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Die PASOK. Aufstieg und Niedergang der griechischen Sozialisten

Titel: Die PASOK. Aufstieg und Niedergang der griechischen Sozialisten

Hausarbeit , 2012 , 21 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Tobias Schäfer (Autor:in)

Politik - Region: Osteuropa
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die griechischen Sozialisten stecken aktuell in der größten Krise ihres knapp vierzigjährigen Bestehens. Nach ihrer erfolgreichen Gründung 1974 hat die Panellinio Sosialistiko Kinima (PASOK) einen fulminanten Aufstieg erlebt und vier Jahrzehnte die griechische Politik maßgeblich mitbestimmt. Sie genoss lange Zeit einen breiten Rückhalt in allen Gesellschaftsschichten. Neben der konservativen Nea Demokratia (ND) hat die PASOK das südosteuropäische Land maßgeblich mitbestimmt.
Die vielschichtige Staatskrise, in der sich Griechenland schon seit über drei Jahren befindet, wirkt sich auch auf die Parteienlandschaft aus. Bei den doppelten Parlamentswahlen am 6. Mai und am 17. Juni 2012 stürzte die Panhellenische Sozialistische Bewegung auf einen Stimmenanteil zwischen 12 und 13 Prozent ab. Drei Jahre zuvor waren es noch 44 Prozent. Dieser verheerende Niederlage hat sich zwar schon einige Zeit angebahnt, aber die Heftigkeit dieses Absturzes war so nicht abzusehen. Die PASOK hat den Glanz früherer Tage und den Einfluss in dem aktuellen Zustand der Resignation und Desorientierung eindeutig verloren. Nun stellt sich die Frage, ob die Ära der PASOK zu Ende ist und die ehemals stolze Partei in der Bedeutungslosigkeit versinkt oder ob sie die geeigneten Instrumente für einen Weg aus der Krise findet und ihren eigenen Niedergang noch verhindern kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Allgemein: das Parteiensystem Griechenlands

3. Vorgänger der PASOK im Widerstand gegen die Militärjunta

4. Die Gründung der Panhellenischen Sozialistischen Bewegung

5. Rasanter Aufstieg zur Macht unter Andreas Papandreou

6. Kostas Simitis - Boomjahre und Orientierung nach Europa

7. Die PASOK und die griechische Haushaltskrise - Entwicklungen ab 2009

8. Die PASOK am Tiefpunkt im Jahr 2012

9. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Aufstieg und den dramatischen Niedergang der griechischen PASOK, ausgehend von ihren Wurzeln im Widerstand gegen die Militärjunta bis hin zur existenziellen Krise im Jahr 2012, wobei insbesondere die Auswirkungen von Klientelismus und Staatskrise analysiert werden.

  • Historische Genese und Parteigründung 1974
  • Die Ära Andreas Papandreou und die Etablierung als Volkspartei
  • Modernisierung und Reformpolitik unter Kostas Simitis
  • Auswirkungen der griechischen Haushaltskrise ab 2009
  • Strukturelle Ursachen des massiven Wählerverlusts bis 2012

Auszug aus dem Buch

5. Rasanter Aufstieg zur Macht unter Andreas Papandreou

Der Gründer der PASOK, A. Papandreou (1919-1996) stammte aus einer angesehenen Politikerfamilie. Sein Vater Georgios Papandreou, war Vorsitzender der Zentrumsunion und nach dem Zweiten Weltkrieg mehrfacher Ministerpräsident Griechenlands.

A. Papandreou, war Wirtschaftswissenschaftler, studierte und forschte in den Vereinigten Staaten, diente in der US-Marine und erhielt 1943 die amerikanische Staatsbürgerschaft. Um für die Zentrumsunion kandidieren zu können, verzichtete er 1964 auf die amerikanische Staatsbürgerschaft. Schon früh wurde er Minister und als Nachfolger seines Vaters als Premierminister gehandelt. Die Militärjunta verhaftete A. Papandreou und seinen Vater. Nach internationalen Protesten, die zur Freilassung führten, engagierte er sich aus dem schwedischen Exil für die PAK und kehrte 1974 zurück nach Griechenland (vgl. Munzinger Archiv: Andreas Papandreou).

Bei den Parlamentswahlen 1974 blieb der neugegründete PASOK mit ihrer sozialistischen Agenda der Erfolg aus. Mit unter 14 Prozent lag sie deutlich hinter der Nea Demokratia von Kostas Karamanlis. Der Konservative verfolgte eine pro-westliche Politik und vollzog in den folgenden Jahren die Rückkehr in die NATO und bereitete den Eintritt in die Europäische Gemeinschaft (EG) vor. A. Papandreou und seine PASOK kritisierten diese Politik der Westintegration scharf (vgl. Kossiniari 1985: 20f.). Zu ihren wichtigsten politischen Zielen wurden der Austritt aus der NATO und die Schließung der US-Militärbasen in Griechenland. Die PASOK versuchte als radikale Alternative im linken politischen Spektrum zu profilieren und lehnte jegliche Kooperation mit den Konservativen ab. Auch von den Kommunisten grenzte sich die Partei ab und verzichte weitestgehend auf Wahlbündnisse (vgl. Axt 1985: 80f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Das Kapitel erläutert die Ausgangslage der griechischen Sozialisten im Jahr 2012 und definiert die Zielsetzung der Arbeit, den Aufstieg und Fall der PASOK zu analysieren.

