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Krisenintervention im Kontext der Prävention

Titel: Krisenintervention im Kontext der Prävention

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2009 , 20 Seiten , Note: 2

Autor:in: Sabrina Werber (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Bei Introspektion ist mir aufgefallen‚ dass Krisenintervention nicht zwingend mit professioneller Hilfe zu verbinden ist. Nicht selten wenden sich Personen in Krisensituationen an Menschen in ihrer natürlichen und bekannten Umgebung wie zum Bespiel dem Friseur‚ welchen man jahrelang besucht oder die wöchentlichen Stammtischrunden bei dem Gastwirt um die Ecke. Leider können unprofessionell Tätige selten auf psycho-therapeutische Fachkompetenzen zurückgreifen‚ dennoch übernehmen sie‚ ob bewusst oder unbewusst‚ die Aufgabe‚ in der seelischen Not zu helfen. Es ist wohl anzunehmen und verständlich‚ dass sich der Betroffene in erster Linie an vertraute Personen aus seinem unmittelbaren Umfeld wenden wird‚ um Rat und Unterstützung für die Bewältigung von belastenden Problemen zu erhalten. In vielen Fällen werden die aus Erfahrung weitergegebenen Lösungsvorschläge jedoch nicht zur Bewältigung angestauter Probleme ausreichen‚ dass sich diese Person darüber hinaus fachkompetente Hilfe einholen muss. In diesem Rahmen agiert die Krisenintervention und Prävention.
In dieser Arbeit möchte ich genau dort ansetzen und die Krisenintervention in den Kontext der Prävention stellen. Vorrangig richte ich mich auf die primäre Prävention von Gerald Caplan.
Natürlich können die Ausführungen im Bereich der Krisenintervention weiter aufgeführt und eine enge Verknüpfung von Themenbereichen und Funktionen der Gemeindepsychiatrie‚ welche mit der „Mental-Health-Bewegung“ (Hervorhebung d.V.) einhergehen‚ ebenfalls gesehen werden. Doch möchte ich in diesem Rahmen lediglich die Prinzipien und Ziele der Gemeindepsychologe und die Krisenintervention im Allgemeinen aufzeigen‚ um mit dessen Hilfe die Weichen für die von Gerald Caplan konzeptionierter Krisentheorie eine Basis im Hinblick auf seine Sichtweise schaffen.
Dabei gehe ich im Rahmen dieser Arbeit auf Ursachen und Gründe seines Konzeptes ein‚ weshalb primäre Prävention bei Krisen hilfreich sein kann und stelle dessen Krisentheorie vor. In diesem Zusammenhang versuche ich‚ dessen primäre Prävention in den Blickpunkt der Krisenintervention zu stellen um abschließend einige Kritikpunkte aufzuzeigen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gemeindepsychologie

2.1 Ziele und Prinzipien der gemeindepsychologischen Perspektive

3. Krisenintervention

3.1 Definition und Bedeutungsaspekt

3.2 Ziel der Krisenintervention

4. Präventive Intervention

4.1 Gerald Caplan’s Krisentheorie

4.1.1 Veränderungskrise in Modellform

4.1.2 Ausgangspunkt der Veränderungskrise

4.1.3 Verlauf der Veränderungskrise

4.1.4 Zusammenfassung des Krisenmodells

5. Krisenintervention im Kontext der primären Prävention

5.1 Primäre Prävention

5.1.1 Definition

5.1.2 Konzeptioneller Rahmen

5.1.3 Durchführung primärer Prävention

5.1 4 Ziel und Wirkungsweise der primären Prävention nach Caplan

5.2 Sekundäre Prävention

5.3 Tertiäre Prävention

5.4 Kritik

6. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Konzepte der Krisenintervention in einen präventiven Kontext zu stellen, wobei der Schwerpunkt auf der primären Prävention nach Gerald Caplan liegt, um aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Ressourcenversorgung Krisen abgemildert oder deren Entstehung reduziert werden kann.

  • Grundlagen und Prinzipien der Gemeindepsychologie
  • Definition und Ziele der Krisenintervention
  • Detaillierte Analyse von Gerald Caplans Krisentheorie
  • Konzeptioneller Rahmen und Durchführung primärer Prävention
  • Kritische Würdigung der Ansätze zur Prävention

Auszug aus dem Buch

4.1.2 Ausgangspunkt der Theorie

Eine Person befindet sich in einem Problem, welches sich nicht von allein lösen lässt. Es entsteht in dieser Situation ein Missverhältnis zwischen Anforderung und Bewältigungsmöglichkeit. In dieser Krise befindet sich ein Hin- und Herschwanken auf der Emotionalen- und Handlungsebene, das heißt zwischen Resignation, Hoffnung, Planung und Bewältigungsversuchen. Das Ergebnis der Krise kann eine persönliche Entwicklung, eine Stagnation oder eine Fehlentwicklung sein (vgl. Sommer/Ernst 1977, S. 57).

