Die Citylight Media GmbH & Co. KG ist ein inhabergeführtes Werbeträgerunternehmen. Zweck der Firma ist der Aufbau und die Vermarktung von großflächigen Plakatflächen der Außenwerbung. Um die Auslastung ihrer Werbeflächen zu steigern, entwickelte die Firma eine Internetanwendung. Mit Hilfe dieser Anwendung kann ein Werbetreibender über das Internet auf alle bundesweit zur Verfügung stehenden Werbeträger der Außenwerbung zugreifen, sie selektieren und für Plakatwerbung anmieten.
Die Anwendung heißt: Geoinformationssystem Außenwerbung,kurz: GISA.
Citylight Media hat Probleme bei der Vermarktung des GISA ausgemacht: Zum einen gehen nach wie vor viel zu wenig Buchungen ein, zum anderen können Nutzer nicht an die Anwendung gebunden werden. Es zeigt sich, dass ein angemeldeter Nutzer die Anwendung in den meisten Fällen nicht erneut nutzt. Daher soll die Gebrauchstauglichkeit (Usability) getestet, Probleme erkannt und analysiert werden, worauf diese Probleme zurückzuführen sind.
Erwartet wird weiterhin eine Handlungsempfehlung zur Optimierung der Anwendung. Mit dieser Hausarbeit wird der Frage nach der Gebrauchstauglichkeit nachgegangen und eine Usability-Untersuchung durchgeführt.
Als Untersuchungsverfahren kommen Benutzertests zum Einsatz, die mit ausgewählten Testpersonen durchgeführt und im Weiteren besprochen werden.
Zum besseren Verständnis des Themas ist es wichtig, den Begriff Usability zu verstehen. Im nächsten Kapitel wird dieser Begriff zunächst beschrieben, worauf im Weiteren die für die Untersuchung generell möglichen Methoden erläutert und die Entscheidung für eine Methode beschrieben wird. Die Auswertung der Untersuchung erfolgt im Anschluss und führt zur Erarbeitung der Handlungsempfehlung.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen zum Begriff der Usability
2.1 Gestaltungsprinzipien als Grundlage von Usability
2.1.1 Das Mentale Modell nach Norman
2.1.2 Prinzipien des benutzerfreundlichen Designs
2.2 Methoden zur Überprüfung der Usability
3 Fragestellung
4 Vorstellung der Internetanwendung Geoinformationssystem Außenwerbung
4.1 Zielgruppe
4.2 Struktur der Anwendung
5 Untersuchung der Usability des Geoinformationssystem Außenwerbung
5.1 Testaufgaben zur Feststellung der Usability
5.2 Befragung zur Feststellung der Usability
5.3 Auswahl der Testpersonen
5.4 Fragebogen-Design
5.5 Ausführungsmetriken
5.5.1 Metriken der Testaufgaben
5.5.2 Metriken zur Auswertung der System-Usability-Scale (SUS)
6 Ergebnisse der Untersuchung
6.1 Soziodemografische Ergebnisse
6.2 Ergebnisse der Testaufgaben
6.3 Ergebnisse der SUS-Befragung
7 Entwicklung der Handlungsempfehlung
8 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Usability der Internetanwendung „Geoinformationssystem Außenwerbung“ (GISA), um die Gründe für die geringe Nutzerbindung und die niedrige Buchungsrate zu identifizieren. Das Ziel besteht darin, durch eine empirische Analyse Schwachstellen aufzudecken und fundierte Handlungsempfehlungen für eine optimierte Produktspezifikation zu entwickeln.
- Analyse der Gebrauchstauglichkeit (Usability) von Webanwendungen.
- Durchführung von Benutzertests mit standardisierten Aufgaben.
- Quantifizierung der Nutzerzufriedenheit mittels System Usability-Scale (SUS).
- Bewertung von Navigationsstrukturen und Designelementen.
- Entwicklung von Optimierungsstrategien für die Kundenbindung.
