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Alltag der Armut. Indikatoren, Risiken und Folgen von Armut

Title: Alltag der Armut. Indikatoren, Risiken und Folgen von Armut

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 20 Pages

Autor:in: Sabrina Werber (Author)

Social Work
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„Die Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung ist eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung, die seit Jahren in Politik und Öffentlichkeit diskutiert wird. Auch in Deutschland bleibt einem Teil der Menschen die Teilhabe an bestimmten Aspekten des gesellschaftlichen Lebens verwehrt. Die Gründe hierfür sind vielfältig und reichen von einem unzureichenden Einkommen bis hin zu fehlenden Bildungs-, Ausbildungs- und Beschäftigungschancen.“ Daher soll der Hauptgegenstand dieser Verschriftlichung die Darstellung des Alltags der Armut in Deutschland sein.
Hierzu wird zunächst der Begriff der Armut näher betrachtet, der ein überaus komplexer Gegenstand ist. In Deutschland ist eine exakte wissenschaftliche Bestimmung vergleichsweise uneinheitlich. Infolgedessen werden hierzu verschiedene Konzepte, wie z.B. die der relativen Armut und der Armutsrisikoquote begutachtet, sowie deren Vor- und Nachteile bezüglich ihrer Genauigkeit herausgearbeitet.
Des Weiteren wird untersucht, wie sich Armut gegenwärtig in Deutschland bemerkbar macht und was das für Betroffene bedeutet. Hierfür werden sowohl die Gründe für Armut gesucht, als auch die Gruppe der Betroffenen beschrieben.
Grundlage für diese Betrachtungen sollen zum einen die Auslegungen von Nadja Klinger und Jens König aus ihrem Buch „Einfach Abgehängt - Ein wahrer Bericht über die neue Armut in Deutschland“ sein. In ihrem Buch beantworten sie anhand von Betroffenen-Porträts die Frage, was genau Armut ist und wo sie anfängt bzw. aufhört.
Ergänzend hierzu wird der vom Statistischen Bundesamt veröffentlichte Bericht „Armut und Lebensbedingungen – Ergebnisse aus LEBEN IN EUROPA für Deutschland 2005“ verwendet, dessen Ergebnisse sich ausschließlich auf das Jahr 2004 beziehen. Für die Studie LEBEN IN EUROPA, auf die sich der oben genannte Bericht bezieht, wurden europaweit über 250 000 Personen befragt, davon rund 25 000 Personen über 16 Jahren in 13 000 Haushalten in Deutschland.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Wo fängt Armut an, wo hört sie auf? – Verschiedene Indikatoren für Armut

2.1 Relative Armut

2.2 Armutsrisikoquote

2.3 Armutsrisikogrenze

2.4 Das Sozialhilfeniveau als Maß für Armut

3. Armutsrisiken – Wer ist in Deutschland von Armut betroffen?

3.1 Armutsgefährdung in den alten und neuen Bundesländern

3.2 Armutsgefährdung in Abhängigkeit vom Haushaltstyp

3.3 Armutsgefährdung und Erwerbslosigkeit

3.4 Armutsgefährdung in Abhängigkeit vom Bildungsabschluss

4. Folgen der Armut in Deutschland - Wie leben Menschen, die von Armut betroffen sind?

5. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Armut in Deutschland, definiert verschiedene wissenschaftliche Indikatoren zur Messung und analysiert, welche Bevölkerungsgruppen besonders von Armutsgefährdung betroffen sind. Ziel ist es, den Alltag der Armut darzustellen und die Auswirkungen auf die Lebensbedingungen der Betroffenen aufzuzeigen.

  • Wissenschaftliche Definitionen und Indikatoren der Armut (z.B. relative Armut, Armutsrisikoquote)
  • Analyse der Armutsgefährdung nach soziodemografischen Merkmalen und Erwerbsstatus
  • Unterschiede der Armutsbetroffenheit zwischen alten und neuen Bundesländern
  • Einfluss von Bildungsabschluss und Haushaltstyp auf das Armutsrisiko
  • Alltägliche Lebensfolgen und Einschränkungen für von Armut betroffene Menschen

Auszug aus dem Buch

3.1 Armutsgefährdung in den alten und neuen Bundesländern

Die Armutsgefährdung verteilt sich in den alten und neuen Bundesländern sehr ungleich, wobei die alten Bundesländer ohne Westberlin gerechnet werden bzw. bei den neuen Bundesländern Berlin komplett dazugerechnet worden war.

Während die Armutsgefährdungsquote der alten Bundesländer bei 12% lag, war die Quote für die neuen Bundesländer bei 17%, was durch die unterschiedliche Erwerbsstruktur begründet ist. Es ist auffällig, dass in Ostdeutschland die Armutsgefährdung stärker ausgeprägt ist, als im Westen der Bundesrepublik, wie Abbildung 3 verdeutlicht. Bis auf die Gruppe der über 65-jährigen Männer in den neuen Bundesländern lässt sich der Unterschied zwischen Ost und West in allen Altersgruppen beobachten. Demzufolge sind die über 65-jährigen Männer in den alten Bundesländern deutlich häufiger von Armut bedroht, als in den neuen Ländern.