Demnach sind Veränderungskrisen zumeist vorhersehbare Situationen, die allgemein zum Leben gehören und von vielen Menschen auch positiv erlebt werden. Krisenanlässe können ganz banale Dinge wie Verlassen des Elternhauses, Heirat, Schwangerschaft, Umzug, Pensionierung und allgemeine Alltagssituationen sein (ebd., S. 58). Die Krise setzt ebenso wie ihr Anlass nicht zwingend plötzlich ein, sondern entwickelt sich binnen einiger Tage bis hin zu sechs Wochen und nimmt einen typischen Verlauf. Das gewohnte individuelle Problemlösungsverhalten erweist sich in Konfrontation mit der „gefährlichen Situation“ (Hervorhebung d.V.) als wirkungslos, welches zu Spannung und Unbehagen führt (Phase 1).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle von Krisenintervention außerhalb professioneller Kontexte und führt in die Absicht ein, dieses Thema im Kontext der Prävention nach Gerald Caplan zu untersuchen.

2. Gemeindepsychologie: Dieses Kapitel erläutert die Grundgedanken der Gemeindepsychologie als Handlungsebene, die psychosoziale Probleme im Kontext lebensweltlicher Belastungen betrachtet.

3. Krisenintervention: Das Kapitel definiert den Begriff der Krisenintervention und arbeitet deren Ziele sowie die methodische Flexibilität als Antwort auf akute Krisensituationen heraus.

4. Präventive Intervention: Hier wird Gerald Caplans Krisentheorie vorgestellt, die das Phasenmodell der Veränderungskrise inklusive Ausgangspunkte und Verlauf detailliert beschreibt.

5. Krisenintervention im Kontext der primären Prävention: Dieses Hauptkapitel expliziert die drei Formen der Präventionsarbeit, konzentriert sich auf die primäre Prävention und deren Ressourcenmodell zur Minderung von Krisen.

6. Schlussbemerkung: Die Schlussbetrachtung betont die Bedeutung selbstorganisierter Projekte und fordert eine stärkere Integration der Prävention in die Sozialpolitik.

Schlüsselwörter

Krisenintervention, Prävention, Gemeindepsychologie, Gerald Caplan, Veränderungskrise, Ressourcenversorgung, Psychosoziale Gesundheit, Soziale Arbeit, Krisentheorie, Primäre Prävention, Sekundäre Prävention, Tertiäre Prävention, Krisenbewältigung, Sozialpolitik, Lebenswelt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert die Schnittstelle zwischen Krisenintervention und präventiven Ansätzen, insbesondere im Rahmen der gemeindepsychologischen Perspektive.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind das Verständnis von Krisen, die Einordnung der Gemeindepsychologie und die spezifische Präventionstheorie nach Gerald Caplan.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Wirkungsweise der primären Prävention aufzuzeigen und zu analysieren, wie durch die Verbesserung von Ressourcen Krisen abgeschwächt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse und die theoretische Herleitung sowie Modellierung von Krisenverläufen basierend auf Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Gemeindepsychologie, die Erklärung des Krisenmodells und eine detaillierte Erläuterung der verschiedenen Präventionsstufen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Krisenintervention, Prävention, Gemeindepsychologie, Caplan-Krisentheorie und Ressourcenorientierung.

Welches Modell der Veränderungskrise beschreibt Caplan?

Es handelt sich um ein Phasenmodell, das von der Konfrontation mit einem Ereignis über Versagen und Mobilisierung bis hin zur Neuanpassung reicht.

Welche drei Ressourcenarten unterscheidet das Modell?

Das Modell differenziert zwischen physikalischen, psychosozialen und soziokulturellen Ressourcen als Grundlage für psychische Stabilität.

Warum wird die primäre Prävention auch als politisches Programm bezeichnet?

Da sie darauf abzielt, gesellschaftliche Rahmenbedingungen und die Verteilung von Ressourcen durch politische Reformen und Gesetze positiv zu beeinflussen.

Wie lautet die Kritik an der Prävention nach Caplan?

Die Kritik richtet sich vor allem gegen die empirische Belegbarkeit der Phasenverläufe und die Schwierigkeit, die hochgesteckten präventiven Postulate in die Realität umzusetzen.

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Details

Titel
Krisenintervention im Kontext der Prävention
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Veranstaltung
Krisenbewältigung als Problem der Sozialpädagogik
Note
2
Autor
Sabrina Werber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
20
Katalognummer
V264314
ISBN (eBook)
9783656537076
ISBN (Buch)
9783656537861
Sprache
Deutsch
Schlagworte
krisenintervention kontext prävention
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sabrina Werber (Autor:in), 2009, Krisenintervention im Kontext der Prävention, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264314
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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