Auszug aus dem Buch
2.1.2 Prinzipien des benutzerfreundlichen Designs
Einfachheit: Der Nutzer muss sich schnell im System zurechtfinden. Daher darf die Zahl der möglichen Handlungen die Zahl der Steuervorrichtungen nicht übersteigen
Eindeutigkeit: Der Nutzer sollte möglichst sofort erkennen, auf welche Art und Weise das Bedienungselement des Produkts funktioniert
Sichtbarkeit: Dem Nutzer sollte auffällig zu erkennen gegeben werden, wie die jeweilige Funktion benutzt oder auch nicht benutzt werden soll. Sichtbarkeit ist eine Bedingung für das Prinzip des Mapping
Mapping: Darunter versteht sich die Erwartung des Nutzers am Zusammenhang von Bedienung und Ergebnis. Es geht dabei darum, dass Erkennen von Zusammenhängen durch die grafische Symbolisierung von Funktionstasten zu erleichtern. Als ein Beispiel ist der Papierkorb auf dem Micro-soft-Desktop zu nennen.
Feedback: Funktionalität und Rückmeldung einer Aktion müssen sichtbar und unmittelbar nach der Aktion dem Nutzer zur Verfügung stehen. Bleibt die Rückmeldung aus, weiß der Nutzer nicht, ob er die jeweilige Funktion richtig bedient hat und könnte falsche Schlüsse ziehen, die zur Beendigung der Nutzung führen
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung des Unternehmens und Problembeschreibung bezüglich der mangelnden Nutzung und Bindung bei der Anwendung GISA.
2 Theoretische Grundlagen zum Begriff der Usability: Definition der Usability und Erläuterung der zugrunde liegenden Gestaltungsprinzipien nach Norman sowie gängiger Prüfmethoden.
3 Fragestellung: Formulierung der Forschungshypothese, dass die unzureichende Usability für die fehlende Nutzerbindung verantwortlich ist.
4 Vorstellung der Internetanwendung Geoinformationssystem Außenwerbung: Detaillierte Beschreibung der Zielgruppe und der technischen Struktur des Planungssystems.
5 Untersuchung der Usability des Geoinformationssystem Außenwerbung: Darstellung der methodischen Vorgehensweise, inklusive Testaufgaben, Auswahl der Testpersonen und der angewandten Metriken.
6 Ergebnisse der Untersuchung: Analyse und Interpretation der gewonnenen Daten aus den Testaufgaben und der SUS-Befragung.
7 Entwicklung der Handlungsempfehlung: Ableitung konkreter Verbesserungsvorschläge auf Basis der identifizierten Usability-Defizite.
8 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Untersuchungsergebnisse und der Eignung der gewählten Methoden.
Schlüsselwörter
Usability, Gebrauchstauglichkeit, GISA, Außenwerbung, Nutzerbindung, System Usability-Scale, SUS-Score, Interaktionsdesign, Benutzertests, Handlungsempfehlung, Interface, Feldversuch, Kundenbindung, Produktspezifikation, Planungssystem.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit befasst sich mit der Untersuchung der Gebrauchstauglichkeit (Usability) der webbasierten Buchungsplattform „Geoinformationssystem Außenwerbung“ (GISA).
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit verknüpft theoretische Usability-Grundlagen mit einer praktischen Felduntersuchung, um Designschwächen in Buchungssystemen zu identifizieren.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel ist es, Gründe für die ausbleibende Nutzung der Anwendung zu finden und auf Basis der Ergebnisse Handlungsempfehlungen zur Optimierung auszusprechen.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?
Es wird eine Kombination aus standardisierten Testaufgaben und der System Usability-Scale (SUS) zur quantitativen Erhebung der Nutzerzufriedenheit verwendet.
Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Vorstellung des zu untersuchenden Systems, das methodische Vorgehen bei den Benutzertests und die detaillierte Auswertung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Zentrale Begriffe sind unter anderem Usability, GISA, Nutzerbindung, SUS-Score, Interface-Design und Handlungsempfehlungen.
Warum wurde bei der GISA-Anwendung eine Untersuchung durchgeführt?
Da das Unternehmen Citylight Media trotz technischer Aktualität eine geringe Kundenbindungsrate feststellte, sollte die Ursache im Bereich der Benutzbarkeit objektiviert werden.
Welches Ergebnis lieferte die SUS-Befragung?
Die Anwendung erreichte einen Usability-Prozentsatz von 24,6 Prozent, was auf schwere Defizite im Bereich der Bedienbarkeit hindeutet.
- Arbeit zitieren
- Oliver Kimminus (Autor:in), 2013, Usability-Untersuchung der Internetanwendung Geoinformationssystem-Außenwerbung als Grundlage zur Entwicklung einer Handlungsempfehlung zur Produktspezifikation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264298