„Arbeitsmotivation: Nur ein Sechstel mit Leib und Seele dabei!“
Leider haben Studien bewiesen, dass der „fleißige Deutsche“ ausgestorben ist. Nur noch jeder Sechste (15 Prozent) Mitarbeiter in Deutschland engagiert sich bei seiner Arbeit. Zwei Drittel aller Befragten (69 Prozent) leisten nicht mehr als nötig.
Die Motivation der Mitarbeiter ist eine wesentliche Voraussetzung für ein Erfolgreiches und betrieblich Funktionstüchtiges Unternehmen. Denn erst die Motivation ermöglicht ein zielorientiertes, produktives und leistungsfähiges Arbeiten. Anhand dieser Hausarbeit will Ich die Motivation und Ihre Instrumente erörtern. In erster Linie werden die einzelnen Motivationsmethoden erläutert. Anschließend werden die dazugehörenden Arbeitsinstrumente erklärt. Anhand dieser Informationen wird die Umsetzung in dem Betrieb Sieverding und Niemann GmbH überprüft.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Zeitliche Entwicklung der Motivation
3. Theorie der Arbeitszufriedenheit
4. Inhaltstheorie der Arbeitsmotivation
4.1 Bedürfnis-Hierarchie-Theorie nach Maslow
4.2 Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg
4.4 Gegenüberstellung der Theorien
5. Instrumente der Zwei-Faktoren-Theorie
5.1 Immaterielle Faktoren
5.1.1 Beziehung zum Vorgesetzten
5.1.2 Anerkennung
5.2 Materielle Faktoren
5.2.1 Arbeitsbedingung
5.2.2 Vergütung
5.3 Faktoren der Selbstverwirklichung
5.3.1 Verantwortung
5.3.2 Leistungserlebnis
5.3.3 Aufstiegs- und Entwicklungschancen
6. Wichtigkeit der Arbeitsmotivation
6.1 Wie wirkt Arbeitsmotivation
7. Praxisbeispiel Sieverding & Niemann GmbH
8. Bewertung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in der Untersuchung der theoretischen Grundlagen der Arbeitsmotivation sowie der Analyse der praktischen Anwendung verschiedener Motivationsinstrumente in einem realen Unternehmenskontext.
- Grundlegende Theorien zur Arbeitsmotivation (Maslow und Herzberg)
- Differenzierung zwischen materiellen und immateriellen Motivationsfaktoren
- Bedeutung der Arbeitszufriedenheit für die Mitarbeiterleistung
- Analyse praktischer Motivationsinstrumente im Arbeitsalltag
- Bewertung betrieblicher Motivationspraxis am Beispiel der Sieverding & Niemann GmbH
Auszug aus dem Buch
5.3.1 Verantwortung
Ein Motivator für einen Mitarbeiter ist die Möglichkeit Verantwortung im Unternehmen zu übernehmen. Dies bezieht sich insbesondere auf das leiten eines Teams. Unter der Verantwortung fällt auch das Job empowerment, dies basiert ebenfalls auf der Annahme, dass ein größerer Verantwortungsbereich motivierend wirkt. Durch die Erweiterung der Entscheidungsgewalt und -befugnisse des Personals wird dessen Eigeninitiative gefördert. So haben Mitarbeiter die eigenen Freiräume Ideen zu verwirklichen, die im Interesse des Unternehmens sind. Zusätzlich werden die Tätigkeiten der Mitarbeiter anerkannt und aufgewertet. Durch das entgegengebrachte Vertrauen, sowie die Anforderung des eigenständigen Handeln wird deren Selbstwertgefühl gesteigert. Dies ist besonders für loyale Mitarbeiter wichtig, damit diese Ihre Tätigkeit mit Zufriedenheit ausführen können.