Jedoch sind die über 65-jährigen Frauen sowohl in den alten, als auch in den neuen Bundesländern überdurchschnittlich armutsgefährdet. Während im gesamtdeutschen Durchschnitt die Armutsgefährdungsquote der Männer bei 12% liegt, ist die Armutsgefährdung der Frauen mit 14% gut einen Prozentpunkt über der Quote für die Gesamtbevölkerung (13%). Dieses Muster lässt sich auf alle Altersgruppen übertragen, d.h. dass die Armutsgefährdungsquote der Frauen in allen Altersgruppen über der der Männer liegt.

Bei den 16- bis 24-Jährigen, wie auch bei den 50- bis 64-Jährigen, ist in den neuen Ländern etwa ein Fünftel der Menschen von Armut bedroht. Die Armutsgefährdungsquote ist jeweils fast 10% über der der alten Länder. Die Armutsgefährdung der Gruppe der 25- bis 49-Jährigen ist im Osten etwas geringer als in den alten Ländern, wobei der Abstand zu den neuen Bundesländern weitgehend unverändert bleibt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderung der Armut in Deutschland und stellt die methodische Grundlage sowie die verwendeten Literaturquellen vor.

2. Wo fängt Armut an, wo hört sie auf? – Verschiedene Indikatoren für Armut: Dieses Kapitel erläutert verschiedene wissenschaftliche Konzepte zur Armutsmessung, darunter die relative Armut, die Armutsrisikoquote und das Sozialhilfeniveau.

3. Armutsrisiken – Wer ist in Deutschland von Armut betroffen?: Hier wird analysiert, welche Bevölkerungsgruppen aufgrund von Faktoren wie Erwerbsstatus, Bildungsabschluss oder regionaler Herkunft ein höheres Armutsrisiko tragen.

4. Folgen der Armut in Deutschland - Wie leben Menschen, die von Armut betroffen sind?: Dieses Kapitel beschreibt die konkreten Auswirkungen finanzieller Armut auf den Lebensalltag, wie Wohnsituation, Ernährung und soziale Teilhabe.

5. Schlussbemerkung: Das Fazit fasst zusammen, dass trotz des deutschen Mittelfelds im EU-Vergleich spezifische Risikogruppen bestehen und Armut einen schwer zu durchbrechenden Teufelskreis darstellt.

Schlüsselwörter

Armut, Armutsgefährdung, Armutsrisikoquote, relative Armut, soziale Ausgrenzung, Sozialhilfe, Erwerbslosigkeit, Deutschland, Haushaltstyp, Bildungsabschluss, Working Poor, Lebensbedingungen, Teilhabe, Armutsrisikogrenze, Bevölkerungsstruktur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit behandelt das Thema Armut in Deutschland, definiert den Begriff wissenschaftlich und untersucht, welche sozialen Gruppen besonders gefährdet sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Armutsindikatoren, der statistischen Auswertung von Armutsrisiken und der Darstellung der realen Auswirkungen von Armut auf den Alltag.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Alltag der Armut in Deutschland abzubilden und aufzuzeigen, wie sich verschiedene Faktoren wie Bildung, Alter und Erwerbsstatus auf die Armutsgefährdung auswirken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und wertet statistische Daten aus, insbesondere Berichte des Statistischen Bundesamtes und Sekundärliteratur zu Armutsberichten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung von Armutskonzepten, die differenzierte Betrachtung von Risikogruppen (z.B. Alleinerziehende, Arbeitslose) und eine Analyse der Folgen von Armut für die Lebensqualität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Armutsrisikoquote, Working Poor, soziale Ausgrenzung, Bildungsabschluss und Armutsgefährdung.

Wie unterscheidet sich die Armut in den alten und neuen Bundesländern laut der Arbeit?

Die Arbeit zeigt, dass die Armutsgefährdung in den neuen Bundesländern mit 17% deutlich höher liegt als in den alten Bundesländern (12%), was primär auf unterschiedliche Erwerbsstrukturen zurückgeführt wird.

Was bedeutet der Begriff "Working Poor" in diesem Kontext?

Der Begriff beschreibt Menschen, die trotz einer Erwerbstätigkeit (z.B. in Teilzeit) ein Haushaltseinkommen erzielen, das unter der Armutsgefährdungsgrenze liegt.

Welchen Einfluss hat der Bildungsabschluss auf das Armutsrisiko?

Die Analyse verdeutlicht eine klare Korrelation: Je niedriger die formale Qualifikation, desto höher das Risiko, armutsgefährdet zu sein, wobei Personen ohne Schul- oder Berufsabschluss am stärksten betroffen sind.

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Details

Title
Alltag der Armut. Indikatoren, Risiken und Folgen von Armut
College
Martin Luther University
Course
Formen und Felder der Sozialpädagogik
Author
Sabrina Werber (Author)
Publication Year
2008
Pages
20
Catalog Number
V264326
ISBN (eBook)
9783656534945
ISBN (Book)
9783656535515
Language
German
Tags
alltag armut
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabrina Werber (Author), 2008, Alltag der Armut. Indikatoren, Risiken und Folgen von Armut, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264326
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