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Investiturstreit. Sieg des Papsttums oder Sieg des Königtums

Titel: Investiturstreit. Sieg des Papsttums oder Sieg des Königtums

Hausarbeit , 2010 , 15 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: André Stepanek (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Thema der vorliegenden Hausarbeit ist der Investiturstreit zwischen Heinrich IV. und Gregor VII. Der Investiturstreit lässt sich jedoch nicht auf diese zwei Personen beschränken, da es sich um einen größeren Prozess handelte, welcher schon vor dem Konflikt zwischen Heinrich IV. und Gregor VII. begann und nach ihrem Konflikt nicht sofort beendet war.
Betrachtet man die Forschungslage zu diesem Thema, so lässt sich festhalten, dass es sich um ein ausführlich erforschtes Thema handelt, was sich an der zahlreichen Fachliteratur zeigt.
Die Hausarbeit ist in zwei große Hauptpunkte mit jeweils zwei Unterpunkten gegliedert. Zuerst wird der Prozess der Kirchenreform betrachtet, da die Kirchenreform bei der Beschäftigung mit dem Investiturstreit nicht unberücksichtigt gelassen werden kann. Denn viele Punkte des Investiturstreites entstanden aus den Bestrebungen der Kirchenreformer heraus. Daher ergibt sich der zweite Unterpunkt des ersten Hauptpunktes, in welchem die Entwicklung des Konfliktes zwischen Papst und deutschem König betrachtet wird. Der zweite Hauptpunkt befasst sich schließlich mit dem Investiturstreit selbst in seinem Verlauf und seinen Auswirkungen. Die Arbeit schließt mit der Überprüfung der Hauptthese in dem Punkt Fazit. Die Hauptthese, die dieser Arbeit zugrunde liegt, lautet: "Das Papsttum ging gestärkt aus dem Investiturstreit hervor."
In dem sich nun anschließenden Hauptteil wird die Kirchenreform näher erläutert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Kirchenreform und entstehender Konflikt

2.1. Die Kirchenreform

2.2. Entwicklung des Konflikts zwischen Papst und deutschem König

3.Investiturstreit

3.1. Konflikt zwischen Papst und deutschem König

3.2. Gang nach Canossa

3.3. Gegenkönig und erneuter Kirchenbann

4.Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit analysiert den Investiturstreit zwischen Kaiser Heinrich IV. und Papst Gregor VII. vor dem Hintergrund der vorangegangenen Kirchenreformen. Ziel ist es, die Entwicklung dieses komplexen Machtkonflikts zu untersuchen und die These zu belegen, dass das Papsttum trotz zwischenzeitlicher Rückschläge gestärkt aus dieser Auseinandersetzung hervorging.

  • Die Ziele und Bestrebungen der Kirchenreform (Gregorianische Reform).
  • Die strukturellen Spannungen zwischen weltlicher und geistlicher Macht.
  • Der Verlauf des Investiturstreits und seine zwei zentralen Konfliktphasen.
  • Die Auswirkungen des „Gangs nach Canossa“ auf das Verständnis des Königtums.
  • Die langfristige machtpolitische Verschiebung zugunsten des Papsttums.

Auszug aus dem Buch

3.1. Konflikt zwischen Papst und deutschem König

An dieser Stelle soll nun eine kurze Definition des Begriffes Investiturstreit gegeben werden.

Der Investiturstreit bezeichnet den Konflikt zwischen dem Papsttum und dem deutschen Königtum, welcher seinen Höhepunkt in dem Konflikt zwischen Papst Gregor VII. und König Heinrich IV. fand. Streitpunkt war die Frage, ob auch Könige die Investitur von Bischöfen vornehmen konnten. Es spielten aber auch einige andere Interessen, vor allem politische, eine Rolle.18

