Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Die psychosoziale Entwicklung der jüngeren Geschwisterkinder von Kindern mit einer schwer chronischen Erkrankung oder Behinderung.

Eine anwendungsorientierte Betrachtung unter dem Aspekt der Resilienz.

Titel: Die psychosoziale Entwicklung der jüngeren Geschwisterkinder von Kindern mit einer schwer chronischen Erkrankung oder Behinderung.

Masterarbeit , 2013 , 85 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Bachelor of Arts Heilpädagogik Susanne Pohl (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Diagnose einer schweren chronischen Erkrankung oder gravierenden Behinderung eines Kindes bedeutet für alle Familienmitglieder eine massive Veränderung der gewohnten Lebenssituation. Die ganze Familie befindet sich am Anfang unter Schock und muss ihr Leben neu sortieren. Erst in den letzten Jahren stieg das Bewusstsein dafür, wie sehr die „gesunden“ Familienmitglieder unter dieser Situation leiden. Die Eltern müssen ihre eigene Betroffenheit überwinden und gleichzeitig dem Kind stärkend und versorgend zur Seite stehe. Für die Geschwister dieser Kinder entsteht durch die neue Familiensituation und die spürbare Belastung der Eltern, häufig eine hohe Verunsicherung, Angst und das Gefühl von Hilflosigkeit. Sie erleben ihre Eltern in ihrer Trauer und Hilflosigkeit, wollen helfen und können es nicht, weil sie selbst noch so klein sind und Unterstützung brauchen. Sie haben eigene Bedürfnisse die sie zurückhalten müssen und zurückhalten, weil sie neben den Bedürfnissen der kranken oder behinderten Kinder so unwichtig erscheinen und sie verstehen ganz oft nicht, was in ihrer Familie geschieht.
Inzwischen hat sich im Versorgungsbereich der schweren Erkrankungen eine familienorientierter Rehabilitationsarbeit etabliert. Diese findet sich vor allem bei Familien mit krebserkrankten Angehörigen. Bei Familien mit chronisch kranken oder behinderten Kindern ist die familienorientierte und insbesondere geschwistereinbezogene Arbeit noch nicht gut entwickelt und findet fast ausschließlich durch Eigeninitiative in Form von Selbsthilfegruppen statt.Im besonderen Fokus dieser Arbeit sollen die jüngeren Geschwisterkinder der beeinträchtigten Kinder stehen, da die Autorin vermutet, dass für diese Kinder die Situation besonders schwierig ist. Denn aus ihrer Arbeit weiß sie, dass sich viele Eltern deren erstgeborenes Kind eine Beeinträchtigung hat, nach einiger Zeit der der Anpassung und Trauer noch ein zweites Kind wünschen. Diese Eltern setzen meist große Hoffnungen und Erwartungen in die Geburt dieses Kindes. Aus pädagogischer Sicht stellt sich die Frage, was geschieht, wenn Eltern bereits vor der Geburt diese Erwartungshaltung gegenüber ihrem Kind annehmen und welche Rolle nehmen die jüngeren Geschwister neben den ältern, beeinträchtigten Kindern ein?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Begriffsklärung

2 Geschwisterbeziehungen in Familien

2.1 Stand der Forschung und Theorien zur Geschwisterbeziehung

2.2 Die Geschwisterbeziehung

2.2.1 Geschwisterbindung – Exkurs in Bowlbys Bindungstheorie

2.2.2 Einflüsse auf die Geschwisterbeziehung

3 Familien mit einem schwer chronisch erkrankten oder behinderten Kind

3.1 Belastungen von Familien mit chronisch erkrankten oder behinderten Kindern

3.2 Bewältigungsstrategien

4 Die Geschwisterbeziehung von Kindern und ihren chronisch erkrankten oder behinderten Geschwistern

4.1 Einblicke in die Forschung

4.2 Die Geschwisterbeziehung von Geschwisterkindern schwer chronisch kranker und behinderter Kinder und ihre Einflussfaktoren

