Immer häufiger steht in den letzten Jahrzehnten der alpine Bergwald unter besonderer Beobachtung. Es wurde erkannt, dass zahlreiche Bergwälder so stark geschädigt sind, dass sie einige ihrer Schutzfunktionen nicht weiter erfüllen können. Sie sind belastet durch Luftschadstoffe und durch die Folgen der Klimaänderung, besonders anfällig für Stammwurf, artenarm durch einseitige Bewirtschaftung und unnatürliche Bestockung, artenarm durch Wildverbiss. Um diesen Konsequenzen vorzubeugen bedarf es einiger Schutzmaßnahmen, die für die Erhaltung des alpinen Bergwaldes unumgänglich sind. Die vorliegende Arbeit gliedert sich im Wesentlichen in drei Teile. Zunächst wird ausführlich auf die Ökologie der alpinen Bergwälder eingegangen, eine ökologische Gliederung der Alpen wird vorgenommen, die Waldökosysteme des Gebirgsraumes werden vorgestellt und der natürliche Lebenslauf der Gebirgswälder wird beschrieben. Im zweiten Teil dieser Hausarbeit geht es vor allem um die Funktionen des alpinen Bergwaldes, den Nutzen, den ein alpiner Bergwald für die Bevölkerung hat und um die damit verbundenen Auswirkungen und Veränderungen des alpinen Bergwaldes. Der letzte Abschnitt widmet sich der Frage, wie in Zukunft der alpine Bergwald nachhaltig geschützt werden kann.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Der Begriff Gebirgswald
- Die Herausbildung der Gebirgswälder in den Alpen
- 12000-10000 Jahre
- Ältere Dryaszeit 12000-11800 Jahre
- Jüngere Dryaszeit ab 11000 Jahren
- Präboreal
- Boreal
- Jüngeres Atlantikum
- Subboreal
- Ökologie
- Der Wald als Ökosystem
- Funktionsweise
- Leistungsfähigkeit
- Flora und Fauna
- Ökologische Gliederung der Alpen
- Subalpine Waldgesellschaften
- Der natürliche Lebenslauf der Gebirgswälder
- Waldsukzession
- Die zeitlich gestaffelte, gruppen- und horstweise Verjüngung
- Eine vom Anfangswald ausgehende Sukzession nach einem großflächigen Zerfall oder einer Zerstörung des Schlusswaldes
- Nutzung
- Funktionen des alpinen Bergwaldes
- Bodenschutz
- Wasserhaushalt
- Trinkwasser
- Schnee
- Klimatische Auswirkungen
- Schutz von Verkehrswegen
- Naturschutzfunktion
- Landschaftsfunktion
- Sozialfunktionen
- Wirtschaftsfunktion – Nutzfunktion
- Nutzung des alpinen Bergwaldes
- Bergwald und Tourismus
- Alpine Forstwirtschaft
- Veränderungen des Bergwaldes durch menschliche Eingriffe
- Das Ende des Bergwaldes?
- Schutzmaßnahmen zur Erhaltung des alpinen Bergwaldes
- Schutzmaßnahmen
- Aufklärungsarbeit
- Wiederherstellung der Vegetation
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit analysiert die Ökologie, Nutzung und Schutz des alpinen Bergwaldes. Sie beleuchtet die ökologischen Besonderheiten und die Herausforderungen, die durch menschliche Eingriffe entstehen.
- Ökologie und Bedeutung des alpinen Bergwaldes als Ökosystem
- Ökologische Gliederung der Alpen und ihre Auswirkungen auf die Waldgesellschaften
- Nutzung des alpinen Bergwaldes und die Folgen menschlicher Eingriffe
- Die Herausforderungen durch den Klimawandel und die Folgen für den Bergwald
- Schutzmaßnahmen zur nachhaltigen Erhaltung des alpinen Bergwaldes
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Problematik des alpinen Bergwaldes vor und erläutert die Bedeutung seiner Schutzfunktionen. Kapitel 2 definiert den Begriff „Gebirgswald“ und geht auf die Herausforderungen ein, die mit seiner Bewirtschaftung verbunden sind. Kapitel 3 beleuchtet die Herausbildung der Gebirgswälder in den Alpen anhand der Pollenanalyse und der Vegetationsgeschichte. Im Kapitel 4 wird die Ökologie des Waldes als Ökosystem mit seinen Komponenten, Funktionen und der Leistungsfähigkeit näher betrachtet.
Darüber hinaus geht das Kapitel auf die ökologische Gliederung der Alpen und die subalpinen Waldgesellschaften ein. Abschließend analysiert es den natürlichen Lebenslauf der Gebirgswälder. Kapitel 5 widmet sich der Nutzung des alpinen Bergwaldes und beleuchtet seine vielfältigen Funktionen. Besondere Aufmerksamkeit erhält der Einfluss des Tourismus und die Herausforderungen der alpinen Forstwirtschaft. Das Kapitel analysiert auch die Veränderungen des Bergwaldes durch menschliche Eingriffe und stellt die Frage nach dem „Ende des Bergwaldes“ im Angesicht des fortschreitenden Waldsterbens.
Schlüsselwörter
Alpiner Bergwald, Ökologie, Nutzung, Schutz, Waldgesellschaften, anthropogene Einflüsse, Klimawandel, Waldsterben, Schutzmaßnahmen, Biodiversität, Nachhaltigkeit
Häufig gestellte Fragen
Welche Schutzfunktionen erfüllt der alpine Bergwald?
Er dient dem Bodenschutz (Erosionsschutz), dem Wasserhaushalt, dem Schutz vor Lawinen und Steinschlag für Verkehrswege sowie als Klima- und Naturschutzraum.
Was gefährdet den alpinen Bergwald aktuell am stärksten?
Gefahrenquellen sind Luftschadstoffe, der Klimawandel, Wildverbiss, einseitige Bewirtschaftung sowie die Folgen des Massentourismus.
Was versteht man unter Waldsukzession im Gebirge?
Es beschreibt die natürliche Abfolge von Pflanzengesellschaften, die sich nach einer Störung (z. B. Lawine oder Kahlschlag) entwickelt, bis wieder ein stabiler Schlusswald entsteht.
Welche Rolle spielt die alpine Forstwirtschaft?
Die Forstwirtschaft muss den Spagat zwischen wirtschaftlicher Nutzung (Holzertrag) und der Erhaltung der lebenswichtigen Schutzfunktionen des Bergwaldes meistern.
Wie beeinflusst der Bergwald den Wasserhaushalt?
Der Bergwald speichert Niederschläge, reguliert den Abfluss, schützt das Trinkwasser und verhindert durch seine Bodenstruktur Sturzfluten im Tal.
Welche Maßnahmen helfen bei der Erhaltung des Bergwaldes?
Dazu gehören die Wiederherstellung natürlicher Vegetation, Aufklärungsarbeit im Tourismus, angepasstes Wildmanagement und nachhaltige forstliche Schutzmaßnahmen.
- Arbeit zitieren
- Anja Budich (Autor:in), 2010, Der alpine Bergwald, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264273