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Islamischer Religionsunterricht (IRU) in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen

Darstellung und Beurteilung der Bedeutung für die Konfessionalität des RU

Title: Islamischer Religionsunterricht (IRU) in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen

Examination Thesis , 2013 , 54 Pages , Grade: 1,1

Autor:in: André Stepanek (Author)

Theology - Religion (For Pre-University Students)
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit hat es sich zum Ziel gesetzt, die Entwicklung und Einführung eines ordentlichen Islamischen Religionsunterrichts nach Artikel 7 III des Grundgesetzes (GG) in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen näher zu erläutern und zu beurteilen.
Dabei soll der Schwerpunkt darauf liegen, wie sich die konfessionelle Gestalt der Unterrichtsprojekte und -versuche durch die Einführung eines bekenntnisorientierten Islamischen Religionsunterrichts in den Bundesländern wandelt und welche Bedeutung sie für die Muslime und die Mehrheitsgesellschaft in Deutschland hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Muslimisches Leben in Deutschland

2.1. Historischer Überblick

2.2. Islamische Organisationen

3. Probleme bei der Einführung von Islamischem Religionsunterricht

3.1. Religionskunde oder Religionsunterricht?

3.2. Rechtliche Schwierigkeiten

3.3. Adressatenfrage und Ausbildung von Lehrkräften

3.4. Teilweise Unvereinbarkeit von Islamischen Glaubensinhalten mit dem Grundgesetz

4. Lehrmaterialien

5. Islamischer Religionsunterricht in den Bundesländern

5.1. Nordrhein-Westfalen

5.2. Hessen

5.3. Niedersachsen

5.4. Vergleich der Bundesländer

6. Konsequenzen für dem evangelischen Religionsunterricht

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und Einführung eines bekenntnisorientierten Islamischen Religionsunterrichts nach Artikel 7 III des Grundgesetzes in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen und beurteilt deren Bedeutung für die Konfessionalität dieses Unterrichts sowie für die Mehrheitsgesellschaft.

  • Historische Entwicklung muslimischen Lebens und der Organisationsstrukturen in Deutschland.
  • Juristische und organisatorische Herausforderungen bei der Etablierung als ordentliches Schulfach.
  • Vergleichende Analyse der Umsetzungsstrategien und Ansätze in den drei gewählten Bundesländern.
  • Konsequenzen für den evangelischen Religionsunterricht und das interreligiöse Lernen.
  • Reflektion der Bedeutung für die rechtliche Gleichstellung muslimischer Bürgerinnen und Bürger.

Auszug aus dem Buch

3.2. Rechtliche Schwierigkeiten

Wie in den vorigen Erläuterungen bereits deutlich geworden ist, sind mit der Einführung eines bekenntnisorientierten Islamischen Religionsunterrichts Probleme verbunden. Dabei handelt es sich in erster Linie um juristische Probleme, die nun näher analysiert werden sollen.

Das Verhältnis der Bundesrepublik Deutschland zu Religionsgemeinschaften ist im Grundgesetz geregelt. Diese Verhältnisbestimmung umfasst drei Fundamente. Die Religionsfreiheit, die Trennung von Staat und Kirche sowie das Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften.62

Der Artikel 4 GG garantiert die Glaubens- und Gewissensfreiheit.63 Bei dieser Bestimmung handelt es sich sowohl um einen Schutz der inneren Freiheit als auch um den Schutz der äußeren Glaubensfreiheit. Neben dem Glauben wird auch das Bekennen dieser inneren Überzeugung geschützt. Dazu zählt die Anerkennung religiöser Symbole und Handlungen. Auch die Orientierung des Verhaltens an einer Religion und die daraus folgende Lebensführung wird anerkannt und geschützt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit erläutert die Zielsetzung, die Entwicklung des Islamischen Religionsunterrichts in drei Bundesländern zu analysieren und dessen konfessionelle Gestalt zu beurteilen.

2. Muslimisches Leben in Deutschland: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung muslimischen Lebens in Deutschland und die Entstehung der heterogenen Verbandslandschaft nach.

3. Probleme bei der Einführung von Islamischem Religionsunterricht: Hier werden die juristischen und organisatorischen Hürden, wie die Definition von Religionsgemeinschaften und die Ausbildung von Lehrkräften, kritisch beleuchtet.

4. Lehrmaterialien: Der Abschnitt diskutiert die Anforderungen an Unterrichtsmaterialien und analysiert bestehende Schulbücher sowie die damit verbundenen didaktischen Defizite.

5. Islamischer Religionsunterricht in den Bundesländern: Das Kapitel bietet eine detaillierte, vergleichende Untersuchung der unterschiedlichen Umsetzungsformen in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen.

6. Konsequenzen für dem evangelischen Religionsunterricht: Es werden die Auswirkungen der Einführung auf den evangelischen Religionsunterricht und die neuen Chancen für den interreligiösen Dialog erörtert.

7. Fazit: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass sich die konfessionelle Gestalt des Unterrichts grundlegend gewandelt hat und ein wichtiger Schritt zur Gleichstellung erfolgt ist.

Schlüsselwörter

Islamischer Religionsunterricht, Grundgesetz, Religionsgemeinschaft, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Niedersachsen, Konfessionalität, Integration, Islamkunde, Schulversuch, Lehrkräfte, Religionsfreiheit, interreligiöser Dialog, Verbände, Artikel 7 III GG.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung und Einführung des bekenntnisorientierten Islamischen Religionsunterrichts in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung muslimischer Organisationen, den rechtlichen Rahmenbedingungen des Grundgesetzes, der Gestaltung von Lehrplänen und dem interreligiösen Lernen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Es soll analysiert werden, wie sich die konfessionelle Gestalt des Unterrichts durch die Einführung wandelt und welche Bedeutung dies für die Muslime und die Gesellschaft in Deutschland hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung von Literatur, Gesetzeskommentaren, Gerichtsurteilen und einer vergleichenden Betrachtung der unterschiedlichen Bildungsmodelle der Bundesländer.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Probleme bei der Einführung, wie die Anerkennung als Religionsgemeinschaft, die Organisation, Lehrmaterialien und die spezifischen Ansätze in den drei Bundesländern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Islamischer Religionsunterricht, Grundgesetz, Religionsgemeinschaft, Konfessionalität und Integration.

Welche Rolle spielt die DİTİB in der Argumentation des Autors?

Die DİTİB wird als mitgliederstärkster, aber durch ihre Anbindung an den türkischen Staat teilweise umstrittener Ansprechpartner für das Land und als bedeutender Akteur in den Bundesländern dargestellt.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Religionskunde und Religionsunterricht rechtlich wichtig?

Der Religionsunterricht ist als ordentliches Lehrfach im Grundgesetz verankert und konfessionell gebunden, während Religionskunde in alleiniger staatlicher Verantwortung liegt und keine Bekenntnisbindung aufweist.

Wie unterscheidet sich Hessen von Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen bei der Einführung?

In Hessen werden die beteiligten Verbände bereits offiziell als Religionsgemeinschaften anerkannt, was eine direkte Umsetzung nach Artikel 7 III GG ermöglicht, während in den anderen Ländern vorläufige Beiräte agieren.

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Details

Title
Islamischer Religionsunterricht (IRU) in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen
Subtitle
Darstellung und Beurteilung der Bedeutung für die Konfessionalität des RU
College
University of Cologne  (Institut für evangelische Theologie)
Grade
1,1
Author
André Stepanek (Author)
Publication Year
2013
Pages
54
Catalog Number
V263998
ISBN (eBook)
9783656592792
ISBN (Book)
9783656592761
Language
German
Tags
islamischer religionsunterricht nordrhein-westfalen hessen niedersachsen darstellung beurteilung bedeutung konfessionalität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
André Stepanek (Author), 2013, Islamischer Religionsunterricht (IRU) in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263998
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