städte in der Vor- und Nachkriegszeit: Dieses Kapitel thematisiert die funktionalen Veränderungen und den Strukturwandel im Zuge der Industrialisierung und der Nachkriegszeit.

2. Die methodische Umsetzung des Themas in der Grundschule: Ein didaktischer Leitfaden für die Implementierung der Stadtgeografie in den Heimat- und Sachunterricht.

2.1 Die Entwicklung der Stadtgeografie: Vorstellung des fachdidaktischen Wandels der Stadtgeografie von einem vernachlässigten zu einem kontrovers diskutierten Thema.

2.2 Bezug zum Bildungsplan: Verknüpfung der Unterrichtsinhalte mit den Vorgaben des Bildungsplans für das Fach Heimat- und Sachunterricht.

2.2.1 Klasse 3: Vorstellung von Unterrichtseinheiten zur Orterkundung, Orientierung im Nahraum und dem Verständnis einfacher Plandarstellungen.

2.2.2 Klasse 4: Vertiefung der Themen durch Analyse von Landschaftsnutzung, Industrialisierung und geschichtlichen Veränderungen im Heimatraum.

Schlüsselwörter

Stadtentwicklung, Baden-Württemberg, Stadtgeografie, Grundschule, Heimatkunde, Siedlungsgeschichte, Industrialisierung, Stadtplanung, Bildungsplan, Sachunterricht, Stadterkundung, Historische Stadtbilder, Raumverständnis, Stadtformen, Unterrichtsplanung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Entwicklung von Städten in Deutschland und Baden-Württemberg sowie der didaktischen Aufbereitung dieses Themas für den Grundschulunterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Stadttypologie, der städtische Strukturwandel durch Industrialisierung und die methodische Integration der "Orterkundung" in den Schulalltag.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrer die komplexe Thematik der Stadtentwicklung nutzen können, um bei Grundschülern ein tieferes Verständnis für ihren eigenen Lebensraum zu wecken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse stadtgeografischer Grundlagen und vergleicht diese mit den spezifischen Anforderungen und Zielen des Bildungsplans für die Grundschule in Baden-Württemberg.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Stadtentwicklung (1.1 bis 1.5) und einen praktischen didaktischen Teil (2.1 bis 2.2.2), der konkret auf die Klassenstufen 3 und 4 eingeht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Stadtentwicklung, Stadtgeografie, Heimat- und Sachunterricht sowie die didaktische Orterkundung.

Welche Bedeutung kommt der Stadt Stuttgart in dieser Arbeit zu?

Stuttgart wird als Fallbeispiel angeführt, um die typische Zersiedlung und die Kennzeichen der City-Bildung in Baden-Württemberg zu veranschaulichen.

Wie unterscheidet sich die Vermittlung des Themas in Klasse 3 von Klasse 4?

In Klasse 3 steht die unmittelbare Orterkundung und Orientierung im Vordergrund, während in Klasse 4 zusätzlich komplexe Zusammenhänge wie Landschaftsnutzung, Industrie und geschichtliche Besiedlung analysiert werden.

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Details

Title
Die Stadtentwicklung und die Umsetzung der Thematik im Grundschulunterricht
College
University of Education Weingarten
Course
Kulturgeographische Betrachtung Baden-Württembergs
Grade
2,5
Author
Sylvia Mohr (Author)
Publication Year
2003
Pages
20
Catalog Number
V26391
ISBN (eBook)
9783638287388
Language
German
Tags
Stadtentwicklung Umsetzung Thematik Grundschulunterricht Kulturgeographische Betrachtung Baden-Württembergs
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sylvia Mohr (Author), 2003, Die Stadtentwicklung und die Umsetzung der Thematik im Grundschulunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26391
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