2. Allgemein: das Parteiensystem Griechenlands: Hier werden die Grundzüge des griechischen Parteiensystems, geprägt durch Klientelismus und Charisma, kurz dargestellt.

3. Vorgänger der PASOK im Widerstand gegen die Militärjunta: Das Kapitel beschreibt die ideologischen Wurzeln und die Rolle der PAK als Widerstandsorganisation während der Diktatur.

4. Die Gründung der Panhellenischen Sozialistischen Bewegung: Es wird die Entstehung der PASOK im Jahr 1974 und der Aufbau ihrer landesweiten Organisation beleuchtet.

5. Rasanter Aufstieg zur Macht unter Andreas Papandreou: Dieses Kapitel behandelt die Ära Andreas Papandreou, sein Charisma und die Transformation der PASOK zur linken Volkspartei.

6. Kostas Simitis - Boomjahre und Orientierung nach Europa: Die Modernisierung der Partei unter Kostas Simitis und der Beitritt zur Eurozone stehen hier im Vordergrund.

7. Die PASOK und die griechische Haushaltskrise - Entwicklungen ab 2009: Das Kapitel analysiert die Folgen der Finanzkrise und das Scheitern der PASOK-Regierung unter Giorgos Papandreou.

8. Die PASOK am Tiefpunkt im Jahr 2012: Hier werden die verheerenden Ergebnisse der Wahlen 2012 und die daraus resultierende existenzielle Krise der Partei beschrieben.

9. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Gründe für den Niedergang zusammen und diskutiert die schwierigen Zukunftsaussichten für einen Neuaufbau der Partei.

Schlüsselwörter

PASOK, Griechenland, Andreas Papandreou, Kostas Simitis, Klientelismus, Staatskrise, Sozialismus, Parteiensystem, Wahl, Eurozone, Reformpolitik, Nea Demokratia, SYRIZA, Wirtschaftskrise, Patronage

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung der griechischen PASOK, ihre Etablierung als maßgebliche politische Kraft und die Ursachen für ihren drastischen Stimmenverlust im Jahr 2012.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind der Wandel vom Widerstand gegen die Militärjunta zur Regierungspartei, der politische Stil der Parteiführer sowie die Auswirkungen von klientelistischen Strukturen und der nationalen Haushaltskrise.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Das Ziel ist es, den erfolgreichen Aufstieg der PASOK zu skizzieren und die komplexen Ursachen für ihren dramatischen Absturz bis zum Jahr 2012 fundiert zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor nutzt eine politikwissenschaftliche Analyse, die auf Literaturrecherche und der Auswertung zeitgeschichtlicher Ereignisse sowie wahlspezifischer Daten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt chronologisch die Phasen der Parteigeschichte: von der Gründung 1974 über die Ära Papandreou und die Ära Simitis bis hin zur Bewältigung der griechischen Haushaltskrise ab 2009.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die wichtigsten Schlagworte sind PASOK, Klientelismus, griechisches Parteiensystem, Haushaltskrise, Modernisierung und politischer Niedergang.

Warum war der Klientelismus für den Aufstieg und Niedergang der PASOK so entscheidend?

Der Klientelismus sicherte der PASOK lange Zeit durch Postenvergabe Loyalität, wurde jedoch in Zeiten harter Sparmaßnahmen und wirtschaftlicher Not zu einem Symbol für das Systemversagen und somit zum Beschleuniger des Niedergangs.

Welche Rolle spielte Andreas Papandreou für das Profil der Partei?

Papandreou war als charismatische Führungspersönlichkeit maßgeblich für den Aufstieg zur linken Volkspartei verantwortlich, prägte aber auch den populistischen Stil und klientelistische Netzwerke.

Was veränderte die Regierungszeit von Kostas Simitis?

Simitis forcierte eine pro-europäische Modernisierung und die wirtschaftliche Integration, stieß dabei jedoch auf innerparteilichen Widerstand und konnte die strukturellen Probleme, insbesondere den klientelistischen Parteienstaat, nicht nachhaltig überwinden.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die PASOK. Aufstieg und Niedergang der griechischen Sozialisten
Hochschule
Universität Passau
Note
1,3
Autor
Tobias Schäfer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
21
Katalognummer
V264268
ISBN (eBook)
9783656535980
ISBN (Buch)
9783656537052
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Griechenland Eurokrise Kostas Simitis PASOK Andreas Papandreou EU
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tobias Schäfer (Autor:in), 2012, Die PASOK. Aufstieg und Niedergang der griechischen Sozialisten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264268
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