Heinrich IV. war nach seinem siegreichen Feldzug gegen die Sachsen aber nicht mehr gewillt dem Papst nachzugeben. Er lud das deutsche Episkopat zu einer Reichssynode nach Worms. Am 24.1.1076 traten 26 Bischöfe aus dem deutschen Episkopat in Worms zusammen und erklärten Gregor VII. für abgesetzt.19 Dies geschah mit der Begründung, dass Gregor VII. nie rechtmäßig Papst gewesen sei. Problematisch bei dieser Behauptung war jedoch, dass sowohl der deutsche König als auch das deutsche Episkopat Gregor VII. drei Jahre lang als Papst anerkannt hatten. Die Bischöfe, welche sich gegen Gregor VII. stellten waren keineswegs Reformfeinde und sie zweifelten auch nicht an dem Ehrenprimat des Papstes. Sie sträubten sich jedoch gegen die, in ihren Augen, zunehmende Abhängigkeit zum Papst und dessen Zentralismusbestrebungen. Werner Goez sieht genau darin das Problem, welches sich für Heinrich IV. bald ergeben sollte: „Die Petrus-Nachfolge des römischen Bischofs erkannten sie ohne Abstriche an. Deshalb war ihr Aufbegehren – und damit die gesamte Aktion Heinrichs IV. - von vornherein zum Scheitern verurteilt.“20

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Vorstellung des Themas und der Forschungsfrage, sowie Erläuterung der methodischen Vorgehensweise und der zentralen Arbeitsthese.

2.Kirchenreform und entstehender Konflikt: Analyse der kirchlichen Reformbestrebungen, insbesondere der Bekämpfung der Priesterehe und Simonie, und deren Einfluss auf das Verhältnis zwischen Papsttum und König.

3.Investiturstreit: Untersuchung des direkten Konflikts, beginnend bei den Spannungen um Investituren bis hin zum Gang nach Canossa und dem Bürgerkrieg mit Gegenkönigen.

4.Fazit: Überprüfung der Hauptthese unter Berücksichtigung der machtpolitischen Entwicklungen und der langfristigen Entsakralisierung des Königtums.

Schlüsselwörter

Investiturstreit, Heinrich IV., Gregor VII., Kirchenreform, Simonie, Nikolaitismus, Papsttum, Königtum, Canossa, Exkommunikation, Reichssynode, Machtpolitik, Investiturverbot, Entsakralisierung, Mittelalter.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den historischen Machtkampf zwischen dem deutschen König Heinrich IV. und Papst Gregor VII. im 11. Jahrhundert.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Kirchenreform, die Simonie-Problematik, die rechtliche Investitur von Bischöfen und das Verhältnis zwischen geistlicher und weltlicher Macht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Untersuchung der These, dass das Papsttum durch den Investiturstreit eine dauerhafte Stärkung seiner Machtposition gegenüber dem Königtum erfuhr.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine historische Analyse unter Auswertung von relevanter Fachliteratur zu den kirchengeschichtlichen Ereignissen des 11. Jahrhunderts.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet zunächst die Kirchenreform als Ursprung des Konflikts und analysiert anschließend den Verlauf des Investiturstreits in zwei unterschiedlichen Phasen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Investiturstreit, Kirchenreform, Papsttum, Königtum und der Gang nach Canossa.

Welche Rolle spielt die Simonie in der Arbeit?

Die Simonie fungiert als einer der Hauptkritikpunkte der Kirchenreformer und diente als rechtliche Grundlage, um die Einsetzung von Klerikern durch Laien zu delegitimieren.

Was bedeutete der Gang nach Canossa für den König?

Er war ein Bußgang zur Wiederaufnahme in die Kirche, führte aber zu einer Entsakralisierung des Königtums, da der König sich erstmals einem Papst unterwerfen musste.

Warum war der zweite Konflikt anders als der erste?

Während der erste Konflikt mit einer Unterwerfung des Königs endete, mündete die zweite Auseinandersetzung trotz der Krise des Papstes in einem langfristigen Gewinn an Autorität für das Papsttum.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Investiturstreit. Sieg des Papsttums oder Sieg des Königtums
Hochschule
Universität zu Köln  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Recht und Gerichte im Mittelalter
Note
2,3
Autor
André Stepanek (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
15
Katalognummer
V264103
ISBN (eBook)
9783656534396
ISBN (Buch)
9783656535287
Sprache
Deutsch
Schlagworte
investiturstreit sieg papsttums königtums
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
André Stepanek (Autor:in), 2010, Investiturstreit. Sieg des Papsttums oder Sieg des Königtums, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264103
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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