4.3 Die Bedeutung der elterlichen Erwartungen und ihres Verhaltens für die Geschwister beeinträchtigter Kinder

5 Entwicklungspsychologische Aspekte in der Entwicklung der Geschwisterkinder mit Fokus auf die jüngeren nichtbeeinträchtigten Kinder

5.1 Wahrnehmung und Verarbeitung der Beeinträchtigung des Geschwisterkindes

5.2 Entwicklungsrisiken und Chancen für Geschwisterkinder

5.2.1 Risiken

5.2.2 Chancen

6 Förderung der psychosozialen Entwicklung der Geschwisterkinder von schwer chronisch erkrankten und behinderten Kindern durch Aufklärung, Information und Förderung der Resilienz

6.1 Aufklärung und Information

6.2 Resilienz

6.2.1 Resilienzförderung

6.2.2 Fördermöglichkeiten – Ideen aus der Frühförderung

6.2.3 Prozess der Resilienzförderung in Familien

6.2.4 Risikofaktoren für die Resilienzentwicklung von Familien mit einem chronisch kranken oder behinderten Kind

7 Unterstützungsmöglichkeiten für Geschwisterkinder von chronisch kranken oder behinderten Kindern

8 Resümee

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Master-Thesis untersucht die psychosoziale Entwicklung von jüngeren Geschwisterkindern, die mit einem schwer chronisch erkrankten oder behinderten Geschwister aufwachsen. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie diese Kinder ihre Lebenssituation bewältigen, welchen Risiken sie ausgesetzt sind und welche Chancen sich aus dieser besonderen Familiensituation ergeben, um daraus Handlungsempfehlungen für die psychosoziale Unterstützung abzuleiten.

  • Psychosoziale Auswirkungen einer chronischen Erkrankung oder Behinderung auf Geschwisterkinder.
  • Bedeutung der elterlichen Erwartungen und der familiären Dynamik für die Identitätsentwicklung.
  • Anwendung des Resilienz-Konzepts zur Förderung der Widerstandsfähigkeit in belasteten Familien.
  • Konkrete Unterstützungsmöglichkeiten für Geschwister, Eltern und Fachkräfte.

Auszug aus dem Buch

Die Bedeutung der elterlichen Erwartungen und ihres Verhaltens für die Geschwister beeinträchtigter Kinder

Eltern die ein Kind erwarten, haben stets ihre Wünsche und Erwartungen an diese Kinder. Es stellt sich jedoch die Frage, ob die Eltern von Kindern mit einem kranken oder behinderten Kind, besondere Erwartungen an ihre „gesunden“ Kinder stellen? Anhand der vorliegenden Literatur und Berichte zu diesem Thema wird deutlich, dass es tatsächlich diese bewussten und unbewussten Erwartungen gibt und dass sie sich maßgeblich auf die Entwicklung der gesunden Kinder auswirken können.

Wenn in eine Familie die bereits ein beeinträchtigtes Kind hat, ein weiteres Kind geboren wird, dominiert zu Beginn die Sorge davor wieder ein krankes oder behindertes Kind zu bekommen. Diese Kinder stehen daher häufig unter besonderer Beobachtung und der Erwartung, dass sie sich „normal“ entwickeln. Unbewusst entstehen bei einigen Familien schon vor der Geburt der Wunsch und die Erwartungshaltung, dass dieses Kind all die Dinge schaffen soll, die das Erstgeborene nicht erreichen konnte oder kann. Das jüngere Kind soll die Eltern wenn möglich, für all das entschädigen was sie an Mühen und Sorgen mit dem ersten Kind erleben. In ihre Geburt wird die ganze Hoffnung der Familie gesetzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der besonderen Lebenssituation von Geschwisterkindern beeinträchtigter Kinder und Darlegung des Erkenntnisinteresses.

2 Geschwisterbeziehungen in Familien: Theoretische Grundlagen zur Geschwisterbeziehung, inklusive eines Exkurses in die Bindungstheorie und der Analyse von Einflussfaktoren.

3 Familien mit einem schwer chronisch erkrankten oder behinderten Kind: Betrachtung des familiären Lebensumfelds, der spezifischen Belastungen und gängiger Bewältigungsstrategien.

