Die interdisziplinäre Behandlung des Parkinson-Patienten


Hausarbeit, 2012
10 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhalt

1. Die Krankheit M. Parkinson
1.1 Definition
1.2 Ätiologie
1.3 Symptome
1.3.1 Der typische Parkinson-Patient zeigt folgendes Bild
1.3.2 Weitere Begeleitsymptome

2. Allgemeine Kennzeichen und Auswirkungen chronischer Erkrankungen

3. Behandlung
3.1 Medizinische Therapie
3.2. Nichtmedikamentöse Therapiemaßnahmen
3.2.1 Psychosoziale Maßnahmen
3.2.2 Pflege
3.2.3 Logopädie
3.2.4 Ergotherapie
3.2.5 Physiotherapie

4. Die interdisziplinäre Behandlung

Bildverzeichnis

Literaturverzeichnis

1. Die Krankheit M. Parkinson

1.1 Definition

„Die Krankheit Morbus Parkinson wird ausgelöst durch das Absterben von Zellen in der Substantia nigra. Diese stellt den Botenstoff Dopamin her. Der Mangel an diesem führt letztlich zu einer Verminderung der aktivierenden Wirkung der Basalganglien auf die Großhirnrinde."[1]

„Biochemisch besteht das Parkinson-Syndrom in einem Ungleichgewicht zwischen Dopamin und Acetylcholin, vereinfacht in einem Dopaminmangel und einem dadurch ungehemmten Überwiegen von Acetylcholin.

Erkrankungen der Basalganglien sind die häufigste Ursache für Bewegungsstörungen im Alter. Zahlenmäßig die größte Bedeutung hat das nach James Parkinson benannte Syndrom, welches er 1817 als 'Schüttellähmung' beschrieben hat. Das Haupterkrankungsalter liegt bei 60 Jahren.“[2]

1.2 Ätiologie

„Die Krankheit kann verschiedene Ursachen haben, wobei die häufigste die idiopatische ist (80%).

Andere Ursachen sind beispielsweise die Folge einer Enzephalitis, Vergiftungen, Traumata, Tumoren oder die Einnahme diverser Medikamente (z.B. Neuroleptika)."[3]

1.3 Symptome

Die Diagnosestellung erfolgt beim Parkinson allein aufgrund von Anamnese, klinischer Untersuchung und Verlaufsbeobachtung, da keine Laboruntersuchungen, bildgebende Verfahren oder andere technische Untersuchungen diese Diagnose belegen.

Die Hauptsymptomatik besteht aus der Trias Rigor, Tremor und Akinese.

Der Rigor (=Muskelsteifheit) ist ein gleichmäßig anhaltender Widerstand der Muskulatur gegen passive Dehnung. Dieser ist nicht geschwindigkeitsabhängig oder federnd, sondern bleibt über den gesamten Umfang der Bewegung gleich. Es tritt ebenfalls gelegentlich das Zahnradphänomen auf, bei dem der besagte Widerstand plötzlich und unregelmäßig für kurze Zeit und einen kleinen Bewegungsausschnitt nachgibt. Der Patient ist nicht zur völligen Entspannung fähig.

Der Tremor (= Gliederrzittern)des Parkinson-Patienten ist ein gleichmäßiger Ruhetremor, der mit einer Frequenz von 4 - 7 Schlägen pro Sekunde abläuft. Dieser wird bei Zielbewegungen geringer.

Die Hypokinese (= Bewegungsarmut) zeigt sich an verschiedenen Veränderungen von willkürlichen und unwillkürlichen Bewegungsabläufen:

-Das Gangbild wird kleinschrittig und schlurfend, die Beine scheinen am Boden zu kleben
-Der Rumpf ist nach ventral geneigt
-Das automatische und normalerweise regelmäßige Mitschwingen der Arme ist verringert
-Es kommt zu plötzlichen Blockierungen mitten im Ablauf einer Bewegung ('Freezing')
-Mimische Ausdrucksbewegungen verringern sich
-Das Gesicht wirkt maskenhaft und starr (und verleitet die Umgebung oft zu Fehldeutungen in Richtung Depression oder Demenz)
-Die Sprache wird aphonisch, leise und monoton
-Die Schrift wird vor allem bei längeren Wörtern immer kleiner ('Mikrographie')

1.3.1 Der typische Parkinson-Patient zeigt folgendes Bild:

-Ventralisierte Haltung von Kopf und Rumpf
-Flexion der Arme und Finger
-Flexion der Hüft- und Kniegelenke
-Instabilität von Gang und Haltung

1.3.2 Weitere Begeleitsymptome:

-Die Erhöhung der Talgproduktion ist eine vegetative Krankheitserscheinung und führt zum so genannten ' Salbengesicht'
-Durch die akinetische Einschränkung des Schluckens kommt es zu verstärktem Speichelfluss
-Miktionsstörungen
-Libidominderung und Störungen der Potenz
-Atemstörungen zeigen sich in einer erhöhten Atemfrequenz und einer schlechten Synchronisation von Atmung und Sprechen
-Störungen der Augenmotorik. Der Lidschlag wird seltener
-Schlafstörungen
-Verlangsamung der Denkabläufe (Bradyphrenie)
-Abbau geistiger Leistungen im Sinne einer demenziellen Entwicklung
-Depressive Verstimmungen mit suizidalen Gedanken

Der unaufhaltsam progrediente Verlauf lässt sich durch moderne Medikation und Therapien nicht grundsätzlich aufhalten, wohl aber deutlich verlangsamen und hinauszögern.[4]

[...]


[1] {Thiele 2010 #7: 590–591}

[2] {Runge 1995 #1: 339}

[3] {Thiele 2010 #7: 591}

[4] {Thiele 2010 #7: 342 ff.}

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Die interdisziplinäre Behandlung des Parkinson-Patienten
Hochschule
DIPLOMA Fachhochschule Nordhessen; Abt. München
Note
1,3
Autor
Jahr
2012
Seiten
10
Katalognummer
V264094
ISBN (eBook)
9783656533733
ISBN (Buch)
9783656535157
Dateigröße
514 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Parkinson, Interdisziplinäres Team, Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Pflege, Clinical Reasoning, Behandlung, Patient, Symptome, Gesundheit, Gesundheitswissenschaften, Medizin, Dopamin, Tremor, Rigor, Akinese, Zahnradphänomen, Geriatrie, Alter, Multiprofessionelles Team, Multigrade Clinical Reasoning, Therapie, Medikamente, Gangbild, Salbengesicht
Arbeit zitieren
Nathalie Heiß (Autor), 2012, Die interdisziplinäre Behandlung des Parkinson-Patienten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264094

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