Eine andere Form der Verantwortung ist das Job enrichment. Die Arbeitsform des Job enrichment stellt im wesentlichen eine Art der „Arbeitsbereicherung“ dar. Dem Mitarbeiter werden hier weitere Kompetenzen im Bezug zu seiner bisherigen Tätigkeit zugeteilt. Der wesentliche Unterschied zwischen Job enrichment und Job enlargment ist, das hier die qualitative Arbeitserweiterung im Vordergrund steht und nicht die quantitative. Das bedeutet das der Mitarbeiter ein Zuwachs von Kompetenz und Verantwortung bekommt. Der Mitarbeiter hat mehr Entscheidungsspielraum und soll sich als „selbstständiges Teil“ des Unternehmens fühlen. Die einzige Einschränkung sind die regelmäßigen Berichte bzw. Zwischenberichte, die an seine Vorgesetzten abzuliefern sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das sinkende Engagement von Mitarbeitern in Deutschland und definiert die Motivation als zentrale Voraussetzung für unternehmerischen Erfolg.
2. Zeitliche Entwicklung der Motivation: Dieses Kapitel skizziert den Wandel der Arbeitsauffassung vom Mittelalter bis zur modernen, sozialwissenschaftlich geprägten Betrachtungsweise.
3. Theorie der Arbeitszufriedenheit: Es wird der Zusammenhang zwischen motivierten Handlungen und resultierender Zufriedenheit als Basis für weiteren Arbeitseifer dargestellt.
4. Inhaltstheorie der Arbeitsmotivation: Die Arbeit erläutert die Bedürfnis-Hierarchie nach Maslow und die Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg als theoretisches Fundament.
5. Instrumente der Zwei-Faktoren-Theorie: Hier werden konkrete Methoden wie Job Enrichment und Job Rotation sowie Faktoren wie Entlohnung und Führung hinsichtlich ihrer Wirkung auf die Motivation analysiert.
6. Wichtigkeit der Arbeitsmotivation: Dieses Kapitel erörtert die Bedeutung der Motivation für die Produktivität und definiert sie als Summe aus Leistungsbereitschaft und vorhandenen Fähigkeiten.
7. Praxisbeispiel Sieverding & Niemann GmbH: Die Arbeit prüft die Umsetzung theoretischer Motivationsansätze in dem mittelständischen Möbelproduzenten Sieverding & Niemann GmbH.
8. Bewertung: Im abschließenden Teil wird die Unternehmenspraxis bei Sieverding & Niemann anhand der vorgestellten Theorien kritisch evaluiert und Verbesserungspotenzial aufgezeigt.
Schlüsselwörter
Arbeitsmotivation, Arbeitszufriedenheit, Maslowsche Bedürfnispyramide, Zwei-Faktoren-Theorie, Herzberg, Motivatoren, Hygienefaktoren, Job Enrichment, Job Rotation, Personalführung, Leistungsbereitschaft, Unternehmensführung, Arbeitsbedingungen, Entlohnung, Selbstverwirklichung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen durch verschiedene Motivationsinstrumente die Arbeitsleistung und Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter steigern können.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentral sind die theoretischen Motivationsmodelle von Maslow und Herzberg sowie deren praktische Umsetzung durch Faktoren wie Entlohnung, Anerkennung und Aufgabengestaltung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Wirksamkeit von Motivationsmethoden zu erörtern und diese anhand eines Praxisbeispiels auf ihre praktische Anwendbarkeit im Unternehmen zu prüfen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse verschiedener motivationstheoretischer Ansätze und einer anschließenden Fallstudie eines mittelständischen Unternehmens.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Theorien von Maslow und Herzberg sowie eine detaillierte Analyse spezifischer Motivationswerkzeuge wie Job Enrichment und Vergütungsformen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe umfassen Arbeitsmotivation, Bedürfnispyramide, Motivatoren, Hygienefaktoren, Job Enrichment und Personalführung.
Wie unterscheidet Herzberg zwischen Motivatoren und Hygienefaktoren?
Motivatoren (wie Anerkennung oder Verantwortung) wirken direkt leistungssteigernd und zufriedenheitsstiftend, während Hygienefaktoren (wie Gehalt oder Arbeitsbedingungen) lediglich Unzufriedenheit verhindern können.
Welches Fazit zieht der Verfasser für das Unternehmen Sieverding & Niemann?
Der Verfasser kommt zu dem Schluss, dass das Unternehmen zwar gute materielle Arbeitsbedingungen bietet, jedoch durch mangelnde Förderung und fehlende Aufstiegsmöglichkeiten wertvolles Mitarbeiterpotenzial verliert.
- Arbeit zitieren
- Andre Gaak (Autor:in), 2013, Arbeitsmotivation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264095