4 Die Geschwisterbeziehung von Kindern und ihren chronisch erkrankten oder behinderten Geschwistern: Analyse der empirischen Forschung und der Faktoren, die diese spezielle Geschwisterbeziehung beeinflussen.

5 Entwicklungspsychologische Aspekte in der Entwicklung der Geschwisterkinder mit Fokus auf die jüngeren nichtbeeinträchtigten Kinder: Untersuchung der Identitätsentwicklung und möglicher Risiken sowie Chancen anhand des Stufenmodells von Erikson.

6 Förderung der psychosozialen Entwicklung der Geschwisterkinder von schwer chronisch erkrankten und behinderten Kindern durch Aufklärung, Information und Förderung der Resilienz: Darstellung von Möglichkeiten zur Stärkung der psychischen Widerstandskraft durch Aufklärung und Resilienzprozesse.

7 Unterstützungsmöglichkeiten für Geschwisterkinder von chronisch kranken oder behinderten Kindern: Konkrete Empfehlungen für Eltern und Fachleute zur Unterstützung der Geschwisterkinder.

8 Resümee: Zusammenfassende Schlussfolgerung und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Geschwisterkinder, chronische Erkrankung, Behinderung, Resilienz, psychosoziale Entwicklung, Familienorientierte Rehabilitation, Bewältigungsstrategien, Identitätsentwicklung, Bindungstheorie, Frühförderung, Familiendynamik, Erwartungsdruck, Aufklärung, Unterstützung, Fachberatung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der psychosozialen Situation und Entwicklung von Kindern, die ein schwer chronisch krankes oder behindertes Geschwister haben.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Geschwisterbeziehung, die familiäre Belastungssituation, entwicklungspsychologische Prozesse, die Rolle der Eltern sowie die Förderung von Resilienz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die spezifischen Entwicklungsrisiken und Chancen dieser Kinder aufzuzeigen und Strategien für eine bessere psychosoziale Unterstützung zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die einschlägige Fachliteratur und Forschungsergebnisse zur Geschwisterbindung, Entwicklungspsychologie und Resilienz systematisch zusammenführt und analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Geschwisterbeziehung, die familiäre Dynamik, das Modell der Identitätsentwicklung nach Erikson bei dieser speziellen Kindergruppe sowie Möglichkeiten der Resilienzförderung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Geschwisterkinder, Behinderung, chronische Erkrankung, Resilienz, familiäre Dynamik und psychische Widerstandskraft.

Warum liegt ein besonderer Fokus auf jüngeren Geschwisterkindern?

Die Autorin vermutet, dass für diese Kinder die Situation besonders schwierig ist, da Eltern oft Hoffnungen und Erwartungen in deren Geburt setzen, was die Rolle und Entwicklung dieser Kinder maßgeblich beeinflusst.

Welche Rolle spielen elterliche Erwartungen bei diesen Kindern?

Oft unbewusst werden an gesunde Kinder Erwartungen geknüpft, das Erstgeborene zu kompensieren. Dies erzeugt Druck, Schuldgefühle und eine ständige Beobachtung, was die gesunden Kinder teils wie "kleine Erwachsene" agieren lässt.

Ende der Leseprobe aus 85 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die psychosoziale Entwicklung der jüngeren Geschwisterkinder von Kindern mit einer schwer chronischen Erkrankung oder Behinderung.
Untertitel
Eine anwendungsorientierte Betrachtung unter dem Aspekt der Resilienz.
Hochschule
Fachhochschule Potsdam
Note
1,7
Autor
Bachelor of Arts Heilpädagogik Susanne Pohl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
85
Katalognummer
V263950
ISBN (eBook)
9783656529668
ISBN (Buch)
9783656532095
Sprache
Deutsch
Schlagworte
entwicklung geschwisterkinder kindern erkrankung behinderung eine betrachtung aspekt resilienz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts Heilpädagogik Susanne Pohl (Autor:in), 2013, Die psychosoziale Entwicklung der jüngeren Geschwisterkinder von Kindern mit einer schwer chronischen Erkrankung oder Behinderung., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263950
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  85  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum