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Iphigenies Wandlung auf Tauris

Titel: Iphigenies Wandlung auf Tauris

Hausarbeit , 2013 , 14 Seiten , Note: 2,5

Autor:in: Sabrina Detz (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Literatur, Werke
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Mit seinem Werk „Iphigenie auf Tauris“ schuf Johann Wolfgang von Goethe eines der bedeutendsten Schriften seiner und der heutigen Zeit. Das Werk ist der „Weimarer Klassik“ zuzuordnen und behandelt das klassische Humanitätsideal. Das Drama, welches ein moralisches Dilemma behandelt, wird von MÜLLER „als die reifste und schönste Gestaltung der Humanitätsidee“ gesehen.
Iphigenie als Hauptfigur löst sich bewusst vom Glauben an die Göttermacht, Menschsein, frei Handeln, Gleichberechtigung, frei Leben, wird zum zentralen Gedankengut.

Diese Arbeit soll einen Überblick über die Wandlung und Entwicklung Iphigenies geben.
Eingeführt wird das Werk „Iphigenie“ mit einem kurzen Überblick über Inhalt, Form und Sprache. Es folgt die Beschreibung Iphigenies innerer Verfassung und die damit auftretenden Konflikte. Die drei einzelnen Konflikte werden gesondert in den Begegnungen mit König Thoas, Orest und Pylades und den Göttern bearbeitet. Die Schlussbetrachtung stellt die Lösung des Konfliktes dar.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Inhalt, Form und Sprache

2.1 Inhalt

2.2 Form des klassischen Dramas

2.3 Die Sprache des klassischen Dramas

3 Die Vorgeschichte - Der Fluch des Tantalus

4 Die innere Welt Iphigenies zu Beginn des Dramas

4.1 Iphigenie und König Thoas

4.2 Iphigenies Begegnung mit Pylades und Orest

4.3 Der Fluchtplan

5 Schlussbetrachtungen – Die Konfliktlösung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologische Entwicklung und moralische Wandlung der Hauptfigur Iphigenie in Johann Wolfgang von Goethes Drama „Iphigenie auf Tauris“, wobei insbesondere ihre Konflikte zwischen göttlichem Gehorsam, familiärer Loyalität und dem Streben nach humanistischer Selbstbestimmung im Fokus stehen.

  • Analyse des klassischen Dramenaufbaus und der sprachlichen Mittel bei Goethe.
  • Darstellung des mythologischen Hintergrunds und des Tantalidenfluchs.
  • Untersuchung der inneren Zerrissenheit Iphigenies im Spannungsfeld zwischen Götterglauben und Autonomie.
  • Bewertung der Konfliktlösung als Akt moralischer Selbstfindung und Humanität.

Auszug aus dem Buch

4.2) Iphigenies Begegnung mit Pylades und Orest

Apollon erteilt Orest und Pylades eine Aufgabe. Sie sollen das „Kultbild der göttlichen Schwester Diana“ aus dem Tempel stehlen und zurück nach Delphi bringen. Dies begründet den Aufenthalt der beiden auf der Insel. Bei Gelingen der Aufgabe wird Orest von der Schuld, die eigene Mutter Klytaimnestra getötet zu haben, erlöst (V. 721-727). Zum 1. Akt erfolgt nun im 2. Akt eine Steigerung. Die Begegnung zwischen Iphigenie und Orest führt dazu, dass Iphigenie erfährt, wie ihre Mutter zu Tode gekommen ist und wie Orest seitdem dem Wahnsinn nahe ist. In diesem Moment erkennt sie ihren eigenen Bruder nicht, da Pylades ihre wahre Identität verheimlicht hat. Auf dieses Gespräch hin gerät Iphigenie in große Zweifel.

Sie klagt die Götter an und verliert das Vertrauen in sie. Erst die Auflösung, dass Orest ihr Bruder ist, lässt sie wieder an die Götter glauben. Im Moment der Offenbarung drängt sich in Iphigenies Bewusstsein, dass ihre Erlösung ferner durch ihren Bruder Orest bedingt ist: „Mein Schicksal ist an deines fest gebunden“ (V. 1122).

Im 3. Auftritt, nach Rückkehr Orests, beginnt die Schwesterliebe sichtbar zu werden. Die Liebe und Fürsorge Iphigenies, das Beten zu den Göttern Apollon und Diana, führt zu einer Umwandlung der Tantalidenfluches – Orest erfährt Heilung (V.1340). Er ist erlöst vom Fluch des Tantalus.

Iphigenie hingegen hat erkannt, dass sie nur in ihrer Heimat Griechenland zurückkehren wird, wenn sie sich mit dem Fluch des Tantalus auseinander setzt. Nun steht sie am Ende des 3. Aktes vor einem dramatischen Konflikt. Ihr steht immer noch die Opferung Orests und Pylades bevor und damit die Fortführung des Fluches.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in Goethes „Iphigenie auf Tauris“ ein und skizziert die methodische Untersuchung der Wandlung Iphigenies im Kontext des klassischen Humanitätsideals.

2 Inhalt, Form und Sprache: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über die Handlung sowie eine formale Analyse des klassischen fünfaktigen Dramas und der verwendeten Blankverse.

3 Die Vorgeschichte - Der Fluch des Tantalus: Hier wird der mythologische Hintergrund des Tantalidenfluchs erläutert, der das Schicksal der Familie Iphigenies bestimmt und ihre Verbannung begründet.

4 Die innere Welt Iphigenies zu Beginn des Dramas: Das Kapitel analysiert Iphigenies psychische Zerrissenheit, ihr Priesteramt auf Tauris und die Zuspitzung ihrer Konflikte durch Thoas sowie die Begegnung mit Orest und Pylades.

5 Schlussbetrachtungen – Die Konfliktlösung: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass Iphigenie durch ihre Ehrlichkeit und moralische Autonomie den Konflikt auflöst und das Ideal der Humanität verwirklicht.

Schlüsselwörter

Iphigenie auf Tauris, Johann Wolfgang von Goethe, Weimarer Klassik, Humanitätsideal, Tantalidenfluch, Iphigenie, Orest, König Thoas, Dramenanalyse, Selbstfindung, Moral, Emanzipation, Konfliktlösung, griechische Mythologie, Blankvers

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Charakterentwicklung und der moralischen Evolution der Hauptfigur Iphigenie im Drama „Iphigenie auf Tauris“ von Goethe.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die menschliche Freiheit gegenüber göttlicher Vorbestimmung, die Bedeutung von Humanität und die Bewältigung familiärer sowie persönlicher Schuld.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den Wandlungsprozess Iphigenies aufzuzeigen, der von der Fremdbestimmung hin zu einer emanzipierten, humanen Selbstentscheidung führt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse des Textes unter Einbeziehung des historischen Kontextes der Weimarer Klassik und ergänzender Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Einführung, die Aufarbeitung des mythologischen Fluchs sowie die Untersuchung der drei spezifischen Konfliktsituationen (mit Thoas, Orest/Pylades und den Göttern).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Humanitätsideal, Autonomie, Tantalidenfluch, Selbstbeherrschung und die klassische Dramenform.

Inwiefern beeinflusst der Fluch des Tantalus die Handlungsfähigkeit der Figur?

Der Fluch lastet als Schicksalsmacht auf ihr, zwingt sie zur Priesterschaft und erzeugt den inneren Konflikt zwischen dem Wunsch nach Heimkehr und der Verantwortung gegenüber ihrer Familie.

Warum ist das sogenannte Parzenlied für die Entwicklung der Figur zentral?

Das Parzenlied fungiert als „Angelpunkt“ der Selbstfindung, da Iphigenie darin die Willkür der Götter erkennt und sich in der Folge von einer rein priesterlichen Rolle zur menschlich handelnden Person entwickelt.

Welche Rolle spielt der König Thoas für die Konfliktlösung?

Thoas verkörpert zunächst die Macht, der Iphigenie untersteht; durch ihre offene Konfrontation und Wahrheitssuche gelingt es ihr jedoch, Thoas von einem humanen Handeln zu überzeugen.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Iphigenies Wandlung auf Tauris
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Note
2,5
Autor
Sabrina Detz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
14
Katalognummer
V264079
ISBN (eBook)
9783656533573
ISBN (Buch)
9783656536772
Sprache
Deutsch
Schlagworte
iphigenies wandlung tauris
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sabrina Detz (Autor:in), 2013, Iphigenies Wandlung auf Tauris, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264079
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Leseprobe aus  14  Seiten
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